Themenstarter
- Beitritt
- 09.09.25
- Beiträge
- 8
Hallo zusammen,
ich (männlich, 40 Jahre) bin aktuell mit meinem Latein etwas am Ende und hoffe auf eure Erfahrungswerte. Es geht um stark schwankende Blasenprobleme, die sowohl tagsüber als auch nachts auftreten.
Meine Symptomatik & Verlauf:
* Tagsüber: Ich leide phasenweise unter einer stark erhöhten Miktionsfrequenz (Pollakisurie). An schlechten Tagen muss ich bis zu 12-mal am Tag Wasser lassen. Dazu kommt das Gefühl der unvollständigen Entleerung – direkt nach dem Toilettengang ist oft schon wieder erneuter Harndrang da. Generell ist die Stärke des Harnstrahls gefühlt über die Zeit meist sehr unterschiedlich, meistens morgens schwächer als am Rest vom Tag.
* Abends/Nachts: Am Abend stresst mich hauptsächlich dieses ständige aufs Klo gehen müssen, meist in sehr kurzen Abständen direkt hintereinander. Aktuell ist es wieder schlimmer – ich wache nachts teilweise stündlich auf (bis ca. 1:00 Uhr). Aber unabhängig von diesen Akut-Phasen gilt generell: Wenn ich ins Bett gehe, muss ich immer mindestens zweimal auf die Toilette, bevor ich überhaupt einschlafen kann. Der Toilettengang erstreckt sich nie über die ganze Nacht, meist nur bis max 1:00 Uhr.
* Besonderheit (Sport & Bewegung): Spannend ist, dass ich bei Bewegung und beim Sport kaum Einschränkungen oder Probleme beim Wasserlassen habe. Die Symptome und der Drang setzen meist erst wieder ein, sobald ich zur Ruhe komme. Zudem ist der Gesamtverlauf extrem schwankend: Es gibt Tage und Phasen, in denen ich so gut wie gar keine Probleme habe.
* In meinem Leben ist momentan recht viel los, sodass eine gewisse Grundnervosität besteht. Ich vermute einen Zusammenhang, kann mir aber nicht vorstellen, dass Stress der alleinige Hauptgrund für diese heftigen Akut-Phasen ist.
Bisherige Untersuchungen & Befunde:
* Miktionsprotokoll: Ich habe ein 3-Tage-Miktionsprotokoll geführt, das dieses stark schwankende Muster bestätigt. Die Gesamtfrequenz lag dabei bei bis zu 12 Toilettengängen pro 24 Stunden. Die Einzelmengen pro Toilettengang variieren extrem und liegen zwischen 50 ml und 700 ml.
* Urin & Restharn: Urinproben (inkl. Urinkultur) waren unauffällig, es liegt also kein bakterieller Infekt vor. Der Restharn schwankt bei den Arztbesuchen extrem: Mal habe ich kaum Restharn, manchmal aber auch sehr deutlich (zwischen 20 und 100 ml).
* Ultraschall & Harnstrahl: Die Prostata ist sonografisch leicht vergrößert (ca. 30 ml) mit einer Anhebung des Blasenbodens. Die Uroflowmetrie ergab zuletzt einen Qmax von 14,4 ml/s (bei fast 400 ml Volumen).
* Einschätzung zur Prostata: Eine ursächliche Prostatabeteiligung wird ärztlicherseits weitgehend ausgeschlossen. Meine Urologin brachte es treffend auf den Punkt: Mit dieser Prostata müsste ich eigentlich "pieseln wie ein kleiner Junge". Zwar könne ein altersbedingtes Wachstum die Situation leicht negativ beeinflussen, ursächlich sei es aufgrund der Dauer der Probleme jedoch nicht.
* Urodynamik: Die Messung konnte technisch nicht durchgeführt werden. Der Messkatheter konnte den angehobenen Blasenhals nicht passieren (ein normaler Standardkatheter hingegen schon). Das deutet auf eine spezifische funktionelle Barriere direkt am Blasenhals hin.
* Orthopädie: Mein Rücken wurde untersucht, hier ergaben sich keine Auffälligkeiten, die urologische Auswirkungen haben könnten.
* Ein weiterer Folge-Termin beim Urologen steht für diesen September an.
Aktuelle Medikation:
Ich nehme derzeit Tamsulosin in Kombination mit Solifenacin.
Nächste Therapie-Idee:
Aufgrund der Befunde wird mir empfohlen, vor einem chirurgischen Eingriff (wie einer Kerbung der Prostata/des Blasenhalses) zunächst eine Botox-Behandlung vorzuschalten. Ganz wichtig: Das Botox soll dabei nicht in den Blasenmuskel selbst, sondern gezielt in den Blasenhals injiziert werden.
Meine Fragen an euch:
1. Kennt jemand von euch solche extrem schwankenden Verläufe (Beschwerden in Ruhe, Linderung bei Sport/Bewegung, Einzelvolumina zwischen 50 und 700 ml)? Kann der Blasenhals / Beckenboden wirklich derart massiv auf unbewusste Anspannung reagieren?
2. Hat hier jemand bereits Erfahrungen mit einer Botox-Injektion speziell in den Blasenhals gemacht und mag berichten, ob es die funktionelle Enge dauerhaft gelöst hat?
Vielen Dank vorab freu mich auf jede Erfahrung, Impuls oder Idee.
ich (männlich, 40 Jahre) bin aktuell mit meinem Latein etwas am Ende und hoffe auf eure Erfahrungswerte. Es geht um stark schwankende Blasenprobleme, die sowohl tagsüber als auch nachts auftreten.
Meine Symptomatik & Verlauf:
* Tagsüber: Ich leide phasenweise unter einer stark erhöhten Miktionsfrequenz (Pollakisurie). An schlechten Tagen muss ich bis zu 12-mal am Tag Wasser lassen. Dazu kommt das Gefühl der unvollständigen Entleerung – direkt nach dem Toilettengang ist oft schon wieder erneuter Harndrang da. Generell ist die Stärke des Harnstrahls gefühlt über die Zeit meist sehr unterschiedlich, meistens morgens schwächer als am Rest vom Tag.
* Abends/Nachts: Am Abend stresst mich hauptsächlich dieses ständige aufs Klo gehen müssen, meist in sehr kurzen Abständen direkt hintereinander. Aktuell ist es wieder schlimmer – ich wache nachts teilweise stündlich auf (bis ca. 1:00 Uhr). Aber unabhängig von diesen Akut-Phasen gilt generell: Wenn ich ins Bett gehe, muss ich immer mindestens zweimal auf die Toilette, bevor ich überhaupt einschlafen kann. Der Toilettengang erstreckt sich nie über die ganze Nacht, meist nur bis max 1:00 Uhr.
* Besonderheit (Sport & Bewegung): Spannend ist, dass ich bei Bewegung und beim Sport kaum Einschränkungen oder Probleme beim Wasserlassen habe. Die Symptome und der Drang setzen meist erst wieder ein, sobald ich zur Ruhe komme. Zudem ist der Gesamtverlauf extrem schwankend: Es gibt Tage und Phasen, in denen ich so gut wie gar keine Probleme habe.
* In meinem Leben ist momentan recht viel los, sodass eine gewisse Grundnervosität besteht. Ich vermute einen Zusammenhang, kann mir aber nicht vorstellen, dass Stress der alleinige Hauptgrund für diese heftigen Akut-Phasen ist.
Bisherige Untersuchungen & Befunde:
* Miktionsprotokoll: Ich habe ein 3-Tage-Miktionsprotokoll geführt, das dieses stark schwankende Muster bestätigt. Die Gesamtfrequenz lag dabei bei bis zu 12 Toilettengängen pro 24 Stunden. Die Einzelmengen pro Toilettengang variieren extrem und liegen zwischen 50 ml und 700 ml.
* Urin & Restharn: Urinproben (inkl. Urinkultur) waren unauffällig, es liegt also kein bakterieller Infekt vor. Der Restharn schwankt bei den Arztbesuchen extrem: Mal habe ich kaum Restharn, manchmal aber auch sehr deutlich (zwischen 20 und 100 ml).
* Ultraschall & Harnstrahl: Die Prostata ist sonografisch leicht vergrößert (ca. 30 ml) mit einer Anhebung des Blasenbodens. Die Uroflowmetrie ergab zuletzt einen Qmax von 14,4 ml/s (bei fast 400 ml Volumen).
* Einschätzung zur Prostata: Eine ursächliche Prostatabeteiligung wird ärztlicherseits weitgehend ausgeschlossen. Meine Urologin brachte es treffend auf den Punkt: Mit dieser Prostata müsste ich eigentlich "pieseln wie ein kleiner Junge". Zwar könne ein altersbedingtes Wachstum die Situation leicht negativ beeinflussen, ursächlich sei es aufgrund der Dauer der Probleme jedoch nicht.
* Urodynamik: Die Messung konnte technisch nicht durchgeführt werden. Der Messkatheter konnte den angehobenen Blasenhals nicht passieren (ein normaler Standardkatheter hingegen schon). Das deutet auf eine spezifische funktionelle Barriere direkt am Blasenhals hin.
* Orthopädie: Mein Rücken wurde untersucht, hier ergaben sich keine Auffälligkeiten, die urologische Auswirkungen haben könnten.
* Ein weiterer Folge-Termin beim Urologen steht für diesen September an.
Aktuelle Medikation:
Ich nehme derzeit Tamsulosin in Kombination mit Solifenacin.
Nächste Therapie-Idee:
Aufgrund der Befunde wird mir empfohlen, vor einem chirurgischen Eingriff (wie einer Kerbung der Prostata/des Blasenhalses) zunächst eine Botox-Behandlung vorzuschalten. Ganz wichtig: Das Botox soll dabei nicht in den Blasenmuskel selbst, sondern gezielt in den Blasenhals injiziert werden.
Meine Fragen an euch:
1. Kennt jemand von euch solche extrem schwankenden Verläufe (Beschwerden in Ruhe, Linderung bei Sport/Bewegung, Einzelvolumina zwischen 50 und 700 ml)? Kann der Blasenhals / Beckenboden wirklich derart massiv auf unbewusste Anspannung reagieren?
2. Hat hier jemand bereits Erfahrungen mit einer Botox-Injektion speziell in den Blasenhals gemacht und mag berichten, ob es die funktionelle Enge dauerhaft gelöst hat?
Vielen Dank vorab freu mich auf jede Erfahrung, Impuls oder Idee.