Schattenarbeit

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27.07.09
Beiträge
81
Mein Schatten (nach Jungs Definition) lässt mich nicht los.

Sich mit dem Schatten auseinanderzusetzen bedeutet schwere Arbeit. Soweit so gut.

Und aufmerksam auf unsere Schattenanteile werden wir am ehesten durch unsere Träume und durch die Menschen, die Schattenanteile aufweisen. Also vor allem jene, die wir am meisten ablehnen. Die uns aufregen. Wütend machen. Uns den Kopf schütteln lassen.

Hier komme ich unweigerlich an meine Grenzen.

Bevor ich mich mit C.G.Jungs Büchern auseinandergesetzt habe, hätte ich ein Gefühl, dass mich seit ein paar Tagen heimsucht einfach als Klugscheißerallergie abgetan.

Aber ist das wirklich so?
Oder habe ich es vielleicht mit einem Schattenanteil zu tun?
 
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Ich finde diese Erklärung des "Schattens" von C.G.Jung recht verständlich:

C. G. Jung prägte den Begriff des "Schattens". Im "Schatten" sind all die Persönlichkeitsanteile von uns enthalten, die nicht zu unserem "Ich - Ideal", also zu unserer idealen Vorstellung von uns selbst, wie wir sein wollen oder sein sollen, passen.
Diese Persönlichkeitsanteile werden abgelehnt, verdrängt und oft auf andere Menschen "projiziert" .
Doch je mehr man sich selber einschränkt, indem Teile der eigenen Person negativ bewertet, nicht erfahren und gelebt werden, um so mehr werden die damit verbundenen Energien unterdrückt und aus dem Bewußtsein verdrängt.


Man schafft sich Gegner und Feinde, an denen bekämpft wird, was man an sich selber nicht wahrhaben oder sich nicht zugestehen will. So werden andere Menschen zu Sündenböcken, entstehen Rassismus und Gewalt.
Im Schatten - Prozeß haben Sie die Möglichkeit, Ihren Schatten auf intensive, lustvolle und kreative Art und Weise ein Stück weit kennenzulernen. Dadurch kann es möglich werden, Projektionen zurückzunehmen und "Schatten-Anteile" zu verwandeln: in konstruktive, bereichernde Elemente Ihrer Person.
Die Energie, die in diesen Anteilen gebunden ist wird frei, und Sie können sie fortan sinnvoll für Ihr Leben nutzen.
Der Schatten

Du schreibst, daß DEIN Schatten Dich nicht los läßt. Kennst Du ihn denn schon? Und ist es nur einer? Oder ist es der "Oberschatten", quasi die oberste Zwiebelschale, die die anderen erst einmal verdeckt?

Gruss,
Uta
 
Ich beschäftige mich jetzt schon einige Zeit damit.;)

Und ich weiß, dass man seinen Schatten nie zur Gänze erfassen kann. Und Schatten ist sowieso als Überbegriff für viele Einzelteile zu verstehen.

Ich habe es geschafft kleine Teile zu beleuchten und anzusehen.
Aber in dem Fall jetzt, sträubt sich alles in mir. Das wäre ja eigentlich ein untrügliches Zeichen dafür, dass es sich um einen Schattenanteil handeln könnte.
 
Hallo Träumerin,

bist du schon weiter gekommen?
Kannst du diesen speziellen Teil deines Schattens schon ansehen, oder ihn sogar schon ein wenig genauer beleuchten?

liebe Grüße von hexe :hexe:
 
Aber in dem Fall jetzt, sträubt sich alles in mir. Das wäre ja eigentlich ein untrügliches Zeichen dafür, dass es sich um einen Schattenanteil handeln könnte.

Es könnte auch anders sein: daß sich alles in Dir sträubt, weil die Zeit einfach noch nicht gekommen ist.
Nicht ohne Grund fragen z.B. Kinesiologen bei schwierigen Themen immer wieder, ob es richtig und förderlich ist, daß man versucht, im Rahmen einer Sitzung genauer auf ein Thema einzugehen.
Heißt es "nein!", dann sollte man es bleiben lassen.

Vielleicht arbeitet Dein Unterbewußtsein ja schon längst an diesem "Schatten"-Thema oder hat es sogar schon längst aufgelöst? Dann wäre es wichtig,d aß das Bewußtsein das zur Kenntnis nimmt :).

Gruss,
Uta
 
@Hexe und Uta

manchmal ist es auch hilfreich etwas Abstand zu gewinnen.
Somit habe ich begonnen diesen "Schaten" in kleinere Teile zu zerlegen. Nach einer kurzen Ruhezeit - betrachte ich diese kleinen Teile einzeln. Ein paar davon kann ich annehmen - sie sind wohl tatsächlich vorhanden. Mal sehen was das Gesamtbild dann ergeben wird.
 
Liebe Träumerin,

was Du als "Schatten" bezeichnest, sind Bestandteile Deines gesamten Daseins. Es setzt sich zusammen aus Körper, Geist und Seele und spiegelt die Bedürfnisse der einzelnen Teile.

Es gibt Mängel, ebenso Überschuß.

Aus der Summe des ganzen entsteht eine Sammlung von Bedürfnissen, die Dein Gehirn Dir als Träume hinterläßt.

Meist scheitert es daran, dem Unbekannten eine faire Chance einzuräumen.
So nimmt dieses Empfinden mit der Zeit stetig zu.


liebe Grüße
der Postbote
 

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