Antidepressiva versus Aminosäurenbehandlung

Kate

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Hier werden Wirkung und Nebenwirkungen von zwei verschiedenen Substanzen-Klassen zur Depressions-Behandlung verglichen:
  1. konventionelle Antidepressiva vom Typ des "Wiederaufnahme-Hemmers"
  2. höher dosierte Aminosäuren, die Vorstufen der jeweiligen Neurotransmitter sind
Beide haben zum Ziel, den Spiegel des verfügbaren Serotonins (und/oder anderer Neurotransmitter) zu erhöhen, denn Serotoninmangel ist eine weit verbreitete Ursache von Depressionen.

Interessant auch, dass die physiologische Form der Behandlung (2) bis in die 80er Jahre erfolgreich eingesetzt und erst dann durch die neuen Antidepressiva verdrängt wurde. Hauptsächlich wurde 5-HTP schon damals für die Wiederherstellung eines normalen Serotoninspiegels verwendet. Ich bin echt erstaunt... das habe ich nicht gewusst :eek:)

Antidepressiva

Als Folge übermäßiger Stressbelastung kommt es bei der primären Depression zur Daueraktivierung des Hypothalamus mit gesteigerter CRH Sekretion und permanentem Hypercortisolismus. (...)
Moderne Antidepressiva sind allerdings nicht gegen die CRHCortisol-Achse gerichtet sondern wirken vorrangig auf die Neurotransmitterregulation ein. Die meisten sind sog. Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI = Spezifische Serotonin Reuptake-Inhibitoren), die die Verfügbarkeit des eminent wichtigen Neurotransmitters Serotonin verbessern. Serotoninmangel ist eine weit verbreitete Ursache von Depressionen, oft allerdings verstärkt durch Noradrenalinund/ oder Dopaminmangel. Die neuesten Antidepressiva sind kombinierte Serotonin-Noradrenalin-Reuptake-Hemmer (SNRI's), daneben gibt es auch reine Noradrenalin-Reuptake- Hemmer (NRI's) oder Dopamin-Reuptake-Inhibitoren (DRI's).

(...) Die längere Präsenz des Neurotransmitters im synaptischen Spalt mit gesteigerter Diffusion und erhöhtem NT-Abbau sowie die Unterdrückung des Reuptake-Spareffektes haben allerdings zur Folge, dass der NT-Verbrauch ansteigt und ein schon bestehender Mangel tendenziell verstärkt wird. Da jedoch Antidepressiva vom Reuptake-Inhibitor-Typ die NT-Syntheserate steigern können und auch die postsynaptische Rezeptordichte erhöhen, kommt es unter Therapie in der Regel zunächst nicht zum weiteren Absinken der Signalübermittlung. Anfangs kann in der Tat eine erhöhte NT-Ausscheidung im Urin gemessen werden, bei längerer Therapiedauer sinkt die Ausscheidung durch Abnahme der verfügbaren NT-Menge jedoch kontinuierlich ab. (...)

Pathophysiologie der Depression

(...)

Neurotransmitterfunktion

(...)

Antidepressiva-Nebenwirkungen

Auf der anderen Seite haben Antidepressiva vom Reuptake-Inhibitor-Typ ein unerfreulich hohes Potential zum Teil gravierender Nebenwirkungen und sind bei mindestens 30% der Depressionen überhaupt nicht wirksam. Sie steigern das Selbstmordrisiko im Mittel auf das 2,5fache. Sie erhöhen das Risiko von Herz-Kreislauf-Komplikationen um bis zu 50%, können zu massiver Gewichtszunahme führen, erzeugen Mundtrockenheit und gelegentlich sogar Ängste, Übelkeit, Nervosität, Tremor, Verwirrtheit, Kopfschmerzen. Eine weitere, gefürchtete Komplikation der SSRI-Behandlung ist das Serotonin-Syndrom, das vor allem bei Mehrfachverwendung von SSRI/RI's vorkommt und erhebliche gesundheitliche Konsequenzen haben kann. Schließlich wird ein nicht unerheblicher Teil der Antidepressiva-Wirkung auf Placeboeffekte zurückgeführt Bei leichten Formen liegt dieser Effekt bei 50%, bei schweren Fällen sinkt er bis auf 20% ab.

Aminosäuretherapie

Die Antidepressiva vom RI-Typ sind demnach ohne Zweifel wertvoll und vielfach wirksam, wegen häufiger fehlender Wirksamkeit und wegen ihres breiten Nebenwirkungsspektrums, der zum Teil gravierenden Komplikationen (Suizidalität, Herz-Kreislauf-Komlikationen, Serotoninsyndrom, Gewichtszunahme) und wegen des fraglichen Langzeiteffektes allerdings nicht immer erste Wahl.

Während die Antidepressiva vom Reuptaketyp das Problem des Neurotranmittermangels praktisch vom Ende her angehen, indem sie die Wirksamkeit der noch vorhandenen, verminderten Neurotransmittermenge durch Verlängerung der Präsenzzeit im synaptischen Spalt (Hemmung des Reuptake) verstärken, bietet sich eine hervorragende, natürliche Alternative in der Restitution der Neurotransmitter (NT) durch höher dosierte Gabe der jeweiligen Aminosäuren als NT-Vorstufen.

Diese physiologische Form der Behandlung wurde bis in die 80er Jahre erfolgreich - vor allem 5-HTP für die Serotoninrestitution - eingesetzt, bis sie durch die neuen Antidepressiva vorübergehend verdrängt wurde. Die hohe Fehlquote von 30 - 40 % und das breite, zum Teil erhebliche Nebenwirkungsspektrum der modernen Antidepressiva haben in den letzten Jahren jedoch die Suche nach Alternativen einerseits und effektiveren Psychopharmaka andererseits wieder belebt.

Die Aminosäurevorstufen der Neurotransmitter, zusammen mit den Kofaktoren der für die Umwandlung in Neurotransmitter erforderlichen Enzyme, stellen den physiologischen, natürlichen Weg der NT-Restitution dar. Ihr Nebenwirkungspotential ist nach allen vorliegenden klinischen Studien und vieltausendfachen Praxiserfahrungen äußerst gering. Bis heute ist es zu keinem Fall von sog. ‚Serotonin- Syndrom' gekommen, das offensichtlich nur bei Mehrfachverwendung von SSRI/RI's vor-kommen kann. Es kann zu Substitutionsbeginn vereinzelt zu Magen-Darm-Beschwerden, Nervosität und erhöhtem Schlafbedürfnis kommen. Die praktischen Erfolge sind auch bei Versagen der Antidepressivatherapie hoch.

Ziel der Aminosäuretherapie ist die Erhöhung der zentralen Konzentration einzelner Neurotransmitter, an erster Stelle von Serotonin, und die Wiederherstellung der Balance aller wichtigen Neurotransmitter, (...) Ein einheitliches Substitutionsschema kann nicht verfolgt werden. (...) Daher reicht es auch bei der Aminosäurebehandlung nicht aus, allein die Serotoninvorstufe 5-HTP zu verwenden. Sie muss mit meist Tyrosin (Acetyltyrosin, Mucuna) für die Katecholaminrestitution, ev. auch mit Glutamin für die Verstärkung der GABA-Wirkung kombiniert werden.

Serotonin wird vorzugsweise über die unmittelbare Aminosäure-Vorstufe 5-Hydroxytryptophan (5-HTP) substituiert. 5-HTP ist wesentlich effektiver als seine Vorstufe, die Aminosäure L-Tryptophan selbst, da es ungestört die Blut-Hirn-Schranke passiert (...) und ausschließlich zu Serotonin umgewandelt wird. (...) Für die Enzyme, die die Aminosäuren zu Neurotransmittern aufbauen, werden die Vitamine C, B6, B12 und Folat sowie Magnesium und Calcium eingesetzt. Vor allem Vitamin B6 ist an zahlreichen Enzymschritten der Neurotransmittersynthese beteiligt. Nicht selten kann allein die Gabe von Vitamin B6 und/oder Folat schon groß Wirkung erzielen. Die genetischen Variationen der an der NT-Synthese beteiligten Enzyme können im Einzelfall einen weit über das Normalmaß hinausgehenden Vitamin/Kofaktorbedarf bewirken. Schließlich können verschiedene Naturstoffe als sehr wirksame Modulatoren, d.h. Verstärker der Neurotransmitterwirkung bzw. dämpfende Faktoren für die Verbesserung der neuro-endokrinen Balance, verwendet werden. Bewährt haben sich vor allem Theanin aus Tee, EGCG (Epigallocatechin) aus Grüntee, die Heilpflanze Rhodiola sowie die Aminosäure Taurin.

Aus Link Nr. 4 der www.antox.de/content/files/Stress-Depression-Burnout.pdf (pdf-Datei), ANTOX (Hervorhebungen von mir),

der auch ansonsten hoch interessant ist.

Seid gegrüßt von
Kate
 
wundermittel
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Hallo Kate..

Das ganze heißt Orthomolekulare Medizin..!

Ich habe selber mehrere Aminosäuren genommen..5htp, L-Thyrosin, Taurin usw..mir ging es sehr gut..die haben mir gegen den nervigen Stimmungsschwankungen sehr geholfen...

Ärzte, die die Orthomolekulare Medizin kennen, behandeln ihre Patienten mit solchen Mitteln...aber alles nachdem sie richtig und gründlich untersucht worden sind..d.h es werden mehrere Teste gemacht.um festzustellen, welche Aminosäure, Hormon, Vitamin usw. usw einem fehlt...

Dieser Artz zum Beispiel: Klentze Institut für Anti-aging-Medizin

Ich habe ein Buch von ihm...ich habe ihn ein paar Male im TV gesehen..letztes mal zeigten, wie er einer Patientin eine Spritze gab..er injektierte ihr ein Cocktail aus Aminosäuren, Vitaminen Mineralien usw..und die Frau fühlte sich natürlich wohl...

Man kann wie gesagt mit körperidentischen Substanzen oder Substanzen, die der Körper mit der Nahrung bekommt..nicht nur gesund bleiben oder gesund alt werden..sondern auch Krankheiten behandeln..

Leider sind die Ärzte, die diese Art Medizin anwenden...Privatärzte..
Orthomolekulare Medizin - Wikipedia
www.dgom.de/cms/
FOM - Forum orthomolekulare Medizin
www.meine-gesundheit.de/235.0.html
 
regulat-pro-immune
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Ja, das ganze betrifft auch die Molekulare Medizin.
Worüber ich mir nicht im klaren bin ist, ob Anti-Aging-Medizin nicht darüber hinaus geht, u.a. deshalb , weil da ja oft mit Hormonen gearbeitet wird?

Gruss,
Uta
 
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Hallo,

auch Ananas hilft bzw. natürliche Nahrungsergänzung mit Ananas.

Hier ein Auszug aus einem Schulreferat meines Sohnes:

Die Ananas
(auch genannt – die Königin der Früchte)

Die arzneilich wirksamen Inhaltsstoffe sind Vitamine, Mineralstoffe und Bromelaine (Enzyme) und viele andere Pflanzenstoffe. Diese Stoffe regen die Eiweißverdauung an, steuern Stoffwechselprozesse, wirken blutverdünnend, blutdrucksenkend, entzündungshemmend, dienen als Schutz vor Freien Radikalen. Bromelaine sind nur in der frischen Frucht aktiv. Bromelaine lassen sich nach der Ernte der Früchte aus den Abfällen des Ananas-Anbaus gewinnen, indem man das Pflanzenmaterial mit Wasser extrahiert und die Enzyme anschließend mit Methanol oder Aceton ausfällt.

In Lateinamerika wird die Ananas seit alters her bei Erkältungskrankheiten, Wechseljahrsbeschwerden, Darmparasiten, Fieber, Asthma, Krampfadern, Verstopfung, Wunden, Warzen, Blähungen sowie bös- und gutartigen Geschwülsten als Heilfrucht verwendet.

Bromelainhaltige Präparate werden in den USA in der Gerontologie zur Verzögerung von Abbauerscheinungen im Alter – „Anti-Aging“ - und auch in der Krebstherapie eingesetzt. Dr. Steven J. Taussig, weltweit anerkannter Bromelain-Experte, starb mit 86 Jahren an Altersschwäche. Er hatte 24 Jahre lang täglich Ananas gegessen und Bromelain genommen, und war bis zuletzt geistig rege und körperlich aktiv.

In der modernen Naturheilmedizin ist das breite Anwendungsspektrum der Ananas auch bei uns bekannt.

Ananas hilft nicht nur auf der körperlichen Ebene, sondern wirkt durch die Aminosäuren Tryptophan und Serotonin auch als Stimmungsaufheller bei Depressionen, Antriebsschwäche und Konzentrationsproblemen. Abends ist Ananas die ideale Einschlafhilfe, weil der Körper dann Serotonin in das Einschlafhormon Melatonin verwandelt. Die in der Ananas reichlich vorhandene gehirnaktive Aminosäure Trypothan, als Vorstufe für den Neurotransmitter Serotonin, Botenstoff für Intelligenz und gute Laune, macht uns ausgeglichen und entspannt. In den USA wird Tryptophan als Antidepressivum, in Deutschland hingegen als mildes Schlaf- und Beruhigungsmittel angeboten. Auch Serotonin selbst ist in der Ananas vorhanden. Bei einem Mangel an Serotonin wird der Mensch leicht reizbar und aggressiv gegen sich und andere. Während depressiver Gemütszustände ist der Serotoninspiegel stark herabgesetzt. Serotonin bremst auch Essgier und Heißhungerattacken, dämpft Ängste und nervöse Erregungszustände und beruhigt.

Viele Grüße
Erika
 

Kate

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Antidepressiva-Forum Deutschland

Antidepressiva-Forum Deutschland

Hier ein Link zu einem Forum mit einem sehr interessanten - und erschreckenden - Thema. Ich selbst habe auch keinerlei gute Erfahrungen mit Antidepressiva: Keine antidepressive Wirkung, dafür Nebenwirkungen (die nebenbei die Stimmung verschlechterten) und vermutlich Schäden (Augen,...?). Mein Gesamtbefinden hat sich nachhaltig verschlechtert, nachdem mir jahrelang Stangyl als Schlafmittel(!) verabreicht wurde. Das untenstehende Zitat ist mir aus der Seele gesprochen. Auch nach meinem Eindruck werden diese Mittel sehr leichtfertig verordnet.

In dem Forum gibt es sowohl Hintergrundinformationen, als auch Tipps zum Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen, Erfahrungsberichte und Tipps zu Alternativen - hier u.a. 5-HTP, womit wir wieder beim Thema der Rubrik sind, denn dies ist der "Hauptbestandteil" der Neurostress-Behandlung mit natürlichen Mitteln.

Wir haben dieses Forum eingerichtet, um Menschen zu helfen, die unter Nebenwirkungen oder Absetzsymptomen durch moderne Antidepressiva leiden und diese absetzen wollen. Wir bestreiten nicht, dass moderne Antidepressiva auch einigen Menschen helfen können - aufgrund unserer eigenen Erfahrungen, der überwältigenden Anzahl von Menschen die ähnliche Probleme haben, und dem aktuellen Stand der Wissenschaft sind wir aber der Meinung, dass die heute gängige millionenfache Verschreibung von SSRI und anderen Antidepressiva nicht zu rechtfertigen ist.

Das ADFD ist zwar nicht prinzipiell gegen die Verabreichung von Medikamenten bei psychischen Problemen - Patienten sollten aber die Gelegenheit haben, eine informierte Entscheidung zu treffen.

Die bisherige Informationslandschaft im deutschsprachigen Raum ist diesbezüglich sehr einseitig und der Austausch über Probleme mit Antidepressiva wird in den meisten anderen Foren sanktioniert. Mehr dazu im Beitrag Über das Antidepressiva Forum Deutschland. Das ADFD ist ein notwendiges Gegengewicht zu der - unserer Ansicht nach - zu positiven Berichterstattung über moderne Antidepressiva.

ADFD :: Index

Grüße und schlaft schön :)
Kate
 

Kate

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Hallo Kate..

Den ersten Link kannte ich..ja..einige Beiträge machen einem Angst..aber ich denke, es ist wichtig dass Menschen erfahren, was Antidepressiva anrichten können..auch noch, wenn die Ursache der Beschwerden nicht gezielt und rechtzeitig behandelt wird..

Hier noch ein Bericht:
Autoimmune Schilddrüsenerkrankungen - Einzelnen Beitrag anzeigen - Wer hat erfahrung mit dem absetzen von AD????

Und das hier ist sehr interessant..es betrifft Wikipedia:
ADFD :: Thema anzeigen - Psychopharmaka: Firmen manipulieren Wikipedia-Einträge

Und der Link Dorgen-Forum ist auch sehr interessant..tja...so sieht man wie wichtig Serotonin u. a. für unser Wohlsein, Gedanken, Gefühle und Persönlichkeit ist.. man sollte es aber nicht übertreiben denke ich...

Hier habe ich meine Recherchen und Erfahrungen mit Aminosäuren veröffentlicht: 5htp soll eine Alternative zu Antidepressiva und Schlafmitte
 
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Ich kenne 5-HTP sehr wohl. Anfangs wirklich bessere Stimmung, guter Schlaf, usw.

Leider nur für ca. 2 - 3 Tage, dann war das auch schon vorbei.

Ein neuer Versuch in den letzten Tagen brachte kein positives Ergebnis.
Abends 300 mg Einnahme -> Nichts!

Morgens 100 mg -> Nichts!

Außer das es mir schlechter geht.

Ich denke an Hg, welches die Produktion im ZNS direkt blockiert, aber auch die Wirksamkeit der ADs stört. So gibt es in der Tat kein AD, welches mir hilft.

Gruß, Notoo.
 
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Hallo Notoo!

Und has du L-Tyrosin auch ausprobiert?..was du beschreibst passiert einigen Menschen..die sollen dann 5htp und LT nehmen..das habe ich auch gemacht..obwohl mir das 5htp schon geholfen hatte. Die Ärzte nehmen an, dass 5htp mit der Zeit nicht mehr so wirkt, weil die anderen Neurotransmitter nicht ergängzt werden..deswegen wird auch die Einnahme von L-Tyrosin zusätzlich empfohlen...Aus L-Tyrosin bildet der Körper u.a. Dopamin..aus 5htp wie gesagt wird Serotonin und Melatonin gebildet..
 

Kate

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Danke für diesen:

ADFD :: Thema anzeigen - Psychopharmaka: Firmen manipulieren Wikipedia-Einträge

wertvollen Hinweis, Reina. Dass unser Gesundheitssystem (wie alles andere) wesentlich von Wirtschaftsinteressen gesteuert ist, ahne ich schon länger. Speziell die Beeinflussung der Wikipedia war mir noch nicht so klar, obwohl mir die Artikel seit längerem teils voreingenommen erscheinen. Technisch ist es superleicht, von daher fällt es mir jetzt wie Schuppen von den Augen...

Es grüßt
Kate
 
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Hallo Notoo!

Und has du L-Tyrosin auch ausprobiert?..was du beschreibst passiert einigen Menschen..die sollen dann 5htp und LT nehmen..das habe ich auch gemacht..obwohl mir das 5htp schon geholfen hatte. Die Ärzte nehmen an, dass 5htp mit der Zeit nicht mehr so wirkt, weil die anderen Neurotransmitter nicht ergängzt werden..deswegen wird auch die Einnahme von L-Tyrosin zusätzlich empfohlen...Aus L-Tyrosin bildet der Körper u.a. Dopamin..aus 5htp wie gesagt wird Serotonin und Melatonin gebildet..


Hallo Reina,

habe ich ausprobiert!

Keine Reaktion, bis auf die stärker arbeitende Schilddrüse (Hyperthyreose-Symptome wie Hitze, Unruhe, Haarausfall, Nervosität).

Gruß,Notoo.
 
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@Notoo

Und wie sieht es mit deiner Schilddrüse aus?
Wurde deine SD gründlich und von einem Spezialisten untersucht? Wenn ja welche Werte wurden untersucht?

@Kate..ja unglaublich nicht wahr? die Pharmaindustrie verdient so wenig..sie müssen mehr verdienen..deswegen tun sie das..

Ob das Gesundeitsamt es weiß? Wer ist dafür eingentlich zuständingt?
Wer kontrolliert diese Firmen? Ob die Medis, die sie herstellen gut sind oder am Ende einem doch schaden können..und wer kontrolliert die Ärzte, die häufig und gegen viele Beschwerden Psychopharmaka verschreiben?

Meiner Mama wurde Remergil (Wirkstoff: Mirtazapin) gegen Schlafprobleme verschrieben..konnte sie sehr gut damit schlafen..jetzt kann sie es nicht absetzen, obwohl sie für Monate nur 1/4 Tablette genommen hat. Wenn sie jetzt weniger als 1/4 nimmt..hat sie Alpträume, Herzrasen usw... Ich habe es ihr aber vorletzes Jahr gesagt..sie soll etwas anders gegen ihre Schlafstörungen ausprobieren und kein Antidepressivum nehmen..ich habe ihr Melatonin empfohlen...nein wollte sie nicht..jetzt haben wir den Salat..Das Problem ist, dass sie nicht mehr die Jüngste ist (64)..und ich mache mir Sorgen um ihr Herz..

Ihr wurde das Remergil verschrieben, weil eine der Nebenwirkungen von Mirtazapin ist, dass man sehr gut schläft..
 

Kate

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Hallo zusammen,

ich fand einen weiteren Link zum Thema, der bestätigt, dass Aminosäuren bei Depressionen helfen können. In der Fachzeitschrift European Archives of Psychiatry and Clinical Neuroscience wurde ein entsprechendes Ergebnis eines vierjährigen Forschungsprojektes publiziert. Demnach kann ein Ungleichgewicht von Aminosäuren zur Drosselung der Eiweißsynthese und in Folge zu Müdigkeit, depressiver Stimmungslage, Konzentrationsschwierigkeiten und verminderter Immunabwehr führen. Ein Mangel an Aminosäuren kann durch Stress, Krankheiten oder Wachstums- und Alterungsprozesse entstehen. Univ.-Prof. Dr. Jürgen Spona, langjähriger Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für zelluläre Endokrinologie, Wien und der Leiter der Studie, die in Zusammenarbeit mit der Klinik für Psychiatrie der Medizinischen Universitätsklinik Graz und dem Unternehmen Vitalogic durchgeführt wurde:
Durch die Verabreichung von Eiweißbausteinen lassen sich schwere Depressionen selbst bei jenen Patienten verbessern, die schon mit Antidepressiva behandelt worden sind. Diese natürliche Behandlung erlaubt häufig nicht nur eine Dosisreduktion, sondern in vielen Fällen sogar ein Absetzen der Psychopharmaka, ...

Aus: openPR.de - Pressemitteilung - Die Qualimedic.com AG - Aminosäuren helfen gegen Depressionen

Grüße
Kate
 

togian

Huhu Kate
...dass 95% des menschlichen Serotonins sich im Magen und Darm befindet. Dort in der Schleimhaut.

Serotonin kontrolliert die Bewegung des Darmes.

Serotonin drückt den Stuhl zum Darmausgang.
Viele Antidepressiva blockieren Tranportmoleküle des Serotonins. Da diese "Transporter" auch im Darm sind, werden sie eventuell ebenfalls von den Antidepressiva blockiert. Dadurch könnte unter Umständen ein Reizdarm entstehen (wurde noch nicht untersucht).

Ebenfalls offen (da nicht untersucht) ist, ob die Wirkung der Antidepressiva überhaupt "bis ins Hirn" reicht (oder bereits im Darm "verpufft").

Quelle: https://www.strunz.com/de/news/serotonin-und-histologie.html

Also schlägt Strunz vor, bei trägem Darm L-Tryptophan zu probieren. Bzw. 5-HTP - wie im Thread schon diskutiert, wäre natürlich auch eine Option.

Da lt. Quelle auch die Wirkung im Hirn durch Antidpressiva NICHT belegt ist, stelle ich mir die Frage, ob etwaige Wirkung (auch) ev. auf den Darm zurückzuführen ist. (Also vorrangig die Darmrezeptoren bedient werden, dadurch ev. bessere Darmfunktion/Resorption von Nährstoffen (B's etc.)? Dadurch bessere Laune?

Vice Versa wäre L-Tryptophan sowie 5-HTP eventuell für Personen deren Darm öfter auf "Durchzug" schaltet unter Umständen die falsche Wahl (als Helferlein für besseren Schlaf) bzw. ein "möglicher Verdächtiger" wenn Darmprobleme persistieren :idee:.

lg togi
 
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Kate

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Hallo togi,

Könntest Du kurz die zentralen Punkte und den Bezug zum Thread-Thema darstellen? Ich bin damit irgendwie überfordert (kann z.B ernste und ironische Aussagen nicht unterscheiden..., vielleicht weil ich so'n Geradeaus-Typ bin). Das wäre nett und vielleicht auch für andere Leser hilfreich :)

Gruß
Kate

EDIT:
togi hat meine Bitte dankenswerter Weise bereits erfüllt und ich habe auf ihren Wunsch hin den ursprünglichen Beitrag (also den, auf den ich hier antworte) durch den neuen ersetzt. Meinen hier lasse ich dennoch stehen, da es schon Antworten gibt.
 
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Hallo Kate,

geht mir mit Strunz auch immer so (auch z.B. das PS versteh ich null, was er damit sagen will)

Viele Grüße
 
regulat-pro-immune

togian

Na schau...
Vice Versa wäre L-Tryptophan sowie 5-HTP eventuell für Personen deren Darm öfter auf "Durchzug" schaltet unter Umständen die falsche Wahl (als Helferlein für besseren Schlaf) bzw. ein "möglicher Verdächtiger" wenn Darmprobleme persistieren :idee:.
kaum gedacht, schon gibt es einen Strunz Artikel der das Gegenteil vermuten lässt: https://www.strunz.com/de/news/saemtliche-darmprobleme-verschwunden.html
Kleines Grüppchen versucht 6-7g Tryptophan vor dem Schlafen gehen und alle Darmprobs verschwinden nach rund 3 Wochen. Allerdings hat das Grüppchen ohnehin zuckerfrei/low carb gelebt, also die Frage wie es bei "normalo" anschlägt :idee:
(und gesunder Darm macht - hoffentlich - glücklich ;))

lg togi
 
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Kate

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Hallo zusammen
...geht mir mit Strunz auch immer so (auch z.B. das PS versteh ich null, was er damit sagen will)
Das beruhigt mich, damdam :cool::)

An togi erstmal ein Dankeschön für die Zusammenfassung, ich habe sie oben eingefügt.
Viele Antidepressiva blockieren Tranportmoleküle des Serotonins. Da diese "Transporter" auch im Darm sind, werden sie eventuell ebenfalls von den Antidepressiva blockiert. Dadurch könnte unter Umständen ein Reizdarm entstehen (wurde noch nicht untersucht).
(...)
Da lt. Quelle auch die Wirkung im Hirn durch Antidpressiva NICHT belegt ist, stelle ich mir die Frage, ob etwaige Wirkung (auch) ev. auf den Darm zurückzuführen ist. (Also vorrangig die Darmrezeptoren bedient werden, dadurch ev. bessere Darmfunktion/Resorption von Nährstoffen (B's etc.)? Dadurch bessere Laune?
Das finde ich widersprüchlich: Fördern Antidpressiva nun einen "Reizdarm" (was auch immer man darunter versteht, die Diagnose ist ja etwas ins Gerede gekommen bzw. war schon immer ein "Syndrom", d.h. symptombasiert definiert) oder verbessern sie die Darmfunktion (und in der Folge die Stimmung)?

Aber Dein nächster Beitrag stellt ja den Zusammenhang zum Darm wieder anders dar... scheint komplex zu sein. Ich bekomme übrigens von Tryptophan krasse Kopfschmerzen und Benommenheit (sehe dann sogar "entsprechend" aus, heißt: dicke Augen), das geht garnicht (hatte es mal gegen Schlafstörungen probiert). Bei mir besteht aber auch kein Verdacht auf Serotoninmangel

Gruß
Kate
 
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