Wäre ich selbst betroffen würde ich tatsächlich messen lassen:
Blutbild: Tryptase, Diaminoxidase, Histamin (Kontrolle), Histaminabbaukapazität
24 Stunden Sammelurin: N-Methyl-Histamin, Prostaglandin, Leukotriene
Wie hoch war die tägliche Vitamin D3 Dosis? Hier würde ich auch pausieren, dann reduzieren. Kontrollmessung.
Es wäre möglich, dass hier MCAS vorliegt (Läsionen als Folge), die Darmflora wird tatsächlich gestört sein, der pH Wert ist ja bereits aufgefallen.
MCAS und Leaky gut wären hier meine Vermutung. Beides wäre zu therapieren.
Es fällt zudem auf, dass die Erythrozyten nicht ganz regelgerecht ausgebildet sind. Vitamin B Mangel wurde ja bereits festgestellt. B Komplex, zusätzlich B1.
Ich würde jedoch auch den Ferritinwert anheben wollen. In der Schweiz gilt die 50 als Grenze zum Mangelgraubereich, als Obergrenze gilt 175 für Frauen bis 50.
Ich würde mittels Lactoferrin (bei Histamindysbalance angezeigt) den Wert auf über 100 anheben und halten. Falls die Regelblutung stärker ausfällt (was bei MCAS und Histamindysbalance zu erwarten wäre), würde ich einen Wert von 150 anstreben.
Q10 Dosis erhöhen lt. Blutbild. DAO würden ich vorerst täglich einnehmen, bis der Darm in Ordnung ist.
Oxidativer Stress und Eosinopenie könnten mit MCAS/Histamin in Verbindung stehen.
Man würde hier mehrere Antioxidantien einsetzen, welche auch den Histaminabbau günstig beeinflussen: Vitamin C (hochdosiert), Quercetin, Zink, Kupfer, Vitamin A (den Wert würde ich auch an die obere Grenze bringen wollen), Selen, Mangan...
Brennnessel und Mädesüß können hilfreich sein zur Histaminregulation.
PEA, etwa 1.200mg täglich, der erwartete Effekt setzt nach ca. 3 Monaten ein.
Glutamin 10g täglich über den Tag verteilt für 8-10 Wochen, um die Darmbarriere zu stärken. Mikroorganismen, um die Flora günstig zu beeinflussen. Enzyme gegen die Fäulnisflora (Pankreatin, Bromelain, Papain, auch Natto), wie schon implementiert. Oreganoölkapseln und Olivenblattextrakt würden sowohl Fäulnisflora als auch Histamin senken.
Es braucht Geduld. Die Umstellung der Darmmikrobiota von entzündlich auf nicht entzündlich braucht seine Zeit.
Nachtrag: Falls noch nicht geschehen, sollte ein Gynäkologe noch einen Hormonstatus machen (3./4. Zyklustag). Sollte womöglich eine Östrogendominanz vorliegen, würde diese die Histamindysbalance befeuern. Mittlerweile kann mit naturidentischen Hormonen (wie Progesteron) sehr gewinnbringend über die Haut therapiert werden. Man sollte womöglich auch daran denken. Eine Frau mit 36 Jahren könnte die ersten Hormondysbalancen aufweisen.