Zusammenhang Blasenentzündungen und Säure-Basen-Haushalt

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... Zu beachten
Eine Übersäuerung des Körpers kann auf mehrere Ursachen zurück schließen. Zum einen spielt eine ungesunde Ernährung eine wichtige Rolle, zum anderen wird die Übersäuerung durch eine ungesunde Lebensweise beschleunigt. Zu den Lebens- Genussmitteln, die den Körper übersäuern zählen vor allem tierische Eiweiße wie Fleisch, Wurst, Fisch und Eier, Milch und allgemein viele Milchprodukte, Sojaprodukte, Teig- und Backwaren, Süßspeisen, kohlensäurehaltiges Mineralwasser, Cola und andere Softdrinks, Kaffee, Alkohol und Nikotin.
Aber auch exzessiver (übertriebener) Sport und psychisch belastende Faktoren wie Stress, Angst, Sorgen, Frust und negative Gedanken, tragen zur Übersäuerung des Körpers bei.
Um festzustellen, ob der Körper tatsächlich übersäuert ist, kann der pH-Wert des Urins mit Hilfe von pH-Teststreifen gemessen werden. Diese Teststreifen sind in der Apotheke erhältlich. Bei einem Menschen mit ausgeglichenem Säure-Basen-Haushalt ist der Urin in der Regel am Morgen leicht sauer (pH-Wert 6,5 bis 6,8), mittags nimmt er neutrale Werte an (pH-Wert 7) und abends sollte er leicht basisch sein (pH-Wert über 7). Ergeben sich an Hand der pH-Teststreifen abweichende Werte, so können verschiedene entsäuernde Maßnahmen der bestehenden Übersäuerung entgegen wirken. Eine optimale Entsäuerung wird erreicht, wenn die folgenden 4 Aspekte beachtet werden:
  1. Angesammelte Säuren sollten mit Hilfe eines Entsäuerungsprogrammes gelöst und aus dem Körper entfernt werden. Bereits nach ein bis drei Monaten sollten Effekte im Bezug auf die Vitalität und Gesundheit zu spüren sein. Das Entsäuerungsprogramm setzt sich z.B. aus einem basischen Kräutertee zur Lösung der Säuren, dem basischen Sango Meeres Korallenpulver zur Säureneutralisierung und zur Remineralisierung des körpereigenen Mineralstoffdepots sowie aus einem Basenbad für eine Entsäuerung über die Haut, zusammen.
  1. Eine dauerhafte Ernährungsumstellung ist wichtig um die Säureaufnahme zu minimieren. Dabei sollte die Ernährung auf hauptsächlich basische Lebensmittel umgestellt werden. Das Verhältnis zwischen basischen und säurebildenden Lebensmitteln sollte 80 : 20 betragen. Zu basenbildendem Obst zählen z. B. Pfirsiche, Pflaumen, Quitten, Erdbeeren, Feigen, Grapefruits, Heidelbeeren, Himbeeren, Mandarinen, Johannisbeeren, Zitronen, Weintrauben (weiß und rot), Kirschen (sauer und süß). Zu basenbildendem Gemüse und Pilze zählen z.B. Auberginen, Austernpilze, Blumenkohl, Maroni, Paprika, grüne Bohnen, Brokkoli, Champignon, Chicoree, Pfifferlinge, Radieschen, Egerlinge, Rettich (weiß und schwarz), frische Erbsen, rote Beete, Gurken, Steinpilze, Karotten, Kartoffeln (auch Süßkartoffeln), Kürbisarten, Lauch, Zwiebeln. Zu basenbildenden Kräutern und Salaten zählen z. B. Basilikum, Brennnessel, Majoran, Meerrettich, Muskatnuss, Nelken, Chinakohl, Dill, Petersilie, Pfeffer (weiß, rot, schwarz und grün), Eichblattsalat, Eisbergsalat, Endivien, Petersilie, Feldsalat, Ingwer, Salbei, Rucola, Rosmarin, Koriander, Kümmel, Schnittlauch, junger Spinat, Thymian, Vanille, Zimt und Zitronenmelisse. Zu den basenbildenden Nüssen gehören Mandeln, Mandelmus, Erdmandeln und Maroni. Als basisches Eiweiß können Lupinenmehl und Lupineneiweiß-Tabletten eingenommen werden.
  1. Die Supplementation mit basischen Mineralien ist ebenfalls empfohlen, um alle Säuren zu neutralisieren und die körpereigenen Mineralstoffdepots aufzufüllen.
  1. Außerdem ist es wichtig, die Körpertemperatur aufrecht zu erhalten, denn je höher die Temperatur des Blutes ist (nicht über 37 Grad), desto mehr Schlacken und Säuren können ausgeschieden werden. Die Körpertemperatur wird während dem Training verschiedener Sportarten erhöht, aber auch in der Sauna, bei Massagen und heißen basischen Bädern.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Übersäuerung des Körpers eine mögliche Ursache für häufig wiederkehrende Blasenentzündungen ist. Deshalb sollte die tägliche Ernährung hauptsächlich aus basischen Lebensmitteln bestehen, um einen langfristigen Erfolg ohne Blasenentzündungen zu erreichen. ...

Frage :
Eine Freundin hatte lange Jahre keine Blasenentzündung mehr.
Nun hat sie auf eine stark basenbetonte Ernährung umgestellt (wegen rheumatischen Schmerzen) und hat jetzt nach ca. einer Woche eine Blasenentzündung bekommen. Ihr Arzt hat ihr Fosfomycin verschrieben, das aber nur kurz und nicht anhaltend geholfen hat.
Ich habe den Verdacht, daß die basenbetonte Ernährung etwas mit der Blase zu tun hat. - Was meint Ihr und was kann sie tun?

Grüsse,
Oregano
 
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Deine Wegweiser:
Das denke ich kaum, dass eine vorwiegend basische Ernährung eine Blasenentzündung verursacht.
Weißt du wie sich deine Freundin basisch ernährt? Nimmt sie vielleicht irgendwelche Pulver oder Ähnliches zusätzlich ein, die angeblich basisch wirken sollen oder richtet sie sich nach Tabellen, die basenbildende Lebensmittel aufzeigen - oder macht sie es ganz einfach und isst viel Gesundes wie etwas Obst, viel Gemüse, viel Frisches... - was am besten wäre für die Blase und den Körper insgesamt und genug trinken täglich.

Wichtig ist, dass der Körper einen Ausgleich hat von Basen und Säuren.
Die Ernährung sollte zwar überwiegend basenbildend sein, wenn möglich, aber ausschließlich basisch ist nicht gut, bzw. kaum möglich.

Wichtig ist, dass die Ernährung gesund ist, dann schafft der Körper einen guten Ausgleich selbst.

Das ist ein übersichtlicher Artikel, der umfassend über dieses Thema informiert:

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ernaehrung/ernaehrungsformen/basenueberschuessige-ernaehrung/basische-ernaehrung▹
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Danke, Mara!

Meine Freundin ernährt sich gemischt, allerdings basenlastig, weil sie mit Gelenk/Muskel/Rheumaschmerzen geplagt ist. Eine Diagnose ist „rheumatoide Arthritis“ und sie nimmt entsprechende Medikamente: zur Zeit: ein Opioid, ein ganz niedrig dosiertes Cortison und noch etwas (weiß ich nicht mehr genau). Alles von einem Schmerztherapeuten verschrieben. Sie ist ziemlich betagt und leidet sehr ...

Grüsse,
Oregano
 
Das kann ich mir gut vorstellen, dass es sehr unangenehm ist ständig so arge Schmerzen zu haben. Ich habe auch eine rheumatische Erkrankung und öfter Gelenkschmerzen, doch ich nehme keine Medikamente, vor allem kein Immunsuppressivum, da das alles zwar zuerst hilft, aber auf Dauer kontraproduktiv ist, da es viele Neben-Leiden verursacht und letztendlich die eigentliche Rheumaerkrankung verschlimmert.

Manchmal nehme ich etwas Cortison, das hilft mir schnell und dann schleiche ich es wieder aus und bin wieder konsequenter bei meiner Ernährung und Bewegung, was sehr wichtig ist, auch wenn man sich nur locker, leicht, einfach bewegt, bisschen Gymnastik, radeln oder Pilates, alles gut durchbewegen und dehnen.

Das ist meine persönliche Erfahrung. Der Rheumatologe hätte mir schon viele Medikamente verschrieben, ich habe entschieden keine zu nehmen.
Jeder Mensch ist individuell.

Opioide wirken auf das zentrale Nervensystem, die könnten der Blase tatsächlich weniger gut tun. Es kann passieren, dass sich die Blase nicht komplett entleert dadurch bzw. verursachen diese auch Verstopfung. Der Harndrang könnte verzögert sein bzw. hemmen diese Opioide den Harndrang.

Außerdem machen sie süchtig / abhängig, beim Absetzen von Opioiden verschlimmern sich die Schmerzen sogar um einiges mehr.

Vielleicht gibt es die Möglichkeit, dass der Rheumatologe deiner Freundin ein anderes Medikament verschreiben könnte.

Was die Ernährung betrifft halte ich mich weitest gehend an die Vorschläge von "Zentrum der Gesundheit", dort gibt es einiges auch über Rheuma oder eben "gesunde Ernährung", da ist alles inbegriffen, zumindest für mich.

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ernaehrung/ernaehrungsformen/gesunde-ernaehrung/gesunde-ernaehrung▹

Mir bekommt eine vegane Ernährung besonders gut und schmeckt mir, ich koche oft vegan, das habe ich mir gut über die Jahre hinweg angeeignet. Eine Veganerin bin ich aber nicht, ich esse fast alles. Auch mal was Süßes oder trinke ein Glas Wein - auf das Maß kommt es an denke ich, es sollte vorwiegend gesund sein.

Was wichtig ist bei einer rheumatischen Erkrankung, kaum bzw. keine Milchprodukte, zumindest selten, keine Wurst, Biofleisch selten, Bioeier, Fisch ist erlaubt, ansonsten, Gemüse, Gemüse, Gemüse, Bewegung, Bewegung, Bewegung und auf eine innere Ausgeglichenheit achten, viel Freude, wenig Sorgen, die lohnen sich sowieso nie, da es oft anders kommt wie gedacht und beten und sich am Herrn erfreuen und eine gute Gemeinde, und viele Freunde zum Austausch, alles machen was Spaß macht usw.

Ich habe hier aus meiner Sicht geschrieben, vielleicht kannst du was finden, was für deine Freundin passt.

Alles Gute für sie wünsche ich,
viele Grüße
Mara
 
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