Was ist eigentlich Freiheit?

ory

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In der letzten Zeit wird viel über Freiheit gesprochen/nachgedacht, aber was ist eigentlich Freiheit, gibt es eine gute Definition für das Wort bzw. gibt es eine absolute Freiheit, die für jeden Menschen auf der Welt gleich sein sollte oder schließen sich Freiheit und Sicherheit aus wie, nur wer sich sicher fühlt, kann sich auch frei verhalten?

Gruß,Ory
 
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schließen sich Freiheit und Sicherheit aus

nein, eigentlich nicht.

bestes beispiel ist das leben in deutschland. hier hat man beides. man kann seine meinung sagen ohne fürchten zu müssen im gefängnis zu landen oder sonstwie bestraft zu werden (ausgenommen natürlich grobe beleidigungen o.ä.).

man kann in deutschland heutzutage leben wie man will. früher wurden hier (in etlichen ländern immer noch) homosexuelle bestraft, heute können sie sogar heiraten und kinder adoptieren usw.
frauen können in "männerberufen" arbeiten, männer hebamme werden. usw. usw.

und sicherheit gibt es auch, weil hier niemand befürchten muß zu verhungern, weil man die polizei rufen kann, wenn ein einbrecher ins haus eindringen will usw. usw.

es könnte natürlich alles noch besser sein, aber in dieser welt ist nichts perfekt. wär vielleicht auch langweilig.


lg
sunny
 
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Für mich bedeutet Freiheit, mich vom Weltlichen weitestgehend zu befreien; je besser mir das gelingt, desto freier fühle ich mich, je weniger, desto mehr gefangener.
 
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Hallo.

Ich würde mich frei fühlen, wenn es niemanden gibt der mich körperlich schadet, mir etwas wegnimmt oder mich zu etwas zwingt. Im Moment gibt es da ein Gewaltmonopol, der mir mehr als die Hälfte meines Einkommens einfach wegnimmt und gearde daran arbeitet mich in Zukunft zu einer Impfung zu zwingen.

Ich bin nicht frei.

Jetzt kommen einige vielleicht auf den Gedanken aber der Staat sorgt im Gegenzug doch für meine Sicherhiet, meine Rente, meine Gesundheitsversorgung. Ich wäre noch unfreier, wenn ich diese Sicherheit nicht mehr hätte.

Diese Fragen wurden alle schon beantwortet. Es gibt Bücher zum Thema, die bis ins letzte Detail erklären, dass es ohne Staat und ohne Regierung besser funktionieren würde.

Wir können erst frei sein, wenn wir die Staaten und Gesetze abschaffen! Es reicht eine einzige Regel, für ein freidliches Zusammenleben. Ich darf niemandem körperlich schaden, ihm nichts wegnehmen und niemanden zu etwas zwingen.
 
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Das wäre dann Utopia, der streeck ... Denn für eine solche Freiheit bräuchten wir auch die Menschen, die diese einzige Regel durchgehend einhalten.

Ich finde, der zwölfjährige Julius (ebenso wie die anderen Schreiber vom Ludwigs-Gymnasium) hat seine Auffassung von "Freiheit" sehr gut beschrieben:
Meiner Meinung gibt es keine wirkliche Freiheit. Man kann sich frei fühlen, das ja, aber ist man dann wirklich frei?
Ich sehe das so: Man wird in allem: in seinen Entscheidungen, in seinem Tun, in seinem Denken von irgendetwas oder irgendwem beeinflusst. Als einfaches Beispiel: Ich begegne jemandem auf der Straße, den ich kenne. Dieser jemand grüßt mich. Laut dem Prinzip der Freiheit kann ich nun zurück grüßen oder nicht. Das kann ich jetzt zwar EIGENTLICH beides tun, doch weil ich von klein auf dazu erzogen wurde, in einer solchen Situation zurück zu grüßen, grüße ich zurück. So, in diesem Moment wurde ich von dem, der mich erzogen hat, indirekt beeinflusst. Als anderes Beispiel: Was wäre, wenn jeder die komplette Freiheit besäße?
Unsere gesamte Welt würde zusammenbrechen, das System, das unsere Welt strukturiert, stützt und hält, wäre nicht möglich, denn das System der Menschheit beruht auf einem ständigen GEBEN UND NEHMEN . Dann würde fast jeder nur nehmen, was dazu führen würde, dass nichts mehr getan oder weitergegeben wird (wie Nahrungsproduktion, jegliches Material, Wissen). Niemand würde mehr arbeiten oder irgendetwas, das ihm nicht gefällt, tun. Kurz: wir hätten NICHTS mehr.
Mein Fazit: Die komplette Freiheit gibt es nicht und FALLS es sie gäbe, wäre unsere Welt nicht so, wie sie jetzt ist.
Julius (12)

Allerdings kommt es meiner Meinung nach immer auf den Fokus an:
Ich kann die Vorteile eines Systems sehen und mich daran freuen. Ich kann auch die Nachteile sehen und mich darüber ärgern.
Vor allem denke ich, daß es wichtig ist, mit anderen Gesellschaftssystemen zu vergleichen und selbst daran zu arbeiten, daß sich das eigene Umfeld - z.B. Kinder - wohl fühlen können.

Grüsse,
Oregano
 
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Ich darf niemandem körperlich schaden, ihm nichts wegnehmen und niemanden zu etwas zwingen.

und was machst du dann in deinem traumland mit denen, die sich absolut nicht an diese regeln halten ?

die ohne "zwang" ihre neigungen voll ausleben und damit anderen (vor allem auch kindern) ganz massiv schaden ?

die dir dein auto, deinen pc usw. wegnehmen und dein konto abräumen, weil sie keine lust haben selbst zu arbeiten um sich das leisten zu können ?

die dich auf der straße überfallen und zusammenschlagen, weil sie gerade schlechte laune haben ?

oder die dich plattmachen, weil sie mit 100 durch die stadt rasen ?

andererseits mit denen, die nicht in der lage sind selbst dafür zu sorgen, daß sie bei krankheit und alter noch genug geld für miete, essen usw. haben ?

ohne staatlichen "zwang" gibt es weder krankengeld, noch rente, noch sozialhilfe, noch kostenlose behandlungen beim arzt und im krankenhaus (versuch mal als normalverdiener einen langen krankenhausaufenthalt mit op und anschließender reha selbst zu bezahlen, das geht nicht).

mit denen, die nicht genug verdienen um ihre kinder in privatschulen und private unis zu schicken (kostenlose staatliche gibt es dann ja nicht mehr, wenn keine "zwangssteuern" erhoben werden) ?

wie sorgst du dann selbst für diese und andere teure gelegenheiten vor ?

verdienst du so viel, daß du das alles allein bezahlen kannst ? (das können z.b. bei unfällen mal locker einige -zigtausend euro sein und bei anschließender arbeitsunfähigkeit jeden monat ein paar tausend und das ohne einkommen)

sollen die, die nicht so viel verdienen auf der strecke bleiben, obdachlos und hungrig sein, ihre kinder nicht zur schule schicken können usw. usw.

daß die privaten lebens- und rentenversicherungen nicht funktionieren, haben jetzt schon sehr viele erlebt, die kaum noch was rausbekommn haben als ihre versicherung, in die sie viele jahre eingezahlt haben fällig wurde.

in welchem land würdest du lieber leben als in deutschland ?

wo gibt es mehr freiheit trotz schutz vor kriminellen und trotz sozialer absicherung usw. ?

und was den "zwang" betrifft :

ohne "zwang" würden z.b. noch viel mehr leute mit 100 durch die innenstadt rasen, rote ampeln mißachten , besoffen auto fahren usw usw.

den absolut "guten" menschen, der für dein traumland gebraucht würde, gibt es definitiv nicht.

im übrigen gibt es hier im gegensatz zu anderen ländern auch reichlich möglichkeiten, dem staatlichen "zwang" zu entgehen.

wenn du z.b. nicht bereit bist, durch beiträge zur krankenversicherung mit dazu beizutragen, daß auch menschen, die nicht reich sind oder sehr viel geld verdienen, im krankenhaus behandelt und bei bedarf operiert werden, kannst du dich beruflich selbständig machen und aus der üblichen krankenversicherung aussteigen und alles selbst bezahlen (kann bei langen krankenhausbehandlungen mit op usw. sehr viele tausend euro kosten, die sollten dann natürlich bereitliegen) bzw. bei deinem anscheinend sehr hohen einkommen (sonst würdest du ja nicht über die hälfte vom gehalt abgezogen bekommen) in eine private versicherung wechseln um dem staatlichen "zwang" zu entgehen und keine behandlungen für arme mitzufinanzieren (aber auch in der privaten finanzierst du andere mit und auch die gehälter der da angestellten usw., also besser garkeine versícherung) .

wenn du keine zwangsimpfungen willst, kannst du auf reisen in länder verzichten, die bei der einreise nachweise für best. impfungen fordern.

wenn du keine masernimpfung für deine kinder haben willst, kannst du sie zuhause betreuen bzw. durch die oma oder eine dafür angestellte person betreuen lassen. und es gibt auch privatschulen usw usw usw
andere "zwangsimpfungen" gibt es nicht und sind auch nicht geplant.

es gibt in deutschland unendlich viele möglichkeiten, das zu machen, was man gern machen möchte und anderes zu meiden.

in fast allen anderen ländern gibt es das nicht.

und das traumland, in dem alles für jeden absolut ideal ist, gibt es nirgendwo und kann es auch nicht geben (schon allein deshalb nicht, weil jeder etwas anderes für ideal hält) , weil es halt auch nicht den idealen menschen gibt, sondern leider auch sehr viele kriminelle, irre, extrem egoistische usw usw und andererseits auch viele hilfsbedürftige, die halt durch steuerbeiträge, krankenkassenbeiträge usw. unterstützt werden müssen.

das würdest du spätestens merken, wenn dich ein autofahrer plattmacht, weil er die "unfreiheit" durch rote ampeln, geschwindigkeitsbegrenzungen usw. nicht akzeptiert hat und du schwerverletzt im krankenhaus landest, operiert werden mußt, lange da bist, dann in reha und evtl. in rente, weil du deinen beruf nicht mehr ausüben kannst, aber von der priv. rente (falls du überhaupt eine bekommst, für die müßtest du ja auch lange viel zwangsweise einzahlen) ) nicht leben kannst und sozialhilfe gibt es nicht, weil die ja von den "zwangs"steuern finanziert wird usw usw usw

Vor allem denke ich, daß es wichtig ist, mit anderen Gesellschaftssystemen zu vergleichen

das finde ich auch ganz besonders wichtig.

etwas ideales gibt es halt nicht (in keinem bereich, weil zum einen das ideal für jeden anders aussieht und vor allem auch weil es keine idealen menschen gibt) und im vergleich mit anderen ländern sieht es hier sehr gut aus, wenn man die gesamten vor- und nachteile betrachtet.

und wenn es einem hier nicht gefällt, kann er auch einfach auswandern (geht in vielen ländern auch nicht) und eine weile oder dauernd da leben, wo es ihm besser gefällt und jederzeit wieder zurückkommen und die freiheit und soziale absicherung hier genießen.


lg
sunny
 
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Hallo Sunny.

"und was machst du dann in deinem traumland mit denen, die sich absolut nicht an diese regeln halten ?"

Lesen hilft. Diese Frage ist eindeutig beantwortet. Jetzt nicht in meinem Beitrag aber grundsätzlich.

Du verteidigst gerade ein System, was dich ausgeschlossen hat!
 
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soll man nur die Frage beantworten ?

selbst wenn man nur die frage beantwortet, kann es sehr lange beiträge geben.

bzgl dieser frage wurden von vielen mehr oder weniger klugen menschen schon sehr viele dicke bücher geschrieben.

nur um diese eine frage zu beantworten.

zumal jeder unter freiheit und sicherheit etwas anderes versteht.

man kann natürlich auf oreganos frage einfach mit ja oder nein antworten. das wär kurz, aber langweilig. und das wollte sie mit ihrem beitrag wahrscheinlich auch nicht erreichen ?


Diese Frage ist eindeutig beantwortet.

wo ???

ich hab in meinem langen leben extrem viel gelesen (vor allem sach- und fachbücher, auch bzgl. soziologie, psychologie, staatskunde usw., aber auch philisophisches usw usw), aber anleitungen bzw. lösungen bzgl. der kriminellen usw. im traumland gab es nirgendwo.
auch im kirchlichen bereich nicht, man hat da jetzt allein in einem einzigen bistum herausgefunden, daß 200 priester kinder und jugendliche mißbraucht haben, in ganz deutschland sind es also wohl viele hundert.
wenn das nicht-kriminell sein und anderen nicht schaden noch nicht mal da funktioniert, wie soll es denn in der gesamten gesellschaft gehen ?

was dich ausgeschlossen hat

???

ich könnte durchaus alles nutzen, was es in diesem system an positivem und an hilfsmaßnahmen gibt.

daß ich manches nicht nutze, liegt an meinen persönlichen vorlieben bzw. abneigungen, teils auch an meinen genet. krankheiten, aber die hätte ich auch im "traumland".

alles andere wäre auch in einem "traumland" nicht anders, weil ich sehr spez. pers. vorlieben habe und immer schon hatte. ich war nie massenkompatibel. das ist für mich aber auch ein teil meiner pers. freiheit.


lg
sunny
 
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Für mich bedeutet Freiheit, wenn kein Zwang da ist und ich selbst bestimmen kann, was ich tue und wie ich leben möchte.

Aber ich habe in meinem Leben meine Freiheit unbewusst selbst eingeschränkt ohne es zu bemerken - durch viele persönliche und beruflichen Verpflichtungen die ich einging.

Es braucht viel Mut um frei zu sein und manchmal spürte ich dieses schöne Gefühl von Freiheit!
Meine Gedanken waren immer frei und oft hatte ich auch den "Mut" sie auszusprechen und frei zu entscheiden.

Nun befinde ich mich in einer Lebensphase, wo ich mich immer öfters so herrlich frei fühle, dass es mich glücklich macht.

Liebe Grüße von Wildaster
 
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@Oregano
Hier in diesem Thread siehst du seitlich die Zahlen, die bei jedem Post rechts des Posts zu sehen sind.
Ich beispielsweise habe momentan -2, das bedeutet mein Beitrag wurde zweimal mit einer Minus bewertet, gefällt anscheinend keinem, wenige Christen hier :-(.

Du hast bei deinem obigen Beitrag eine 1, das bedeutet, du stehst hier momentan am besten da mit Wildaster (sie hat auch eine 1), da dich eine Person mit einem Plus bewertet hat.

Die Pfeile rechts kannst du nutzen um den Beitrag positiv oder negativ zu bewerten.
 
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Danke für Deine Erklärung, Mara 🙂 . Soweit ist mir das schon klar, nur sehe ich den Sinn dieser Wertung nicht so recht. - Aber ich mag ja eigentlich auch keine "Likes" ...
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Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“

Dieser Spruch wird Rosa Luxemburg zugeschrieben und hat ihr einige Lorbeeren als tolerante Denkerin eingebracht. In Wirklichkeit war sie wohl alles andere als tolerant, wie man hier nachlesen kann:

Grüsse,
Oregano
 
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Marcel schreibt in seinem Thread "Zweck dieser Rubriken"

Sie ermöglicht eine komplette neue Art von Themen, bei welchem jedermann Antworten positiv oder negativ bewerten kann.
Dies wiederum ermöglicht, dass man auf eine Kurzfrage die bestbewerteten Antworten sehen kann.
Man findet auf geeignete Kurzfragen viel eher die Nadel im Heuhaufen. ;-)

Ich sehe das nicht so,
nur weil 2 oder 3 Personen einen Post für toll befinden, muss der noch lange nicht der für den "suchenden Leser" ansprechenste sein.
 
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Ich habe einmal bewertet, damit das Minus hinter den Beiträgen verschwindet. Danke für deine Erklärung, Mara.

Wir haben doch die Likes, Marcel. An einer Bewertung mit Plus und Minus werde ich mich nicht beteiligen, da geht in meinen Augen das Leichte und Unbeschwerte verloren.

Entschuldigt bitte den OT, aber wir sind ja gerade beim Thema "Freiheit".......;)
 
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@Wildaster

Für mich bedeutet Freiheit, wenn kein Zwang da ist
Ich meine, besser kann man es nicht auf den Punkt bringen, was Freiheit ist. Und du sagst es: Es erfordet Mut und den sehe ich bei den meisten Menschen nicht.

@Oregano

Rosa Luxenburg war Kommunistin, also dafür, dass es eine zentrale Steuerung gibt und das ist das absolute Gegenteil von Freiheit.
 
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Hallo sunny.

Ich meinte, bevor du meine Idee (und es ist ja nicht meine Idee) so negativ betrachtest, hättest du kurz recherchieren können.

Es gibt sehr kluge Köpfe wie Hans Hermann Hoppe die sich darüber Gedanken gemacht haben, warum es Armut, warum es Kriege gibt und ja du sagst es. Wie kann es sein, dass so viele Kinder missbraucht werden können? Und die klugen Köpfe sind darauf gekommen, dass Staaten mit das Hauptproblem sind. Es sind Staaten die Kriege führen und die es nicht schaffen die Ressourcen gerecht zu verteilen. Es sind Staaten die es nicht schaffen unsere Steuergelder so in die Sicherheit zu investieren, dass das Sicherheitspersonal effektiv arbeitet. In dem jetzigen System ist es ja nun mal so, dass Missbrauch in dem Aussmass möglich ist und ich bin sicher, dass dies in einer Privatrechtsordnung nicht möglich wäre.

Kurz. Wenn der Staat sich nicht mehr um deine Gesundheit, Sicherheit usw. kümmert muss du es selbst tun. Also jeder benötigt dann eine Versicherung, die im Krankeitsfall übernimmt und natürlich auch ein Sicherheitsunternehmen, welches einen beschützt. Es würden sich wahrscheinlich Gemeinden wie die gated communitys bilden, die es ja bereits gibt.

Es würde viel, viel weniger Kriminaltät geben als jetzt aus dem ganz einfachen Grund, wenn ich scheisse baue, dann verliere ich meine Versicherung und werde auch keine andere Versicherung mehr finden.

Alle Punkte die du angesprochen hast, sind genau durchdacht. Wenn du Idee spannend findest, kannst du selbst nachlesen. Es gibt auch etliche Videos auf Youtube, wo das Thema besprochen wird. Ich empfehle Hans Hermann Hope und Oliver Janich.

Nachtrag. Ich war letztes Jahr im Urlaub in Mexiko und habe in einer Gated Community gewohnt. Das ist ja fast eine Privatrechtsordnung. In dem Wohngebiet gelten klare Regeln. Bei der Ankunft hat mich das Sicherheitspersonal gescheckt. Also sie haben mich nicht durchsucht aber ich musste zum Beispiel eine Referenzperson angeben, die dort wohnt, die bestätigen konnte, dass ich nicht kriminell bin. Dann wird ein freiwilliger Vertrag geschlossen. Sie sagen, du darfst hier mit deiner Familie eine Zeit wohnen, wenn du dich an folgende Regeln hällt. Wenn da jemand zu schnell mit dem Auto fährt, dann kommt das Sicherheitspersonal und schmeisst den raus, weil der freiwillige Vertrag gebrochen wurde. Da fährt niemand zu schnell, da kannst du deine Kinder alleine Spielen lassen, da kommt kein Pädophiler um die Ecke und es gibt keine Kriminalität in dieser Community. Dafür sorgt das Sicherheitsunternehmen und wenn dieses nicht gut ist, wird es gekündigt und ein besseres angagiert. Und mal noch weiter gedacht. Angenommen der Staat hilft mir nicht und ich bin wirklich darauf angewiesen, dass mir meine Versicherung hilft, wenn ich krank und Arbeitsunfähig werde. Wenn ich da viel zu schnell mit dem Auto fahren würde, jemanden angefahren hätte. Dann würden die mich A aus der Community werfen und es B meiner Versicherung melden und die würde ich eventuell kündigen. Die Konsequenzen von Verbrechen wären enorm, desshalb würde es weniger bis gar keine Kriminalität geben. Ohne Staat, ohne Regierung, ohne Gesetze würde nicht bedeuten, dass es keine Regeln gibt und alle Verträge sind freiwillig. Es gäbe vielleicht auch eine Community wo man so schnell fahren kann wie man will. Da würden dann halt eher junge Mänger wohnen und keine Familien. Aber da wäre dem Wahnsinn schnell ein Ende gesetzt, wenn es ständig Unfälle gibt, da keine Versicherung das mitmachen würde.

Ich habe mich in Mexiko viel sicherer gefühlt als hier in Schweden. Ich wohne in einer ganz kleinen Stadt und unser Kiosk wurde in den letzen 2 Jahren 3 mal überfallen, mit Schusswaffen. Es wurde mehrmals versucht Kinder auf dem Schulweg in ein Auto zu locken. Ich kann meine Kinder hier nicht alleine auf den Spielplatz schicken. Man muss ja einfach mal erkennen, dass das jetztige System nicht funktioniert und wir weder sicher noch frei sind.
 
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admin

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Ich denke, wir ermöglichen es in DIESEM Thread hier in der Tat nun, dass es komplett offtopic läuft, aber wirklich tiefer darauf eingegangen werden kann, was wir hier tun und wie das funktionieren soll. So laufen die neuen Threads hier dann vielleicht besser.

Es gibt gewisse Fragestellungen, welche mit dieser Art der Bewertung m.E. für den kurz angebundenen Leser besser nutzbar sind. Viele möchten sich nicht durch lange Diskussionsthreads lesen, um für sich das relevante zusammen zu sammeln. Denen ist es recht, wenn sie 1-2 hoch bewertete Antworten lesen können, welche ihnen zum Grossteil bereits helfen. Und genau diese Möglichkeit wird hiermit gegeben. Die von unserer Leserschaft am besten beantworteten Antworten können so besser/schneller präsentiert werden für diejenigen, welche eben nur kurz über ein Thema drüber gehen wollen. Sie holen sich so mit geringstem Einsatz das beste raus. Und somit bedienen wir beides: die tiefgehenden Leser, welche am Diskussionsstrang dran bleiben und in die tiefsten Winkel eintauchen UND diejenigen, welche nur ganz kurz das Wichtigste abholen möchten. Ist doch eine gute Sache ;)

PS: Diese Antwort hier sollte man auf keinen Fall rechts bewerten, weil sie nichts mit der initialen Frage des Threads zu tun hat. Sie sollte nicht zuoberst auftauchen. Stattdessen arbeitet man hierzu besser mit Likes. Diese Likes wiederum setzt man aber eben NICHT ein, wenn die Antwort toll auf die initiale Frage antwortet. Dort bewertet man besser auf der rechten Seite und hilft dem Antwortbeitrag so, eher zuoberst gelistet zu werden.

Gruss, Marcel
 
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