Gesundheitsrisiken durch Sparen

Anne S.

in memoriam
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4.209
Kam in der Sendung nano : vom 26.6.07

Gesundheitsrisiken durch recycelte Einmalinstrumente
Viele Krankenhäuser lassen Wegwerf-Besteck reinigen und gefährden so Patienten.
Viele aufbereitete Operations-Einmalinstrumente sind nach den Tests von Klaus Roth und Prof. Andreas Beck so mit den Resten früherer Eingriffe verschmutzt, dass die Keime darin im nächsten Patienten landen könnten: Gelangen Eiweiß- oder Blutreste in den Körper, können die darin enthaltenen Keime Infektionen wie Hepatitis oder andere Krankheiten übertragen. Weil viele Krankenhäuser unter starkem Kostendruck stehen, lässt jedes dritte Krankenhaus in Deutschland recyclen.
Bei den untersuchten Geräten fanden sich Reste von Reinigungsmitteln, Borsten von Reinigungsbürsten und sogar ein Stück Stahldraht. Auffällig waren auch Macken an den Schneidklingen. Das hat bei einer Operation zur Folge, dass der Knorpel gerupft statt geglättet wird oder eine Erwärmung von Gewebe auftritt, die den Heilungserfolg verschlechtert.
Gerne werden auch Einmalkatheder gegen Verengungen am Herzen wiederverwendet. Doch gerade diese Katheter haben oft feine Risse oder raue Oberflächen. Dabei besteht durchaus auch die Gefahr, dass ein Katheterteil im Patienten abreißt. Prof. Andreas Beck, Chefarzt am Klinikum Konstanz, berichtet von Fällen, in denen bei defekten Ballonkathetern Gefäße geschädigt wurden, eine Niere verloren ging oder ein Blutgefäß zerriss. Dass sich Einmalgeräte nur schlecht reinigen lassen, liegt häufig an der komplexeren Mechanik mit mehr Nischen und Winkeln, in denen sich der Schmutz absetzen kann. Laut Aussage der Aufbereitungsfirmen allerdings besteht kein Risiko für die Patienten.

Die Gesundheitsbehörden in vielen EU-Ländern, auch in Österreich, haben die Aufbereitung von Einmalinstrumenten untersagt. In Deutschland aber hat das Gesundheitsministerium bislang nicht reagiert. Viele Krankenhäuser geben das Recycling nicht zu, weil sie die Kosten für neue Einmalprodukte von den Krankenkassen bezahlt bekommen. Auch gelangt es nicht an die Öffentlichkeit, wenn Patienten dadurch zu Schaden kommen.

nano - die Welt von morgen

Liebe Grüße
Anne S.
 
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Hallo!

Davon hab ich noch nie gehört! Und ich arbeite schliesslich in einer Klinik.
Kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, das es soetwas überhaupt gibt in Deutschland ...

Lieber Gruss
Karin
 

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