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Menschen haben die Fähigkeit, sich selbst zu kontrollieren sowie ihre Handlungen und Gedanken zu steuern. Sie werden mit einem starken Verstand geboren, der ihnen im Laufe ihres Lebens immer wieder im Weg steht. Emotionale, impulsive Verhaltensweisen sind die Folge. Selbsthypnose ist hingegen eine Methode, bei welcher sie lernen, sich gezielt zu beeinflussen.
  • Die bewussten Prozesse, die bei einem Menschen ablaufen, begrenzen das Glaubenssystem und den Verstand. Sie beziehen sich vorwiegend auf die Erfahrungen in der Kindheit und im Erwachsenenalter. Das soziale Umfeld formt den Menschen, aber nicht alle Erinnerungen bleiben vollständig bestehen.
  • Das Unterbewusstsein speichert einen Teil der Erfahrungen, weil nicht alles im Verstand bleiben kann. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn es sich zum Beispiel um ein traumatisches Erlebnis handelt. Der Körper sorgt damit für ein reibungsloses Funktionieren im Alltag.
  • Gefühle, die unvermittelt an die Oberfläche gelangen, lassen sich in weiterer Folge allerdings nur schwer deuten. Meist hängen diese mit vergangenen Erfahrungen zusammen. Gleichzeitig merken Sie womöglich, dass Ihnen Sachen widerfahren, die für Sie unverständlich sind.
  • Alles, was Sie erleben oder erlebt haben, können Sie bewusst beeinflussen. Das gelingt Ihnen, indem Sie Selbsthypnose lernen und praktizieren. Dabei versetzen Sie sich selbst in einen Trancezustand. Das bedeutet, dass Sie tiefenentspannt sind. Ihnen kann währenddessen nichts passieren.
  • In diesem Zustand verändern Sie Ihre eigenen Glaubenssätze durch positive Suggestionen. Eine davon kann zum Beispiel sein: "Ich bin wertvoll und werde mit Respekt behandelt". Auch Ziele lassen sich mit Suggestionen verwirklichen.
  • Eine Trance erreichen Sie auch durch Fremdhypnose. Während Sie sich aber bei der Selbsthypnose eigenständig dorthin begeben, begleitet Sie bei einer Fremdhypnose ein Hypnotiseur. ...

Es gibt viele Videos, Bücher und Anleitungen zum Erlernen der Selbsthypnose. Auch wer meditiert, lernt, sich in diesen tiefen Entspannungszustand zu versetzen. Meistens gelingt das leichter in einer Gruppe unter Anleitung mit einer angenehmen und bekannten Stimme. Später gelingt diese Tiefenentspannung dann auch selbständig.

Hier kann man sich einen Ausschnitt aus einem entsprechenden Buch anhören:

Grüsse,
Oregano
 
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12.10.18
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das gibt es ja schon lange, wurde bisher aber als autogenes training bezeichnet und gelehrt und früher sogar von der krankenkasse bezahlt.
ich hab es vor ca. 50 jahren sehr gründlich gelernt, fand es aber zu zeitaufwendig und zu langweilig. meditation ebenso.

ich war damals sehr aktiv, hab viel sport gemacht und hatte null probleme, mich zu entspannen.
die beschwerden, die ich da zeitweise hatte, kamen durch die genet. krankheiten und da hilft sowas leider nicht.

ich hab aber das, was ich da gelernt hatte mit anderem bewährten kombiniert, zeitlich gekürzt und es den patienten beigebracht, deren beschwerden teils streßbedingt waren.
und in nochmal etwas geänderter und verkürzter form dann den leuten, mit denen ich seit 20 jahren beruflich zu tun habe und die zwar eigentlich nicht wegen gesundheitlicher probleme kommen (wär auch zwecklos, ich behandel niemanden), aber es angenehm finden, etwas konkretes zu haben um sich schnell zu entspannen und nach einiger zeit erwähnen sie dann schon mal, daß auch einige beschwerden, die sie hatten ganz von selbst verschwunden sind.


lg
sunny
 
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19.03.21
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Ich habe autogenes Training aufgrund starker Einschlafprobleme und daraus resultierenden Panikanfällen bzw. Blackouts vor wichtigen Terminen/Prüfungen erlernt und angewandt. Es hat mir wirklich viel geholfen, aber mit der Zeit wurde ich ausgeglichener und hab es einfach nicht mehr gebraucht. Ich denke aber, dass man einige Beschwerden damit "heilen" oder zumindest verbessern kann. Nicht jede, das ist klar, aber einige schon - zumindest meiner Meinung nach!

Liebe Grüße!
 
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