Bei Schizophrenie Gendefekt in der Glutathion-Synthese

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Hallo zusammen,

bei Schizophrenen tritt eine Genvariante 3 mal so häufig auf wie bei Gesunden, die zur Folge hat, daß die intrazelluläre Glutathion-Synthese und die Glutathion-Regeneration erheblich gehemmt wird. Das die Glutathion-Synthese beschleunigende Enzym Glutamatcysteinligase ist nur reduziert aktiv. Das führt zu einer Hemmung der Glutathion-Synthese und erniedrigten intrazellulären Glutathion-Werten. (1) (Zahlen in Klammern verweisen auf die Linksammlung am Ende in Beitrag #2).

Eine Gehirnforscherin der Universität Lausanne, Dr. Kim Do, die eine Vielzahl von Studien zu Schizophrenie bezüglich des Glutathion-Defizits erstellt hat, berichtet dies (2). Die Forscherin hat auch aufgezeigt, daß der Glutathion-Mangel verantwortlich sein kann für die bekannten Funktionsstörungen im Glutamat- und im Dopamin-Haushalt.

Als Allele (Genvarianten) mit hohem Risiko konnte ich in der Sekundärliteratur für die Glutamatcysteinligase die Genotypen 8/8, 9/9, 8/9, 7/8 ausfindig machen (3).

Tatsächlich berichten mittlerweile viele Internetseiten, v.a. die englischsprachigen, von „signifikant“ oder „dramatisch“ erniedrigten intrazellulären Glutathion-Spiegeln - nicht nur bei Schizophrenie, sondern bei allen psychiatrischen Krankheitsbildern! (4)

Auch wird berichtet, daß es eine negative Korrelation gibt zwischen erniedrigten Glutathion-Spiegeln des Gehirns und Negativ-Symptomen bei der Schizophrenie - sprich, je niedriger die Glutathion-Spiegel, desto ausgeprägter waren die Negativ-Symptome der Patienten. (5)

Weil in einem Parallel-Thread zur Schizophrenie die weitreichende Bedeutung eines Glutathion-Mangels nicht wirklich erkannt wurde, möchte ich die wichtigsten Auswirkungen in einem eigenen Thread aufzeigen. Ich bin zwar selber nicht an Schizophrenie erkrankt, aber aufgrund eines langjährigen Chronischen Erschöpfungssyndroms infolge einer Pestizid-Vergiftung ist mir Glutathion doch in einigen wesentlichen Zügen vertraut.

Der Satz „Jede Zelle mit einem ausreichendem Gehalt an Glutathion ist infekt-, toxin-, umwelt- und krankheitsresistent“, der an vielen Stellen im Netz zu finden ist, wirft ein bißchen sein Licht voraus, und lässt erahnen, daß „dramatisch“ erniedrigte Glutathion-Spiegel auch nur ernsthafte Krankheitsbilder zur Folge haben kann.


Glutathion hat vier eminent wichtige Bedeutungen im menschlichen Organismus:

- es ist die wichtigste körpereigene Entgiftungssubstanz zur Entgiftung von Umweltgiften und Chemikalien aller Art
- es ist wichtigstes intrazelluläres Antioxidans
- es reguliert den NO-Zyklus
- es ist eine Art Koordinator für das Immunsystem und wichtigster Prognosemarker für alle Immunerkrankungen


Die vier wichtigsten Aufgaben von Glutathion im Einzelnen:

1. Glutathion ist wichtigste körpereigene Entgiftungssubstanz. Es entgiftet Umweltgifte und Giftstoffe aus Medikamenten und der Nahrung


Glutathion ist für die Entgiftung aller Giftstoffe verantwortlich, die wir über die Nahrung, Wasser, Luft, Haut- und Schleimhautkontakt, Medikamente, Impfstoffe, Prothesen, Implantate, Zahnfüllungen etc. zu uns nehmen. Ich erspare uns hier eine Aufzählung, mit welchen Umweltgiften wir heute in Kontakt kommen können – es gibt mittlerweile hunderttausende Chemikalien, die der Mensch erfunden hat, aber die Natur selber nicht kennt. Jedes Jahr kommen an die 10.000 neuen Chemikalien auf den Markt - nie war das Entgiftungssystem mehr gefordert als heute.

Wer also mit einem chronischen Glutathion-Defizit aufgrund o.g. Gendefekts leben muß, bei dem bleibt zwangsläufig die ganze Entgiftung von Umweltgiften weitgehend auf der Strecke. Schleichende bis manifeste Vergiftungen sind unweigerlich die Folge. Kommt dann noch eine richtige Vergiftung dazu, wie z.B. eine Quecksilbervergiftung aus Amalgam-Zahlfüllungen, die nach Toxikologe Daunderer bei Schizophrenie sehr häufig vorzufinden ist, ist man völlig chancenlos.

Interessanterweise sagen die Alternativ- und Umweltmediziner schon seit Jahrzehnten, daß alle psychiatrischen Patienten mit Umweltgiften vergiftet sind. Würde es gelingen, sie erfolgreich zu entgiften, verlieren sie ihre psychiatrische Erkrankung. So z.B. Dr. Klinghardt, oder Dr. Daunderer. Daunderer fügt noch hinzu: Schizophrene entgiften nicht über die Niere, man muß sie über den Darm entgiften.

Auch die WHO, die weltgrößte Gesundheitsorganisation, sagt schon seit einigen Jahrzehnten, daß 60-70 % aller unserer Krankheiten durch Vergiftungen bedingt sind! Das gilt insbesondere für die psychiatrischen.

Es gibt gar nicht so wenig psychiatrisch Erkrankten, die selber von sich sagen, sie fühlen sich vergiftet. Das dürfte oft genug als Wahnbildung interpretiert worden sein, dabei haben die Patienten in Wirklichkeit einen siebten Sinn, und haben Recht! Psychiater wissen grundsätzlich auch darum, daß richtige Vergiftungen zu psychiatrischen Krankheitsbildern führen können.

Die meisten Umweltgifte sind Nervengifte, viele von ihnen können ins Gehirn gelangen. Einige von ihnen wirken auf den Gehirnstoffwechsel ein. So ist z.B. bezüglich des bei Schizophrenie so bedeutsamen NMDA-Rezeptors bekannt, daß Quecksilber, Schwefelwasserstoff, Kohlenmonoxid, Organochlor-Pestizide, Organophosphat-/Carbamat-Pestizide, Pyrethroid-Pestizide die Aktivität der NMDA-Rezeptoren erhöhen. Andere Gifte (Organochlorpestizide) hemmen die GABA-Rezeptoren. Sie führen zu einer Störung der Glutamat-GABA-Achse.

Darüberhinaus sind viele Umweltgifte mitochondrientoxisch. Die Mitochondrien sind Organellen innerhalb unserer Zellen, die für den Energiestoffwechsel verantwortlich sind. Dort wird in großen Mengen Energie (ATP) produziert bzw. recycelt. So produziert ein erwachsener Körper täglich ca. 70 kg (!!!) ATP. Was Benzin für das Auto ist, ist ATP für den Körper: Brennstoff für nur alle möglichen körperlichen Prozesse, auch für Muskeltätigkeit, Wärmeerzeugung und nervliche Beanspruchung. Unter Einfluß von Umweltgiften werden die Mitochondrien geschädigt und können nicht mehr ausreichend ATP produzieren. Kraftlosigkeit und Schwäche bis hin zur Bettlägerigkeit können die Folge sein. Weil Entgiftung seinerseits ATP-abhängig ist, kommt es auch durch den ATP-Mangel zu Einbußen bei der Entgiftung. Ein negativer Kreislauf, der sich aufschaukelt.
Eine Mitochondrien-Dysfunktion ist nach Dr. Kim Do bei Schizophrenie erwiesen!

Umweltgifte können sich auch an der DNA ablagern, das Erbgut schädigen, Gene an- oder abschalten. Durch Vergiftungen können Gendefekte und Enzymfehlfunktionen erworben werden. Umweltgifte können Zellmembrane schädigen, sodaß Rezeptorfunktionen beeinträchtigt sind. Die für die Reizweiterleitung im Nervensystem verantwortlichen Rezeptoren verlieren ihre Funktion: Hormonale und neurogene Regelkreise werden gestört, wie es bei neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen gerne der Fall ist (6).

Eine Vergiftung mit Nervengiften führt zu chronischem Stress für das Nervensystem - das Nervensystem wird Tag und Nacht unaufhörlich gereizt. Das kann über Jahre oder Jahrzehnte zu einem Zusammenbruch der „neuroendokrinen Stress-Achse“ führen. Damit sind alle Neurotransmitter und Hormone gemeint, die bei Dauerstress verstärkt gebraucht werden: Serotonin, Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol, DHEA, GABA und Glutamat. Zuerst werden die Neurotransmitter und Stresshormone jahrelang aufgrund des Dauerstresses im Übermaß produziert, nach Jahren können sie sich aber erschöpfen und unter die Norm abfallen (Dekompensation). Neurodegenerative Erkrankungen sind zwangsläufig die Folge.

Umweltgifte können die Bluthirnschranke (BHS) schädigen. Die BHS ist eine biochemische Schutzbarriere für das Gehirn: Vieles, was schädlich ist für das Gehirn, kann durch die BHS abgehalten werden, in das Gehirn einzudringen. Bei offener BHS können noch viel mehr Giftstoffe ins Gehirn gelangen. Bei neurologischen Krankheitsbildern ist die BHS fast immer geöffnet.

Es gibt Umweltgifte, die sich störend für die Glutathion-Synthese auswirken. Die Glutathion-Synthese ist von vielen anderen Substanzen und Faktoren abhängig. So sind die Glutathion-Synthese bzw. das Glutathion-Recycling abhängig von SAMe, Vitamine D3, C, B12, B2, Magnesium, Zink, NADPH/H (aus Vitamin B3), ATP und anderes mehr. Vergiftungen können körpereigene Mikronährstoffe durch die starke Beanspruchung bei der Glutathion-Synthese erschöpfen, Substratmangel behindert oder verunmöglicht dann die Glutathion-Synthese.

Umweltgifte führen zu erhöhtem oxidativen und nitrosativem Stress. Oxidativer Stress ist bei Schizophrenie in den Gehirnzellen nachgewiesen (Dr. Kim Do), nitrosativer Stress kann Psychosen auslösen (7).


2. Glutathion ist wichtigstes intrazelluläres Antioxidans

Jeder hat wahrscheinlich schon einmal von oxidativem Stress gehört, der durch eine überschießende Bildung von Freien Radikalen (oder ROS, Reaktive Sauerstoffspezies) entsteht. Freie Radikale sind sehr aggressiv, und können vorübergehende oder bleibende Schäden an den Zellstrukturen bewirken. Antioxidantien schützen vor oxidativem Stress, in dem sie Radikale unschädlich machen. Glutathion ist wichtigstes intrazelluläres Antioxidans und kann, wenn es in ausreichender Konzentration vorhanden ist, oxidativen Stress unterbinden.

Umweltgifte zählen durch verschiedene Mechanismen zu den starken Radikalbildner. Die durch Umweltgifte geschädigten Mitochondrien können zu wahren „Radikalenkanonen“ werden können, wie Umweltmediziner Dr. Kuklinski sich ausdrückt.

Oxidativer Stress ist bei Schizophrenie in den Gehirnzellen (s.o.) nachgewiesen. Ohne ausreichend Glutathion kann der oxidative Stress nicht mehr abgefangen werden – er entwickelt seine zellschädigenden Aktivitäten.

Fehlt Glutathion als wichtigstes intrazelluläres Antioxidans, werden verstärkt andere Antioxidantien vom Körper aufgebraucht, die sich ebenfalls erschöpfen können. Es wird unterschieden zwischen primären, sekundären und tertiären Antioxidantien (8):

Primäre Antioxidantien: Glutathion-S-Transferasen, Glutathion-Peroxidase, Glutathionreduktase, Catalase, Superoxiddismutase, Transferrin, Ferritin (Speicher-Eisen), Caeruloplasmin, u.a.m.

Sekundäre Antioxidantien: Tocopherole (E-Vitamine), Vitamin C, Vitamin A,
Beta-Carotin, Alpha-Liponsäure, Taurin, Harnsäure, Cholesterin, Bilirubin, Albumin, Selen u.a.m.

Tertiäre Antioxidantien: Methionin-Sulphoxid-Reduktase, DNA-Reparaturenzyme u.a.m.

Primäre Antioxidantien verhindern die Neubildung von Freien Radikalen, während sekundäre neugebildete Radikale eliminieren bzw. unschädlich machen. Tertiäre Antioxidantien reparieren Zellschäden. Es kann also bei Glutathionmangel bei einer ganzen Reihe von anderen Biomolekülen zu Defiziten kommen, weil sie als Antioxidantien vermehrt einspringen müssen.


3. Glutahion reguliert den NO-Zyklus

NO (Stickstoffmonoxid) ist ein Molekül, das im Körper vielfältige Aufgaben hat. Es wird zusammen mit seinen Abkömmlingen als „Reaktive Stickstoffspezies“ (RNS) bezeichnet, (im Vergleich zu ROS, Reaktive Sauerstoffspezies = Freie Radikale).

Entgleisungen im NO-Zyklus sind für den Organismus gefährlich, da sie hohes zellschädigendes Potential entfalten. Ähnlich wie durch Anhäufung von Freien Radikalen oxidativer Stress entsteht, entsteht bei der Anhäufung von NO und seinen Abkömmlingen „Nitrosativer Stress“. Er ist eine Sonderform des oxidativen Stress, der sich v.a. schädigend für das Nervensystem auswirkt. Bei fast allen neurologischen Krankheitsbildern liegt erhöhtes NO vor.

Die Auswirkungen von Nitrosativem Stress in Kürze:

- er produziert in nicht unerheblichem Maße oxidativen Stress
- er bewirkt Mikroentzündungen an den Nervenendigungen, sodaß diese geschädigt werden (Missempfindungen in den Nerven, Polyneuropathie…)
- er bewirkt irreversible Schädigungen an den Mitochondrien, woraus ATP-Mangel mit Schwäche und Kraftlosigkeit resultiert
- weil ein Übermaß an NO hauptsächlich unschädlich gemacht wird durch das Vitamin B12, entleerte es die körpereigenen B12-Speicher mit den Folgen von B12-Mangel-Erkrankungen
- er aktiviert den NMDA-Rezeptor
- das hochschädliche Peroxinitrit, das im Gefolge von nitrosativem Stress gebildet wird, hemmt zahlreiche Enzyme, teils irreversibel
- Cholesterinstoffwechsel kann gestört werden
- Störung der Steroidhormonsynthese (Sexualhormone, Corticosteroide der Nebennierenrinde)
- Durch die Nitrosierung wichtiger Aminosäuren können nicht mehr genügend Neurotransmitter und Hormone produziert werden: Katecholamine, Serotonin, Melatonin und Thyroxin fallen ab, ebenso der Hautfarbstoff Melanin
- er öffnet die Bluthirnschranke, wodurch giftige Substanzen, die sonst durch die BHS zurückgehalten werden, ins Gehirn eindringen können.

Zahlreiche körpereigene Mikronährstoffe können sich erschöpfen, die gebraucht werden, um den Nitrosativen Stress und seine vielen verschiedenartigen Fehlregulationen abzufangen oder auszugleichen. Dazu gehören neben Vitamin B12 die Alphaliponsäure (körpereigene zweitwichtigste Entgiftungssubstanz), B6, B2, Magnesium, Taurin, Folsäure, Vitamine C, E, Selen, Zink, Kupfer, Mangan, Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q 10, L-Carnitin, NADH, u.a.m..

Dr. Kim Do berichtet von Studien, in denen folgende Mikronährstoffe Besserungen bei Schizophrenie erbrachten, die interessanterweise allesamt zur Herunterregelung des nitrosativen Stresses eingesetzt werden: Vitamin B12, Methylfolat, Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren, Vitamine C und E.

Nitrosativer Stress schädigt v.a. die Nerven und die Mitochondrien (ATP-Bildung), weshalb er zu folgenden Symptomen führt: Schlaflosigkeit, Unruhezustände, hoher Erschöpfungsgrad, Stressintoleranz, neurodegenerative Erkrankungen. Mehrere Seiten schreiben dem Nitrosativen Stress die Entstehung von Psychosen zu (7).

Auslöser für Nitrosativen Stress ist quasi alles, was die Nerven chronisch reizt und unter Dauerstress versetzt: Vergiftungen mit Umweltgiften, Halswirbelsäulen-Instabilitäten (nach Unfällen, Stürzen, Schleudertraumen oder nach HWS-Überstreckungen bei Vollnarkosen - sie bewirken eine chronische mechanische Reizung der Rückenmarks- und Gehirnnerven), chronischer psychischer Stress, sich festsetzende Traumatas, Elektro-Smog und chronische Infektionen.

Nitrosativer Stress selber bewirkt eine Nitrosierung des Glutathions, sodaß sich die intrazellulären Glutathion-Vorräte erschöpfen können – ohne Glutathion aber keine ausreichende Regulierung des NO-Zyklus. Ein negativer Kreislauf.


Nach der Kompetenzinitiative.net führt allein der oxidative und nitrosative Stress unter anderem zu folgenden Symptom- und Krankheitsbildern (9):

- Schlafstörungen
- Mangelnde Entspannung
- hoher Erschöpfungsgrad
- Erholungszeiten wenig effektiv
- Große Unruhe-Phasen und „Panic Disorder“
- Parkinson
- chronische Entzündungsprozesse, insbesondere im Nervensystem mit MS und ALS
- Pathologisches Energiedefizit
- Schilddrüsenfunktionsstörungen
- Enzephalopathie (Erkrankungen des Gehirns)
- Polyneuropathie (Erkrankung der peripheren Nerven (Arme, Beine, Rumpf))



4. Glutathion ist entscheidend für ein einwandfrei funktionierendes Immunsystem und wichtigster Prognosemarker für alle Immunerkrankungen
Glutathion reguliert die Balance zwischen verschiedenen Immunstrategien und ist so etwas wie ein Koordinator des Immunsystems. Der Satz, den ich eingangs zitiert habe, daß jede Zelle, die ausreichend Glutathion enthält, infekt-, toxin-, umwelt- und krankheitsresistent ist, zeigt diese wichtige Bedeutung des Glutathions auch für das Immunsystem.

Glutathion verjüngt ein altes Immunsystem: Eine an Glutathion verarmte Immunzelle hört auf, Bakterien und Viren anzugreifen; wird ihr viel Glutathion zugeführt, wird sie wieder aktiv und bekämpft wieder die Erreger. Deshalb können unter Glutathion-Mangel chronische Infektionen begünstigt werden.

Dr. Klinghardt berichtet von gehäuftem Auftreten der Borreliose bei Schizophrenie.



Langer Rede kurzer Sinn:

Man kann also zusammenfassend sagen, daß Glutathion eine enorme ordnende Macht in der Zelle hat, diese vor Zellstress, Energieverlust und Krankheit zu schützen:

- Umweltstress
- Oxidativer Stress
- Nitrosativer Stress
- Mikrobieller Stress


Es wird deshalb von Glutathion-Forscher Prof. Ohlenschläger als „Zentralmolekül bzw. Ordnungsmolekül zur Entropieminimierung (Minimierung von "Energie-Unordnung")“ bezeichnet. Es erhält die Ordnung in der Zelle, oder stellt sie wieder her, nachdem Unordnung entstanden ist.


Darüberhinaus hat Glutathion noch eine Vielzahl an Aufgaben:

- Es repariert die Biomoleküle Vitamin E, Vitamin C, Alpha-Liponsäure und organisches Peroxid von Oxidationen, sodaß sie wieder aktiv sein können.
- Es wird gebraucht zur Taurinsynthese.
- Es ist beteiligt an der DNA-Synthese und dessen Reparatur, sowie der Proteinbiosynthese, der Prostaglandinsynthese, dem Aminosäurentransport und der Enzymaktivierung.
- Auf Zellebene schützt Glutathion das Erbgut vor Strahlenschäden (UV-, Röntgenstrahlung…).
- Es ist Steuermolekül bei der Zellteilung, es dient als Transportmolekül, um Aminosäuren und Nährstoffe in die Zelle zu schleusen, es ermöglicht Enzymreaktionen, es unterstützt die Bildung wichtiger Fettsäuren für Zellwände und Nervenschutzhüllen, versorgt die Zellen mit Sauerstoff, es fördert die Gehirndurchblutung und soll sogar Hormon-Funktionen haben. (10)

Weil oxidativer und nitrosativer Stress im Gefolge von Glutathionmangel eine Vielzahl von ganz unterschiedlichen Geweben im Körper angreifen kann, können auch eine Vielzahl von ganz unterschiedlichen Krankheiten durch einen erheblichen Mangel am Glutathion beingt sein. Im Buch „Wieder neue Kraft. Bei Burnout-Syndrom, krebsbedingter Erschöpfung und CFS – Ein wirkungsvoller Weg aus der Erschöpfung“ von Heilpraktiker Lorenz Geßwein (11), der mit Prof. Ohlenschläger viele Jahre zusammengearbeitet hat, ist eine lange Liste an Krankheiten aufgeführt, die durch einen bedeutenden Mangel an Glutathion bedingt sein können. Für diesen Thread interessant sind:

- Schizophrenie
- Epilepsie
- neurologische Erkrankungen (Alzheimer, Parkinson, Multiple Sklerose u.a.)
- Chronisches Erschöpfungs-Syndrom (CFS)
- Chemische Vergiftungen
- Physische und psychische Traumata, Verbrennungstrauma.

Bezüglich der Traumatas verstehe ich das so, daß bei erheblichem Glutathion-Mangel Schocksituationen möglicherweise leichter dazu neigen, sich als Traumatisierungen festzusetzen, und sie schlechter verarbeitet werden können, als wenn ausreichend Glutathion vorhanden ist. Der Körper wird mit neuem Stress einfach nicht mehr fertig, weil er auf der Zellebene schon viel zuviel Stress hat.
Die Stress-Intoleranz ist bei allen neurologischen und psychiatrischen Krankheitsbildern mit zunehmender Krankheitsdauer ein immer größeres Problem – neue Traumatas werden dann wirklich ein Problem. Ich halte für möglich, daß eine Glutathion-Therapie bei Traumatisierungen von Nutzen sein könnte.

Geßwein nennt auch einige Gründe, die (abgesehen von den Gendefekten in der Glutathion-Synthese) zu einem deutlich erniedrigen Glutathion-Wert führen:
Emotionale Traumatas, größere chirurgische Operationen, starker Elektrosmog, akute und chronische Entzündungen; auch Patienten auf der Intensivstation haben bis zu 40 % weniger Glutathion (GSH) im Blut als Gesunde.
 
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Welche Glutathion-Verabreichung ist nun sinnvoll?

Aufgrund meiner eigenen Vergiftung habe ich sehr gründlich nach der besten Glutathion-Verabreichung recherchiert, weil ich mit minderwertigen Präparaten Jahre an wertvoller Zeit verloren habe und nur zögerlich bei der Entgiftung vorangekommen bin.

Bei Störungen der Glutathion-Synthese, wie dies bei den o.g. Gendefekten der Fall ist, reicht es in meinen Augen nicht aus, die Glutathion-Synthese mit Präkursoren anheben zu wollen. Präkursoren sind die Glutathion-Bausteine (die Aminosäuren Glycin, Cystein und Glutaminsäure), aus denen Glutathion besteht. Meist verwendet man das preisgünstige N-Acetyl-Cystein (NAC).
Wer über eine funktionierende Glutathion-Synthese verfügt, dem könnte NAC zur Anhebung der intrazellulären Glutathion-Werte ausreichen. Aber wenn die Glutathion-Synthese durch Gendefekte gehemmt ist, oder man nicht weiß, ob die Glutathion-Synthese noch von anderer Seite her blockiert ist, wie dies bei Vergiftungen gerne der Fall ist, sind m.E. Präkursoren keine gute Lösung.
Trotzdem berichten zwei Studien von Verbesserungen mit NAC bei Schizophrenie (12). Bei Vergiftungen mit Quecksilber aus Amalgamfüllungen, wird von NAC im Allgemeinen abgeraten.

Bei den drastischen Glutathion-Defiziten bei den psychiatrischen Erkrankungen halte ich es für sinnvoller, direkt mit guten Glutathion-Präparaten die intrazellulären Werte anzuheben, und zwar möglichst rasch.

Geeignete Glutathion-Therapien zu finden, war lange ein Problem für die Forscher. Zwei Probleme taten sich auf:

1. Die orale Zufuhr von normalem reduzierten Glutathion (GSH - billig zu bekommen) hat den Nachteil, daß es von den Verdauungssäften wieder in seine Einzelbestandteile zerlegt wird, sodaß es von den Zellen wieder neu synthetisiert werden muß. Dies ist bei den Gendefekten der Glutamatcysteinligase völlig ungeeignet, da die Glutathion-Synthese unzureichend funktioniert.

2. Das zweite Problem ist, daß reduziertes Glutathion in der Blutbahn starker Oxidation ausgesetzt ist, sodaß es seiner Wirkung beraubt wird, ehe es in die Zellen gelangt. Selbst wenn man Glutathion retardieren würde, sodaß es von den Verdauungssäften nicht zersetzt werden kann, müsste es noch die Hürde der Oxidation nehmen.

Auch bei intravenösen oder intramuskulären Glutathion-Injektionen mit reduziertem Glutathion ist die Oxidation ein großes Problem: Es kommt längst nicht alles Glutathion in den Zellen an, denn nach intravenöser Gabe hat Glutathion im Blut nur eine Halbwertszeit von 1,6 Minuten. Nach 3,2 Minuten ist also alles, was noch nicht in der Zelle angekommen ist, oxidiert und unbrauchbar. Deshalb müssen Glutathion-Verabreichungen i.m. oder i.v. sehr oft wiederholt werden. Auch wird die Anwendung i.v. oder i.m. nicht von allen vertragen, die bereits Nervenschädigungen haben. Es kann selbst nach nur gering dosierten Injektion zu tagelangen Überreizungen des Nervensystems und Schlafstörungen kommen (eigene Erfahrung).

Diese beiden Probleme hat die Forschung mit S-Acetyl-Glutathion gelöst. Hierbei wird reduziertes Glutathion (GSH) acetyliert, genauer gesagt, die gegen Oxidation empfindliche SH-Gruppe (Schwefel-Wasserstoff) wird acetyliert. Die Acetylierung ist eine gängige Methode zur Stabilisierung von Substanzen, wie sie z.B. auch beim ASS (Acetylsalicylsäure) verwendet wird. S-Acetyl-Glutathion wird weder von den Verdauungssäften aufgespalten, noch kann es in der Blutbahn schnell oxidiert werden. Es ist so stabil, daß es unbeschadet in der Zelle ankommt. In der Zelle nehmen dann spezielle Enzyme die De-Acetylierung vor.

Diese „chemische Tarnung“ durch Acetylierung sorgt auch dafür, daß der Organismus seine eigene Glutathion-Synthese unvermindert fortsetzt, was für die Gesundheit des Organismus von vitaler Bedeutung ist. Forschungen haben zudem ergeben, daß das Acetyl-Glutathion selbst auch wirksam ist, und zwar ist es doppelt so stark in der Wirkung wie normales GSH. Auch kann es die Zellmembranen leichter passieren als GSH.

In seinem Buch schreibt Geßwein, daß eine hochdosierte Zufuhr von Acetyl-Glutathion immer die intrazellulären Glutathion-Werte anhebt.

Zu beachten ist lediglich die Lagerung des S-Acetyl-Glutathions: Es darf nicht im Einflussbereich von starken elektromagnetischen Feldern deponiert werden: Nicht in der Nähe des Herdes (Starkstrom), und nicht an einer Wand, an deren Rückseite der Sicherungskasten, eine Telefon-Dect-Anlage, PC oder andere starke Stromquellen sind. In vier solchen Fällen war die Therapie wirkungslos – erst bei Platzierung des Acetyl-Glutathions fern von elektromagnetischen Feldern erhöhten sich die intrazellulären Glutathion-Werte der betroffenen Patienten wie gewohnt. (13) (11)

Bezüglich der Präparate gibt es meinen Recherchen nach in Deutschland zwei Produkte für S-Acetyl-Glutathion: das Präparat Eumetabol (PZN 2152004) oder die günstigere Variante, das Präparat SALG 20 (PZN 4242467). Für Eumetabol gibt es eine Prüfung auf die Anwendung am Menschen (valides Analysezertifikat gemäß §§ 6 und 11 Apothekenbetriebsordnung). SALG 20 ist eine Feinchemikalie, die nicht für die Anwendung am Menschen bestimmt ist, und über kein valides Analysenzertifikat verfügt. Apotheken wären in diesem Fall gezwungen, eine laboranalytische Vollprüfung der Feinchemikalie zu machen, um sie verkaufen zu dürfen, was sie aber aus Zeitgründen und fehlender Ausstattung gar nicht leisten können. Viele Apotheken verkaufen es trotzdem, und machen sich damit strafbar. Grund ist meiner Recherche nach die Unwissenheit der Apotheker, die den Unterschied zwischen nicht validen und validen Analysenzertifikaten nicht kennen, auch nicht wissen, daß sie in ersterem Falle zur Vollprüfung verpflichtet wären. (14)

Geßwein therapiert und empfiehlt deshalb ausschließlich mit Eumetabol (15), das auch eine bessere Wirkung hat als SALG 20. Der Wirkungsgrad eines pharmazeutischen Wirkstoffes ist abhängig von seinem Reinheitsgrad.

Die Dosierung von S-Acetyl-Glutathion richtet sich an Befunden aus, und ist im Buch von Geßwein für die drei Erschöpfungskrankheiten genauer beschrieben. Die Behandlung der Schizophrenie dürfte sich am CFS (Chronischen Erschöpfungssyndrom) orientieren, eventuell liegt die Dosierung sogar noch höher als beim CFS.
(CFS und Schizophrenie haben gemeinsam: oxidativen und nitrostiven Stress, eine Mitochondriendysfunktion mit ATP-Mangel, Giftbelastungen.)

Bei CFS empfiehlt Geßwein anfangs nach Befunderhebung täglich 2 x 600 mg Acetyl-Glutathion (in Einzelfällen 2 x 900 mg) morgens und abends 30-60 Minuten vor dem Essen. Nach 1 Monat und 3 Monaten Befundwiederholungen, und befundabhängig stufenweise Reduzierung der Dosis. Die Erhaltungsdosis nach erreichtem Zielwert von 6,0 mmol/l ist 200 mg Acetyl-Glutathion. Befundüberprüfungen sind von Zeit zu Zeit notwendig, weil das intrazelluläre Glutathion auch wieder absacken kann.

Als Labor nennt Geßwein die RD-Laboratorien in Dießen (16), die meines Wissens die günstigsten intrazellulären Glutathion- und ATP-Bestimmungen anbieten. Glutathion kostet derzeit 32,- Euro, ATP 38,- Euro.

Zur Therapie gehört aber noch mehr als nur die Zufuhr von Glutathion, denn auch der überhöhte oxidative und nitrosative Stress bedarf etlicher Mikronährstoffe zur Herunterregelung. Im Buch von Geßwein ist eine solche Therapie vorgestellt, oder man sucht sich hier im Forum unter den entsprechenden Rubriken Hilfe.

Für die Entgiftung rate ich auch noch zur Alphaliponsäure – sie ist die zweitwichtigste Entgiftungssubstanz im Körper (ca. 500 mg täglich). Alphaliponsäure recycelt verbrauchtes Glutathion, und Glutathion recycelt verbrauchte Alphaliponsäure.

Glutathion und die anderen Mikronährstoffe werden von den gesetzlichen Kassen (in Deutschland) nicht erstattet, auch nicht bei nachgewiesenen Mangelzuständen. Es ist Eigenleistung.

Ansonsten ist es auch ratsam, Giftstoff-Belastungen im Körper durch Befunde bestimmen zu lassen. Das hat den Vorteil, daß man dann auch gezielt Komplexbildner zur Entgiftung einsetzen kann. Komplexbildner binden direkt das entsprechende Gift und leiten es aus, sodaß das Gift nicht über das Glutathion-System entgiftet werden muß. Das beschleunigt die Entgiftung um einiges, und entlastet das Glutathion-System.


Bei der Recherche, ob es bereits aussagekräftige Studien über die Wirkung von Glutathion-Verabreichung bei Schizophrenie gibt, bin ich leider nicht fündig geworden. Nur von einer Frau aus den USA, die frisch an Schizophrenie erkrankt war und bei der aufgrund ausführlicher Bluttests als Zufalls-Befund Glutathion-Mangel festgestellt wurde, wird berichtet, daß sie 36 Stunden nach einer ersten Infusion – obwohl sie seit 7 Monaten psychotisch war – in der Lage war, ein einstündiges Telefonat zu führen. Nach 1 Monat war sie völlig gesund. (17)
In diesem Fall war noch nichts verschleppt, die Schizophrenie war relativ jung, die Vergiftung nicht zu stark – dann sind schnelle Remissionen möglich.
Je länger aber die Erkrankung zurückliegt, je höher die Halbwertszeiten der sich zugezogenen Umweltgifte, desto mühsamer, langwieriger und kostspieliger wird die Entgiftung. Auch die Reparatur der Zellschäden braucht viel Zeit. Da ist Geduld angesagt.

Erfolge bei Schizophrenie durch Entgiftungsmaßnahmen vermelden die Mediziner Dr. Klinghardt und Dr. Daunderer, wie ich ganz oben schon erwähnt habe. Gelingt die Entgiftung, verlieren die Patienten ihre psychiatrische Erkrankung. Dann gibt es noch die zwei Studien mit NAC, die von Verbesserungen bei Schizophrnie berichten (12). Bei Schizophrenie gehört m.E. eine Entgiftungstherapie in erfahrene Hände von Umweltmedizinern!


Ein weiterer Faktor sollte man zum Thema Entgiftung noch wisssen, um sich vor Schaden zu bewahren: Nach Umweltmediziner Dr. Kuklinski haben 75 % aller Deutschen Gendefekte im Glutathion-System. Mit Glutathion-System bezeichnet man die Entgiftungsprozesse durch das Glutathion in der Phase 1 und Phase 2 der Entgiftung. In Phase 1 können beim Abbau der Gifte noch giftigere Produkte als das Ausgangsgift entstehen (sogenannte „Giftung“), erst in Phase 2 werden sie dann gebunden und über Niere oder Galle/Darm ausgeschieden. Wenn nun Gendefekte vorliegen, die die Phase 1 beschleunigen, aber Phase 2 bremsen, hat man den unerwünschten Effekt, daß es zu einem Rückstau der Gifte kommt, was u.U. neue Krankheitssymptome macht. Sollte eine Glutathion-Therapie also zu erheblichen Problemen führen, könnte es an solchen Gendefekten liegen. Das gehört dann in die Hände erfahrener Umweltmediziner!


Ich habe noch in der Heilkunde der Hildegard von Bingen einen Hinweis gefunden, der überraschend im Einklang mit den Gendefekten im Glutathion-System steht. Bei Psychosen und Paranoia empfiehlt Hildegard eine Hafersauna: Haferextrakt wird auf die heißen Steine gegossen und in der Sauna inhaliert. (18)

Der Grund, warum Hildegard ihn für eine Sauna einsetzt, kann ich nur darin sehen, daß Saunieren eine hervorragende Entgiftungsmethode ist: Umweltgifte werden über Schweiß und Talg ausgeschwitzt, und müssen nicht mehr vom Organismus über das Glutathion-System entgiftet werden. Der große Vorteil von Sauna ist, daß damit auch Gifte ausgeschwitzt werden können, die nicht über das Glutathion-System entgiftet werden können, und daß man damit ein Werkzeug hat, den hohen Halbwertszeiten mancher Umweltgifte schneller zu begegnen.

Es gibt heute transportable Saunen zu kaufen, die im Vergleich zu den Kabinen sehr günstig sind. Sollte die heiße Dampfsauna nicht vertragen werden (nervliche Überreizungen, Schlafstörungen), wäre die Ferninfrarotsauna eine Alternative, da sie mit niedrigeren Temperaturen arbeitet (19).



Linksammlung (deutsch und englisch):

(1) Gendefekt Glutamatcysteinligase:
Wenn die ordnende Kraft im Gehirn wegfällt: Neurobiologische Spurensuche bei Schizophrenie - Startseite Nachrichten - NZZ.ch

Impaired glutathione synthesis in s... [Proc Natl Acad Sci U S A. 2007] - PubMed - NCBI

(2) Forschungen von Dr. Kim Do, Lausanne:
https://applicationspub.unil.ch/interpub/noauth/php/Un/UnPers.php?PerNum=39010&LanCode=37&menu=pub

(3) Allele in der Sekundärliteratur:
BMC Medical Genomics | Full text | Polymorphism in glutamate cysteine ligase catalytic subunit (GCLC) is associated with sulfamethoxazole-induced hypersensitivity in HIV/AIDS patients (Table 4 )

(4) They found that the levels of totale glutathione were significally decreased in all psychiatric conditions...
Glutathione Levels are Low in Individuals with Schizophrenia, and Bipolar Disorder. |*Smart Publications

(5) Negative Korrelation zwischen erniedrigten Glutathion-Werten und Negativ-Symptomen bei Schizophrenie:
PLOS ONE: Negative Correlation between Brain Glutathione Level and Negative Symptoms in Schizophrenia: A 3T 1H-MRS Study

(6) Rezeptorschäden durch Umweltgifte (Dr. Kurt Müller):
https://www.umweltbedingt-erkrankte.de/downloads/20070730143714119.pdf

(7) Dem Nitrosativen Stress wird die Entstehung von Psychosen zugeschrieben
https://www.laborzentrum.org/dokumente/oxidativer-stress-antioxidanzien.pdf

(8) Quelle für primäre, sekundäre, tertiäre Antioxidantien
Dr. med. univ. Peter H. Lauda

(9) Symptomliste oxidativer, nitrosativer Stress
https://www.kompetenzinitiative.net/assets/ki_fb_burn-out_2013-01-28.pdf (Seite 20)

(10) Auflistung der Aufgaben von Glutathion:
(Type a title for your page here)

(11) Buch „Wieder neue Kraft. Bei Burnout-Syndrom, krebsbedingter Erschöpfung und CFS – Ein wirkungsvoller Weg aus Erschöpfung“, Lorenz Geßwein, MAM-Verlag
Maiworm GmbH: Wieder neue Kraft

(12) Therapie mit Glutathion-Vorstufe NAC:
https://www.i-gap.org/app/dokumente/NAC-.Psychopharmakon.pdf

(13) Lagerungshinweise für S-Acetyl-Glutathion:
https://www.paramedica.de/downloads/Lagerungshinweis_ESmog_online.pdf

(14) Vollprüfung einer Feinchemikalie
Pharmazeutische Zeitung online: Ausgangsstoffe und valide Analysenzertifikate

(15) Eumetabol:
Cancer-Fatigue (bzw. Tumor-Fatigue oder Krebs-Fatigue) Chronisches Fatigue Syndrom - Erschöpfung als Krankheit

(16) RD-Laboratorien:
https://www.fatigue-labor.de/de/index.html

(17) Erfolgreiche Therapie einer Frau mit Psychose mit Glutathion:
Schizophrenia & Bipolar

(18) Buch „Die Heilkunde der Hildegard von Bingen“ Wighard Strehlow
Die Heilkunde der Hildegard von Bingen von Wighard Strehlow - Buch portofrei bei Weltbild.de kaufen

(19) Ferninfrarotsauna
https://www.symptome.ch/vbboard/cfids-cfs-me/70235-fern-infrarotsauna-fir-effektiven-entgiftung.html
 
Zuletzt bearbeitet:
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14.03.07
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Eine ganz, ganz super Arbeit Gini :)

Danke!


Eine klasse Zusammenstellung über Glutathion, die hoffentlich für viele ein Segen sein wird.

Bin mal gespannt:)

Liebe Grüssis von Kayen
 
Themenstarter
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18.04.09
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Danke Kayen, für Dein Lob!

Es steckt tatsächlich eine 3-monatige Arbeit (mit Unterbrechungen) dahinter.

Die Hoffnung, jemandem auch nur ein kleines Stückchen auf dem Weg zur Genesung weiter zu helfen, war für mich der Beweggrund, diese Zusammenfassung zu schreiben (soweit ich das eben verstanden habe...).

Das Schicksal der psychiatrisch Erkrankten geht mir wirklich zu Herzen! Ich kenne zuviele liebe Menschen, die leider davon betroffen sind. Da dreht sich mir innerlich immer alles herum, wenn ich von ihren Leiden höre.

Liebe Grüße
Gini
 
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19.11.12
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Ausserordentlich spannend und ein guter Ansatz. Zu berücksichtigen wäre
auch, dass bei Schizophrenie ein Ungleichgewicht der Neurotransmitter herrscht. Der Überschuss betrifft das Dopamin,die Synthese wird durch die
gängigen Neuroleptika unterdrückt.
Daher oft als Nebenwirkung der starken Medikamente medikamentöser Parkinsonismus, da im Dopaminstoffwechsel eingegriffen wird.
 
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14.03.07
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Hab noch einmal bzgl. Labore in meiner Nähe recherchiert und dies hier gefunden:

https://www.fennerlabor.de/uploads/media/Antioxidantien.pdf

Weiterhin steht geschrieben, dass es wohl günstig ist, Glutathion direkt im Labor abzunehmen, da die Substanzen und Enzyme sehr instabil sind.

Ich habe jetzt nicht konkret Glutathion intrazellulär gelesen, sondern:

Glutathion-S-Transferase-Aktivität,
Superoxiddismutase-Aktivität,
Glutathionperoxidase-Aktivität,
Malondialdehyd und
Gesamtantioxidantienstatus
20 ml Heparinblut
Glutathion-S-Transferase Genom
10 ml EDTA-Blut
weitere Genotypisierung
10 ml EDTA-Blut
sowie
Glutathion und Vitamin C
8 ml EDTA-Blut
Diese Proben müssen sofort weiterverarbeitet und bis zur
Abarbeitung eingefroren werden. Eine Entnahme im
Labor ist daher sinnvoll.


Also ich werde dort mal den Umweltmediziner anrufen, welche Blutuntersuchung eine evtl. Glutathionaufstockung absichert und die Kosten dafür abstecken.
Es muss ja nicht das volle Programm sein, sondern mir lediglich beweisen, dass überhaupt ein Mangel vorhanden ist.

Liebe Grüsse von Kayen
 
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27.08.09
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Hallo Gini,

da hast Du Dir viel Mühe gemacht und Andere an Deinen Rechercheergebnissen teilhaben lassen. Auch von mir ein Dankeschön dafür.

Anmerken möchte ich lediglich der Vollständigkeit halber, dass Dr. Daunderer vor Gabe von Glutathion eindringlich warnt.
Das sagt nichts über meine persönliche Meinung aus (ich stimme in einigen Bereichen mit den Aussagen Dr. Daunderers nicht überein, aber um meine Meinung geht es hier gerade nicht), ich möchte es an dieser Stelle nur anmerken, da Du Dr. Daunderer mehrfach erwähnt hast, u.a.:

Erfolge bei Schizophrenie durch Entgiftungsmaßnahmen vermelden die Mediziner Dr. Klinghardt und Dr. Daunderer, wie ich ganz oben schon erwähnt habe. Gelingt die Entgiftung, verlieren die Patienten ihre psychiatrische Erkrankung.

Du hast ihn zwar nicht explizit in der Weise erwähnt, dass er zur Gabe von Glutathion raten würde, jedoch eben hier im Zusammenhang, so dass Personen, die sich nicht näher mit Dr. Daunderer beschäftigt haben, glauben könnten, dass dieser die Meinung von Ohlenschläger, Geßwein et al. teilt. Dem ist nicht so. Daunderer setzt bei Entgiftung (von z.B. Quecksilber) mehr auf Gabe von DMPS und DMSA - und auch dies erst nach restloser Entfernung allen Eiters aus dem Kiefer. Im Prinzip sucht er bei jedem Gift - sofern möglich - nach dem geeigneten Gegengift. Vor Glutathion warnt er.

Die von Dir angemerkten von Dr. Daunderer vermeldeten Erfolge bei Schizophrenie durch Entgiftungsmaßnahmen stehen also nicht im Zusammenhang mit der Gabe von Glutathion, sondern das Gegenteil ist der Fall: Dr. Daunderer sieht die Gefahr von schweren Hirnschäden durch die Gabe von Glutathion.

Glutathionzufuhr lässt Gift im Körper umherwandern
Durch die Massenvergiftung in Bhopal durch Methylisocyanat und seine Verbrennungsprodukte wie Blausäure nach einer Explosion (thermischen Reaktion) am 2.Dezember 1984 mit 40 000 Soforttoten und ca. 250 000 chronisch Vergifteten erfuhr man, dass durch Glutathion das Gift im Körper der Opfer umherwandert. (New Scientist 132,1799,1991,18).
Die Spätsymptome, die nach dem Chemieunfall in der indischen Stadt Bhopal aufgetreten sind, sind zusätzlich zu den ersten Giftschäden die Folge der Bildung der Transportform des Giftes mit dem körpereigenen Antioxidans Glutathion.
Dadurch sind die Aussichten für eine Elimination des Toxins durch Glutathion wesentlich verschlechtert.
Bei den Überlebenden des Chemieunfalls war die große Zahl von Organschäden auffällig, was dafür sprach, dass sich das Gift rasch im Körper verteilt hatte. Augen, Muskeln, Knochen, Herz und Gehirn erlitten ebenso Schäden wie Atmungs- und Verdauungsorgane.
Thomas Baillie von der Universität von Washington in Seattle fand bei Versuchen an Ratten., dass Gluthation eine lockere Bindung mit dem Methylisocyanat eingeht und das Konjugat mit dem Blut in die entfernteren Gewebe transportiert wird.
Glutathion ist ein Glutamylcysteinyl-glycin, das im Organismus ubiquitär auftritt. Die SH-Gruppe ist sehr reaktionsfähig und geht eine Bindung mit dem Toxin ein.
Physiologisch dient Glutathion, das in der Lungenflüssigkeit angereichert ist, zur Ausscheidung von inhalierten Fremdstoffen über Galle und Urin.
Bei chronischen Vergiftungen oder bei schweren Vergiftungen wird das Gift nicht in den Ausscheidungsorganen, sondern allgemein im Gewebe freigesetzt.
Dr.Daunderer Max war als einziger Klinischer Toxikologe auf Wunsch der indischen Regierung und Vermittlung des Auswärtigen Amtes in Bonn sofort mit einem umfangreichen mobilen TOX-Labor und über 100 000 Gegengiften, Infusionen und Spritzen an den Unfallort Bhopal geflogen, hatte dort selbst 12 Leichen seziert und hatte etwa 10 000 Patienten nach seinem Behandlungsplan versorgen lassen. Zwei seiner Doktoranden (Schönheinz) blieben drei Monate vor Ort und organisierten die Nachsorge und untersuchten diese Patienten nach. Gespendete Lungen- Trainer wurden nachgeordert und die Helfer geschult. Zahlreiche Gespräche mit dem indischen Gesundheitsministerium, Ärzten, Chemikern und Pharmazeuten folgten in den nächsten Jahren. Der Erfolg war, Vorsorge vor solchen Unglücken und Kenntnisse der Erstversorgung zu verbreiten. Nur im eigenen Land sind immer noch die Kenntnisse über Gifte und ihre Behandlung besonders spärlich! Die umfangreichen Erfahrungen aus Bhopal werden nicht genutzt.

Bei einer Erniedrigung des Entgiftungsenzyms GST (Glutathionschwefeltransferase) ist die Zufuhr von künstlichen Glutathion oder Glutamin strengstens verboten, da es durch den giftbedingten Mangel des Enzyms zum Einbau in die Zelle nicht verwertet werden kann. In der Regel ist Glutathion in der Zelle durch den Mangel des Enzyms Glutathionschwefeltransferase ohnehin krass erhöht.
Jede Zufuhr von Glutathion führt dadurch zur Allergie mit wesentlicher Verschlechterung der Vergiftungssymptomatik.
In über 100 Fällen mit chronischer Amalgamvergiftung und anderen chronischen Vergiftungen mussten wir feststellen, dass die von Umweltärzten (meist als Infusion) durchgeführte Zufuhr mit Glutathion zu keinerlei Giftausscheidung, sondern nur
zur Zunahme der Hirnsymptomatik und einem Allergieschub geführt hatte.
Wir hörten niemals von einem einzigen Fall einer Gesundheitsverbesserung, trotzdem wurde diese sinnlose und gefährliche Maßnahme mehrere Zehntausendmal durchgeführt. Manche Ärzte führen diese Mystik trotz unserer ernsten Warnungen immer noch durch. Wir sehen dies an als mutwillige Körperverletzung.
Anlass ist stets eine toxische GST-Erniedrigung, die meist als „genetisch“ fehlgedeutet wird.
In den 50er Jahren gaben viele deutsche Kinderärzte den Schulkindern Glutaminsaft der Firma S., der sehr wohlschmeckend war, da ein Professor veröffentlicht hatte, dass bei Lernschwäche ein Glutaminmangel vorliegt.
In tausenden von Fällen wurde damals bewiesen, dass die Zufuhr völlig wirkungslos war und nach einiger Zeit bleibende Hirn-Schäden eintraten.
Das Präparat verschwand vom Markt. Damals wusste man noch nicht, dass der Enzymmangel, die GST-Erniedrigung damit nicht behebbar war und den Einbau in die Zelle verhindert.
Heute lesen einige moderne Ärzte und Zahnärzte die reichhaltigen Vorerfahrungen nicht und meinen fälschlich, so könnte man Amalgamvergiftete entgiften ohne die Quelle unter den Zähnen mit Herdsanierung zu beseitigen. (Herdsanierung)
Glutathionzufuhr streng verboten

Den Glutaminsaft, den er am Ende erwähnt, hat er evtl. deshalb angesprochen, da Glutamin als Präkursor auch eingesetzt wird, um Glutathion zu erhöhen?

Wie bereits erwähnt, sagt dies nichts über meine persönliche Meinung zum Thema aus. Ich wollte nur den Standpunkt des Toxikologen Daunderers klar darstellen, um Missverständnissen vorzubeugen.


----


Was mich persönlich beim Thema Glutathion interessieren würde, ist, wie das Mittel OSR (oxidative stress relief) hier einzuordnen wäre. Wobei ich nicht weiß, ob es überhaupt noch Sinn macht, sich darüber Gedanken zu machen, da es anscheinend ohnehin nicht mehr erhältlich ist (?)...
Ich hatte persönlich nie die Möglichkeit, es auszuprobieren aufgrund mangelnder Bezugsquellen.

Allerdings sei der Vollständigkeit halber angemerkt, dass Dr. Daunderer auch das OSR als „gefährlichen Firlefanz“ bezeichnet:

Dieser Text stammt aus der Webseite Startseite und wurde vom Tox Center
e.V. verfasst. Diese Datei wurde von Entgiftung-Kompakt - Informationen zu Amalgam & Co.: Das Tox Center e.V. informiert. heruntergeladen.
----------------------------------------------------------------------------------------------------
OSR#1 - neuester Firlefanz gegen Amalgam
Gebetsmühlenartig kommt aus USA eine neue Wunderdroge, damit Zahnärzte
noch länger ihr Gift unter die Menschheit verteilen können. Nach Vitamin C, Selen,
Glutathion, Algen kommt nun wieder ein alter Hut. Ursache für die Vielfalt
nutzloser und schädlicher Mittel ist, dass dort
DMPS- und DMSA-Ampullen
nicht verwendet werden dürfen
, so wie es bei uns Heilpraktiker auch nicht
verabreichen dürfen. Amis und Heilpraktiker sind daher die Großabnehmer für jede
denkbare Art von schädlichem Firlefanz. Dabei spielt es keine Rolle, dass diese
Pseudohilfe schwere, bleibende Schäden beim Patienten auslösen, sogar den Tod
fördern.
Da Vergiftete in der heutigen Medizin ohnehin als hoffnungslos psychisch krank
eingestuft werden, spielt es dann auch keine Rolle, woran sie versterben, niemand
interessiert sich dafür!
OSR#1® ist:
1.
ein sehr starkes Allergen (wie Thiomersal)
2.
führt zur Methylierung, d.h. Hirnvergiftung durch organisches Quecksilber
3.
entgiftet das Gehirn nicht, organisches Quecksilber steigt dort
4.
entgiftet den Kieferknochen nicht
5.
Chronisch Vergiftete erleiden irreversible Verschlechterung ihrer Symptome
6.
Zahnärzte haben einige Zeit bis zum Verzicht auf das todbringende
Quecksilber
7.
Der Entwickler Boyd Haley behauptet wider besseren Wissens, dass DMPS
und DMSA die Metallbindung wieder lösen würde, was „sein Mittel“ nicht tun
würde! Es würde eine Million stärker binden als sie.
8.
30 Kapseln kosten 350 US-Dollar!

Seite 1 von 1
https://www.entgiftung-kompakt.de/pdf/osr1.pdf

Gruß
Lukas
 
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11.02.10
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Ich hatte schon viele Mittel ausprobiert. Dazu gehört auch OSR. Ich hatte auch öfter das Gefühl, dass sich bei mir etwas verbessert hat, aber es ist immer wieder schlimmer geworden.
OSR soll das Glutathion, nach Klinghardt und Dr. Mutter, sehr effektiv anheben. Ich kann aber nicht genau sagen, ob es am OSR lag, ob sich dadurch etwas verbessert hat und nach dem Absetzen wieder verschlechtert hat.

Wenn es so wäre, wäre das ja eine sehr einfache Therapie und der Verbot von OSR ein ziemliches Unding.
 
Beitritt
02.04.10
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Die Hoffnung, jemandem auch nur ein kleines Stückchen auf dem Weg zur Genesung weiter zu helfen
Deine Hoffnung bewahrheitet sich bei mir und ich danke Dir ganz herzlich für Deine Info über S-Acetyl-Glutathion, CFS-Therapie und das Buch von Heilpraktiker Geßwein!!
 
Themenstarter
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18.04.09
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Hallo ExLukas,

es ist richtig, daß Daunderer kein Freund von Glutathion ist.

Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, hat er an Schizophrenie Erkrankte mit Medizinalkohle entgiftet. Ich habe ja Daunderer zitiert, der sagte, daß Schizophrene über den Darm entgiftet werden müssen, nicht über die Niere - da ist Medizinalkohle das Mittel der Wahl, nicht das Glutathion.

Daunderers erfolgreiche Entgiftung (meistens von Quecksilber) über den Darm ließ jedenfalls bei vielen Erkrankten die Schizophrenie verschwinden. Das wollte ich zum Ausdruck bringen, mehr nicht, und das ist schon einmal enorm! Wer kann sonst schon Schizophrenie heilen, wirklich heilen?

Erst einmal geht es bei einer Glutathion-Therapie ja auch nur darum, die "dramatischen" Glutathion-Defizite von denen bei den psychiatrisch Erkrankten die Rede ist, soweit aufzufüllen, daß sie wieder in der Norm sind. Das ist garantiert kein Fehler - Defizite sind nie gut!

Wie man dann die weitere Entgiftung angeht, mit welchen Methoden und Mitteln, das bedarf einer gründlichen Überlegung, und bedarf einiger umweltmedizinischer Abklärungen. Z.B. das Bestimmen von Giftbelastungen, um zu sehen, welche Komplexbildner man einsetzen kann. Nicht für jedes Gift sind allerdings Komplexbildner bekannt, manchmal bleibt nur das Glutathion oder das Ausschwitzen. Auch die verträgliche Medizinalkohle bindet nicht alle Gifte.

Es gibt Behandler, die Daunderer mit seinen teils exzentrischen Ansichten als "Chaot" und "Spinner" einstufen. Das wurde mir gegenüber wörtlich so geäußert. Selbst in Fachkreisen werden seine Ansichten nicht alle geteilt. Ich wage nicht, Daunderer zu kommentieren. Er hat sicher vielen geholfen - das zählt für mich.

Tatsache ist aber, daß wahrscheinlich die meisten Umweltmediziner, Glutathion zur Entgiftung einsetzen, und sie es sicher auch begründen können, warum. (Ausnahme: Ungünstige Gendefekt im Glutathion-System, s.o.). Glutathion ist von Natur aus unser wichtigstes Entgiftungsmittel - es hat seinen Stellenwert und seine Aufgaben, und sollte wenigstens in der Norm sein.

Ich selber habe mit Glutathion gute Erfahrungen gemacht, meine Giftbelastungen sinken kontinuierlich, auch macht es mir persönlich keine Symptome.

Gini
 
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Hallo maudapau,

das Ungleichgewicht bei den Neurotransmittern (Dopamin und Glutamat) kann nach Dr. Kim Do im Glutathion-Defizit begründet sein. Das ist das Interessante an der Sache. Sie schreibt:

.... In summary, the framework of the “glutathione hypotheses” can integrate both, dopamine and glutamat theories.

Die Glutathion-Hypothese kann beides integrieren, die Dopamin und Glutamat-Theorie.

Ob die Verlinkung klappt, weiß ich nicht, aber ich versuche es einmal:
Personalized Nutrition: Translating Nutrigenetic/Nutrigenomic Research Into ... - Google Books

Ich halte aber auch für möglich, daß es noch eigenständige Mechanismen gibt, die unabhängig vom Glutathion-Defizit zu einer überschießenden Bildung von Dopamin führen können. Chronischer Stress wie beim CFS durch Vergiftungen, Traumatisierungen..., womöglich noch begünstigt durch den COMT-Gendefekt, reicht da ja schon aus. Nur kommt es beim CFS trotz überschießender Bildung von Dopamin nicht zu Psychosen :confused:

Es würde mich interessieren, wie die Neurostress-Befunde bei Schizophrenie ausfallen.

LG
Gini
 
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19.11.12
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Soviel ich weiß, spielen bei der Schizophrenie mehrere Faktoren mit und zwar genetische Faktoren
die Disposition, Erfahrungswerte der Kindheit: das Model der erlernten Hilflosikeit, natürlich Umwelteinflüsse usw. Ich glaube dass die Schizophrenie in ihrer Komplexität nicht ganz zum Begreifen ist.
 
Beitritt
27.08.09
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Hallo Gini

Hallo ExLukas,

es ist richtig, daß Daunderer kein Freund von Glutathion ist.


Alleine darauf wollte ich auch hinweisen, da das evtl. hätte falsch verstanden werden können in Deinem Beitrag.

Gegen Glutathion wollte ich persönlich nie etwas sagen - und habe das ja auch nicht getan. Habe es ja auch selber schon oft genug i.v. gespritzt... habe ja auch darauf hingewiesen, dass ich nicht mit allen Thesen Daunderers konform gehe.

Es ging also wie gesagt lediglich darum, den Standpunkt des Toxikologen Daunderers (nicht meinen eigenen) ganz unmissverständlich darzulegen.




Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, hat er an Schizophrenie Erkrankte mit Medizinalkohle entgiftet. Ich habe ja Daunderer zitiert, der sagte, daß Schizophrene über den Darm entgiftet werden müssen, nicht über die Niere - da ist Medizinalkohle das Mittel der Wahl, nicht das Glutathion.

Daunderers erfolgreiche Entgiftung (meistens von Quecksilber) über den Darm ließ jedenfalls bei vielen Erkrankten die Schizophrenie verschwinden. Das wollte ich zum Ausdruck bringen, mehr nicht, und das ist schon einmal enorm! Wer kann sonst schon Schizophrenie heilen, wirklich heilen?


Also Daunderer hat Quecksilber nie mit Medizinalkohle entgiftet. Er hat schon immer gesagt, dass Kohle bei Quecksilber nicht taugt. Wenn er Schizophrene von Hg „über den Darm“ entgiftet hat, dann mit oral (anstatt per Spritze) verabreichtem DMPS.
Kohle oder Kohle mit Paraffin in Verbindung mit Fasten hat Daunderer allerdings in Bezug auf vielerlei andere Gifte als Entgiftungsmaßnahme genannt.




Erst einmal geht es bei einer Glutathion-Therapie ja auch nur darum, die "dramatischen" Glutathion-Defizite von denen bei den psychiatrisch Erkrankten die Rede ist, soweit aufzufüllen, daß sie wieder in der Norm sind. Das ist garantiert kein Fehler - Defizite sind nie gut!


Das ist halt auch so ein Punkt.
Es gibt ja inzwischen auch Nachweise, dass gerade Schwerstkranke oftmals gar keinen intrazellulären Mangel an Glutathion haben (wurde glaube ich auch schon im Forum thematisiert), sondern dass das Gegenteil der Fall ist, dass zwar das Serum arm an red. Glut. ist, aber nur deshalb, weil es in die Zelle wandert, dass es sich in der Zelle also in hohem Maße befindet, da es dort benötigt wird. Wird dann im Serum geschaut, meint man der Kranke hätte einen Glutathionmangel.

Ich schreibe hier nicht von meiner Meinung. Diesbezüglich kann ich mir noch keine abschließend bilden, weil die Untersuchungsergebnisse und Studien in dem Bereich ganz offensichtlich extrem Gegenteiliges aussagen.

Daunderer hätte dann vielleicht sogar auch wieder recht, denn er hat ja auch geschrieben, dass bei diesen Kranken eben KEIN Glutathionmangel vorherrsche, sondern sogar ein „Zuviel“ an red. Glut. in der Zelle (er schreibt davon, dass red. Glut. in der Zelle sei „krass erhöht“). Was auch immer hier ein „Zuviel“ sein soll. Meinem persönlichen Verständnis nach müsste man froh sein, den Wert so hoch als möglich zu haben. Aber genau wie Andere hier habe halt auch ich das toxikologische Wissen nicht gepachtet...

Daunderer meint ja - wie bereits zitiert und verlinkt:

Jede Zufuhr von Glutathion führt dadurch zur Allergie mit wesentlicher Verschlechterung der Vergiftungssymptomatik.
In über 100 Fällen mit chronischer Amalgamvergiftung und anderen chronischen Vergiftungen mussten wir feststellen, dass die von Umweltärzten (meist als Infusion) durchgeführte Zufuhr mit Glutathion zu keinerlei Giftausscheidung, sondern nur
zur Zunahme der Hirnsymptomatik und einem Allergieschub geführt hatte.
Wir hörten niemals von einem einzigen Fall einer Gesundheitsverbesserung, trotzdem wurde diese sinnlose und gefährliche Maßnahme mehrere Zehntausendmal durchgeführt. Manche Ärzte führen diese Mystik trotz unserer ernsten Warnungen immer noch durch. Wir sehen dies an als mutwillige Körperverletzung.



Wie man dann die weitere Entgiftung angeht, mit welchen Methoden und Mitteln, das bedarf einer gründlichen Überlegung, und bedarf einiger umweltmedizinischer Abklärungen. Z.B. das Bestimmen von Giftbelastungen, um zu sehen, welche Komplexbildner man einsetzen kann. Nicht für jedes Gift sind allerdings Komplexbildner bekannt, manchmal bleibt nur das Glutathion oder das Ausschwitzen. Auch die verträgliche Medizinalkohle bindet nicht alle Gifte.


DAS ist die Krux.



Es gibt Behandler, die Daunderer mit seinen teils exzentrischen Ansichten als "Chaot" und "Spinner" einstufen. Das wurde mir gegenüber wörtlich so geäußert. Selbst in Fachkreisen werden seine Ansichten nicht alle geteilt. Ich wage nicht, Daunderer zu kommentieren. Er hat sicher vielen geholfen - das zählt für mich.


Ich habe ihm auch schon Fehler nachweisen können. Sein beliebter Spruch: „ALA ist nicht wirkungsvoller als Flusswasser.“ konnte ich z.B. bereits vor einigen Jahren anhand einiger Laboruntersuchungen bzgl. Hg-Ausleitung eindeutig als falsch nachweisen. Und leider ist er dann auch sehr ignorant und verbessert seine eigenen Fehler nicht, auch wenn sie als Fehler nachgewiesen wurden. Von daher wage ich es nicht nur, Daunderer zu kommentieren, sondern sehe es teilweise auch als meine Pflicht an. Dennoch bleiben aber eben auch (vermutlich mehr als genug) Bereiche übrig, in denen wir allesamt sein Wissen niemals auch nur annähernd erschöpfen werden... und in manchen Dingen wird es wohl erst die ferne Zukunft zeigen, wer Recht hatte und wer nicht. Wir haben aber - verständlicherweise - nicht immer so viel Zeit, diese ferne Zukunft abzuwarten. Und so sind wir dann gezwungen, eben auch mal Risiko einzugehen und zu schauen, was passiert. Musste ich auch schon vielfach tun.




Tatsache ist aber, daß wahrscheinlich die meisten Umweltmediziner, Glutathion zur Entgiftung einsetzen, und sie es sicher auch begründen können, warum. (Ausnahme: Ungünstige Gendefekt im Glutathion-System, s.o.). Glutathion ist von Natur aus unser wichtigstes Entgiftungsmittel - es hat seinen Stellenwert und seine Aufgaben, und sollte wenigstens in der Norm sein.


Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eigentlich jeder Umweltmediziner (in Deutschland) zu Glutathion rät - und zwar völlig unabhängig von der genetischen Situation. Sie wird diesbezüglich nicht beachtet.



Ich selber habe mit Glutathion gute Erfahrungen gemacht, meine Giftbelastungen sinken kontinuierlich, auch macht es mir persönlich keine Symptome.


Und das ist die Hauptsache.

Ich persönlich hatte von Glutathion weder spürbare positive noch negative Effekte, wie so viele Andere auch (darüber wurde ja auch in einem anderen Thread bereits berichtet). Ich wünsche aber Jedem, der es ausprobiert, nur die besten Erfahrungen damit.




Gini

Gruß
Lukas
 
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18.04.09
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@ Hallo Lukas,

es gibt vom Toxcenter schon Seiten, die die Medizinalkohle im Zusammenhang mit Quecksilber bringen. Ich verlinke sie Dir:


In nachfolgendem Link ist sogar von „effektiver Verringerung der Giftdepots“ bei Quecksilber die Rede.
1990 Kohletest Krnung Nachweis der chronischen Amalgamvergiftung

Auf Seite 21 im nachfolgenden Link eine Dosieranweisung: „7. Chronische Quecksilbervergiftung: einmal wöchentlich 10g Kohle-Becher“
https://www.entgiftung-kompakt.de/pdf/entgiftung.pdf


Allerdings bindet die Medizinalkohle nur die Gifte um Darm (Unterbrechung des enterohepatischen Kreislaufs), und nur zu einem geringeren Teil resorbiert es auch Toxine aus der Blutbahn, v.a. die lipophilen. (Den genauen Zusammenhang über die Blutentgiftung durch Kohle hatte ich im Thread „Organochlorverbindungen entgiften“ zusammengefasst).

Zur Gehirn- und Zellentgiftung braucht es dann aber noch die Chelatoren. Wenn Du weißt, daß Daunderer DMPS verwendet hat, dann ist es ja gut. Ich habe kein Wissen und keine Erfahrung zu den Chelatoren, und kann da nicht mitreden. Ich hatte zum Glück nie eine ernsthafte Quecksilberbelastung, bzw. das Quecksilber wurde bei mir erst 20 Jahre nach Entfernen des Amalgams erstmals gestestet, da war es schon fast im grünen Bereich.


Ich hatte schon mehrfach bemerkt, daß sich Daunderer selbst widerspricht. Das könnte vielleicht daran liegen, daß die einen Aussagen früher datiert sind als spätere, denen ein neuer Erfahrungsschatz zugrunde liegt. Solltest Du also Zitate finden, bei denen er von der Wirkungslosigkeit der Medzinalkohle bei Quecksilber schreibt, würde mich das nicht wundern... .




Ich glaube, hier hast Du Dich vertan:

Es gibt ja inzwischen auch Nachweise, dass gerade Schwerstkranke oftmals gar keinen intrazellulären Mangel an Glutathion haben (wurde glaube ich auch schon im Forum thematisiert), sondern dass das Gegenteil der Fall ist, dass zwar das Serum arm an red. Glut. ist, aber nur deshalb, weil es in die Zelle wandert, dass es sich in der Zelle also in hohem Maße befindet, da es dort benötigt wird. Wird dann im Serum geschaut, meint man der Kranke hätte einen Glutathionmangel.


Ich denke, Du willst auf die Bedeutung der intrazellulären Glutathion-Messungen hinaus, die ja für die Zellentgiftung entscheidend sind.
Mir sind hier vom Forum nur Labore bekannt, die intrazelluläre Glutathion-Messungen vornehmen, nicht im Serum. Auch das RD-Labor in Dießen bestimmt den intrazellulären Wert.
Ich gehe eigentlich auch davon aus, daß die Gehirnforscher bei ihren Studien immer die intrazellulären Werte gemessen haben - sie wissen ja noch viel mehr als wir um deren Bedeutung.



@an alle:

Bevor wir vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen (mir geht es im Moment so), einfach noch einmal einen kurzen Rückblick:

Die reduzierte Aktivität der Glutamatcysteinligase muß zwangsläufig über einen längeren Zeitraum zu einem intrazellulären Glutathion-Mangel führen. Da kann nichts anderes dabei herauskommen.

Wenn es zudem so ist, daß die Negativ-Symptome bei Schizophrenie je schlimmer ausfallen, je niedriger das intrazelluläre Glutathion ist, und je abgemilderter sind, desto mehr sich das intrazelluläre Glutathion der Norm nähert, (und das nicht nur bei jenen Erkrankten mit dem Gendefekt, sondern bei allen in der Studie untersuchten Patienten mit Schizophrenie), dann schadet eine Glutathion-Therapie zu diesem Zeitpunkt nicht, sondern sie mildert die Symptome ab.

Nur würde ich persönlich die Glutathion-Zufuhr nicht über die Norm hinaus forcieren – Schizophrenie ist einfach eine zu verletztliche Erkrankung.




@ Hallo Maudabau,

ich stimme Dir bei, daß die Komplexizität von Schizophrenie nicht ganz zu begreifen ist. Da mischen zu viele Faktoren mit hinein.
Um so mehr freut es mich aber, daß es orthomolekulare Ansatzpunkte gibt, mit denen die Symptome abgemildert werden können.
Erstaunt hat mich als CFS-Kranke die vielen Gemeinsamkeiten, die es mit dem CFS gibt. Ich hatte schon vor Jahren den Verdacht, daß es sich so verhält, aber jetzt bekam ich es ganz überraschend bestätigt.


Gini
 
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19.11.12
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Danke Gini,
ist es nicht möglich dass Schizophrenie selbst eine Glutathionsynthese
verringert oder gar unterbindet.? Umkehrschluss. Liebe Grüße aus verschneiten Höhen....
 
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27.08.09
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1.570
Hallo Gini

@ Hallo Lukas,

es gibt vom Toxcenter schon Seiten, die die Medizinalkohle im Zusammenhang mit Quecksilber bringen. Ich verlinke sie Dir:


In nachfolgendem Link ist sogar von „effektiver Verringerung der Giftdepots“ bei Quecksilber die Rede.
1990 Kohletest Krnung Nachweis der chronischen Amalgamvergiftung

Auf Seite 21 im nachfolgenden Link eine Dosieranweisung: „7. Chronische Quecksilbervergiftung: einmal wöchentlich 10g Kohle-Becher“
https://www.entgiftung-kompakt.de/pdf/entgiftung.pdf



Bis hierhin hatte ich von Dir gelesen, dann die Links angeschaut... und dann wollte ich Dir dazu meine Gedanken schreiben... habe dann aber erst einmal weitergelesen... und da hast Du meine Gedanken auch schon selber geschrieben:



Allerdings bindet die Medizinalkohle nur die Gifte um Darm (Unterbrechung des enterohepatischen Kreislaufs), und nur zu einem geringeren Teil resorbiert es auch Toxine aus der Blutbahn, v.a. die lipophilen. (Den genauen Zusammenhang über die Blutentgiftung durch Kohle hatte ich im Thread „Organochlorverbindungen entgiften“ zusammengefasst).


Ja genau. Von evtl. durch gerade erst mit der Nahrung aufgenommenes Hg, das sich nun gemeinsam mit der Nahrung im Darm befindet, abgesehen, bindet die Kohle nur einen kleinen Teil des sich in der Galle enthaltenen Quecksilbers (wie Kohle eben alles Mögliche ganz unspezifisch bindet), wenn diese in den Darm ausgeschüttet wird. Das ist also wirklich nur ein winziger, nahezu vernachlässigbarer Bruchteil und kann nicht mit einer effektiven Hg-Entgiftung des Körpers, der Organe etc. gleichgesetzt werden, wie sie nur mit auf Hg wirkende Chelate durchgeführt werden kann. Im Normalfall ist bei einer chronischen Hg-Vergiftung das Hg ja auch längst fest in die Organe (Nieren, Hypophyse, Schilddrüse etc.) eingelagert und wird (so gut wie) gar nicht über Leber-Galle-Darm ausgeschieden, ist also auch (so gut wie) gar nicht in der Galle enthalten, die durch Gabe von Kohle an Rückresorption gehindert werden könnte. Das alleine zeigt schon, dass Kohle bei chronischer Hg-Vergiftung keine Behandlungsalternative darstellen kann.




Zur Gehirn- und Zellentgiftung braucht es dann aber noch die Chelatoren. Wenn Du weißt, daß Daunderer DMPS verwendet hat, dann ist es ja gut. Ich habe kein Wissen und keine Erfahrung zu den Chelatoren, und kann da nicht mitreden. Ich hatte zum Glück nie eine ernsthafte Quecksilberbelastung, bzw. das Quecksilber wurde bei mir erst 20 Jahre nach Entfernen des Amalgams erstmals gestestet, da war es schon fast im grünen Bereich.


Ja, ich habe bis vor wenigen Jahren ausnahmslos alle Seiten vom Toxcenter immer aufmerksam mitgelesen. Das Wesentliche habe ich mir dabei im Kopf behalten - ohne jetzt aber alles jederzeit verlinken zu können.
Mit Chelaten habe ich gute zehn Jahre lang mit die meisten Erfahrungen hier im Forum. War auch einer der weltweit ersten Anwender von z.B. DMSA i.v. ... habe bereits vor Jahren im Prinzip aufwendige eigene Studien für viele tausend Euro privat in Auftrag gegeben im Zusammenhang Hg - verschiedene Chelatoren, Kombis von Chelatoren etc. etc. Gehört jetzt nicht unbedingt hier her, aber ja, Erfahrung habe ich auf dem Gebiet - notgedrungen.




Ich hatte schon mehrfach bemerkt, daß sich Daunderer selbst widerspricht. Das könnte vielleicht daran liegen, daß die einen Aussagen früher datiert sind als spätere, denen ein neuer Erfahrungsschatz zugrunde liegt. Solltest Du also Zitate finden, bei denen er von der Wirkungslosigkeit der Medzinalkohle bei Quecksilber schreibt, würde mich das nicht wundern... .


Ich suche jetzt nicht nach den Zitaten und Quellen, aber ja, ich weiß, dass Daunderer an anderer Stelle von der Nutzlosigkeit von Kohle bei Hg-Vergiftung schreibt. Ist im Prinzip auch klar aufgrund der oben genannten Tatsachen. Kohle holt halt nichts aus den Organen heraus. Und die vernachlässigbare Gift-Ausscheidung, wenn vergiftete Galle durch Kohlegabe an Rückresorption gehindert wird, führt zu keiner Mobilisation aus z.B. vergifteten Nieren etc., dafür ist der Effekt einfach viel zu gering.

Aber es ist wahr, dass Daunderer sich gar nicht so selten selber widerspricht, und ja, oftmals hängt das wohl mit unterschiedlichen (vermeintlichen) Erkenntnissen zu unterschiedlichen Zeiten zusammen. Natürlich könnte er dann auch mal einen Vermerk machen, dass eine frühere Theorie nach neueren Erkenntnissen nicht länger haltbar war, anstatt beide sich gegenseitig widersprechende Theorien auf gleicher Ebene nebeneinander dem breiten Publikum im Internet vorzulegen. Das würde für so manchen Leser Einiges deutlich vereinfachen...




Ich glaube, hier hast Du Dich vertan:




Ich denke, Du willst auf die Bedeutung der intrazellulären Glutathion-Messungen hinaus, die ja für die Zellentgiftung entscheidend sind.
Mir sind hier vom Forum nur Labore bekannt, die intrazelluläre Glutathion-Messungen vornehmen, nicht im Serum. Auch das RD-Labor in Dießen bestimmt den intrazellulären Wert.
Ich gehe eigentlich auch davon aus, daß die Gehirnforscher bei ihren Studien immer die intrazellulären Werte gemessen haben - sie wissen ja noch viel mehr als wir um deren Bedeutung.


Ich finde es gerade nicht mehr. Ich meine, es war auch hier im Forum Thema. Müsste doch jemand wissen, was ich meine, oder? Kann doch nicht nur alleine mir aufgefallen sein. Diese Untersuchungen, die gezeigt haben, dass die intrazellulären Glutathion-Werte wider Erwarten sogar sehr hoch anstatt zu niedrig waren. Vielleicht kann sich jemand anders mal auf die Suche machen und hat mehr Erfolg. Ich bin sehr eingespannt zur Zeit.

Grüße
Lukas
 
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18.04.09
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@ Hallo maudapau,

zu Deiner Frage, ob es nicht möglich ist, dass Schizophrenie selbst eine Glutathionsynthese verringert oder gar unterbindet, sind mir zwei Zusammenhänge bewußt, die ich schon kurz erwähnt habe:

Mein Neurologe hat davon gesprochen, daß frühkindliche Traumatisierungen die Schizophrenie bedingen. Emotionale Traumatisierungen führen zu einem relevanten Glutathionmangel (Geßwein).

Der zweite wäre: Wenn eine Schizophrenie durch eine Vergiftung entstanden ist, dann kann es auch dadurch zum Glutathionmangel kommen.

Es gibt wahrschienlich noch ein paar Mechanismen mehr, aber dazu kenne ich die biochemischen Ursachen der Schizophrenie zuwenig.

Liebe Grüße aus verschneiten Tiefen
Gini
 
Themenstarter
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18.04.09
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Hallo Lukas,

War auch einer der weltweit ersten Anwender von z.B. DMSA i.v. ... habe bereits vor Jahren im Prinzip aufwendige eigene Studien für viele tausend Euro privat in Auftrag gegeben im Zusammenhang Hg - verschiedene Chelatoren, Kombis von Chelatoren etc. etc. Gehört jetzt nicht unbedingt hier her, aber ja, Erfahrung habe ich auf dem Gebiet - notgedrungen.

Bist Du Arzt, oder Biochemiker, oder ähnliches? Das klingt immer mehr an...

LG
Gini
 
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02.01.05
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Hallo,


Schizophrenie hat wohl viele Ursachen.

Eine davon ist der Morbus Wilson, d. h. die damit einhergehende chronische Kupfervergiftung.
Morbus Wilson ist eine durch Gendefekte ausgelöste Leberkrankheit, bei der die Leber das Kupfer aus der Nahrung nicht ausscheiden kann. Es kommt so zu einer schleichenden Kupfervergiftung.
Die Auswirkungen fangen mit der Geburt an und sie gehen sehr langsam von statten, so dass die Leber oft nicht mal besonders auffällig ist, d. h. die Leberwerte sind oft normal.

Ich kenne mind. einen Menschen, der zuviel Kupfer im Urin hat und der schizophrene Züge hat (ich meine dabei nicht mich).

Ich selbst werde auf M. Wilson behandelt, habe zwar keine Schizophrenie, dafür aber Auffälligkeiten beim Glutathion und der Glutathion-S-Transferase.
Ich sehe diese Auffälligkeiten als Folge einer Grunderkrankung an. Bei mir ist es eine Leberkrankheit, bei anderen mögen die Glutathionswerte durch andere Erkrankungen, die es zu finden gilt, abnorm sein.

D. h. es gilt bei solchen Störungen in der Glutathion-Synthese die zugrunde liegende Grunderkrankung zu finden.


LG
Margie




Anmerkung:
Das erste Mal wurde die Glutathion-S-Transferase bei mir von Daunderer bestimmt. Bevor ich wußte, dass ich viel zuviel Kupfer in der Leber habe, war ich nämlich auch mal der Meinung, dass ich vom Amalgam krank geworden sei. Ich kam zu der Erkenntnis, dass Amalgam nie die Hauptursache von gesundheitlichen Störungen ist, sondern dass Amalgam in manchen Fällen "das Fass zum Überlaufen bringt", d.h. bei Vorhandensein anderer Grunderkrankungen verträgt ein Mensch keine weiteren Gifte mehr.

Daher würde ich immer, wenn ich Symptome der sog. "Amalgamvergiftung" habe, nicht deren Symptome behandeln, sondern die Grunderkrankung suchen.
Nicht umsonst lautet der Untertitel des Forums hier: "Das Ende der Symptombehandlung".
 
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Themenstarter
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Hallo margie,

ich glaube, sehr sehr viele hier im Forum sind nicht damit einverstanden, daß Amalgam "nie" die Hauptsache von gesundheitlichen Störungen ist. Quecksilber ist hochtoxisch und die toxikologischen Bücher sind voll von den schädlichen Wirkungen des Quecksilbers. Selbstverständlich macht die Dosis das Gift, aber bei einem hochtoxischen Gift reichen auch schon kleine Mengen, um Störungen verursachen. Aber das soll hier nicht das Thema sein.

Was vielleicht weniger bekannt ist: Amalgam enthält auch Kupfer und Zinn (eine Legierung). Deshalb sind "typische" Nebenbefunde einer Quecksilbervergiftung auch "große Kupfer- und Zinndepots im Organismus":
https://www.amalgam-informationen.de/dokument/Diagnose-Therapie.PDF

LG
Gini
 
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