Glück, was ist das überhaupt?

LieberTee

Es gibt zwar einen Thread: "Wie glücklich bin ich?", aber keinen, der grundsätzlich fragt, was ist Glück überhaupt und was ist Glück für mich persönlich?

Weil ich auf der Suche nach dem Glück bin, eröffne ich diesen Thread. Vielleicht fällt Euch auch etwas dazu ein.

Ich beginne mit einem Fernsehbeitrag:

www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1610894/Die-Suche-nach-dem-Glueck#

Weiterhin fällt mir ein Buch ein, das mir vor langer Zeit über den Weg lief. Leider kann ich den Inhalt nicht wiedergeben. Ich habe es entweder nicht gelesen oder das Gelesene vergessen. Aber an den Titel erinnere ich mich:

Auf der Suche nach dem verlorenen Glück

Ein Zitat aus dem oben verlinken Film über die Glücks-Staatsphilosophie Bhutans:

"...durch die Weltweite Finanzkrise kühlt sich die Wirtschaft über all ab....die Gelegenheit, die Produktion umzustellen auf mehr Freundlichkeit...Umweltfreundlichkeit ...und damt mehr Glück für die ganze Menschheit...Hören wir doch auf mit dem ewigen Vergleichen und Messen an anderen...Glück und Schicksal sind nicht mit Geld verknüpft, sondern mit Butter und Brot ... und mit menschlichen Kontakten. Die garantieren Glück...stattdessen reden wir über Stimulus....noch mehr Geld für die selbe kranke Art Wachstum und nichts ändert sich... Unseren Pfad zur Entwicklung von Wirtschaft und SELBST sollten wir ändern..."

Leider wird auch in diesem Fernsehbeitrag die westliche Journaille spürbar. Man fragt sich, was der Schluss offenlassen soll und wo er hinleiten soll. Zur Frage: ob diese Art buddhistischer Glücksauslegung doch wohl für uns Westliche nicht sein kann???? Das wäre typisch...:mad:

Mich hat dieser Film trotzdem sehr nachdenklich gemacht. Ich denke über unser Glück in "Konserven" nach...

Ich würde mich über Eure Beteiligung freuen.

Lieben Gruß:)
Lieber Tee
 
Beitritt
23.05.12
Beiträge
5.050
Lieber Tee
in Zeiten ohne Geld und ohne Fernsehen, ohne Internet, ohne Telefon, ohne Kontakte, ohne die Möglichkeit irgendwohin zu gehen etc. lernte ich dass das was mein Herz wirklich glücklich macht nichts kostet.
Die Fähigkeit zu Lieben und Glücklich zu sein, kann man erwecken, je mehr man es lebt, um so mehr vermehrt es sich.

Ich schrieb einmal ein Gedicht über
die Armut des Herzens im Reichtum
sowie
der Reichtum des Herzens in der Armut,

wenn ich es finde, sende ich es Dir.

LG KARDE:kiss:
 
Beitritt
14.03.07
Beiträge
5.682
Glück, was ist das überhaupt?
Ist die Frage nach dem Sinn des Glücks nicht vielleicht schon ein Kategorienfehler? (Attributisierung)

Oder, aber

- die Frage nach Dem Sinn des Lebens?

- die Frage nach dem Sinn der Liebe?

- die Frage nach dem Ziel?


ist nicht vielleicht doch die Handlung sinnvoll, die notwendig ist . . .


- die zum Glück führt

- die den Sinn des Lebens ausmacht

- die Liebe gibt

- die zielführend ist, ein Ziel zu erreichen?


Herzlichst
Kayen
 
Beitritt
07.08.10
Beiträge
1.688
Glück. So unterschiedlich empfinden es die Menschen, die einen meinen wer viel Geld hatt müsse Glücklich sein, andere beneinden den Mann der eine wunderschöne Frau an seiner Seite hatt und meinen der müsse Glücklich sein, kann muss aber nicht

Glück hatt nichts mit Materiellem zu tun, Glück ist ein Zustand des Bewusstseins.

Was mir auffällt ist dass viele Downsyndrom Kinder einfach blos sind! Sie sind sehr oft Glücklich weil sie viel weniger in der Materie zuhause sind wie wir. Sie leben im Moment, im hier und jetzt.

LG Therakk
 

LieberTee

Heute ist Glück für mich, alles getan zu haben, was anstand, auch wenn es nicht nur schön war und mich z.T. Überwindung gekostet hat. Ich kann heute schlafen. Gute Nacht allen hier.

Lieben Gruß
LieberTee
 
Beitritt
14.08.10
Beiträge
6.072
Glück hatt nichts mit Materiellem zu tun, Glück ist ein Zustand des Bewusstseins.

Was mir auffällt ist dass viele Downsyndrom Kinder einfach blos sind! Sie sind sehr oft Glücklich weil sie viel weniger in der Materie zuhause sind wie wir. Sie leben im Moment, im hier und jetzt.

LG Therakk

Hallo zusammen :)
Für mich ist Glück nichts anderes als das Vermögen Freude in einem
gewissen Moment empfinden zu können.
Wenn innerlich alles im Fluß ist, oder am Fliessen.

Die Situationen sind variabel.
Ein Erlebnis in der Natur, ein Bild das mir geglückt ist,
eine Begegnung, ein Gespräch das wärmt, etwas über das ich lachen kann.
Eine Berührung.
Manchmal aber auch ganz elementare Dinge: Etwas das mir schmeckt,
bekommt, mich für eine Zeit einfach wohlfühlen lässt.
Wenn Selbst-Bewusstheit und Selbst-Vergessenheit sich verbinden
bin ich persönlich dem Glück, oder Glücklichsein am nächsten.
Oder mittendrin.:)
Vielleicht ist das dann das völlige "Hier und Jetzt".
Die Gespräche, am Küchenfenster mit meinem damals dreijährigen Sohn, der mir den Himmel erklärte, seine Stimme, seine Augen,
seine völlig offene Art,in den Momenten.Das war reines Glück.

Schön dass, dir, Therakk, die Downsyndrom Kinder einfallen.
Ich habe einige gesehen habe, die sowohl die Freude, als auch Ärger,
Traurigsein, einfach ganz ungefiltert erleben oder leben.
Es würde mich sehr interessieren, was sie selbst darüber sagen würden.


Ich begegnete einmal einem solchen kleinen Zwerg, etwa vier Jahre alt, der
geriet bei meinem Anblick damals völlig aus dem Häuschen ,weil er keine
Sekunde daran zweifelte, ich sei ein Engel.
Das werde ich nie vergessen.
Den hielt nichts mehr, der war haltlos glücklich.
Seine Mami sagte etwas verlegen, das habe er öfters, wenn ihm
Frauen mit " seinen Engelmerkmalen" begegnen.
Der Knopf hatte da seine ganz eigene Sicht - und Wahrnehmungsweise.
Es war total schön und freut mich jetzt noch, Jahre später.:)

Eines weiss ich ganz sicher: Wenn ich mich nicht mehr freuen kann, kaum fühlen kann und empfindungslos bin, dann bin ich wohl sehr unglücklich.

LieberTee, das Buch von Jean Liedloff gehörte vor vielen Jahren zu meinem
Leib - und Magengericht.
Allerdings fühlte ich mich zunehmend unglücklich damals, weil ich überall nur noch die scheinbar erlebten Defizite sah...heute weiss ich, dass das nicht
so ist.

Liebe Grüße von Felis
 

LieberTee

Hast Du, liebe Felis, von diesem Buch von Jean Liedloff noch etwas in Erinnerung, dass Du erzählen könntest? Da würde ich mich sehr drüber freuen.
Wenn Selbst-Bewusstheit und Selbst-Vergessenheit sich verbinden
bin ich persönlich dem Glück, oder Glücklichsein am nächsten.
Oder mittendrin.
Dieser Satz von Dir gefällt mir gut. Das kommt hin, für mich jedenfalls.

Danke Euch, Kayen, Therakk und Felis für Eure Beitrage in diesem Thread. Es ist offenbar so, dass jeder etwas anderes mit dem Wort "Glück" verbindet.

Inzwischen habe ich herausgefunden, dass auch das Glück beforscht wird, es gibt eine Glückswissenschaft. Ob die Forscher wohl glücklicher sind als Nichtglücksforscher? Die Webside ist jedenfalls munter gehalten. Schaue wer schauen mag. Glücklich sein und ein glücklicheres Leben haben: Glcksforschung

Lieben Gruß
LieberTee
 
Beitritt
10.01.04
Beiträge
66.081
Hallo Lieber Tee,

vielleicht nützt Dir dieser Link?:

Texte - deutschsprachiges Liedloff Continuum Netzwerk

Mir gefällt dieser Aphorismus von Krishnamurti:

Ein glücklicher Mensch folgt niemandem. Nur die Unglücklichen, Verwirrten, folgen eifrig anderen, in der Hoffnung, bei ihnen Zuflucht zu finden. Und sie werden Zuflucht finden, aber diese Zuflucht ist ihre Finsternis, ihr Untergang.
Zitate zum Thema "Glck > Beglcken" (Seite 4/11) | Zitate * Aphorismen * Lebensweisheiten

Grüsse,
Oregano
 
Beitritt
14.08.10
Beiträge
6.072
Hallo Lieber Tee :),
und Danke Oregano für den Link.
Ich denke der Link hilft dir , LieberTee sehr gut weiter.
Am meisten hatte ich in Erinnerung, dass das von Jean Liedloff
besuchte Völkchen der Yequana, ihre Kinder eine lange Zeit nach
der Geburt
fast dauerhaft bei allen Tätigkeiten am Körper tragen, deren Bedürfnisse
unmittelbar erkennen und erfüllen, ohne grosse Aufmerksamkeit
und Aufhebens darum zu machen.
Es war ein friedliebendes und freundliches Volk (ich hoffe immer noch?)
und Liedloff führte das eben auf die Art und Weise zurück, wie sie mit ihren
Kindern umgingen.
Besonders wichtig das "Getragensein" während dieser Zeit, der Körperkontakt
und das adäquate, selbstverständliche, freundliche Reagieren der Bezugspersonen
auf die Bedürfnisse des kleinen Zwergs - als Grundpfeiler oder Voraussetzung für friedliches
Miteinander und Gemeinschaftsfähigkeit.
So weit meine Erinnerung zumindest.
Mich hat allerdings etwas zweifeln lassen, dass es in anderen Völkern, wo auch Getragensein gegeben war, nicht halb so friedfertig zuging....
Das "Warum" aber ist, so denke ich, ein sehr weites Feld.

Liebe Grüße von Felis
 
Beitritt
10.01.04
Beiträge
66.081
Hier wird das Denken und Werk von Liedloff (einer Frau übrigens) noch einmal beschrieben:

Jean Liedloff

Ich habe das Buch mit Freude gelesen, dann aber doch eine gewisse Skepsis entwickelt, ob hier nicht eine Romantisierung stattgefunden hat. Ein bißchen hat mich das ganz an Jean Jacques Rousseau erinnert, der ja eine Lehre verbreitet hat, die sehr menschenfreundlich war. Nur war sein Leben eher nicht so.

Allerdings lebte Rousseau zweihundert Jahre vor Liedloff, also in einer total anderen Zeit.

Grüsse,
Oregano
 

ory

Moderatorin
Teammitglied
Beitritt
04.02.09
Beiträge
9.072
hallo lieber tee ,

glücklich kann sich wohl derjenige (in meinen augen ) schätzen der sein glück auch bemerkt .
(dies kam mir in den sinn als ich den sehr schönen beitrag von felis gelesen habe ).

leider oft genug bemerkt/sieht man sein glück gar nicht weil man gedanklich mit anderen (negativen?) dingen beschäftigt ist .

danke:danke: für den anstoß das glück ins bewusstsein zu bringen .

lg ory :wave:
 

LieberTee

Liebe Oregano, liebe Felis,

danke Euch beiden!

Dieser Abschnitt ist mit spontan ins "Auge gefallen":
Der überhebliche Verstand hat sich als unfähig erwiesen, die wirklichen Bedürfnisse menschlicher Babys zu erkennen. Die Frage ist oft: Soll ich das Baby aufnehmen, wenn er oder sie schreit? Oder soll ich es erst eine Weile schreien lassen? Oder soll ich das Baby schreien lassen, so daß dieses Kind merkt, wer hier zu bestimmen hat, damit kein "Tyrann" aus ihm wird?
Ja, ich weiß auch nicht, ob Liedloff die richtigen Schlüsse aus ihrer Beobachtung gezogen hat oder ob sie nicht ein wenig romantisiert hat und offenbar ja auch moralisiert.

Trotzdem ist an dem "Getragensein" etwas dran, glaube ich.

Als Spezies sind wir im Säuglingsalter vollkommen hilflos, eigentlich am ehesten wie Känguruhbabies, die sich nach der Geburt noch nicht selbstständig bewegen können.
Und wir sind soziale Wesen, dass heißt, wir werden erst überlebensfähig, wenn wir von Erwachsenen lernen können. Wir sind auf also ihre Anwesenheit angewiesen - nicht nur um Nahrung zu bekommen, fort-bewegt zu werden, geschützt zu werden, sondern auch, um lernen zu können.

Wie also soll ein menschlicher Säugling alleingelassen in einem Bettchen, wissen, dass es nicht verlassen wurde?

Mann hat in der westlichen Welt diese Beobachtungen auch aufgegriffen, Frühgeborenen und ihren Eltern wird heute Zusammensein und Körperkontakt ermöglicht, man weiß inzwischen, dass es die Bindung fördert und die Kleinen größere Überlebens- und Entwicklungschancen haben. Tragetücher kamen auf und ich denke schon, dass heute wahrscheinlich mehr Babies getragen werden, als dies früher der Fall war.

Ich glaube dennoch, es ist nicht alles. Wenn jemand sein Kind ablehnt, kann er/sie es noch so lange und oft tragen - das Kind wird es spüren. Sich angenommen fühlen, scheint also genau so wichtig zu sein. Oder vielleicht sogar am wichtigsten in Bezug auf die eigene Fähigkeit, Glück zu erleben.

Willkür, Ablehnung und allein gelassen werden, diese frühkindlichen Erfahrungen allein schon, scheinen Grundsteine für Glück oder Unglück zu legen. Kann das sein?

Lieben Gruß
LieberTee
 
Beitritt
23.05.12
Beiträge
5.050
Guten Morgen Lieber Tee

"Willkür, Ablehnung und allein gelassen werden, diese frühkindlichen Erfahrungen allein schon, scheinen Grundsteine für Glück oder Unglück zu legen. Kann das sein?"

Habe da selbst als Baby im ersten Jahr ein schlimmes Erlebnis gehabt, das mir erst vor kurzem erzählt wurde. Durch dieses Wissen wurde mir mein Verhalten in Situationen wo ich Schmerz ertragen muss klarer, denn da hat sich dieses Verhalten geprägt.

Aber meiner Meinung nach hat das nichts mit Glück oder Unglück zu tun, allenfalls kann es sein, dass ich mir unbewusst ähnliche Situationen kreierte, um das Verhalten zu reflektieren, und evtl. mein Verhalten zu ändern. Aber mit "glücklich" sein, hat das wohl nichts zu tun. Glücklich sein ist meines Erachtens eine Fähigkeit, die man (wieder) erwecken kann, es ist eine Herzensangelegenheit, ein Gefühl das im Moment aus meinem Innern entsteht, es führt mich auch zu einer Art und Weise, wie ich die Welt um mich herum sehe und wahrnehme, hilft mir auf schöne Momente zu achten und sie zu geniessen.
Liebe Grüsse
KARDE
 
Zuletzt bearbeitet:
Beitritt
04.01.07
Beiträge
810
Lieber LieberTee,

Hemingway soll geschrieben haben: Glück ist
- ein schlechtes Gedächtnis,
- eine gute Verdauung und
- paar Pfennige auf der Bank.

Allgemein sagt man ja, daß man es gar nicht merkt, wenn man Grund zum Glücklichsein hat. Immer erst später, wenn es schlechter geworden ist.

Ich hab mir angewöhnt, ab und zu eine Art Analyse zu machen. Früher öfter, heute eher selten. Ich stelle dabei einige Fragen, die ohne jeden Zweifel wichtig sind, und das Ergebnis ist (in der Regel), daß ich eigentlich gar keinen Grund habe, um zu meckern. Mit anderen Worten, es geht mir so gut, daß es kaum noch besser werden kann. Die paar Problemchen, die einem ab und an über den Weg laufen, haben praktisch kein Gewicht.

Die wichtigsten Fragen:
- gesundheitliche Schwierigkeiten
- die Zeit, in der ich lebe (es hätte ja auch 100 oder 1000 Jahre eher sein können)
- das Land, in dem ich lebe (es hätte ja auch Marokko oder Turkistan sein können)
- der Ort, die Wohnung, die Nachbarn (läßt sich natürlich ändern)

Der letzte Punkt könnte in den folgenden Jahren ein Problem werden. Das Grundwasser steigt, und wenn der Keller einmal unter Wasser steht, ist ein Umzug angesagt.

Viele Grüße
Baffo
 
Beitritt
22.07.08
Beiträge
2.605
Es gibt zwar einen Thread: "Wie glücklich bin ich?", aber keinen, der grundsätzlich fragt, was ist Glück überhaupt und was ist Glück für mich persönlich?
Weil ich auf der Suche nach dem Glück bin, eröffne ich diesen Thread. Vielleicht fällt Euch auch etwas dazu ein.
Weiterhin fällt mir ein Buch ein, das mir vor langer Zeit über den Weg lief.
"Bücher laufen einem nicht über den Weg",

sie sind entweder für einen bestimmt, oder machen nur Probleme und das ist kein Glück für den Beschenkten.

Auf meiner Suche nach Beispielen zu Deiner Suchaktion habe ich jetzt 2/4 Wein konsummiert und bin nicht wirklich schlauer geworden.

Was ich gefunden habe ist das:

Glücklich sein ist ein Gemütszustand, der jederzeit veränderlich ist. Du lebst ja nicht im luftleeren Raum und Deine Umwelt wirkt heftig mit daran, daß Du nicht zu glücklich wirst.:mad:

Ich habe mich umgeschaut in der italienischen Sprache und das Wort Fortuna gefunden und das hat was mit Zufall zu tun.

Aus meiner Kindheit kenne ich noch den Zweizeiler
Glück und Glas
wie leicht bricht das.

Wenn ich von einem bestimmten Menschen ausgehe, der nach dem Glück sucht, dann sucht er vielleicht nach:

Einer einzigen Tomate,die ihm noch zu einem gelungenen Essen für Freunde fehlt und ich kann sie ihm geben, das ist Glück für mich und Glück hat er gehabt, daß ich diese Tomate noch im Kühlschrank hatte.

Liebe Grüße :)
Rota
 
Zuletzt bearbeitet:

LieberTee

Hallo Ihr alle!

Danke für Eure Beiträge!

Ich schreibe heute einmal auf, wie ich Glück empfunden habe.

Glück war (und/oder ist):

- als sich jemand über mich in liebevoller Art und Weise Gedanken machte, auch wenn sie nicht zutrafen

- wenn ich mich erwünscht fühlte

- wenn ich Freude bereiten konnte

- als ich vermisst wurde und willkommen geheißen wurde, als ich wieder kam

- als ich im Novemberregen nach Hause fuhr und wusste, es macht nichts, dass es kalt ist und regnet

- wenn für mich jemand Frühstück machte

- wenn ich erwartet wurde

- als ich mich geliebt fühlte und liebte

- als ich nach einen schönen Besuch nach Hause fuhr und es unterwegs zu schneien begann und die Welt war weiß und still, als ich ankam

- Nachts durch den jungfräulichen Schnee zu tapsen

- niemanden zu brauchen und doch glücklich zu sein

- aufs Meer zu schauen und sich in der Weite verlieren

- als jemand an mich glaubte

- neue Welten zu entdecken

- eine neue Einsicht zu gewinnen

- mit mir selbst zufrieden zu sein

- Eine kleine Oase inmitten eines häßlichen Einkaufcenters: Cappucchino mit drei Stückchen Zucker und Schokopuderherz mit Charme serviert.

- Orte, an denen die Zeit stehengebleiben schien

- mit Eltern und Kindern zu sein

- ausgelassen zu spielen, sich zu bewegen und gewinnen zu wollen, aber verlieren nicht so wichtig zu finden

- Freude am Gestalten

- Zuversicht, Glaube an mich und andere

Die Hoffnung, ich werde es wiederfinden!:)

Lieben Gruß
Lieber Tee

P.S.

Nicht das Glück ansich kann verloren gehen, es ist ja immer da. Aber die Fähigkeit, Glück zu empfinden, kann abhanden kommen. Wie das passieren kann, ist mir ein Rätsel. Möglicherweise ist es eine Angelegenheit der Chemie, der Neurotransmitter und Hormone?

Eines weiß ich jedoch: würde ich das Gefühl des Unglücklichseins nicht kennen, hätte ich keinen Grund, nach dem Glück zu fragen. So ist auch das Unglücklichsein ein Motor, oder die Energie, die ihn antreibt auf der Suche nach dem verlorengegangenen Glücksgefühl.
 

Nyota

Hier möchte ich einen Satz von LieberTee zitieren:
"Glück war (und/oder ist):

- als sich jemand über mich in liebevoller Art und Weise Gedanken machte, auch wenn sie nicht zutrafen ... "

Ein bißchen abgewandelt:
- als jemand in liebevoller Art über mich Gedanken äußerte, auch wenn das gelogen war -

:traurigwink:
 
Beitritt
10.01.04
Beiträge
66.081
Was ich mir gerade denke:

Ich glaube, es ist wichtig, sich erst einmal darüber Gedanken zu machen, welchen Glücksbegriff man hat.
Oft scheint ja Glück etwas zu sein, was in Büchern, Filmen usw. beschrieben wird: allüberwältigend ("sie versank in Glück ..."), unbeschreiblich, anhaltend. Solche Glücksbeschreibungen können tief innen verankert sein, und Mensch merkt gar nicht, daß sie irreal, idealistisch und zwar romantisch, aber eben nicht wirklich real sind.

Grüsse,
Oregano
 
Zuletzt bearbeitet:

ory

Moderatorin
Teammitglied
Beitritt
04.02.09
Beiträge
9.072
GLÜCK............ ist für uns (leider aber nicht für viele andere menschen) :schock: das das "großfeuer" letzte nacht kurz vor uns seine richtung gewechselt hat .

lg ory
 

Sternenstaub

Lieber LieberTee,
Du fragst danach, was Glück ist?

Nach welch einem Glück suchst Du denn?, bzw. was würdest Du Dir wünschen, wenn Du die freie Auswahl hättest?

Nach dem Glück zu fragen, dies ist einseitig.

Wer nach dem Glück sollte auch nach dem Unglück nachfragen, denn beides gehört zusammen.

Es existieren unzählige Arten von Glück und unzählige Arten von Unglück

Sowohl das Glück, als auch das Unglück kann bewusstseinsmäßig verstanden und begriffen werden.

Herzliche Grüße

Jürgen Ernst
 
Oben