Netzhautablösung (Ablatio retinae) mit Vitrektomie

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18.03.12
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Als Notfall kam ich Anfang August in unsere Augenklink und dort wurde eine Netzhautablösung auf dem rechten Auge festgestellt.
Bei einer sofortigen OP, da eine Erblindung drohte, wurde auch dabei der Glaskörper entfernt und durch Gas ersetzt .
Es waren harte Wochen bis das Gas vollständig wieder abgebaut war, die Schmerzen nachließen und ich wieder selbständiger wurde. Meine Medikamente vertrug ich auch sehr schlecht und noch heute kämpfe ich darum, dass ich meine alte Energie wieder zurückgewinne.

Ich würde mich gern mit euch austauschen, denn es ist vieles noch nicht in Ordnung und vielleicht hat jemand ähnliches durchgemacht.
Meine Sehkraft ist nun zu 40% wieder zurück, aber ich habe ein verzerrtes Bild, immer leichte Schmerzen und Druck hinter dem Auge, spüre ein Fremdkörpergefühl, Kopfschmerzen, oft ein Flimmern und Leuchten im Auge und dann hat sich auch Zellgewebe auf die Linse abgesetzt.
Noch heute muss ich konzentriert daran arbeiten, dass mein Kopf sich mit den Augen verknüpft. Meinen Zustand und meine Empfindungen dabei lassen sich nur ganz schlecht erklären.

Vor einigen Tagen hatte ich eine Abschlussuntersuchung im Klinikum und dort waren die Ärzte mit dem Ergebnis nicht zufrieden und am 10.12. erfahre ich wie es weiter geht.
Ich bin dankbar darüber, dass meine Sehkraft wieder hergestellt werden konnte, aber tief in mir werde ich eine gewisse Angst nicht los.

Gibt es in eurem Bekanntenkreis Menschen mit einer solchen OP und wie geht es ihnen heute?

Bleibt gesund und seid lieb gegrüßt von Wildaster🍀🍀🍀
 
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12.10.18
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diese op hatte ich zwar nicht, weil bei mir durch einen glücklichen zufall netzhautrisse und -löcher gerade noch rechtzeitig entdeckt und mit laser geflickt wurden (etliche jahre lang hatten alle augenärzte trotz der hohen kurzsichtigkeit nie den augenhintergrund kontrolliert, obwohl es unbedingt hätte gemacht werden müssen), wodurch die sehkraft, aber auch wegen des zu massiven laserns, enorm abgenommen hatte und ich wegen der zunehmenden glaskörperablösung (schon vor vielen jahren, also nicht altersbedingt, sondern durch die maligne myopie) permanent mißempfindungen hatte bis ich gelernt habe, das einfach zu ignorieren, was zuerst mal scheinbar unmöglich war, aber ich hab ja schon einiges wieder hinbekommen, das angeblich unmöglich war .

die damals stark reduzierte sehkraft (bei beiden augen weit unter 40 % mit brille), konnte ich dank intensiver eigentherapie wieder bessern (lt. augenärzten unmöglich), links deutlich (lag vor 2 jahren mit brille bei etwas über 50 % bis fast 70 %, je nach tagesform, beleuchtung usw.), rechts nur minimal (war vor 2 jahren ca. 25 % -30 % mit brille), weil schon zu viel kaputt war.
wie es jetzt ist, weiß ich nicht, dürfte aber ähnlich sein, rechts dank augentraining usw. evtl. etwas besser.
interessiert mich aber nur wenig, da ich für den normalen alltag genug sehe.

die in etlichen büchern usw. empfohlenen heftigen augenbewegungen beim augentraining muß man bei schon vorhandenen augenproblemen und auch bei hochgradiger kurzsichtigkeit unbedingt vermeiden, auch für andere sind sie nicht empfehlenswert und auch nicht wirklich nützlich, da beim augenrollen usw. nicht die muskeln trainiert werden, die die sehschärfe einstellen.

die durch die ablösung aufgetretenen trübungen (sehr viel größer und massiver als die üblichen mouches volantes, die man nur wahrnimmt, wenn man darauf achtet oder auf eine weiße wand o.ä. schaut) und die noch viel massiveren durch div. bei der ablösung aufgetretenen und teils massiven blutungen im auge (konnte da mit einem auge zuerst mal garnichts mehr sehen) , sind nach einiger zeit teilweise abgesunken und daher nur bei heftigen augenbewegungen sichtbar, aber das meiste schwimmt permanent im blickfeld rum und daher hab ich es einfach trainiert, das zu ignorieren, was auch die meiste zeit rel. gut gelingt.

mit den meisten augenärzten (auch in div. kliniken) hab ich eher schlechte erfahrungen gemacht, so daß ich immer wieder mal zu dem gefahren bin, der die risse entdeckt hatte (auch als ich mal 800 km entfernt gewohnt habe), den es aber leider nicht mehr gibt.

seit ich die sehkraft selbst bessern konnte, bin ich allerdings garnicht mehr zum augenarzt gegangen (nicht empfehlenswert) , nur 1x pro jahr zum sehtest beim optiker (dieses jahr wegen crash und corona garnicht), wobei ich da vor 2-3 jahren durch zufall bei einem war, der sich auch die augen angeschaut hat (aber ohne weittropfen, was erforderlich ist, wenn man den augenhintergrund wirklich genau sehen will) und demnächst irgendwann wieder da hingehe, weil ich nicht mehr zu irgendwelchen ärzten gehen will (hab zu oft zu schlechte erfahrungen mi ärzten gemacht, dieses jahr ja noch schlechtere), was für andere natürlich nicht empfehlenswert ist.

aber mal zu einem anderen augenarzt zu gehen, der erfahrungen mit der thematik und gute erfolge bei den patienten hat (kann man ja heutzutage per inet rausfinden, wobei die guten bewertungen bei jameda usw. leider oft nicht stimmen, da jeder sie mit versch. nicks selbst schreiben und negative löschen lassen kann) wäre evtl. mal gut. und vor allem auch selbst gute "fachkenntnisse" durch lesen von med. fachbüchern usw. zu erwerben kann manchmal hilfreich sein.

wodurch kam es denn bei dir zu der ablösung ?
die ist in der massiven form ja auch im alter (wie alt bist du ?) eigentlich nicht üblich.

ist vorher nie der augenhintergrund (mit weittropfen) untersucht worden ?
den augenarzt würde ich dann auf jeden fall meiden und einen besseren suchen.
bist du kurzsichtig ? wie hoch ? in welchem zustand ist das andere auge (augenhintergrund, sehkraft, glaskörperablösung, die ab einem gewissen alter in einem gewissen umfang ja normal ist usw. usw.) ?

ich wünsch dir gute besserung. :)


lg
sunny
 
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18.03.12
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Danke, liebe sunny und auch dir alles Liebe und Gute.🍀

Meine Netzhautablösung ist laut Ärzten eine seltene genetische Erkrankung. Meine Beschwerden fingen vor ungefähr eineinhalb Jahren an, denn da schwammen immer Wasserblasen in meinem Auge herum , die zeitweise wieder verschwanden. Dann kamen heftige Kopfschmerzen dazu und als sich die Wasserblasen in bleibende schwarze Punkte veränderten machte ich mich auf die Suche nach einem Augenarzt.
Trotzdem es in unserer Stadt neun Augenärzte gibt, bekam ich als Neupatientin keinen Termin und mir wurde die Notaufnahme empfohlen. Dann habe ich es verschludert und mich mit den schwarzen fliegenden Punkten arrangiert.
Bis ich nichts mehr sah und das am vorletzten Tag im Urlaub mit meinen zwei Enkelinnen.

Da meine Netzhautablösung wirklich nicht sehr oft vorkommt, interessierte sich in der Klinik jeden Tag ein ganzer Stamm von Ärzten um meine Fortschritte. Gott sei Dank waren es gute Erfahrungen und ich fühlte mich dort sehr aufgehoben.
Einige Wochen fuhr ich noch zur Nachkontrolle in das Krankenhaus und dann als Frischoperierte fand ich meinen heutigen Augenarzt, mit dem ich sehr zufrieden bin.

Was ich bei ihm beobachten konnte, sunny, er hat nicht nur bei mir den Augenhintergrund regelmäßig angeschaut, sondern auch bei anderen Patienten.

Ich wünsche dir sehr, dass auch du gute Ärzte findest, denn alles bekommen wir leider allein nicht so richtig hin.
Ich Palmiere jeden Tag, aber da das Auge sehr schmerzempfindlich ist, lasse ich alles andere sein.

Für das Lesen habe ich mir eine starke Lesebrille in der Drogerie gekauft, um gut am PC schreiben zu können und öfters binde ich das kranke Auge für diesen Moment einfach zu.

Liebe Grüße von Wildaster😊
 
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12.10.18
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eine seltene genetische Erkrankung

welche denn ?
es gibt eigentlich nur 2, die zu glaskörper-und netzhautproblemen führen.

Augenhintergrund regelmäßig angeschaut, sondern auch bei anderen Patienten.

mit weittropfen ? das ist sehr zeitaufwendig und wird daher nicht oft gemacht.

dass auch du gute Ärzte findest

die brauch ich gsd nicht. nach sehr schlechten erfahrungen mit etlichen hundert (im laufe vieler jahre und bei versch. fachrichtungen, teils auch in unikliniken usw.) ärzten, die alles andere als gut waren und der erfolgreichen eigentherapie bei einigen teils angeblich nicht therapierbaren (nierenversagen, maligne myopie usw.) und einigen angeblich nur mit viel chemie und op therapierbaren (asthma, rheuma mit massiven gelenkschäden, komplett versteiftes re. schultergelenk usw.) krankheiten, bleib ich lieber bei der eigentherapie, die halt dank med. ausbildungen und seeehr viel eigenen forschungen über etliche jahrzehnte und einigen fortbildungen (eine sogar über 3 jahre ganztags bei ärzten, die auf ihrem gebiet sehr gut waren) möglich ist.


lg
sunny
 
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06.04.09
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Hallo Wildaster,

ich hatte vor etlichen Jahren auch eine Netzhautablösung, die operiert werden mußte. In letzter Minute, weil mich der AA gar nicht aufgeklärt hatte, als ich schon Wochen vorher Blitze sah.
In Thüringen hat eine mehrfach Betroffene eine Selbsthilfegruppe gegründet, die sehr hilfreich ist: http://www.forum.netzhaut-selbsthilfe.de/

Was ist das für ein genetischer Defekt, was die Ursache sein soll?

Dein Visus kann durchaus noch besser werden, es dauert halt.

LG, Brigitka
 
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18.03.12
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Liebe Brigitka,
ich danke dir sehr und in dem Forum habe ich auch schon kurz reingeschaut - Danke!💞
Was ist das für ein genetischer Defekt, was die Ursache sein soll?
Diese Frage konnte ich schon sunny nicht beantworten und schäme mich etwas für meine ...!
Bei den Visiten im Krankenhaus sprach man immer von einer besonderen erblichen Netzhautablösung und erst durch euch ist mir nun bewusst, dass ich da hätte nachfragen sollen. Ich war die ganze Zeit nicht ich!

Ich verstehe auch einfach nicht Brigitka, dass ich so viele Wochen brauchte, bis ich mich so halbwegs wieder fühlte. Der Alltag erschöpfte mich so, dass ich sehr viel schlief und mein Kopf funktionierte auch nicht richtig.
Langsam kommt meine Energie zurück und darum meine Angst, dass noch einmal eine OP ansteht.

Wie erging es dir denn danach, kannst du dich noch daran erinnern und geht es dir gut? Dass das Sehen sich noch verbessern kann, das habe ich ja erlebt und hoffe weiter. Hast du Probleme mit dem räumlichen Sehen und ist dein Sehfeld auf dem Auge auch verzerrt und hattest du Augenschmerzen nach einer so langen Zeit.

Bitte entschuldige meine vielen Fragen, aber ich fand dazu nicht viel im Netz. Aber ich kann ja Dank dir nun im Selbsthilfeforum herumstöbern.

Liebe Grüße von Wildaster🍀
 
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12.10.18
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dass ich da hätte nachfragen sollen.

frag halt deinen augenarzt. es steht ja im entlassungsbericht der augenklinik drin.
und es wär interessant wegen evtl. maßnahmen zur vorbeugung usw.

du kannst dir davon auch eine kopie geben lassen. die steht dir zu, der arzt kann nur die kopierkosten (in höhe der kosten, die auch bei kopierautomaten anfallen, also eigentlich nicht mehr als 10 cent pro seite) verlangen.
weiter gute besserung. :)


lg
sunny
 
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10.01.04
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Hallo Wildaster,

sind Dir eigentlich irgendwelche NEMs wie z.B. Vitamin A empfohlen worden? Oder helfen die eher nicht?

Hast Du diese "Übung" empfohlen bekommen und wie läßt sich die praktisch durchhalten?:
...
Nachdem der Glaskörper entfernt wurde, wird Gas in den Glasörperraum gegeben, um die Netzhaut fest an ihre Unterlage zu drücken. Damit das Gas auf die richtige Stelle (die Makula) drücken kann, sollte der Patient für eine Woche nach der Operation den Kopf nach unten halten (am besten auf eine Tischplatte aufstützen und im Bett auf dem Bauch oder auf der Seite liegen). So drückt die stets nach oben steigende Gasblase in Ihrem Augapfel auf den Bereich der Makula. Diese „Krankengymnastik“ ist ein wesentlicher Teil der erfolgreichen Behandlung und sollte möglichst ganztägig (mit kleinen Ausnahmen, z.B. Essen) durchgeführt werden. ...

Grüsse und alles Gute!
Oregano
 
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18.03.12
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Grüsse und alles Gute!

Hallo Oregano, ich danke dir sehr, auch für diesen Link.:)

NEMS sind mir nicht empfohlen worden, aber Dank Forum bin ich gut versorgt. Vitamin A ist nicht dabei, aber zusätzlich nahm ich Panax Ginseng mit hinzu und es geht schrittweise bergauf.
Als ein Patient in dem eingestellten Artikel schrieb, dass er nach der OP Probleme hatte, bis sich sein Gehirn wieder mit den Augen verknüpfte, war ich erleichtert, denn genau das war ist ja auch mein Problem.

Wochenlang musste ich auf der linken Seite schlafen, denn das Gas baute sich sehr langsam ab und durch meine Augenschmerzen bekam ich lange nicht das Ok für eine beliebige Schlafposition. Ich baute mein Bett so, dass ich nicht rollen konnte und gewöhnte mich relativ schnell daran.

Seit meiner letzten Untersuchung im Klinikum habe ich wieder starke Schmerzen und ein Fremdkörpergefühl im Auge und sehe mit Bange dem 10.12. entgegen.

Hallo sunny, in den Entlassungspapieren wurden nichts von einer " erblichen" Netzhauterkrankung erwähnt.

Liebe Grüße von Wildaster
 
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12.10.18
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dann frag doch einfach in der klinik nach.

es ist doch wichtig zu wissen, was die genaue ursache ist um herauszufinden, was man selbst noch tun kann, um etwas zu bessern und/oder verschlimmerungen (evtl. auch beim anderen auge) zu vermeiden.
wenn ich mich auf die ärzte verlassen hätte, könnte ich jetzt auch mit brille (fast) nichts mehr sehen und so konnte ich es erheblich bessern und es ist für den normalen alltag mehr als genug, auf dem li. auge mit brille sogar viel besser als vor 40 jahren als es die netzhautrisse und -löcher gab .



lg
sunny
 
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06.04.09
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Ich verstehe auch einfach nicht Brigitka, dass ich so viele Wochen brauchte, bis ich mich so halbwegs wieder fühlte. Der Alltag erschöpfte mich so, dass ich sehr viel schlief und mein Kopf funktionierte auch nicht richtig.
Langsam kommt meine Energie zurück und darum meine Angst, dass noch einmal eine OP ansteht.
Schon eine Vollnarkose kann einem ganz schön zurückwerfen. Und eine Augenop geht sehr aufs Gehirn. Schließlich rechnet das Gehirn schon oben und unten um, ist also ganz schön am Sehen beteiligt.
Wie erging es dir denn danach, kannst du dich noch daran erinnern und geht es dir gut? Dass das Sehen sich noch verbessern kann, das habe ich ja erlebt und hoffe weiter. Hast du Probleme mit dem räumlichen Sehen und ist dein Sehfeld auf dem Auge auch verzerrt und hattest du Augenschmerzen nach einer so langen Zeit.
Ich hatte immens viele Probleme. Über zwei Jahre. Ich mußte auf dem Bauch schlafen, was mir der Kuklinski wegen meines HWS Schadens verboten hatte. Konnte 3 Wochen gar nicht schlafen. Als das Gas weg war, war ich sehr erschrocken. Die Küchelampe hing total schief und die Fensterbretter hatten einen Drall nach rechts unten. Und weiße Wände hatten einen ziemlichen gelbstich. Und das als Architektin mit einer professionellen Farbausbildung. Mir wars schwindlich, bin einmal mit dem Fahrrad gestürzt und konnte allgemein Höhenunterschiede nicht gut ausmachen.
Dann kam der Sommer und die Pupille des operierten Auges - es war mein besseres Auge - war immer noch weit auf und wollte selbst bei grellstem Sonnenlicht nicht zu gehen. Das Pilocardin dagegen verursachte mir übelste Kopfschmerzen. Ein Augenarzt schmiss mich raus, mein Alter wollte mir schon gar keinen zeitnahen Termin geben.
Durch den ganzen Stress wuchs mein ohnehin vorhandener oxidativer Stress unermesslich. Was binnen kurzem zu einer Linsentrübung führte. Die konnter der AA aber nicht sehen, vielleicht durchstrahlt die Spaltlampe alles. habe ich dann selbst mit einem Billigmikroskop diagnostiziert. Ind der nicht entspiegelten Linse konnte ich lauter schwarze, schlangenförmige Gebilde sehen. Also noch eine OP und eine Kunstlinse rein. Den OP Termin hatte mir eine bösartige Ärztin an der Uniklinik gecancelt, hatte sich wohl geärgert, weil ich meine Medikamentenunverträglichkeiten besprechen wollte. Eine andere junge Frau hatte sie fast zur Fehlgeburt getrieben.
Nächster Termin war dann leider etliche Monate später. Den bekam ich nur, weil ich dem OA eine Mail schrieb. Der kümmerte sich und fand sogar eine Lösung für die offene Pupille. Acethylcholin direkt bei der OP ins Auge gespritzt. Oral eingenommen zerfällt es leider zu schnell. Es wirkte Wunder, nach der OP war die Pupille sofort beweglich, nicht ganz rund sondern hochoval, aber ich war nicht mehr so geblendet.
Aber dann dauerte es nicht lange, bis mein rechtes Auge schlapp machte. Da war auch die Linse trüb.
Und dazwischen dann x Mal Augenarzt, Klinik und Optiker Termine. Und das als CFS Erkrankte mit eh schon zu niedrigem Energielevel.

Jedenfalls sind Antioxidantien in großen Mengen sehr hilfreich. Viele bekommen jedenfalls eine Linsentrübung nach den Augenops, angeblich weiß man nicht woher das kommt...

Ich glaube, die AAs haben bei Dir gar keinen Gentest veranlaßt. Nur eine Vermutung. Da muß man nämlich seit einigen Jahren unterschreiben.
Aber interessieren würe mich das trotzdem, habe mich ziemlich mit meiner Genetik befasst.
Normal sind vor allem Kurzsichtigkeit und schwaches Bindegewebe Risikofaktoren. Dr. Daunderer, der Toxikologe führts es auch auf Quecksilber zurück. Davon habe ich noch jede Menge im Körper, weil ich nicht gut entgiften kann.

Liebe Grüße

Brigitka

PS hattest Du ein OTC in der Klinik bekommen? Da kann man sehen, ob an der Netzhaut was geschwollen ist.
 
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Liebe Brigitka,

vielen, vielen Dank für deine ausführliche Antwort. 💞

Oh Gott, Brigitka, das muss eine schlimme Zeit für dich gewesen sein, denn als CFS Erkrankte nochmals doppelt bitter. Hoffentlich geht es dir jetzt gut? 🍀

Ich antworte dir noch ausführlich, zur Zeit habe ich ein Computerproblem und schreibe gerade auf dem IPad. Du weißt doch die Augen....

Bis dahin liebe Grüße von Wildaster
 
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Liebe Brigitka,

es muss furchtbar für dich gewesen sein und ich kann mich etwas hineinversetzen, denn ähnliches erlebte ich jahrzehntelang mit Urologen.
Was die Ärzte in der Augenklinik und meinen jetzigen Augenarzt betrifft, da habe ich Glück, denn ich fühle mich gut aufgehoben. Ich weiß noch wie man mir sagte, dass man nicht weiß, ob mein Augenlicht gerettet werden kann.
Darum bin voller Dankbarkeit, auch wenn das Endergebnis noch nicht feststeht, aber ich sehe ja nun schon auf dem Auge 40%.

Du hast einen sehr interessanten Beruf, Brigitka.

Einiges was du beschrieben hast, habe ich auch erfahren. Ich fiel sehr oft hin, sah 3D und noch heute sehe ich auf dem Auge alles schief und wie im Nebel.
Es hat lange gedauert, Brigitka, bis ich herausfand, dass für mein schlechtes Allgemeinbefinden auch die Augentropfen mit Schuld waren.
Als massive Darmbeschwerden dazu kamen, las ich im Internet die Nebenwirkungen und erschrak tüchtig. Nach der OP wollte ich den Heilungserfolg nicht verzögern und eine Entzündung hinter dem Auge verhindern. Dass sie mich so beeinträchtigen, das hatte ich vorher nicht vermutet.

Mit dem Absetzen der Augentropfen wurde vieles besser und nun kann ich schon wieder längere Touren unternehmen, aber viel Schlaf brauche ich noch immer und gedächtnismäßig ist auch noch nicht alles in Ordnung.

Hast du die Augentropfen vertragen, Brigitka

Bei der letzten Untersuchung bekam ich wieder eine OCT .
Ich glaube, die AAs haben bei Dir gar keinen Gentest veranlaßt. Nur eine Vermutung. Da muß man nämlich seit einigen Jahren unterschreiben.

Das beruhigt mich, denn ich zweifelte schon an mir. Sie sprachen wirklich immer von einer erblichen Netzhauterkrankung und, dass ich meinen Kindern die Brillenträger sind, informieren sollte.
Am 10.12. frage ich den Chefarzt!!!

Liebe Grüße von Wildaster💞
 
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