Herzlichen Dank für Eure Zeilen. Die Schmerzattacke endet genau so plötzlich wie sie kommt. Nach Einnahme von Novaminsulfon-Tropfen setzte die Wirkung nach etwa 30 Minuten ein, bei Tabletten dauerte es etwas länger. Das scheint jedoch Vergangenheit zu sein, denn bei den letzten beiden Attacken versagte das Mittel. Bei der ersten meinte mein Hausarzt, das das Mittel überlagert wäre und durch Luftsauerstoff unbrauchbar geworden ist (was auch so im Beipackzettel steht). Deshalb habe ich auch eine neue Packung bekommen und diese benutzt. Das jedoch wieder keine Wirkung einsetzte ist ihm ein Rätsel.
Das Opiatpflaster (Buprenorphin AL 52,5 µg/h) wurde mir durch einen Schmerztherapeut schon vor 23 Jahren verordnet und das klebe ich aller 3,5 Tage auf die Schulter und soll es bis an das Lebensende nehmen, weil man körperlich auch dadurch abhängig wird. Ein Entzug wäre nur unter ärztlicher Aufsicht möglich, aber das nimmt man in Kauf. Das Pflaster unterdrückt Schmerzen bis zu einem bestimmten Pegel, sind sie stärker erlebt man sie voll. Das hat Vor- und Nachteile:
Als ich noch häufig mit Garten- und Hausarbeit zu tun hatte oder an meinen alten Treckern schraubte habe ich mich relativ oft verletzt und dies nur bemerkt durch Blutspuren, was natürlich nicht so schön ist. Gut an der Sache war, dass man die ständigen leichten Schmerzen nicht mehr gespürt wurden. Deshalb vergisst man auch den Wechseltermin so gut wie nie! Man wird, wenn der Überfällig ist sehr deutlich daran erinnert. Nicht nur das die Schmerzen eintreten sondern man hat den Eindruck dass die inneren Organe zittern und auch der Herzschlag unregelmäßig wird. Letzteres sind wohl dann die Entzugserscheinungen. Als ich früher noch viel auf Exkursion oder Urlaub im Ausland war, hatte ich immer die amtliche Bescheinigung für die Pflaster dabei. Ohne diese wäre man bei den Grenzkontrollen vermutlich verhaftet worden.