Langen teuren Leidensweg ersparen

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12.10.09
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Ich schreibe diesen Beitrag, damit nicht andere auch - wie ich - auf dieser Reise 40.000 EUR loswerden und 20 Jahre mit den unterschiedlichsten schwerwiegenden Symptomen und schwammiger CFS Diagnose durch die Gegend "kriechen". Könnte ich nochmal von vorn würde ich sofort folgendes machen:

1. Umfangreicher Gentest, z.B. bei MTHFR Genetics in der UK (ca. 200 EUR)
2. Genberatung
3. Umfangreicher Test auf Erreger (Borreliose, Co-Infektionen, Streptokokken, Mykoplasmen) bei ArminLabs in Augsburg (etwas über 1000 EUR)
4. Behandlung der Infektionen und Unterstützung der Genetik (da Tests Erreger, die systemisch geworden sind, fast nie anzeigen, muss man manchmal, am besten mit Kräutertinkturen trial und error machen), schauen, worauf man arg reagiert)
5. Besondere Bedeutung bei CFS kommt allen Mykoplasmen Arten zu (Tests sind unzureichend und fehlerhaft)
6. Ernährungsumstellungen und NEM ohne Ende sowie Amalgamausleitung garnicht erst anfangen, bevor man nicht seinen Gentest vorliegen hat, unerkannte Erreger haben eine weit grössere Bedeutung als Ernährungsfehler oder eine Schwermetallvergiftung
7. Einen Arzt finden, der es versteht, und mit dem man kooperativ arbeiten kann (dieser sollte auf jeden Fall so aufgestellt sein, dass er Antibiotika Rezepte notfalls ausstellen kann, sich mit Genetik auskennt und krank schreiben kann).
8. Darauf vorbereiten, dass man zwar wieder gesund wird, aber wahrscheinlich nie 100% und immer aufpassen muss, weil die Genetik allermeistens eine Rolle spielt und die sich nicht gerade verbessert mit zunehmendem Alter (bzw. der Körper Dinge zunehmend schlecht ausgleichen kann)
9. Sein Leben entsprechend planen, damit es nie wieder zu diesem Supergau kommt
10. Darauf vorbereiten, dass die Genesung dauert (ca. anderthalb Jahre), mit Herxheimer Reaktion und Transformation einher geht, Krankschreibungen unumgänglich sind, man vieles intuitiv entscheiden muss, man seine Sache weitgehend selbst in die Hand nehmen muss und auf dieser Reise mehrfach tief verzweifelt (alles normal, bloss nicht über identifizieren mit "schaff ich nicht").

Ich hoffe, dass das dem einen oder anderen hilft. Ich hätte mir rund 35.000 EUR erspart, wenn ich das gewusst hätte, mein Leidensweg wäre weit kürzer gewesen und ich hätte mein Leben entsprechend meinen Anfälligkeiten geplant, wenn ich meine Genetik gekannt hätte.

Alles Gute und viel Kraft für euren Weg.
 
Beitritt
08.12.15
Beiträge
39
Super, vielen Dank für deine Erfahrungen und diese Liste!

Eine kurze Frage: wo / wie hast du jemanden gefunden, der sich mit Genetik auskennt?
An dem Punkt hänge ich schon länger und versuche mich während meiner guten Phasen selbst etwas ins Thema einzuarbeiten.
 

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