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Bestellt habe ich nichts, aber ich habe sie mal angeschrieben, ob man ihre Veröffentlichungen von ihrer Homepage hier verwenden darf. Sie schrieb zurück, daß man darf....

Grüsse,
Uta
 

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Wäre da vielleicht das eine oder andere für das Wiki dabei? Ich nehme mal an, dass sich die Erlaubnis auch auf das Wiki bezieht.
Obwohl - "maskierte Allergie" dürfte schwer einzuordnen sein, da es genau genommen keine Allergie ist, oder? Es entspricht genau der Theorie der Exorphine/Gliadorphine/Kaseomorphine bei der biomedizinischen Behandlung von Autismus und anderen psychischen Störungen. Das kann man mit einer Reaktion auf Farbstoffe oder Konservierungsmittel nicht in einen Topf werfen. So weit es Weizen betrifft, kommt das in meine Gluten-Sparte - aber wo einordnen? Eigentlich ist es eine besondere Art der Sucht, gehört also genau genommen zu Alkohol, Nikotin, Heroin ...
 
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Als ich mit ihr korrespondiert habe, gab es das Wiki noch nicht. Aber ich sehe keinen Unterschied, ob nun Forum oder Wiki.

Ich denke, die "maskierte" Allergie ist auch eine Allergie, denn bei den IgG-Untersuchungen auf Allergie taucht dieser Begriff ja auch auf. - Wahrscheinlich ist die Definition nicht ganz eindeutig, so daß der Begriff mehrmals auftauchen wird.
"Maskiert" heißt sie meines Wissens, weil sie nicht direkt und eindeutig einem Allergen zuzuordnen ist, da sie nicht als Kontakt- und Sofortallergie vom Typ 1 auftritt sondern eben erst später und damit "versteckt" bzw. "maskiert".
Auch der LTT-Test soll ja diesen Typ von Allergie herausfinden, die einen anderen Weg nimmt als eben die eindeutige Kontaktallergie, z.B. auf einen Nickelknopf am Bauch.

Ich denke, die maskierte Allergie gehört deshalb zum Thema "Allergie" allgemein und zu den Suchtauslösern bei den Exorphinen...

Gruss,
Uta
 

Kate

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"Maskierte Allergie"

Ich denke, das hier ist die "Maske" bei der Allergie:

Prozcházka schrieb:
Es entsteht so das Gefühl von besonderer Bekömmlichkeit (maskierte Allergie).
Das Allergen hat also eine charmante Maske auf, erzeugt spontan Wohlbefinden, obwohl es letztlich "klammheimlich" schadet. (Hinterhältig :mad: )

Die Typ-IV-Allergien (durch Epikutantest oder LTT nachzuweisen) tun das meines Wissens nicht, jedenfalls ist das kein definierendes Kriterium. Ihre Diagnostik ist deshalb schwieriger als bei Typ I ("Soforttyp"), weil sie

  • entweder als lokale Reaktion ZEITVERZÖGERT (nachweisbar durch Epikutantest, der 3 Tage nach dem Aufbringen des potenziellen Kontaktallergens auf die Haut abgelesen wird, Daunderer empfiehlt 7 Tage)
  • oder aber garnicht als lokale Reaktion sondern mit SYSTEMISCHEN AUSWIRKUNGEN (dann nachweisbar durch LTT, wo die Situation in vitro "nachgespielt" wird, indem die T-Lymphozyten 3 Tage mit dem potenziellen Allergen konfrontiert werden und deren "Vermehrung" gemessen wird - siehe Biegers Ausführungen zum LTT)

auftreten. Soweit die offizielle Definition.

Ein grundsätzliches Problem ist, dass der Begriff Allergie äußerst unscharf benutzt wird. Wenn der dahinter stehende Mechanismus unklar ist, finde ich den Begriff Unverträglichkeit deutlich besser. Bezüglich der IgG-vermittelten Allergien (ich glaube "Typ III") habe ich auch schon gehört, dass sich die Allergie oft "maskiert" und man gerade nach den Allergenen einen absoluten Japper hat.

Schönen Sonntag
Kate
 
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mh - keine Ahnung, wie das nun genau ist, zumal ja noch nicht einmal der Begriff "Allergie" ganz eindeutig feststeht, oder?

Es gibt aber doch dieses suchtartige Verlangen nach einem unverträglichen Lebensmittel, und auch wenn man dieses Lebensmittel ständig in immer größeren Mengen ißt/trinkt, ergeben sich meines Wissens keine sichtbaren Allergie-Zeichen sondern eben welche, die man den Lebensmitteln zunächst nicht zuordnet.
Allerdings fällt mir gerade auf, daß zu diesen suchtartig verzehrten Lebensmitteln u.a. Milch, Weißbrot, Süssigkeiten wie Schoko u.a. gehören. Das sind gleichzeitig auch Lebensmittel, die mit Reaktionen zu tun haben, wie Rohi sie nennt. Gleichzeitig aber auch Lebensmittel sind, die den Candida füttern, so daß vielleicht zunächst wenigstens ein gewisses Wohlgefühl eintritt, wenn der Pilz satt ist?

Gruss,
Uta
 

Kate

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Die "neutrale Maske" der Allergie

Neben der "charmanten Maske" (Allergen erzeugt spontanes Wohlbefinden) erwähnt Prozchátzka auch noch eine "neutrale Maske":

Das kurze Alarmstadium (Allergie), vielleicht mit Erbrechen, Durchfall oder Ekzem o.a., beim Erstkontakt mit Weizen (z.B. Kindergrieß als Säugling), wird meistens übersehen oder nicht ernst genommen. Dann paßt sich der Organismus an diesen (täglichen) Streß an, er maskiert die Allergie, sodaß sie unsichtbar ist. Diese Anpassung ist abhängig vom Immun-System und schwächt es.
Demnach ist die Folge ein geschwächtes Immunsystem, das man wiederum nicht direkt wahrnehmen kann, sondern nur dessen Folgen... die aber wiederum so weit verbreitet sind (Infektanfälligkeit, Allergien, Pilzerkrankungen, Hautprobleme, Autoimmunerkrankungen, Krebs), dass das "normal" (als statistischer Begriff) ist und nicht hinterfragt wird. Als Spätwirkung wird Erschöpfung erwähnt, auch ein Volksleiden.

Ob man diese Mechanismen überhaupt durch Laboruntersuchungen erfassen kann, wage ich zu bezweifeln. Hier hilft wohl nur "Entzug und Provokationstest" (Prozcházka).

Gruß
Kate
 

Kate

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Kann's mir nicht verkneifen...

Prozcházka schrieb:
Diagnose-Systeme, die auf Symptomen beruhen, sind ein Irrtum! Unzuverlässige Systeme führen zu ungenauer Forschung.
Das trifft den Nagel auf den Kopf und hat für mich gerade eine hohe Aktualität. Gute Links, Rohi!

Kate
 
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Pfeiffer (Nährstofftherapie bei psychischen Störungen) nennt das ganze "zerebrale Allergie", noch ein neuer Begriff ...
Pfeiffer schrieb:
Die meisten Patienten mit Nahrungsmittelallergien neigen ebenfalls zur Pyrrolurie ...
Was mich beschäftigt: wie kann man das ins Wiki so einbringen, dass der interessierte Laie nicht von neuen Fachbegriffen (klinische Ökologie - zerebrale Allergie) erschlagen wird? Manchmal habe ich den Eindruck, jeder Forscher, der irgendwas rausfindet, muss das allsogleich mit einem Nebel hochtrabender und neuartiger Fachworte umgeben. Den Betroffenen bringt das doch nur durcheinander. Mit der Pyrrolurie muss ich zum Orthomolekulartherapeuten, mit Glutenallergie zum klinischen Ökologen (ein blöder Begriff, weil jedermann mit Ökologie Naturschutz und Schmetterlinge und Blümchen verbindet, und nicht jemanden, der Nahrungsmittelallergien behandelt), der sich aber häufiger Umweltmediziner nennt, usw.
Das macht die Therapeutensuche im konkreten Fall nicht einfacher.
 
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14.01.04
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Hallo Uta hat recht...
zumal ja noch nicht einmal der Begriff "Allergie" ganz eindeutig feststeht, oder?
In den USA wird er umfassender verstanden inkl den Unverträglichkeiten, weshalb auch das Buch "ist das Ihr Kind?" von versteckten Allergieen erkennen und behandlen spricht. Für dden deutschen Gebrauch sollte man Unverträglichkeiten schreiben.

Gleichzeitig aber auch Lebensmittel sind, die den Candida füttern, so daß vielleicht zunächst wenigstens ein gewisses Wohlgefühl eintritt, wenn der Pilz satt ist?
Meines Erachtens ist es so, dass der Candida den Zucker raubt, weshalb solche leute oft nahe der unterzuckerung ist und diese Leute dann Lust auf Süsses haben um den Blutzuckerspiegel zu heben. Deshalb bin ich nicht so Fan von reiner Candidadiät ohne Antipilzmiettel oder Darmsanierung, weil dass die (fast) Unterzuckerung lange noch verschlimmert wird.

Dann paßt sich der Organismus an diesen (täglichen) Streß an, er maskiert die Allergie, sodaß sie unsichtbar ist.
Auch das ist richtig, dasselbe macht auch die Bioresonanzbehandlung (wenn diese überhaupt hilft). Die allergische Reaktion unterdrücken ist nicht die Lösung, das ist wie Fieber unterdrücken.

Die meisten Patienten mit Nahrungsmittelallergien neigen ebenfalls zur Pyrrolurie ...
Interessanter wäre das warum. Die meisten mit NMU haben auch erhöhte Candidawerte und/oder hg Werte. Candida macht den Darm durchlässig und hemmt die Produktion von Enzymen, Hg übrigens auch. Ausserdem stört Candida auch die Verwertung von B6 und ein Zinkmangel kann Aslöser von erhöhten candidawerten sein. Nebenbei ist Zink ein gegenspieler zu hg, welcher nebenbei auch Candida fördert. Zu guter letzt können unverträgliche NM candida fördern, da sie die Darmflora irrritieren.
Das formulieren dieser unvollständigen Abhängigkeiten so dass es noch jeder versteht, überlasse ich aus zeitlichen Gründen Euch... smile
 
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26.07.05
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zur maskierten Allergie

Hallo,

in http://www.inselarzt.de/Inhalt/Vortrag/Neuro.html wird die maskierte Allergie recht "simpel" erklärt:

Zitat:
".... der sogenannten "maskierten Nahrungsmittel-Allergie". Das Phänomen läßt sich am besten durch seine Beschreibung erklären:
Wenn jemand täglich das betreffende Nahrungsmittel zuführt, so kommt es durch kleine Mengen an noch vom Vortage im Organismus befindlichem Allergen zu einer erheblichen Abschwächung der allergischen Reaktion. Wenn er nun aber etwa eine Woche lang dieses Nahrungsmittel streng meidet und dann erneut ißt, tritt eine deutliche Reaktion auf.
Neben dem Auslösch-Phänomen, das die maskierte Allergie bewirkt, waren es noch mehrere andere Gründe, die zu der Fehlannahme geführt hatten, Nahrungsmittel seien bei der Auslösung der Neurodermitis von untergeordneter Bedeutung..."


Das ist zugegebenermaßen recht pauschal, habe ich aber so von Dr. Stemmann schon vor 20 Jahren gelesen. Erfahrung (mit meiner von Neurodermitis und allergischem Asthma höchst gebeutelten Tochter) : Als (eine!) Richtlinie durchaus alltagstauglich und hilfreich.
Das geschilderte "Wohlgefühl" kann ich so nicht erinnern, wohl aber eine Freude, daß das eigentlich "verbotene" Lebensmittel subjektiv "mal" besser vertragen wurde - was es zu einem quasi Genußmittel macht (-> "Wohlgefühl"?). Der dicke Hammer kam aber eigentliich immer irgendwann hinterher...

Uli
 
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Hallo Ulli,

welche Nahrungsmittel waren denn bei Deiner Tocher der Auslöser? Egal, welche Beschreibung nun "richtig" ist, fürs Wiki wirds schwierig, so einfach zu beschreiben, dass es jemand, der davon noch nie was gehört hat, gleich versteht.
 
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