- Beitritt
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Nicht unbedingt. Bei HPU tritt häufig, wenn nicht immer, eine B6-Verwertungsstörung auf, die dafür sorgt, dass das B6 nicht in ausreichenden Maß in Zelle kommt und sich statt dessen im Blut aufstaut. Dieses (kompensatorisch bediongte?) Aufstauen passiert nicht bei allen HPUlern, aber doch bei vielen. Dann hat man zugleich einen (extrazellulären) Überschuß und einen (intrazellulären) Mangel. Es gibt in diesem Forum eine ganze Reihe von HPUlern, die von diesem Phänomen berichten. Es findet ebenso in der einschlägigen HPU/KPU-Literatur Niederschlag.Was ich nicht verstehe ist die andere Antwort darüber...ich hatte mal einen hohen B6-Wert, es soll aber ein Mangel sein obwohl ich eine Woche davor NEMs abgesetzt habe? Wäre der Wert dann nicht elends niedrig gewesen?
Ich selbst hatte auch einen vermeintlich guten B6-Wert, er lag weit über der Norm, weshalb ich, aber auch meine Ärzte, fälschlicherweise von keinem B6-Mangel ausgingen. Aus diesem Grund verwarf ich meine HPU-Diagnose, suchte jahrelang nach anderen Ursachen für meine Beschwerden - bis ich dann auf den Fakt stieß, dass ein Überschuß bei HPUlern eben doch einen Mangel darstellt. Als ich dann gezielt B6 einnahm, begannen die Mangelsymptome nach und nach zu verschwinden.
Dieses "B6-Überschuß-Mangel-Phänomen" kenne ich nur von HPU/KPU, weshalb es nach meiner Auffassung ein HPU-Indikator ist, der in seiner Aussagekraft nur knapp hinter einem HPU-Urintest rangiert. Um den B6-Mangel labortechnisch abzusichern bietet sich neben einem HPU-Test ein Test des Cystathions im Urin an (siehe Wiki: Laboruntersuchungen Pyrrolurie)
Hier berichtet ein HPUler von den Ergebnissen seines Cystathion-Tests:
https://www.symptome.ch/threads/vegetative-dystonie-hilfe-und-ratschlaege.123129/page-5#post-1067136
Wie oft wurde der B6-Wert bei Dir gemessen? Wurde der erhöhte B6-Wert durch einen weiteren Wert bestätigt? Wie weit war er bei Dir über der Norm?
Grüße
Hans
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