Kinder brauchen Grenzen - Zusammenfassung des Themen - Chats

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Hallo, einen Gruß an Alle;

am Donnerstag, dem 12. 02. 2009 fand der zweite Themen - Chat, mit der Themenstellung "Grenzen setzen, ohne zu verletzen" statt; insgesamt haben zwölf UserInnen daran teilgenommen.

Wie versprochen, habe ich jetzt eine Zusammenfassung angefertigt.

Sollte ich etwas wichtiges vergessen haben, bitte ich die TeilnehmerInnen um Ergänzungen :)!

Herzliche Grüße von
Leòn

Themen-Chat: Grenzen setzen, ohne zu verletzen, Zusammenfassung



Grenzen müssen sein

Für den Themen – Chat wurde definiert, dass der Begriff Kind Personen bis ca. 12 Jahre erfasst. Darüber wird von Jugendlichen gesprochen.

Eingangs wurde festgestellt, dass Kinder Grenzen bräuchten, um ihnen Orientierungsmöglichkeiten zu bieten.

Der Art und Weise der Grenzsetzung käme eine besondere Bedeutung zu und es wurde festgestellt, dass „Grenzen“, Regeln etc., erklärbar sein und als sinnvoll erfahrbar, aufgestellt werden sollten


Grundsätzliches zu Grenzsetzungen

Als Prämisse für Grenzsetzungen wurde Klarheit benannt. Das heißt, Eltern müssen genau wissen und darstellen können, was sie erwarten.

Die Zuneigung der Eltern bleibt erhalten, auch wenn Regelverletzungen auftreten. Das sollte sehr deutlich vermittelt werden ( Sinngemäß: „Ich habe Dich lieb und erwarte von Dir folgende Verhaltensänderung!“)

Als Möglichkeiten, die Grenzeinhaltung durchzusetzen, wurden Belohnung (positive Konsequenz) und Bestrafung (negative Konsequenz) genannt.

Festgestellt wurde, dass Regeln grundsätzlich für alle gelten. Allerdings sei auch immer wieder auf Unterschiedene auf der Eltern/Erwachsenen- und der Kinderebene, hinzuweisen.

Weiterhin wurde die Auffassung mitgeteilt, dass Regeln ohne Kontrolle/ Überprüfung keinen Sinn machten.

Auch Vorbildverhalten sei eine Form von „Grenzsetzung“, weil gewünschtes Verhalten dadurch abgebildet werde.

Ausnahmen seien möglich, müssten aber als solche deutlich gemacht werden und auch Ausnahme bleiben.

Es wurde geäußert, dass sehr viele Maßnahmen als „Belohnung“ wirken könnten. So tatsächliche materielle Zuwendungen aber auch alles andere, was Aufmerksamkeit nach sich zieht.

Kurz klang an, dass auch negatives Verhalten durchaus verstärkt werden kann, wenn man nicht aufpasst.
Auch negative Aufmerksamkeit könne verstärkend wirken.

Die Grenzeinhaltung, die erwartet wird, muss grundsätzlich einhaltbar sein (also zum Kind, zum Beispiel zum Reifealter, passen.



Grenzsetzung in der Praxis


Folgendes Beispiel wurde konstruiert und durchgespielt.

Ein Elternteil erwartet von einem Kind, das vom Alter her genug Zeitverständnis hat, um die Zeitspanne einer Stunde einschätzen zu können, das es in der Mittagszeit sich eine Stunde im Zimmer aufhält und dem Elternteil eine Stunde „Ruhe“ lässt.

(Es wurde erarbeitet, dass man bei jüngeren Kindern kleinere Zeiträume setzen kann, bzw. andere „Maßeinheiten“, wie die Dauer eines Spieles o.ä., zugrunde legen könne).

Es wurde festgelegt, dass das Kind in jedem Falle eine Beschäftigungsmöglichkeit haben sollte.

Die Regel soll klar formuliert werden:
„Du lässt mich eine Stunde ruhe (lesen, schlafen etc.)!“

Formuliert wird auch, was passiert, wenn die Regel eingehalten wird:
„Dann beschäftigen wir uns eine Stunde (extra) miteinander!“ (Zusammen spielen, vorlesen, etc.)

Ein Vorschlag war, mit einem „Fleißzettel“ (Verhaltensplan) zu arbeiten, das heißt, Erfolge und Misserfolge durch Smileys / Heulis zu dokumentieren.

Ausnahmen von der Regel (wann darf das Kind doch stören) sollten vorher besprochen werden.
Außerdem sollten die Eltern sich darüber klar sein, wie oft eine Unterbrechung der Mittagsruhe möglich ist, damit die positive Konsequenz doch noch erfolgen kann.

Festgestellt wurde, dass eine Belohnung nicht erfolgen sollte, wenn die Regeln laut Absprache, nicht eingehalten wurden. Es würde zu „Lernfehlern“ kommen. Beim Kind käme an: „Ich kann doch machen was ich will. Die meinen das nicht ernst!“
 
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Herzliche Grüße von
Leòn
 

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