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Wichtigkeit der Atmung

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01.01.04
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Viele Menschen schreiben der Atmung ein riesiges Potential zur Entspannung des Körpers zu.
Ist dies wirklich so einfach? Welche Mechanismen wirken da genau?
Was müsste man sich generell zu Herzen nehmen, wenn Atmung wirklich so wichtig ist und wir wahrscheinlich alle unbewusst fahrlässig dabei umgehen ... weil wir es nicht besser wissen und weil wir es in den allermeisten Fällen wohl auch nicht bewusst steuern?

Gruss, Marcel
 
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10.01.04
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Wenn wir in Anspannung sind, atmen wir meistens ganz flach, was zur Folge hat, daß der Sauerstoff nicht mehr überall hinkommt. Wird die Anspannung zum Dauerzustand, ist auch die schlechte Sauerstoffversorgung, an der ja vieles hängt, zum Dauerzustand, was nicht gerade nützlich ist :( ...

"...Aufregung, Angst, Stress - schneller, flacher oder gar stockender Atem sind oft die Folge. Vor Schreck bleibt uns die Luft weg, sagen wir auch. In brenzligen Situationen kann falsches Atmen zu Hektik, Panik, bis hin zu Ohnmacht führen. Die gute Nachricht: Richtige Atmung ist ein Wundermittel gegen Stress, Verspannungen und kann sogar bei Kopfschmerz helfen.

Babys beherrschen die richtige Atmung von selbst. Gleichmäßig dehnt sich ihr gesamter Oberkörper. Sauerstoff strömt ungehindert in Bauchraum, Seiten und Brustkorb. Wer so atmet, versorgt seinen Körper mit mindestens einem halben Liter Sauerstoff. Doch mit der Zeit verlernen wir perfekte Atmung: je mehr Stress, desto flacher der Atem. Oft durchströmen kaum 200 Milliliter Sauerstoff pro Atemzug unseren Körper. Schnell geht uns die Puste aus. Wer dagegen richtig atmet, baut sogar Stress und Spannungen ab..."

https://www.lifeline.de/cda/page/center/0,2845,8-8206,00.html
"Wundermittel gegen Stress: tief durchatmen"

Es gibt die "Atemtherapie", bei der an verspannte Stellen "hingeatmet" wird (das muß man selbst erfahren): das ist unglaublich entspannend, und man kann dabei in eine Tiefenentspannung kommen, die wenigstens für mich tiefer ist als z.B. bei Meditation...

Uta
 
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06.01.04
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hallo

ich befasse mich auch seit längerem mit der atmung. früher hat mein vater uns das richtige atmen beibringen wollen. aber er hört denn schon auf den vater ? in der schwangerschaftsgymnastik habe ich dann zum ersten mal gelernt, richtig zu atmen. später habe ich einen kurs in autogenem training gemacht, wieder dasselbe. auch in der rückengymnastik wurde des öfteren die stunde mit atemübungen abgeschlossen.

jetzt bin ich so weit, dass ich mich eigentlich gar nicht mehr so stark anstrengen muss um richtig zu atmen. natürlich ertappe ich mich noch ab und zu dabei, dass ich zu oberflächlich atme. dann konzentriere ich mich wieder darauf. ganz schön langsam bis in den bauch hinein atmen. da ich immer abends, manchmal auch nachts wenn ich erwache autogenes training mache ist mir die atmung langsam in fleisch und blut übergegangen. ich mache z.b. 1 atemzug, wärend mein mann zur gleichen zeit 4 davon macht.

wenn ich mich aufrege muss ich ganz besonders aufpassen, dass die atmung tief bleibt, das ist doch ein zeichen dafür, dass bei aufregung und stress die atmung flacher und kürzer wird.

gruss vreni

gruss vreni
 
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25.03.04
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hi,

meine Erfahrung hat gezeigt, dass man bei Stress oder Angst am besten in den Bauch atmet.
Viel Menschen atmen zu flach.

LG
:)
 
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07.01.04
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Na wo findet dann der Gasaustausch statt? Nicht im Bauch in der Lunge. Bei Bauchatmung geht viel zu viel Sauerstoff verloren und braucht viel zu viel Energie. Beim Atmen sollte genauestens darauf geachtet werden, dass sich das Volumen des Brustkorbs verändert und nicht der des Bauches.

Versuch mal beide Atemtechniken und dann merkst Du den Unterschied sofort.
 
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10.01.04
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mhhm ;) . Ich sehe das so: wenn ich dabei bin, in den Bauch zu atmen, ist die Lunge automatisch beteiligt. Bevor ich mit der Atmung im Bauch bin, heben sich die Lungenflügel - also bekommen die auch mehr ab als bei total flacher Atmung.

Ich kenne das aus Seminaren, wo mit schwierigen seelischen Themen gearbeitet wird. Manchmal sind die Leute dann so gestresst, daß sie schier "hysterisch" reagieren mit Weinen, Schluchzen und sind überhaupt nicht mehr zu beruhigen. Dann heißt es immer: in den Bauch atmen, Hände auf den Bauch legen, um den Atem zu spüren. Und, ganz wichtig: Augen auf! Das beruhigt immer... ; zum Glück!
Gruß,
Uta
 
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27.03.04
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Hallo whitney,
also wenn Du morgen aufwachst und noch völlig entspannt bist, dann leg doch mal die Hände auf den Bauch und schau Dir mit den Händen beim Atmen zu.
Du kannst auch einen Säugling beobachten beim atmen, der macht das noch völlig richtig, nämlich mit dem Bauch.
Grüsse
grufti
 
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06.01.04
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hallo whitney

da hast du mich vermutlich nicht ganz richtig verstanden. ich atme nicht nur in den bauch. natürlich ist beim atmen auch die lunge beteiligt. ich atme ja in die lunge ein und dann in den bauch. aus diesem grund sind ja auch die atemzüge bei mir so lang.

ich glaube daran, dass dies die richtige atmung ist.

gruss vreni
 
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27.01.04
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Hallo ihr!

hier ist noch ein Link zur Atemtherapie:
https://www.heilpraktikerverband.de...ra&PHPSESSID=ed759210230089846a9a55e21988060b

ich denke, für gestresste ist es - falls möglich - hilfreich, die atmung zu überprüfen und zu versuchen, ganz bewusst in den bauch zu atmen. vielleicht noch die hand dazu auf den bauch legen und zwischen ein- und ausatmen zeit vergehen zu lassen. tiefe atemzüge und evtl. die augen kurz schließen und ganz auf den atem konzentrieren. kann man gut zwischendurch machen.
 
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28.04.04
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bauchatmung bedeutet nicht, dass auch tatsächlich "in den bauch" eingeatmet wird, sondern der bauchraum dehnt sich aus während sich das diaphragma (zwerchfell) durch die in den unteren teil der lungen einströmende luft anhebt.

sänger und blasinstrumentisten als auch sportler lernen die sog. "bauchatmung", da die lungen der form nach wie flaschen aufgebaut sind, d.h. der untere bereich ist größer und verengt sich nach oben hin zunehmend. das ist ein grund dafür, warum es vorteilhaft ist die luft in den unteren bereich vordringen zu lassen - hier ist mehr volumen vorhanden und somit kann mehr luft aufgenommen werden als bei bloßer brustatmung.

ein weiterer vorteil ist, dass durch das anheben des zwerchfells als auch das ausdehnen und zusammenziehen der bauchdecke, die verdauungsorgane massiert werden. das wirkt stimulierend auf den stoffwechsel, durchblutungsfördernd und in gewissem maße auch entgiftend.

außerdem befindet sich im bauchbereich ein weit ausgedehntes nervengeflecht, das unmittelbar mit dem parasympatikus in verbindung steht. durch die atembewegung wird auf dieses autonome nervensystem einfluss genommen und eine beruhigende, entspannende wirkung erzielt.

wichtig ist es NATÜRLICH zu atmen. puristen der bauchatmung versuchen oft die luft nur und auch wirklich nur in denbauchbereich zu zwingen. das ist nicht natürlich. im gegenzug dazu ist eine reine brustatmung nicht förderlich, weil hier nur unzureichend lungenvolumen ausgeschöpft wird, stressreaktionen im körper aktiviert werden und zu viel engergie verbraucht wird, weil der körper jedesmal den rippenkorb kraftvoll auseinanderziehen muss.

eine gute und richtige atmung geschieht immer dann wenn sie tief und entspannt abläuft.

euer
wikinger
 
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23.04.06
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Ich möchte dieses Thema noch einmal aufgreifen und hier die Vollatmung vorstellen. Ich hatte vor vielen Jahren einmal einen guten Erfolg damit erziehlt bei einer Refluxerkrankung. Ich hatte Magenspiegelungen machen lassen, Tabletten verschrieben bekommen, die nichts halfen usw.
Durch Zufall entdeckte ich ein Buch über Yoga und habe die Vollatmung geübt. Das hat mir damals Spaß gemacht und der Reflux verschwand innerhalb von zwei Wochen. Ich habe auch sehr gut geschlafen.:)
Ich denke mir, ich hatte Glück und für mich genau das richtige entdeckt. Das muss jetzt nicht bei anderen zwangsläufig genau so sein. Denn für den Reflux gibt es viele Ursachen.

Die Vollatmung hat einige gesundheitliche Vorteile unter anderem:

Atmung und natrliche Vollatmung | Besserer Schlaf | Gegen Panikattacken | Bluthochdruck und Asthma

Hier wird die Atmung noch einmal genau erklärt. Man muss sie Schritt für Schritt üben.

Atmung

Grüsse von Juliette
 
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09.01.09
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Hallo,

ich habe gestern abend zum ersten Mal an einer Meditation/Atemtherapie teilgenommen. Dort wurder u.a. auch Holotropes Atmen gemacht. Und ich muss sagen, ich hab mich anschliessend sehr stark befreit gefühlt. So als wenn alle "Wehwechen" ausgeatmet wurden. Während des kontrollierten Hyperventilieren war es anfangs eher unangenehm, aber den Effekt konnte man ja gerade durch das Atmen kontrollieren. So konnte ich durch langsameres Atemen wieder in den Normalzustand kommen. Ich wiederholte das dann 4 mal, um mir bewusst zu machen, es passiert nix, es ist alles "normal". Somit verlor ich die Angst und bekam Neugier. Werde jetzt regelmäßig Mittwochs dort hingehen. Wer aus dem Raum FFM kommt, kann ich nur empfehlen, mal auszuprobieren: knutkrecker.de Er ist sehr nett und erfahren. (will hier keine Schleichwerbung machen, aber ich war echt fasziniert davon)
 

Malve

Hallo sOdah,

richtet sich die Atemtherapie nach dem Holotropen Atmen, das Dr. Stanislav Grof und seine Frau entwickelt haben?

Holotropes Atmen nach Grof

Liebe Grüsse,
Malve
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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09.01.09
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Ja genau nach Grof.
Als das Atmen vom Therapeuten vorgemacht wurde, hatte ich richtig Angst bekommen und traute mich erst garnicht nur Ansatzweise so zu atmen. Aber alle anderen Teilnehmer hatten es ja auch gemacht und ich probierte es vorsichtig. Bin somit um eine Erfahrung reicher geworden. :)
 
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23.04.06
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Klingt interessant SOdah,:)

Ich hab das noch nicht ausprobiert, aber schon davon gehört.

Ein Bekannter von mir hat einmal erzählt, das man dabei den Körper verlassen könne und das der Körper dann unkontrollierte Sachen machen soll, in der Art das man um sich schlagen soll und das man dadurch einen anderen Bewusstseinszustand erreichen soll. Ich muss sagen dieser Bericht hat mich dann davon abgehalten weiter in dieser Richtung zu forschen.

Dein Bericht klingt da schon wesentlich humaner und ermutigender sich das ganze einmal näher anzuschauen.

Grüsse von Juliette
 
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