HIT nach Chemotherapie deutlich verbessert - Darm-Mikrobiom verbessert ?

Themenstarter
Beitritt
20.02.21
Beiträge
1
Ich möchte hier kurz meine Geschichte schildern, die vielleicht für andere auch interessant sein könnte:

Ich bin 53 Jahre alt, approbierte Apothekerin und habe vor ca. 10 Jahren das erste Mal Symptome wahrgenommen, die sich später als HIT herausgestellt haben.

Ich litt häufig unter starken Migräneanfällen, die ca. 36h andauerten und durch histaminhaltige Nahrungsmittel und Histaminliberatoren ausgelöst wurden. Durch regelmäßige Einnahme von DAO und Histaminkarenz konnte ich die Anfälle auf 2 mal pro Monat reduzieren. Die trotzdem auftretenden Migräneanfälle sind auch die schwierige Dosierung der DAO zurückzuführen.

Ich habe im Frühjahr 2020 eine Brustkrebsdiagnose bekommen und musste mich danach einer Chemotherapie unterziehen. In der ersten Phase wurde mit Epirubicin und Cyclophosphamid, in der zweiten Phase mit Paclitaxel therapiert.

Bereits zu Beginn der zweiten Phase haben sich meine HIT-Symptome deutlich verbessert; es treten gelegentlich noch Kopfschmerzen auf; die Migräneanfälle bleiben aber aus.

Ich erkläre mir dies im Augenblick so, dass ich in der Vergangenheit ein aus dem Gleichgewicht geratenes Darm-Mikrobiom hatte – vermutlich auch noch über die Zeit verstärkt durch meine einseitige histaminarme Diät – und dass die Chemotherapie zu einer Eradikation der histaminbildenden Bakterien geführt hat.

Die Chemotherapie ist seit Oktober abgeschlossen und im Augenblick bemühe ich mich um einen aktiven Aufbau / Erhalt des Mikrobioms mit entsprechenden Bakterienstämmen (FAM Fürstenmed Bifidoflor HIT). Zudem nehme ich ballaststoffreiche und sogar fermentierte Nahrungsmittel zu mir (Frischsauerkraut, Kefir), was vor der Chemotherapie undenkbar gewesen wäre.
 
Beitritt
17.08.13
Beiträge
1.559
hallo claflue,

das scheint bei mehren so zusein.
in einem mastoforum haben das auch schon mehrere geschrieben.

mein enkel jetzt 16 hat 2017 eine chemo mit cladribin und mtx bekommen.
diese chemo war ohne port katheter.
das cladribin wurde ihm in den bauch injiziert.
er hat systemische mastozytose und mastzellleukämie in remission.

seit der chemo sind seine allergien ,migräne mit aura stark abgeschwächt.
durch die chemo hat er selten noch kopfschmerzen.
auch lebensmittel verträgt er wieder mehr.

lg gabi und dir alles gute.🐞💐
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben