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Für den Einstieg könntest du ja mal das hier nehmen:
CO2 diffusion in polar ice: observations from naturally formed CO2 spikes in the Siple Dome (Antarctica) ice core - Volume 54 Issue 187
www.cambridge.org
Super - dass Du ausgerechnet diesen Artikel rauskramst, der große Teile meiner Kritik aufgreift und bestätigt - und dann auch noch mit der perfekt passenden Aussage aus dem Artikel:
However, applying the permeation coefficient to greater depth (equivalent to tens of thousands of years) in the Siple Dome ice core suggests an impact on smoothing of the CO2 records on a decadal scale.
Das ist doch genau meine Argumentation: Der CO2-Alarmismus bzgl. des Anstiegs bezieht sich doch gerade auf "Jahrzehnte" (eben sein ca. 1860)!
Und selbst diese Messdichte wird vor allem bim Wostok-Bohrkern nicht annähern erreicht.
Und da das tiefer liegende Eis ja auch mal im Entstehungsprozess Firneis war, ist dieser Teile der Diffusionseffekte dann auch mit in die Tief "gewandert".
(Aus Artikel auf cambridge.org - Übersetzung mit Google-Translate):
Die Diffusion von CO 2 in Eis, nachdem die Luft in Blasen eingeschlossen wurde, ist jedoch noch wenig erforscht, da der Diffusionskoeffizient zu klein ist, um im Labor präzise gemessen zu werden (...). Diese Unsicherheit schränkt auch unser Verständnis der schnellen CO 2 -Änderungen in der Atmosphäre ein.
Der Diffusionskoeffizient im tiefer gelegen Eis mag klein sein - es geht aber hier um extrem große Zeiträume - das kann dann entsprechend in absoluten Werten erheblich sein.
(Aus Artikel auf cambridge.org - Übersetzung mit Google-Translate):
Aktuelle Ergebnisse einer molekulardynamischen Simulation (Referenz Ikeda-Fukazawa, Kawamura und HondohIkeda-Fukazawa und andere, 2004 ) zeigen, dass CO 2 -Moleküle in Eis um Größenordnungen schneller diffundieren können als in früheren Schätzungen, die auf einem interstitiellen Mechanismus basierten (Referenz Ikeda, Salamatin, Lipenkov, Hondoh und HondohIkeda und andere, 2000 ). Die schnelle Diffusion könnte auf einen neuen Mechanismus zurückzuführen sein, den sogenannten „Breaking-Bond-Mechanismus“, bei dem Wasserstoffbrücken brechen und CO 2 zwischen stabilen Stellen in Eiskristallen hin- und herspringt (Referenz Ikeda-Fukazawa, Kawamura und HondohIkeda-Fukazawa und andere, 2004 ). Bislang wurde jedoch über keine gute Beobachtungsschätzung der CO 2 -Diffusion in polaren Eisbohrkernen berichtet
(Aus Artikel auf cambridge.org - Übersetzung mit Google-Translate):
Darüber hinaus kann der Permeationskoeffizient von CO 2 aufgrund der unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften des Eises von Kern zu Kern und von Tiefe zu Tiefe variieren. Studien mit Eisproben unter verschiedenen physikalischen Bedingungen (z. B. Temperatur, Druck, Kristallwachstumsrate) mit unterschiedlichen Eiskernen können den Permeationskoeffizienten besser eingrenzen.
Die Autoren sprechen in diesem von Dir angeführten Artikel (danke nochmal dafür) viele Unbekannte und Fragen bzgl. diverser Effekte an, die glättend auf den in den Eisbohrkernen zu ermittelnden CO2-Werten wirken. Schreiben ausdrücklich, dass da noch einiges an Forschungsbedarf besteht.
Ein guter Aspekt bzgl. teilweise zu hoher Werte in den Eisbohrkernen, wurde in dem Artikel auch angesprochen: Gelegentlich am Südpol auftretende kurze Schmelzphasen, in denen sich u.U. im Wasser mehr CO2 gelöst haben dürfte. Dieses Eis unterscheidet sich auch strukturell. Da sollte man bei der Eisbohrkernanalyse entsprechend diese Eiszonen gesondert auswerten - und gerne aus der Langfristbetrachtung herausnehmen.
Ja, du wiederholst meinen Link; was willst du damit sagen?
sorry - das war ein reiner Editierfehler - sollte eigentlich ganz raus (hatte ich übersehen)
Du wirst ja hoffentlich anerkennen, daß man die Frage nach der Priorität nur an möglichst abrupten Wendepunkten der Kurve überhaupt untersuchen kann.
So allgemein und grundsätzlich formuliert bestreite ich genau das - zumindest für die Daten, um die es hier geht.
..Für den letzten dieser Wende-/Gipfelpunkte hat man logischerweise die besten Daten, insofern sehe ich keinen Nachteil darin, ihn eingehend unter die Lupe zu nehmen. Die Gesetzmäßigkeiten müßten dann ja eigentlich für alle Wendepunkte gelten, die auf derselben Größenordnung des Veränderungstempos liegen.
Wenn man eine Gesetzmäßigkeit ableiten möchte, reicht es ja gerade nicht sich ein/zwei herauszupicken - und sei es mit dem Argument "die Daten sind so gut".
Als Argumentaion für für den Umkehrschluss folgt dann quasi: Es gibt lange prähistorische Zeiträume, in denen zuerst Temperatur hoch ging und dann die CO2 (bzw. erst die Temperatur runter und danach CO2 ebenfalls). Aber weil wir uns mit den ganz wenigen aktuellen Wendepunkten so eine "schöne" Gesetzmäßigkeit gebastelt haben müssen diese prähistorischen Werte falsch sein.