Ich stelle auch fest, daß die Kritiker des Zusammenhangs CO2 -> Temperatur zu lauter verschiedenen, sich teils sogar gegenseitig widersprechenden Argumenten greifen: Die Temperaturmessungen sind falsch, die CO2-Messungen heute sind falsch, die CO2-Schätzungen für das 19. Jh. sind falsch, oder aber: die Messungen sind alle richtig, müssen aber anders erklärt werden (Sonnenzyklen) ...
Das liegt wahrscheinlich daran, dass es so gut wie unmöglich ist, zu beweisen, dass etwas nicht ist.
Eine Theorie oder Behauptung muss allen Eventualitäten, Prüfungen, usw. standhalten. Tut sie das nicht oder ergibt sich nur ein Widerspruch, eine Widerlegung, eine Unklarheit, eine kleine Ausnahme, so ist sie falsifiziert, also widerlegt.
Deswegen ist es beim Thema CO2 und Temperatur oder allgemein beim Klimawandel (oder auch bei weiteren Themen der heutigen Zeit) das Problem, dass hier etwas in den Raum gestellt wird, was als gegeben angenommen und gesehen wird zuzüglich mit einer Ausschließlichkeit, was als richtig oder falsch angesehen wird oder als Begründung/Erklärung zugelassen wird. Es ist deswegen schwierig oder gar unmöglich, zu zeigen, dass dies nicht so ist. Und alles, was der Behauptung widerspricht, wird zudem als falsch oder irrelevant oder was auch immer abgewiesen und immer nur in Frage gestellt. Das hat dann eher ideologische Züge, als neutrale Forschung und Wahrheitsfindung, aber es bezeichnet sich als wissenschaftlich.
Wissenschaft ist ergebnisoffen und prüft immer wieder die Theorien, verifiziert und falsifiziert sie. Aber das passiert meist ja nicht.
Hier müsste die Behauptung/Theorie immer wieder geprüft und bewiesen werden und jegliche Widersprüche, Ausnahmen usw. dann erklärt werden können, um die Behauptung/Theorie weiter zu bestätigen. Aber das passiert ja nicht. Das, was in’s Bild passt ist „wissenschaftlich“ und stimmt, das, was nicht in’s Bild passt ist „unwissenschaftlich“ und falsch.
Dass es fast unmöglich ist, zu zeigen, dass etwas nicht so ist, kann man ganz leicht nachvollziehen, wenn man als Beispiel z.B. sagt: „Es gibt lila gepunktete Affen“ und dann verlangt, dass andere beweisen sollen, dass es sie nicht gibt. Das ist so gut wie unmöglich, da man nie ausschließen kann, dass es in irgendeinem Zoo, Labor, in irgendeiner abgelegen Ecke auf der Erde nicht vielleicht doch lila gepunktete Affen gibt. Häufig sind es auch Dinge, die nicht sichtbar und nicht greifbar sind, die behauptet werden, mit einem Fünkchen Wahrheit oder einer Teilwahrheit. Das macht es dann noch komplexer. Aber nichtsdestotrotz müsste jede Ungereimtheit zur Infragestellung führen. Aber das passiert nicht.
Eigentlich ist der, der eine Behauptung aufstellt, derjenige, der Beweise oder Tatsachen liefern muss. Und wirkliche Beweise/Tatsachen. Und diese Beweise und diese Behauptung müssen weiteren Prüfungen, Forschungen, Erkenntnissen, Beobachtungen usw. standhalten, ggf. verändert und angepasst werden. Sobald es nur eine Unregelmäßigkeit gibt, muss sie als falsch oder unbestätigt angesehen werden.
In der heutigen Wissenschaft wird aber ganz oft etwas behauptet. Das ist dann in Stein gemeißelt. Diese Behauptungen werden dann versucht, immer wieder zu bestätigen und sämtliche Fakten, die sie widerlegen oder die der Annahme widersprechen, werden nicht anerkannt und nicht ernst genommen. Z.B. gibt es dann etwas nicht, weil es keine wissenschaftlichen Studien gibt, aber es gibt 10000e Menschen, die es beispielsweise selbst erfahren und es mit deren Daten oder Erfahrungen belegt werden kann. Aber das wird nicht akzeptiert. Das darf es dann nicht geben, weil es nicht in’s Bild (nicht in die Ideologie, in den eigenen Glauben) passt. Statt dessen wird die ideologische Behauptung dazu benutzt, um uns etwas als notwendig zu verkaufen. Da braucht es dann Maßnahmen und Schutz usw.. Und die Studien, die diese gewünschten und akzeptierten wissenschaftlichen Studien liefern und liefern sollen, sind teuer gekauft und so ausgelegt oder werden so interpretiert, dass sie das gewünschte Ergebnis liefern und zur Behauptung passen. Das ist ja auch alles bekannt.
Hier hat sich die Wissenschaft in's Verkehrte verändert. Wissenschaft beginnt mit Beobachtung, dann wird eine Theorie dazu aufgestellt, die geprüft wird und dann bestätigt oder widerlegt wird. Dann kommen weitere Beobachtungen dazu usw.. Heute wird aber oft eine Behauptung oder eine Theorie aufgestellt, die dann nur mit dem belegt wird, was passt. Alles, was widerspricht, wird verfälscht, passend gemacht, abgelehnt, geleugnet, angezweifelt oder nicht berücksichtigt. Und dann wird gefordert, es sollen Beweise erbracht werden, dass dies nicht so ist, anstatt selbst immer wieder Beweise zu liefern und zu zeigen, dass die Behauptung oder die Theorie korrekt ist. Was, wie ich gerade geschildert habe, nicht wirklich möglich ist. Dann kommen halt so scheinbare schwammige, unklare, verschiedene, sich widersprechende Argumente. Sie sind aber nur so unklar, weil die Behauptung zweifelhaft ist, auf die sie sich beziehen.
Es geht meiner Meinung nach auch nicht um Argumente, sondern um Fakten, um wirkliche wissenschaftliche Tatsachen, Hinweise oder Wahrheiten, um Ergebnisse, Erfahrungen usw.. Oder auch um Ungereimtheiten, um Dinge, die widersprechen, um Fragen, die aufkommen und die geklärt werden müssen. Und nicht darum, Argumente zu liefern, die die Theorie nur bestätigen oder widerlegen sollen. Und auch gibt es wahrscheinlich nicht das eine Argument, das alles widerlegt. Es muss immer auch das Gesamtbild und ein größerer Kontext betrachtet werden. Tut man dies, ergeben sich häufig bei den gängigen Narrativen nur bei einfachen Überlegungen und Beobachtungen schon Fragen oder Ungereimtheiten. Man muss nur etwas unter die Narrativ-Oberfläche schauen und es finden sich Unstimmigkeiten.