Spermidin , Gedächtnisleistung, kognitive Leistungsfähigkeit

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Nachdem es sich in präklinischen Studien in Tiermodellen in den letzten Jahren bereits klar erwiesen hat, dass Spermidin starke hirnschützende Eigenschaften hat, finden aktuell immer mehr Humanstudien statt, um diese Evidenz auch am Menschen zu bestätigen.

Eine Forschergruppe aus Österreich untersuchte in einer aktuellen Interventionsstudie, dass aufgrund eines direkten Zusammenhangs zwischen Spermidin und dem Auftreten von Demenzerkrankungen der Gehalt dieses biogenen Amins mit zunehmendem Alter abnehmen müsste - und dass sich entsprechend die orale Supplementierung von Spermidin positiv auf die Gedächtnisleistung auswirken könnte.

Zur genaueren Untersuchung wurden in einer Doppelblindstudie 92 Pflegeheimbewohner im Alter von 60 bis 96 Jahren mit leichten kognitiven Einschränkungen rekrutiert - und per Zufallsprinzip in 2 Gruppen eingeteilt. Beide Gruppen erhielten an 6 Tagen pro Woche eine Semmel mit Weizenkeimen zum Frühstück. In der ersten Gruppe betrug der Spermidin-Gehalt pro Gebäckstück 3,3 mg Spermidin nach dem Backvorgang. In der zweiten Gruppe B erhielten die Probanden ein Gebäck, welches 1,9 mg Spermidin enthielt.

Die kognitiven Fähigkeiten, einschließlich Gedächtnis, Orientierung, Sprache und Motorik wurden zu Beginn der Studie und nach 3 Monaten entsprechender Nährstoffgabe untersucht.

Die Ergebnisse belegten, dass der Spermidin-Spiegel mit zunehmendem Alter absinkt. Außerdem konnte gezeigt werden, dass es einen klaren Zusammenhang zwischen den nachgewiesenen Spermidin-Konzentrationen und der Gedächtnisleistung gibt. Abhängig von der Höhe der Spermidin-Supplementierung verbesserten sich die kognitiven Fähigkeiten. ...
Quelle: Newsletter von www.nahrungswissen.swiss

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Günstige Effekte auf die kognitive Leistungsfähigkeit beim Menschen

Um zu überprüfen, ob sich die Ergebnisse aus dem Tiermodell auf den Menschen umlegen lassen, griffen die Innsbrucker ForscherInnen auf Daten aus der prospektiven Bruneck-Studie – benannt nach dem Ort in Südtirol – zurück. Aus über 800 Teilnehmenden wurde ein Kollektiv ausgewählt, das 1995 kognitiv normal leistungsfähig war. Jene ProbandInnen, die über die folgenden fünf Beobachtungsjahren kognitive Einbußen entwickelt hatten, wurden mittels der neuropsychologischen Testbatterie CERAD (Consortium to Establish a Registry for Alzheimer's Disease) identifiziert. Dabei wurden die Domänen Gedächtnis, Exekutivleistungen (Planen) und Sprachkompetenz überprüft. Gemeinsam mit ForscherInnen der Uni Graz wurde die Spermidinaufnahme über die Nahrung bestimmt. Das Ergebnis: Studienteilnehmende, die 1995 mehr Spermidin aufgenommen hatten, zeigten über die folgenden fünf Jahre deutlich weniger kognitive Einbußen. „Diese Beobachtung belegt einen Zusammenhang, der in naher Zukunft auch mit einer Interventionsstudie bestätigt werden sollte, zumal es im kognitiven Bereich sehr wenige Möglichkeiten einer positiven Beeinflussung gibt“, betont der Neurologe Stefan Kiechl, Direktor der Univ.-Klinik für Neurologie an der Medizin Uni Innsbruck. ---

Spermidin in Lebensmitteln:


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