Unverträglichkeit Chlorella

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06.12.05
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Hallo Zusammen,

in den letzten Jahren habe ich immer wieder mal versucht, Chlorella zu nehmen. Aber egal welches Produkt und in welcher Form (Pulver, Kapseln, Presslinge), das Ergebnis ist immer das gleiche. Nach wenigen Tagen bekomme ich Halsweh und fühle mich, als ob eine Erkältung im Anzug ist, also auch entsprechend matschig. Sobald ich es weglasse, verschwinden die Symptome wieder. Ich habe schon gegoogelt wie eine Verrückte, weil ich dafür gern eine Erklärung hätte, aber nichts gefunden. Und hier im Forum auch nicht. Hat von euch jemand eine Idee?

Ich befasse mich momentan mit meiner bereits seit 15 Jahren festgestellten HPU und damit auch der Schwermetallausleitung. Erhöht sind Aluminium, Blei, Nickel, Cadmium, Kobalt, Quecksilber (dies war gar nicht so hoch für 30 Jahre Amalgan im Mund) und noch ein paar andere Sachen. Nun mache ich eine Chelattherapie und habe bereits 3 Infusionen bekommen. 4 wenn man den Test selbst mitrechnet. Ich merke keinerlei Veränderungen bislang, weder schlechte noch gute. Bin ich zu ungeduldig? Ich meine immer, irgendetwas muss man doch spüren! Hauptsächlich belastet meine schnelle Erschöpfung, Konzentrations- und Gedächtsnisstörungen und die ständigen Muskelschmerzen.

LG Antje
 
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24.10.05
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Dies habe ich damals alles auch mit- und durchgemacht und erfahren, daß es unabdingbar ist, parallel zur Chlorella-Einnahme mit Rizinusöl abzuführen, um eine Rückvergiftung zu vermeiden; hierzu:
 
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10.01.04
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Hallo Antje,
...
Über die Nebenwirkungen von Chlorella lässt sich sagen, dass die Alge generell gut verträglich ist. Allerdings sollte auf die Dosierung geachtet werden. Bei zu hoher Dosis kann es zu Durchfall, Übelkeit, Erbrechen oder Schwindelgefühl kommen, manchmal auch Kopfschmerzen. Diese Symptome werden der „Entgiftung“ zugeschrieben, basieren aber meist auf einer Unverträglichkeit und sollten daher nicht ignoriert werden.
...
Beim Kauf solltest du jedoch immer darauf achten, Bio-Chlorella mit Qualitätsgarantie des Herstellers zu erwerben. Denn die Schwermetalle bindenden Eigenschaften der Alge sind nicht nur positiv. In verschmutzten Gewässern, speziell in China, gezüchtet kann Chlorella schnell zu einer Schwermetall-Vergiftung führen – das Gegenteil der erhofften Entgiftung. ...

Ganz anders wird Chlorella hier beschrieben, nämlich nur positiv:

Was nun stimmt, weiß ich leider nicht. - Da Du nun aber eine Chelattherapie angefangen hast (welche(s) Chelat(e)?) dürftest Du damit doch wahrscheinlich schneller zum Ziel kommen?
Was meint denn der behandelnde Arzt?

Grüsse,
Oregano
 
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06.12.05
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Hallo Gerold,

vielen Dank für die Tipp mit dem Rizinusöl. Klingt sehr interessant, aber auch ganz schön heftig. Gibt es da nichts "Sanfteres"? Ich habe eh schon immer Probleme mit Blähbauch und manchmal heftigen Krämpfen.
Zur Unterstützung der Leber/Galle nehme ich schon seit Jahren Mariendistel und trinke auch regelmäßig Tee mit Löwenzahn und Mariendistel. Das habe ich angefangen weil ich früher regelmäßig in der Nacht aufgewacht bin mit Herzrasen, Schweißausbrüchen und Panikattacken. Seitdem ich Mariendistel nehme habe ich das nicht mehr.
Ein Heilpraktiker hatte mir für die Ausleitung Zeolith empfohlen, davon ist aber mein Hausarzt, bei dem ich nun in Behandlung bin, nicht so begeistert bzw. will sich da noch Einlesen. Wie sieht es mit Aktivkohle aus?

Hallo Oregano,

ich bekomme EDTA. 10 Infusionen erstmal. Ich bin noch am Einlesen, habe aber gesehen, dass oft eher DMPS für die Chelattherapie genommen wird. Wo ist da der Unterschied? Wann nimmt man was?

Mit Heidelberger Chlorella hatte ich auch die Nebenwirkung und ich denke, da ist die Qualität ganz gut. Vielleicht war es tatsächlich zu wenig. Aber wie ist das, wenn ich mehr Chlorella nehme, wird dann nicht noch mehr mobilisiert? Und gibt es das irgendwo schriftlich, dass Chlorella mobilisiert? Mein Hausarzt hat davon noch nie gehört. Ich hab schon bissl schiss vor Rückvergiftung, da durch die HPU-Ergänzungen, die ich seit Januar nehme eh schon meine Entgiftung angeregt wird, ich aber nicht weiß, ob es auch alles rausgeht.

VG Antje
 
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24.10.05
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Hallo Gerold,
vielen Dank für die Tipp mit dem Rizinusöl. Klingt sehr interessant, aber auch ganz schön heftig. Gibt es da nichts "Sanfteres"? Ich habe eh schon immer Probleme mit Blähbauch und manchmal heftigen Krämpfen.
Nein, aus dem Verständnis des Abführmechanismus im Gefolge der Einnahme von Rizinusöl ergibt sich, daß dieses durchaus nicht heftig sein muß, weshalb ich diesen nachstehend erneut darstelle:

- Durch die Galle und die Lipasen der Bauchspeicheldrüse wird Rizinusöl in Ricinolsäure und Glycerin gespalten. Die Ricinolsäure aktiviert die im Dünndarm passiv vorhandenen Histamine, wodurch die Darmperistaltik in Gang kommt (1. Stufe).
- Sofern mit der Galle Gifte aus der Leber ausgeschieden werden sollte, erfolgt zusätzlich die Prostaglandinsynthese E 2 (PGE2) mit Darm- und Uteruskontraktionen (2. Stufe).

Hieraus folgt:
- Sofern im Gefolge der Einnahme von Rizinusöl mit der Galle keine Gifte aus der Leber ausgeleitet werden, wird das Abführgeschehen als harmlos erfahren und endet in relativ kurzer Frist.
- Sofern im Gefolge der Einnahme von Rizinusöl mit der Galle Gifte aus der Leber ausgeleitet werden, wird das Abführgeschehen als sehr unangenehm mit Darmgrimmen und Darmkrämpfen erfahren und zieht sich über Stunden hin. Damit erweist sich dieses als ein Maßstab für die Giftausleitung.
 
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