Reisfasten

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Hallo!

Da ich gerne etwas für die Gesundheit meines Darmes tun möchte, habe ich vor, einige Tage (5-7) sogenanntes Reisfasten zu machen.

Ich habe weder Darmprobleme noch sonst ernsthafte gesundheiltiche Probleme. Es geht mir um eine Entgiftung und Entlastung des Darmes zur allgemeinen Gesunderhaltung.

Ich hatte mit dem Gedanken gespielt, richtiges Faten zum machen (also ohne jegliche feste Nahrung) und hatte zu diesem Zweck das Buch "Wie neugeboren durch Fasten" von Hellmutz Lützner gelesen, welches ich jedem Fasten-Interessierten empfehlen kann.

Jedoch habe ich mich (zumindest für den jetzigen Zeipunkt) dazu entschieden, kein nahrungsloses Fasten zu machen, sondern eine mildere Variante, undzwar das Reisfasten, bei dem man - wie zu vermuten - feste Nahrung in Form von Reis zu sich nimmt.

Ich habe leider kein Buch zum Reisfasten ausfindig machen können, sondern mich lediglich im Internet informiert. Das Reisfasten (es gibt unterschiedlich strenge Varianten) sieht in seiner strengsten Form vor, dass man über einige Tage hinweg nur Reis (und sonst nichts) isst. Durch diese zeitlich begrenzte Monotonie werden die Verdauungsorgane entlastet. Ausserdem gilt für die Kur-Tage: "Weniger ist mehr", denn auch ein weniger trägt zur Entlastung der Verdauungsorgane bei. Zu guter letzt soll der (gut gekaute) Reis eine entgiftende Wirkung haben. Das ganze kann/sollte man dann natürlich mit den klassischen Kurmassnahmen wie Kräutertees, Einläufe, viel Wasser trinken etc. kombinieren.

Jetzt habe ich also vor, für ca. 1 Woche lediglich (braunen) Reis zu essen, undzwar nicht zu viel, sondern maßvoll. Ich werde auch ein oder 2 Entlastungstage und im Anschluss ein paar Aufbautage machen, also nicht gleich im Anschluss mit der gewöhnlichen Kost voll loslegen.

Und ich wollte, bevor es losgeht, hier im Forum einmal fragen, was ihr davon haltet, bzw ob jemand Erfahrungen damit (oder ähnlichem, z.B. Kartoffelkur, etc.) gemacht hat.

Mir geht es vor allem auch um folgende Fragen:
- Welche Risiken seht ihr?
Im Vergleich zu "echtem Fasten", welches oft auch über einen deutlich längeren Zeitraum gemacht wird, erscheint mir persönlich ein Reisfasten für 1 Woche eher unbedenklich

Wie gesagt, ich habe keine Krankheiten, nehme keine Medikamente und es geht mir gut. Allerdings bin ich mit 70 kg bei 1,80 nicht gerade übergewichtig.

- Besteht die Gefahr von Mangelerscheinungen? Können bedenkliche Mängel innerhalb von nur einer Woche auftreten? Sollte unbedingt eine Nahrungsergänzung genommen werden (Wobei ich kein Freund von NEMs bin, sondern dann eher natürliche Vitalstoffbomben, wie Chlorella, Gerstengras, etc. bevorzugen würde)

- Welche anderen Risiken seht ihr? Was sollte man noch bedenken?

Freue mich über jeden Ratschlag und jede Meinung,
viele Grüsse,
slippery
 
wundermittel
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Mir fällt dazu gerade Miss Marple ein:
Nein, Herr Inspektor, den Reis habe ich nicht angerührt, denn wissen Sie: Reis macht dick! Und da ich doch vorhatte, von der Apfeltorte zu kosten...

:)


Dazu:

- Welche Risiken seht ihr?
Im Vergleich zu "echtem Fasten", welches oft auch über einen deutlich längeren Zeitraum gemacht wird, erscheint mir persönlich ein Reisfasten für 1 Woche eher unbedenklich

Wie gesagt, ich habe keine Krankheiten, nehme keine Medikamente und es geht mir gut. Allerdings bin ich mit 70 kg bei 1,80 nicht gerade übergewichtig.

- Besteht die Gefahr von Mangelerscheinungen? Können bedenkliche Mängel innerhalb von nur einer Woche auftreten? Sollte unbedingt eine Nahrungsergänzung genommen werden (Wobei ich kein Freund von NEMs bin, sondern dann eher natürliche Vitalstoffbomben, wie Chlorella, Gerstengras, etc. bevorzugen würde)

- Welche anderen Risiken seht ihr? Was sollte man noch bedenken?

Sehe keine Risiken, wenn Du so gesund bist, wie Du schreibst. Die Fastendauer von nur einer Woche sollte nun wirklich nicht auseichen, einem gesunden Menschen Schaden zuzufügen oder schwere Mangelsituationen auszulösen. Gegen begleitendes Trinken von Gerstengras o.ä. spricht ja aber dennoch nichts.

Natürlich könntest Du aus o.g. Gesichtspunkten anstatt zu Reis eher zu Apfeltorte greifen, falls Du etwas für Deine Figur tun willst (was ja aber nicht nötig ist). :)

Gruß
Lukas
 
regulat-pro-immune
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Hallo,
an meine seit Jahren durchgeführten Fastenwochen (zwei bis drei Wochen)
schließt sich eine reine Kartoffelwoche an (Pellkartoffeln von morgens bis
abends).
Bei vorheriger ausreichender Ernährung (ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und all dem, was der Körper braucht) ist all das gut durchführbar.
Als meine Ernährung noch nicht so ausgewogen, kam es während der Fastenzeiten zu Schwächen. Je bewußter ich nach den Fastenzeiten meine Ernährung umstellte, umso weniger war davon zu spüren.

Find das super, daß Du Entlastungstage einhalten willst und auch Aufbautage.

Und ansonsten ist bei jeglicher Art von Fasten (Teilfasten etc) meine Einstellung: probieren geht über studieren.

Wünsch Dir eine liebevolle Fastenzeit und ich würd mich sehr freuen, wenn Du Zeit findest, um davon zu erzählen, wie es Dir dabei ergeht. Danke.

alles Liebe
flower4O
 
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Das beschriebene Reisfasten ist in keiner Weise gefährlich. Ich musste zu einer längeren Untersuchung eine Woche lang Kartoffel-Reis-Diät machen, habe kein Gramm abgenommen aber mich gut gefühlt.
 
Themenstarter
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Vielen Dank für eure hilfreichen Beiträge.Habe mich sehr darüber gefreut und fühle mich ermutigt.

@ory
Ich habe mir die Anleitung einmal durchgelesen. Ist bestimmt gut. Vll. mache ich soetwas zu einem späteren Zeitpunkt, jetzt möchte ich etwas länger als nur 2-3 Tage Reisfasten. Wenn ich die Anleitung richtig verstanden habe, isst man ja dann während der 2-3 Tage keinen Reis , sonder eine Reissuppe....also "klassisches" Fasten ohne feste Nahrung.

@ExLukas
Danke für deine Einschätzung. Gut zu hören, dass Du da prinzipiell auch keine grossen Risiken siehst, wenn man das als Gesunder mal eine Woche macht.
Das mit der Apfeltorte klingt natürlich verlockend...bring mich nicht auf dumme Gedanken! Apfeltorten-Fasten....lässt sich bestimmt ganz gut verkaufen.

@flower4o
Sehr interessant, deine ERfahrungen zu hören. Toll, dass du das Fasten schon so lange machst. Hast bestimmt schon an anderer Stelle ausführlicher darüber geschrieben...ich werd mal suchen. Möchte nämlich langfristig gesehen auch gerne regelmässiges Fasten einbauen. Trau mich aber da aktuell noch nich heran.
Interessant auch deine Erfahrung, dass mit verbessertet Ernährung das Fasten unproblematischer abläuft. Eigtl. logisch, aber gut es einmal von einer Praktizierenden zu hören.
Die von dir erwähnte Kartoffel-Woche ist wohl dem von mir beabsichtigten Reisfasten ziemlich ähnlich.
Wirklich interessant und anerkennenswert, dass du das schon einige Jahre machst. Sind ja immerhin 2-3 Wochen Fasten + 1Woche Kartoffel-Tage, also alles in allem bis zu einem ganzen Monat Fasten. Dazu braucht es schon einiges an Disziplin (zumindest am Anfang) und Kenntnis des eigenen Körpers, damit man keinen Mist baut. Und es scheint Dir ja auch gut zu tun, sonst würdest du es ja nicht alljährlich wiederholen.

@rundundbunt
Danke für das Teilen deiner Erfahrung. Schön zu hören, dass deine Erfahrung mit der Kartoffel-Reis-Diät rund um positiv war.


Darf ich an alle noch eine Frage bzgl. Wasser-Trinkens während des Fastens bzw. Reisfastens stellen:

Bisher habe ich immer wieder gelesen - auch in dem von mir oben erwähnten Fasten Ratgeber "Wie neugeboren durch Fasten" - dass man fastenbegleitend viel Wasser (und allgemein Flüssigkeit in Form von Tees, Suppen)trinken soll. Eher mehr als wenig. Dadurch sollen wohl die freigesetzten Giftstoffe besser ausgeschieden werden. Auch wird empfohlen beim Auftreten von Heilungsreaktionen (in Form von Kopfschmerzen, Gereiztheit, etc.) vermehrt Wasser zu trinken.
Nun habe ich, in krassem Gegensatz dazu stehend, kürzlich an verschiedenen Stellen gelesen, dass Fasten umso effektiver ist, je weniger Wasser man trinkt. -Kam mir erst einmal ungewohnt bzw. seltsam vor diese Aussage. Auch eine der ganz bekannten Fasten-Kuren (vll war es die Schroth-Kur, bin mir gerade nicht sicher), schreibt vor, möglichst wenig zu trinken. Auch in der Makrobiotik wird für Kuren die Empfehlung gegeben, möglichst wenig zu trinken.
Es wird gesagt, dass nicht nur die Nahrungsaufnahme, sondern auch die Flüssigkeitsaufnahme deutlich reduziert werden bzw. ganz gestrichen werden soll. Durch das Weglassen von Flüssigkeiten kommt es wohl zur intensiveren Entgiftung.

Ich würde in diese gegensätzlichen Aussagen gerne etwas Klarheit reinbekommen. Welche Aufgabe/Funktion hat denn das Wasser eigtl während einer Fastenkur? Ist es wirklich so, dass durch eine geringere Flüssigkeitsaufnahme eine intensivere Entgiftung erreicht wird? Falls ja, würde auch die Aussage, dass man bei Heilungsreaktionen vermehrt trinken soll, für mich Sinn machen. - Da durch das vermehrte Trinken vll. die Entgiftung eingedämmt wird. Andereseits hatte ich immer die Annahme, dass viel Wasser Trinken gut für die Entgiftung sei, da man einerseits Giftstoffe damit löst (könnte ein Irrtum von mir sein), aber in jedem Fall den Abtransport der Giftstoffe dadurch fördert.

Vll. weiss ja der ein oder andere etwas zu dem Nutzen bzw. "Nicht-Nutzen" des Wassertrinkens während einer Fasten-Kur.

Vielen Dank noach einmal für eure hilfreichen und netten Beiträge,
slippery
 
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18.09.07
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Hallo,
wünsch Dir einen liebevollen Dank.

Danke für Deine liebevolle Antwort.

Trinken während des Fastens/Teilfastens würde ich auf jeden Fall empfehlen.
Wie Du von mir erfahren hast, faste ich seit vielen Jahren.
In den Anfangsfastenjahren machte ich regelmäßige Einläufe. Es gab Fastentage, an denen ich weniger trank. Am nächsten Morgen, nachdem ich den Einlauf zur Darmreinigung machte, wunderte ich mich anfangs, warum
mein Körper das ihm von unten zugeführte Wasser behielt. Die ersten
Fastenjahre nahm ich an Fastengruppen teil, da ich mir das eigene Fasten nicht so recht zutraute. Auch dort wurden teilweise diese Erfahrungen gemacht.
Aber erst, nachdem einen Tag vorher wenig getrunken wurde. Es gibt immer mal wieder Tage während des Fastens an denen mir das Trinken schwerfällt.

Und mein persönlicher Rückschluss aus den Reaktionen meines Körpers: es gab zu wenig Wasser, da mir das Trinken schwerfiel und durch einen Einlauf (ca. 1 Liter Wasser) wurde ihm das wieder zugeführt und er hats behalten.
Der Körper ist während des Fastens recht weise und es sollte halt genauestens darauf geachtet werden, daß er das bekommt, was er braucht.

Ich würde niemals empfehlen, das Trinken einzuschränken.
Fasten bedeutet für mich, dem Körper die Chance zu geben, daß er sich
nicht auf die Verdauung konzentrieren muß sondern bewußt Zeit hat zum Entschlacken und Entgiften.
Als ich das erste Mal eine Woche fastete ging es mir echt schlecht und ich ging zum Arzt. Dieser veranlaßte eine Blutentnahme. Als ich mit ihm über die Ergebnisse dieser Entnahme sprach, "schlug er die Hände über den Kopf zusammen", da bestimmte WErte (welche genau weiß ich heute leider nicht mehr) seiner Ansicht nach völlig daneben waren und er sich keinen Reim daraus machen konnte. Die Werte meiner vorherigen Blutentnahme waren i.O.

Daß es zum Fasten Diziplin braucht, wie Du schreibst, dem will ich nicht unbedingt zustimmen. Wenn die sog. Darmreinigung ordentlich genug durchgeführt wurde, bleibt das Hungergefühl aus. Die ersten zwei bis drei Tage kann es zu evtl. Umstellungsbeschwerden (Kopfschmerzen, Schwindel etc.) kommen und dann geht alles wie von selbst.
Ich hatte Fastenwochen, in denen ich Bäume ausreißen konnte :bang:
und Fastenwochen, in denen ich mich ausruhte und einfach mal die Seele baumeln ließ.
Körper, Geist und Seele wissen meiner Fastenerfahrung nach, was der Mensch braucht, wenn er fastet.

Wünsch Dir alles Liebe während Deines Teilfastens und schenk Deinem Körper das, was er braucht.
Und je regelmäßiger im Jahr Du das machst, umso mehr Sicherheit für Körper, Geist und Seele wirst Du bekommen.

alles Liebe
flower4O
 
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