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Austesten bei KPU

Themenstarter
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07.04.05
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Hallo,

nach einem grenzwertig getesteten KPU-Test stehe ich kurz vor dem Austesten bei einer Heilpraktikerin mit Kryptosan, Depyrrol, etc.
(Was lange währt, wird endlich gut, denn meine Ärztin braucht VIER Monate, um die Proben anzufordern, obwohl sie nur noch unterschreiben und einen Stempel drauf drücken brauchte!)

Ich habe Hashimoto und nehme seit einem Jahr Euthyrox. Im Moment bin ich gut eingestellt (150µg). Zusätzlich nehme ich 500mg Calcium, 200mg Magnesium, 200µg Selen und 15mg Zink als Einzelpräparate täglich ein.

Ich möchte bis zum Termin meine biovit Vitamin B-Komplex-Kapseln aufbrauchen. Ist das o.k., oder verfälschen diese das Ergebnis das Austestens? Sollte ich, ähnlich wie vor dem KPU-Test, außer Euthyrox nichts einnehmen?


Was haltet ihr von "Daily Two Multi"?
Wäre es auch bei HPU/KPU zu empfehlen? Ich überlege nämlich, mich auch auf dieses Präparat hin austesten zu lassen.
Mic empfiehlt dieses Multi bei Hashis, wobei noch zusätzlich Zink und Magnesium eingenommen werden sollten:

Beta Karotin 15000 IU
Biotin, biotin triurate 300 mcg
Calcium Carbonate 100 mg
Calcium Pantethonate 150 mg
Choline, bitartrate 100 mg
Chrom Picolinat 200 mcg
Zitrus Bioflavonoide 100 mg
Kupfer, amino acid chelate 500 mcg
Folsäure, folate 400 mcg
Hesperedin 25 mg
Inositol 100 mg
Magnesium citrate 50 mg
Mangansese Citrate 5 mg
Niacin, vitamin B-3 25 mg
Niacinamide 100 mg
Potassium (aspartate, chloride) 50 mg
Pyridoxine HCL 100 mg
Riboflavin, vitamin B-2 125 mg
Rutin 50 mg
Selen, l-selenomethione 200 mcg
Thiamine, vitamin B-1 100 mg
Vitamin A, retinol palmitate 7500 IU
Vitamin B-12, cyanacobalamin 500 mcg
Vitamin C (ascorbic acid) 500 mg
Vitamin D3 (cholecalciferol) 400 IU
Vitamin E (d-alpha tocopheryl) 400 IU
Zink Citrate 15 mg

Vielen Dank für Eure Meinungen!

Liebe Grüße,
Steffi
 

Kate

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Kupfer, Folsäure

Hallo Steffi,

ich kann zu dem Multi nicht viel sagen, außer, dass mir zwei Bestandteile "auffallen":

- Kupfer: Mit der Zufuhr von zusätzlichem Kupfer sollte der KPUler vorsichtig sein, da er wegen des Zinkmangels eine Neigung hat, Kupfer zu speichern. Angesichts dessen, dass man mit der Nahrung etwa 1-3 g / Tag davon zu sich nimmt, erscheint mir die Menge von 500 mcg auch recht hoch.

- Folsäure: Im Falle einer Histadelie (erhöhter Histaminspiegel, kommt häufig bei KPU vor) ist Folsäure laut Konrad Thomes "Nährstoffe für die Seele" ungünstig. Dies ist, wenn ich es richtig verstanden habe, ein Erfahrungswert, die physiologische Begründung fand ich nirgends.

Letztendlich ist das aber eine sehr individuelle Sache mit der Verträglichkeit.

Viele Grüße
Kate
 
Themenstarter
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07.04.05
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Hallo Kate!

Vielen Dank für Deine Antwort!
Bisher dachte ich immer, Folsäure sei immer und für jeden zu empfehlen...
Ich denke, ich werde dieses Präparat nicht bestellen und mich nur auf die gängigen HPU-Präparate hin austesten lassen.

Kannst Du mir sagen, ob ich dabei irgendwas beachten muß?
Kann ich weiterhin meine Einzelvitamine und -mineralstoffe einnehmen und mich dann, ohne eine Verfälschung des Ergebnisses befürchten zu müssen, auf Depyrrol, etc. austesten lassen? Oder wird mein Körper signalisieren, "nö, brauche ich nicht, krieg' ja schon Zink".

Liebe Grüße,
Steffi
 
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07.05.04
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Hallo sunset,

Du kannst alle Medikamente bis zur Austestung weiternehmen, das macht gar nichts. Man kann beim Test fragen, ob das Medikament im Moment gebraucht wird, oder generell. Hast Du gerade Zink genommen, wird das Zink-Medikament im Moment nicht gebraucht, testet aber (falls Du es brauchst) als generell gut für Dich. Man kann dann auch Menge und Einnahmezeiten austesten. Dies ist aber ein Testergebnis für die Gegenwart. Ein Test in die Zukunft sollte nicht gemacht werden, ist meist fehlerhaft. Wenn Du z.B. kein KPU hast und nur einen vorübergehenden Zinkmangel, kann es sein, daß Du nach ein paar Tagen keine hohen Zinkdosen mehr brauchst und das Medikament dann auch nicht mehr testet. Eine kinesiologisch ausgetestete Dosis sollte also immer mal wieder kinesiologisch überprüft (hinterfragt) werden.

Bei mir war jetzt der Koriander alle und ich durfte keinerlei Präparate mehr mit Selen zu mir nehmen. Wenn man selbst testet, bekommt man solche Änderungen mit.
Liebe Grüße

Günter
 
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17.09.05
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@ Günther,

hast du Infos zum kinesiologischen Selbsttest? Literaturtipps vielleicht?

samadhi
 
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07.05.04
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Hallo samadhi,

ich habe seit langem vor, mal eine ausführliche Anleitung zu schreiben. Scheitert leider immer wieder an der knappen Zeit. Deshalb hier in Kürze:

Es gibt mehrere Möglichkeiten sich selbst zu testen. Dazu zählen auch das Pendeln und der Biotensor. Auch bei den kienesiologischen Methoden gibt es mehrere Möglichkeiten, sich selbst zu testen. So kann man mit einer Hand versuchen den anderen Arm herunterzudrücken. Oder man bildet aus Zeigefinger und Daumen Ringe, indem man die Spitzen aneinanderlegt. Den Ring der einen Hand verbindet man mit dem Ring der anderen Hand wie zwei Glieder einer Kette und versucht die "Kette zu sprengen", indem man die Hände voneinnander wegbewegt. Sind die Muskeln schwach, gelingt dies leicht, sind sie stark, geht dies schwerer.

Der meiner Ansicht nach beste Eigentest wurde von Klinghardt in seinem Buch "Lehrbuch der Psycho-Kinesiologie" beschrieben (weiß aber nicht, wer ihn erfunden hat - der Armlängenreflextest allgemein stammt von Raphael van Assche). Man setzt sich mit gespreizten Beinen hin und läßt nach seiner Frage oder dem Auflegen des Medikaments die Arme nach unten hängen. Dann führt man die Hände aneinander und bewegt sie vor das Gesicht, um zu sehen, ob beide Arme gleich lang (NEIN, kein Streß oder keine Antwort) oder unterschiedlich lang (JA oder Streß) sind.

Das Bewegen der Hände vor die Augen kann man sich sparen. Einfach im Sitzen, Stehen oder Liegen die Arme in Richtung Füße lang machen und dann beide Daumen sich berühren lassen. Man spürt sofort, ohne hinzusehen, ob beide Arme gleich lang oder unterschiedlich lang sind. Meine Frau konnte dies auf Anhieb, bei mir klappte der Eigentest nicht. Beim normalen Armlängenreflextest zieht der Therapeut an den Armen. Offensichtlich reichte bei mir die Schwerkraft nicht aus, um ein auswertbares Ergebnis zu bekommen. Ich kam dann auf die Idee, den Zug des Therapeuten durch Gewichte zu ersetzen. Ich kopiere hier mal einen Beitrag von mir für das mittlerweile geschlossene INK-Forum an, in dem ich dies erklärte (war bei Google noch im Cache):
Nachdem ich den von Dr. Klinghardt im Buch beschriebenen Selbsttest versucht hatte und damit gescheitert war (keine eindeutigen Ergebnisse, zu hohe Eigenbeeinflussung), habe ich etwas experimentiert, den Test abgewandelt und zumindest für mich folgende Lösung gefunden:

1. Man besorgt sich im Sportgeschäft oder gutem Supermarkt sandgefüllte Manschetten für die Arme. Vielleicht kann man sie ja auch von einem Bekannten leihen, um erst mal zu sehen, ob man damit klar kommt. Es gibt die Manschetten mit unterschiedlichen Gewichten, meine haben 1,2kg (für eine Frau wohl zu schwer, d.h. unangenehm). Das Material ist zum Testen nicht ideal (Synthetik und Metallschnallen), aber es funktioniert erst mal. Später kann man ja etwas eigenes, verträglicheres basteln.

2. Man setzt sich mit angelegten Manschetten aufrecht auf einen Stuhl, die Beine leicht gespreizt, die schweren Manschetten werden auf den Oberschenkeln abgelegt.

3. Test auf Nullstellung/Neutralstellung: Die Arme lässt man locker nach unten hängen, sozusagen von den Gewichten ziehen. Ohne hinzusehen führt man danach beide Daumenspitzen der nach unten weisenden Daumen zusammen. Dabei spürt man, ob beide Daumen die gleiche Länge haben, oder ob z.B. eine Daumenspitze den anderen Daumen weiter oben berührt. Beim Anfangstest müssen die Daumen gleich lang sein. Manschetten wieder auf den Oberschenkeln ablegen.

4. Prüfung auf Testbereitschaft: Man fragt laut oder in Gedanken "Darf ich testen", gibt dem Unterbewusstsein eine Sekunde Zeit und prüft, wie oben beschrieben. Jetzt muss ein deutlicher Unterschied vorhanden sein.

5. Die eigentliche Testung: Man stellt seine Frage laut oder in Gedanken oder bringt die zu testende Substanz in Körpernähe oder macht irgend etwas anderes, auf das man eine Antwort des Unterbewusstsein wünscht (unbedingt Fachliteratur lesen und/oder Kurse besuchen!) und prüft wieder, wie oben beschrieben. Unbedingt dabei neutral bleiben! Nicht schon die Reaktion im voraus erraten! Wer Probleme damit hat, sollte unmittelbar, bevor er seine Arme nach unten führt, den Satz denken: "Nun bin ich aber mal gespannt, wie die Antwort ist" (oder etwas ähnliches). Eine Längendifferenz kann ein "Ja" sein oder Stress anzeigen (je nach Test), gleiche Länge bedeutet "Nein", kein Stress oder auch "Keine Antwort" (Unterbewusstsein verweigert im Moment die weitere Zusammenarbeit) - je nach Test. Genau so sorgfältig, wie man die Interpretation der Ergebnisse vornimmt, sollte man auch seine Fragen stellen. "Soll ich...", "Kann ich...", "Darf ich...", "Muss ich dieses Medikament nehmen" und "Ist es gut für mich, dieses Medikament zu nehmen" sind durchaus völlig unterschiedliche Fragestellungen. Auch kann ich zwar die Lottozahlen austesten, werde aber wohl kaum damit gewinnen. Ich kann hier nur ganz dringend auf die Fachliteratur und/oder Kurse verweisen.

Und es soll ganz deutlich gesagt sein:

1. Wahl ist ein ausgebildeter, erfahrener Therapeut.
2. Wahl ist ein Partner/Freund, der mich testet.
3. Wahl ist der Eigentest

Ich kann aber aus eigener Erfahrung sagen, dass es durchaus möglich ist, bei sich selbst unerlöste seelische Konflikte aufzudecken und zu entkoppeln, trotz der gewissen Blindheit für die eigenen Probleme.

P.S.: Das Buch von Dietrich Klinghardt, "Lehrbuch der Psycho-Kinesiologie", unbedingt besorgen! (Ich bin am Umsatz nicht beteiligt!)
Statt der teuren Manschetten aus dem Sportgeschäft kannst Du es erst mal mit sandgefüllten Kniestrümpfen um das Handgelenk probieren (kein Metall!). Nach kurzer Zeit brauchte ich die Gewichte nicht mehr, geht nun prima ohne.

Aber Achtung! Man kann ganz schnell sich selbst verarschen! Beim Test immer neutral, leer bleiben!!! So als beträfe es Dich nicht, wäre Dir das Ergebnis völlig egal (ist auch die Kunst beim Pendeln oder Biotensor)!

Und Du solltest wissen, was eine psychologische Umkehr, ein Switching und eine offene Regulation ist!

Übe erst mal, bis es bei Dir klappt, dann sehen wir weiter! Ist wie ein Instrument, was man erlernen will. Immer wieder probieren, aber nicht auf Krampf und nicht verbissen!
Liebe Grüße

Günter
 

Kate

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Präzise Fragen beim kinesiologischen Test

Hallo Steffi,

ich bin keine Kinesiologie-Spezialistin und stehe der Methode, obwohl ich sie auch schon benutzt habe, immer noch "freundlich-skeptisch" gegenüber. Ich weiß aber von einem erfahrenen Heilpraktiker, dass man tatsächlich alle Arten von Fragen stellen kann, so wie Günter es beschreibt. Die Kunst besteht im präzisen Fragen und danach noch wissen, was man gefragt hat :) ...

Viele Grüße
Kate
 
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Hallo, Ihr alle!

@Günter:
vielen Dank für Deine ausführliche Anleitung zum Selbertesten!
Ich habe die von Dir beschriebene Haltung nachgemacht, aber ich kriege bei Punkt 3 die Daumenspitzen nicht zusammen...
Wenn ich aufrecht auf einem Stuhl sitze, mit leicht gespreizten Beinen, die Arme mit den Gewichten auf den Oberschenkeln und diese dann links und rechts hängen lasse, dann bekomme ich die Daumenspitzen nicht zusammen, weil meine Beine im Weg sind...
Sollen die Arme zwischen den Beinen 'runterhängen? Oder beugt man sich dabei nach vorne (auf Höhe der Knie treffen sich die Daumenspitzen bei mir)?
Freue mich schon über Deine Aufklärung.
Ich habe sandgefüllte Textilmanschetten und werde einen Versuch mit meinen SD-Hormonen starten. Das kann eigentlich nur positiv verlaufen ;)
Im Selbsttest sehe ich die große Chance, aktuell auf die Bedürfnisse des Körpers eingehen zu können.

@Kate:
mir geht es wie Dir; ich stehe dem auch "freundlich-skeptisch" gegenüber.
Hast Du Dich denn schon einmal austesten lassen?

Liebe Grüße,
Steffi
 
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07.05.04
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Hallo sunset,

leicht gespreizt sollte heißen: nicht übertrieben weit. Du mußt natürlich die Beine schon so breit machen, daß die Arme locker senkrecht nach unten hängen können, ohne von den Beinen behindert zu werden. Kannst Du ja auch im Stehen probieren.
Liebe Grüße

Günter
 
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Hallo Günter,

auch mir ist noch nicht klar:
sollen die Arme innerhalb der Beine herunterhängen, also so: \ * * /, wenn die Striche die Beine und die Sternchen die Arme sind? In jedem anderen Fall gibt es nämlich Probleme, die Daumen zusammenzuführen.

Alles Gute

Matthias
 
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07.05.04
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Hallo Rohi,

klar, zwischen den Beinen. Egal, ob im Stehen oder im Sitzen geht es doch nur darum, die Arme senkrecht hängen zu lassen, um festzustellen, ob ein Arm verkürzt ist, oder nicht. Da im Sitzen die Beine im Weg sind, spreizt man sie.
Das Berühren der Daumen ist nur der einfachste und schnellste Weg, um festzustellen, ob ein Arm länger ist, oder nicht. Kannst Dich auch vor den Spiegel setzen oder eine andere Person fragen.;)
Liebe Grüße

Günter
 
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Hallo Günter,

vielen Dank für die Aufklärung!
Jetzt werde ich die Gewichte reaktivieren (die stauben gerade im Keller in einer Kiste vor sich hin...) und einen Versuch starten.

Liebe Grüße,
Steffi
 
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17.09.05
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Hallo Günther,

danke für die Anleitung, werde mal üben....ist aber eine ziemlich unbequeme Position im Sitzen. Werds mal im Stehen versuchen.

samadhi
 
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Hallo Günter!

Vielleicht solltest Du Dir doch mal überlegen, etwas über das Selbertesten aufzuschreiben. Wenn Du Unterstützung wegen Webdesign oder HTML brauchst, stehe ich Dir gerne zur Verfügung.
:chat:
Alles Gute

Matthias
 
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07.05.04
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Hallo Rohi,

vor habe ich das schon lange. Habe mir ja schon Webspace reserviert. Aber es mangelt immer an der Zeit. Und dann bräuchte ich auch ein paar Bilder, habe aber noch keine Digitalkamera. Und dann ist die Frage, was alles schreiben und wo aufhören? Über Kinesiologie gibt es ganze Bücher - wo zieht man dann sinnvoll eine Grenze?

Hallo samadhi,

wie sitzt Du denn, daß es unbequem ist? Machst Du da was falsch? Mir ist es nicht unbequem - auch nach Stunden nicht. Rutsch auf dem Stuhl etwas nach vorne, mach die Beine breit, daß die Hände dazwischen passen und probiere es. Keine Scheu! Ich bin überzeugt, daß es jeder kann, ist nur eine Frage der Übung. Die Arme müssen auch nicht genau senkrecht hängen bzw. in Richtung Füße ausgestreckt werden - das geht auch gar nicht, wenn man bequem sitzt. Ihr macht Euch da mit Sicherheit zu viele Gedanken! Du kannst auch im Liegen die Arme in Richtung Füße ausstrecken. Geht genau so. Mag ich persönlich aber weniger. Es geht sogar, die Arme waagerecht im Sitzen auszustrecken - allerdings dann ohne Unterstützung der Gewichte!Wichtig ist doch nur, daß Ihr nicht die Schultern schief haltet und dadurch unterschiedlich lange Arme bekommt. Aber aus diesem Grunde testet man ja auch zuerst auf gleiche Länge.
Als ich zuallererst auf die Idee mit den Gewichten kam, hatte ich zwei halbe Ziegelsteine in den Händen - ging auch, wenn auch nicht gut. Und wie gesagt, es gibt genügend Leute, die können es sofort ohne Gewichte. Und selbst die Gewichte werden nach kurzer Zeit überflüssig.
Die Kunst ist nicht die Armhaltung! Wenn sich das Unterbewußtsein auf diese Art der Kommunikation eingespielt hat, kommt es darauf an, zu erkennen, wann ich einem Testergebnis vertrauen kann, wann ich verarscht werde (innerer Saboteur) oder mich selbst verarsche (unehrliches testen, nicht neutral bleiben), wie ich die richtigen Fragen finde usw. Das ist dann die eigentliche Kunst. Ist aber alles erlernbar und nicht schwer. Und Du hast einen Helfer - Dein Unterbewußtsein. Du kannst nämlich Dich dann auch erkundigen (wenn die Kommunikation einmal hergestellt ist): "habe ich die Arme richtig gehalten?", "warum hatte ich das vorige Mal ein anderes Ergebnis?" (mögliche Störquellen durchfragen), "habe ich die Frage falsch gestellt?", "hätte ich lieber soundso fragen sollen?", "kannst Du das Medikament auch in der Plastverpackung austesten?", "klopfe ich beim Entkoppeln richtig?", "hätte ich vorher etwas trinken sollen?", "bin ich noch testfähig?" (oder zu K.O.)....
Was glaubt ihr denn, wo die Pioniere der Kinesiologie ihr ganzes Wissen herbekommen haben? Die haben sich durchgefragt! Aber immer daran denken, das Unterbewußtsein hat nur zwei Zustände zur Antwort. Aber es gibt nicht nur zwei Antworten. Stell Dir mal vor, Du dürftest nur mit JA und NEIN antworten und wirst systematisch ausgefragt. Du willst aber auch mal sagen: "Du stellst die falsche Frage", "Ich habe gerade keine Lust zu antworten", "Du bist auf dem Holzweg", "Hör auf, ich hab Streß", "Es gibt noch eine weitere Variante", "Ich hatte vorhin eine Störung, deshalb war die Antwort vorhin falsch".... Man sollte daher dem Unterbewußtsein auch ab und zu mal die Möglichkeit geben, so etwas auzudrücken. Also ab und zu mal fragen: "Waren die Testergebnisse bis hierher alle richtig?", "Gibt es ein Problem?", "Frage ich falsch?", "Soll ich hier abbrechen?", "Gibt es eine weitere Möglichkeit?".....Aber immer neutral, "leer" bleiben!
Und dann braucht ihr noch ein wenig theoretisches Wissen über offene Regulation, Switching und psychologische Umkehr. Aber vorher probiert ihr bitte den Selbsttest, bis er klappt.
Liebe Grüße

Günter
 
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Ringelblume

Ich halte den kinesiologischen Selbsttest bei Kinesiologie-Neulingen für bedenklich. Ich wende seit ca. 20 Jahren Kinesiologie an, seit 10 Jahren als Heilpraktikerin. Ich weiss, dass Ungeübte sich beim Testen sehr wohl beschummeln können. Aus eigenem Interesse - ich bin selbst von HPU und MCS (Multiple chemische Sensitivität) betroffen - habe ich mich stringent in die Umweltmedizin, spez. HPU und MCS eingearbeitet. Meine Erfahrung zeigt mir, dass es reichlich Erfahrung braucht, um den Test sinnvoll anzuwenden. Man muss den richtigen Test benutzen und die richtigen Fragen stellen. Das lernt man nicht mal eben so. Das sollte euch natürlich nicht davon abhalten, Eure Erfahrungen zu sammeln, jedoch zu euphorisch an den Test heranzugehen. Hier ein Beispiel : Mehrere meiner Patienten und ich selbst vertrugen die ausgetesteten Substanzen nicht, obwohl sie sorgfältigst ausgetestet waren. Die Symptome waren typische HPU-Symptome. Ich fragte mich, was das evtl. falsch gelaufen sein könnte. Ich hatte auf Allergie, Unverträglichkeit, toxisch und andere Parameter getestet. Danach sollten die Mittel verträglich sein. Eines war mir bis dahin jedoch noch nicht in meinem Wissensrepertoir, nämlich dass Vitamine HPU geradezu auslösen können. Es fiel mir wie Schuppen von den Augen, als ich die Liste der porphyrie-auslösenden Stoffe sah. Sie umfasst ca.4000 Substanzen. Darunter auch Vitamin B6 und Zink. Jetzt habe ich weitere Parameter in die Austestung integriert und es kommt nicht mehr zu HPU-auslösenden Reaktionen. Den Patienten und auch mir geht es mit dieser Austestung gut. Den Mut zum Selbsttesten möchte ich Euch nicht nehmen, wollte jedoch auch Gefahren aufzeigen. Meinen Selbsttest habe ich 1 Jahr lang geübt, bevor ich mich an essentielle Fragen herangewagt habe.
 
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07.05.04
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Hallo Ringelblume,

klar kann man sich selbst was vormachen, das ist richtig. Auch kann es verdammt schwer sein, die psychologische Umkehr zu enttarnen. Selbst nach ca. 2 Jahren Selbsttest passiert es mir hin und wieder, daß ich mich selbst an der Nase herumführe. Früher oder später bekomme ich es aber immer heraus.

Aber: wer nie damit anfängt, es zu üben, wird es nie erlernen. Mit jedem Test gewinnt man ein Stück Übung und Erfahrung. Und die Fehlerquellen werden immer weniger.

Sehr wichtig ist es, den gesunden Menschenvertand einzuschalten und die Ergebnisse immer wieder zu hinterfragen. Wenn es um sehr wichtige oder gar gefährliche Dinge geht, dann nicht nur dem eigenen Test vertrauen. Versuchen, das Ergebnis z.B. mit Laborwerten oder dem Besuch beim Experten zu überprüfen.

Interessant ist hier besonders die Psychokinesiologie bei sich selbst, da man hier keinen richtigen, dauerhaften Schaden verursachen kann. Entweder habe ich die Ereignisse richtig herausgefunden, kann sie entkoppeln und es geht mir hinterher besser oder ich wurde an der Nase herumgeführt und muß das Thema erneut angehen. Verbauen kann ich mir da nichts!

Manche psychologische Umkehr ist so gut getarnt, daß man sie selbst mit den üblichen Testfragen nicht enttarnen kann. Interessant ist es dann, wichtige Dinge immer wieder mal zu testen. Es gibt keine psychologische Umkehr, die rund um die Uhr aktiv ist! Interessant ist da auch die Überrumpelungstechnik: In dem Moment, wo mir die Testfrage wieder einfällt, sofort testen. Die Sabotagemechanismen haben dann keine Zeit, sich aufzubauen. Der Abwehrmechanismus der psychologischen Umkehr wird immer erst bei einer Resonanzsituation aktiv, ist also nicht 24 Stunden präsent. Mit der Überrumpelungstaktik nutze ich daher die kurze Zeitspanne, bis er sich wieder aufgebaut hat.

Und das ist mein Vorteil als Eigentester. Ich kenne mittlerweile die Schliche und Winkelzüge dieser Sabotage ganz genau und kann jederzeit immer wieder nachfragen. Wenn ich beim Therapeuten bin, gibt es nur ein begrenztes Zeitfenster, in dem der Therapeut mich nicht nur testen, sondern auch erkennen muß, ob das Ergebnis vertrauenswürdig ist oder nicht. Bei der Vielzahl der möglichen Störeinflüsse bezweifle ich, daß es ihm immer gelingen kann. Dann wird der Patient mit einem Ergebnis nach Hause geschickt und hat nun nur die Wahl, es zu glauben oder nicht. Im Internet findet man einiges an negativen Erlebnissen beim Kinesiologen mit zum Teil drastisch falschen Ergebnissen. Dies hat diese hervorragende Methode leider sehr belastet. Dazu kommt, daß viele Kinesiologen munter darauf los testen, ohne auch nur einen einzigen Vortest durchzuführen (selbst erlebt). Auch bedeutet der Status Heilpraktiker nur, daß sie nachgewiesen haben, daß sie auf schulmedizinischem Gebiet keine Gefahr darstellen (Prüfung in medizinischem Grundwissen). Ich kann hinterher sofort eine Praxis aufmachen und kinesiologisch lostesten, ohne davon Ahnung zu haben.
Solche schwarzen Schafe sind sehr schade für diejenigen Kinesiologen, die viel Zeit und Geld investiert haben, um eine solide Ausbildung in Kinesiologie zu erhalten und sich dann viel Mühe mit den Patienten geben.

Mit dem kinesiologischen Eigentest mache ich mich unabhängig. Ich kann jederzeit testen, wenn ich am besten testfähig bin und nicht, wenn mal gerade ein Termin frei ist und ich mich dann aber vielleicht zum Ko... fühle. Ich kann Ergebnisse immer wieder hinterfragen, wenn es wichtig ist. Kann jederzeit testen wann ich es will. Kann jederzeit die gerade benötigten Medikamentenmengen austesten. Kann mir in Notsituationen selbst helfen....

Und es ist eine Kostenfrage! 10 Mal zum Kinesiologen ist für viele schon unerschwinglich. Aber 50 Sitzungen Psychokinesiologie? Wer soll das bezahlen?

Um es aber noch einmal ganz klar und deutlich zu sagen: die erste Wahl ist und bleibt ein guter, richtig ausgebildeter Therapeut. Auch ich war schon dort und bin wieder zu einem Fachmann gegangen, als ich mit der Psychokinesiologie bei einem Konflikt nicht weiterkam. Niemand kann und will den Fachmann ersetzen! Der Eigentest ist eine phantastische Ergänzung!
Liebe Grüße

Günter
 
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Beitritt
05.10.05
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Also bei mir treffen die Daumen immer... Wo soll man denn die Teststoffe hinstellen? Ich hab sie einfach in den Hosenbund geklemmt. Das testet bei mir aber immer alles genau so, auch ganz unverträgliche Dinge. Ich glaube die Methode hilft mir leider nicht weiter. Es wäre schon sehr schön zu Hause ab und zu mal was testen zu können.

Anne
 
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07.05.04
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Hallo Anne,

treffen sich denn die Daumen immer an der gleichen Stelle oder gibt es Längendifferenzen? Schon mal mit Sandmanschetten oder anderen geeigneten Gewichten (möglichst kein Metall) versucht? Erst mal mit einfachen Dingen probieren: "Bitte mal ein JA" und "Bitte mal ein NEIN", "Darf ich testen?" und "Soll ich es lieber sein lassen?", "Ich will gesund werden" und "Ich will krank bleiben". Bei solchen Sätzen sollte es Unterschiede geben.
Bei mir ging es auch nicht auf Anhieb. Ich hatte ein paar Tage herumprobiert, bis ich auf den Trick mit den Sandmanschetten kam. Und dann dauerte es ein paar Tage, bis ich merkte, daß es nun auch ohne Gewichte geht.

Es gibt Bereiche des Körpers, die sind für den kinesiologischen Test empfindlicher (z.B. Solarplexus oder hinter dem Ohr), als andere. Und eine Tablette auf nackter Haut (auf dem Bauch oder in der Hand) schließt einige Störmöglichkeiten aus. In der Regel reicht es aber, die Substanz in das Nahfeld des Körpers zu bringen. Glas, Papier, Pappe, Baumwoll-Stoff stellen in der Regel kein Hindernis dar (es sei denn, man hat ein Problem mit einem dieser Stoffe). Metall und Plastik sind als Probenverpackung aber unbedingt zu vermeiden. Proben, die man immer wieder benötigt steckt man in der Regel in Glasröhrchen, damit sie nicht verunreinigt werden oder Wasser anziehen. Der kleine Plastikstöpsel stört dabei nicht.
Wenn die Kommunikation einmal hergestellt ist, kann man ja auch mal fragen, ob der Ort, wo sich die Probe befindet, OK ist.

Beim Test kommt es auch auf die Erwartungshaltung an: soll Dir die Längendifferenz z.B. eine Unverträglichkeit oder ein für Dich geeignetes Mittel signalisieren?
Günstig ist es, eine geeignete Frage zu stellen (laut oder in Gedanken): "Ist dieses Mittel gut für mich?", "Benötige ich dieses Mittel?" und dabei zu erwarten, daß Dir "JA" oder "NEIN" signalisiert werden. Aber ganz neutral bleiben, weder ein "JA" noch ein "NEIN" erwarten!!! Nach dem Test wird darüber nachgedacht und interpretiert!
"JA" ist normalerweise die Längendifferenz. Ob das bei Dir auch so ist, findest Du mit dem schon oben genannten Test heraus: "Bitte mal ein JA" und "Bitte mal ein NEIN".

Wichtig: Nicht schon nach dem ersten Versuch die Flinte in das Korn werfen. Ich bin überzeugt, daß es mindestens 99% der Leute lernen können. Aber 80%versuchen es erst gar nicht. Und 15% versuchen es einmal und geben sofort auf, wenn es nicht auf Anhieb klappt.
Liebe Grüße
 
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Beitritt
05.10.05
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Eine Längendifferenz kann ein "Ja" sein oder Stress anzeigen (je nach Test), gleiche Länge bedeutet "Nein", kein Stress oder auch "Keine Antwort" (Unterbewusstsein verweigert im Moment die weitere Zusammenarbeit) - je nach Test. Genau so sorgfältig, wie man die Interpretation der Ergebnisse vornimmt, sollte man auch seine Fragen stellen. "Soll ich...", "Kann ich...", "Darf ich...",

Ich hab den Versuch noch nicht ganz aufgegeben ;)

Nur , die erste Frage sollte sein (siehe Vorseite) darf ich testen? bei gleichlangen Fingern müsste es nein bedeuten. Wenn ich aber fragen würde : "soll ich nicht testen"? Sollten sie ungleich sein?

"Bitte mal ein JA" und "Bitte mal ein NEIN".
"nein" gibts bei mir nicht ;)

Komisch, auch beschwert bekomme ich keine unterschiedlich langen Finger:confused: Ist irgndwie alles andere als einfach.

Anne
 
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