Themenstarter
- Beitritt
- 17.04.26
- Beiträge
- 4
Hallo, ich versuche mich kurz zu fassen
.
Ich habe ehrlich gesagt schon so lange ich denken kann Probleme mit meinem Darm – und in den letzten Jahren ist es eher schlimmer als besser geworden. Ich habe immer wieder Durchfallschübe, teilweise richtig wässrig. Darmspiegelungen hatte ich auch schon einige, dabei wurde mal eine Darmschleimhautentzündung festgestellt, aber wirklich behandelt wurde das nie.
Letztes Jahr war ich dann bei einer Heilpraktikerin. Am Anfang hat mir das auch geholfen, aber irgendwann kamen die Symptome wieder zurück. Meine Hausärztin meint, ich hätte einfach einen Reizdarm und hat mir Präbiotika wie Kijimea oder OmniBiotic empfohlen. Ich möchte an dieser Stelle betonen, ich stelle ihre Diagnose nicht in Frage, sondern mein Gefühl sagte mir, da muss mehr dahinterstecken. Da ich aber nicht einfach irgendwas nehmen wollte, habe ich mich nochmal gezielt nach einem Heilpraktiker umgeschaut, der auf Magen-Darm spezialisiert ist.
Seit ich Anfang März den Termin bei der neuen Heilpraktikerin gemacht habe, hat sich alles irgendwie gedreht – statt Durchfall habe ich jetzt eher mit Verstopfung zu kämpfen. Auch nicht wirklich besser…
Meine jetzige Heilpraktikerin hat sich erstmal alle Befunde der letzten zwei Jahre angeschaut und dann eine Urin- und Stuhlprobe angeordnet. Den SIBO-Test, den ich vorher gemacht hatte und der angeblich unauffällig war, sieht sie übrigens ganz anders – ihrer Meinung nach deutet der stark auf eine Wasserstoff-SIBO hin. Um überhaupt erstmal anzusetzen, hat sie mich für eine Woche auf eine wasserstoffarme Diät gesetzt. Da ich auch unter Laktose- und Fructoseintoleranz leide, war das mit dem Obst ziemlich bescheiden. Ob sich die Symptome durch die Diät verbessert hatten, konnte ich nicht wirklich sagen.
Sie hat sich auch meine Zunge angeschaut und meinte vorsichtig, das könnte nach einem Darmpilz aussehen. Der Urintest ist inzwischen da und ich fliege fast aus dem roten Bereich raus. D-Arabinitol i. Urin 124,26 mg/g Kreatinin // Empfehlung/Richtwert < 67,40
Laut ihrer Erklärung produziert dieser Pilz organische Säuren, die über den Darm ins Blut gelangen und dann über den Urin ausgeschieden werden. Sie meinte auch, es gäbe ein Risiko für eine invasive Kandidose.
Außerdem hat sie mir erklärt, dass durch den Pilz und meine starken Blähungen die Klappe zwischen Dünn- und Dickdarm beeinflusst sein könnte, was wiederum das Bakterienwachstum (SIBO) begünstigt. Jetzt hat sie mir verschiedene Mittel empfohlen, unter anderem Oreganoöl, Schwarzkümmelöl und Arctic Biotic Akut. Die Ergebnisse der Stuhlprobe stehen noch aus. Ernährungstechnisch soll ich komplett auf Zucker, Weißmehl, Alkohol und Hefe verzichten.
Jetzt zu meinem eigentlichen Punkt: Ich war bei meiner Therapeutin und sie meinte, dass grundsätzlich jeder Mensch Bakterien und Pilze im Darm hat – was ja auch stimmt. Sie steht Heilpraktikern eher kritisch gegenüber und meinte, vieles sei nicht wissenschaftlich belegt und könne auch schnell teuer werden, ohne wirklich zu helfen.
Ich bin ursprünglich zur Heilpraktikerin gegangen, weil ich mich bei meiner Hausärztin nicht richtig ernst genommen gefühlt habe – vor allem, weil ich letztes Jahr wegen Burnout und Depression krankgeschrieben war und das Gefühl hatte, schnell in eine Schublade gesteckt zu werden.
Jetzt bin ich ehrlich gesagt etwas verunsichert. Ich kann selbst überhaupt nicht einschätzen, wie ernst das mit dem „Darmpilz“ wirklich ist und was davon sinnvoll ist. Gleichzeitig verlasse ich mich natürlich auf die Einschätzung meiner Heilpraktikerin, die laut eigener Aussage auch mit Ärzten zusammenarbeitet. Mein Bauchgefühl ist gut und sagt, ich bin bei ihr gut aufgehoben. Sie ist teuer, ja, die Medikamente sind auch teuer.
Das Gespräch heute lässt mich aber nicht ganz los und ich frage mich, ob ich doch nochmal den Weg über den Hausarzt bzw. einen Facharzt gehen sollte.
Wie sind eure Erfahrungen mit solchen Themen? Habt ihr Tipps oder wart vielleicht in einer ähnlichen Situation?
Unabhängig davon freue ich mich auch über den Erfahrungsaustausch rund um Candida.
Vielen lieben Dank schon mal!
Ich habe ehrlich gesagt schon so lange ich denken kann Probleme mit meinem Darm – und in den letzten Jahren ist es eher schlimmer als besser geworden. Ich habe immer wieder Durchfallschübe, teilweise richtig wässrig. Darmspiegelungen hatte ich auch schon einige, dabei wurde mal eine Darmschleimhautentzündung festgestellt, aber wirklich behandelt wurde das nie.
Letztes Jahr war ich dann bei einer Heilpraktikerin. Am Anfang hat mir das auch geholfen, aber irgendwann kamen die Symptome wieder zurück. Meine Hausärztin meint, ich hätte einfach einen Reizdarm und hat mir Präbiotika wie Kijimea oder OmniBiotic empfohlen. Ich möchte an dieser Stelle betonen, ich stelle ihre Diagnose nicht in Frage, sondern mein Gefühl sagte mir, da muss mehr dahinterstecken. Da ich aber nicht einfach irgendwas nehmen wollte, habe ich mich nochmal gezielt nach einem Heilpraktiker umgeschaut, der auf Magen-Darm spezialisiert ist.
Seit ich Anfang März den Termin bei der neuen Heilpraktikerin gemacht habe, hat sich alles irgendwie gedreht – statt Durchfall habe ich jetzt eher mit Verstopfung zu kämpfen. Auch nicht wirklich besser…
Meine jetzige Heilpraktikerin hat sich erstmal alle Befunde der letzten zwei Jahre angeschaut und dann eine Urin- und Stuhlprobe angeordnet. Den SIBO-Test, den ich vorher gemacht hatte und der angeblich unauffällig war, sieht sie übrigens ganz anders – ihrer Meinung nach deutet der stark auf eine Wasserstoff-SIBO hin. Um überhaupt erstmal anzusetzen, hat sie mich für eine Woche auf eine wasserstoffarme Diät gesetzt. Da ich auch unter Laktose- und Fructoseintoleranz leide, war das mit dem Obst ziemlich bescheiden. Ob sich die Symptome durch die Diät verbessert hatten, konnte ich nicht wirklich sagen.
Sie hat sich auch meine Zunge angeschaut und meinte vorsichtig, das könnte nach einem Darmpilz aussehen. Der Urintest ist inzwischen da und ich fliege fast aus dem roten Bereich raus. D-Arabinitol i. Urin 124,26 mg/g Kreatinin // Empfehlung/Richtwert < 67,40
Laut ihrer Erklärung produziert dieser Pilz organische Säuren, die über den Darm ins Blut gelangen und dann über den Urin ausgeschieden werden. Sie meinte auch, es gäbe ein Risiko für eine invasive Kandidose.
Außerdem hat sie mir erklärt, dass durch den Pilz und meine starken Blähungen die Klappe zwischen Dünn- und Dickdarm beeinflusst sein könnte, was wiederum das Bakterienwachstum (SIBO) begünstigt. Jetzt hat sie mir verschiedene Mittel empfohlen, unter anderem Oreganoöl, Schwarzkümmelöl und Arctic Biotic Akut. Die Ergebnisse der Stuhlprobe stehen noch aus. Ernährungstechnisch soll ich komplett auf Zucker, Weißmehl, Alkohol und Hefe verzichten.
Jetzt zu meinem eigentlichen Punkt: Ich war bei meiner Therapeutin und sie meinte, dass grundsätzlich jeder Mensch Bakterien und Pilze im Darm hat – was ja auch stimmt. Sie steht Heilpraktikern eher kritisch gegenüber und meinte, vieles sei nicht wissenschaftlich belegt und könne auch schnell teuer werden, ohne wirklich zu helfen.
Ich bin ursprünglich zur Heilpraktikerin gegangen, weil ich mich bei meiner Hausärztin nicht richtig ernst genommen gefühlt habe – vor allem, weil ich letztes Jahr wegen Burnout und Depression krankgeschrieben war und das Gefühl hatte, schnell in eine Schublade gesteckt zu werden.
Jetzt bin ich ehrlich gesagt etwas verunsichert. Ich kann selbst überhaupt nicht einschätzen, wie ernst das mit dem „Darmpilz“ wirklich ist und was davon sinnvoll ist. Gleichzeitig verlasse ich mich natürlich auf die Einschätzung meiner Heilpraktikerin, die laut eigener Aussage auch mit Ärzten zusammenarbeitet. Mein Bauchgefühl ist gut und sagt, ich bin bei ihr gut aufgehoben. Sie ist teuer, ja, die Medikamente sind auch teuer.
Das Gespräch heute lässt mich aber nicht ganz los und ich frage mich, ob ich doch nochmal den Weg über den Hausarzt bzw. einen Facharzt gehen sollte.
Wie sind eure Erfahrungen mit solchen Themen? Habt ihr Tipps oder wart vielleicht in einer ähnlichen Situation?
Unabhängig davon freue ich mich auch über den Erfahrungsaustausch rund um Candida.
Vielen lieben Dank schon mal!