Für Angehörige von suchtkranken Menschen

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15.10.06
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Liebes Forum.
Im Internet finden sich verschiedene Zahlen zu Suchtkranken in Deutschland.
Welche Zahlen auch immer stimmen mögen, auf jeden Fall betrifft das Thema sehr viele Menschen.
Jeder von uns hat jemanden in der Verwandtschaft, einen Bekannten oder Nachbarn, der mehr oder weniger stark süchtig ist, der mehr oder weniger gut durchs Leben kommt damit.
Auch wenn man nicht in die Verhaltensmuster eines Co - Abhängigen fällt, kann das Miterleben des Zerfalles eines Menschen viele Fragen aufwerfen.
Ich möchte euch ermutigen, hier eure Beobachtungen, Fragen und Erkenntnisse loszuwerden.

Man kennt doch das Gefühl: Man möchte IRGEND ETWAS tun, aber die Bemühungen, die oft sogar auch erbeten wurden, laufen irgendwie ins Leere.

Wie viel an Hilfestellung ist sinnvoll?
Wo läuft man Gefahr, sich selber in etwas zu verrennen?

Herzliche Grüsse, Sine
 
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02.05.06
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Für Angehörige

hi liebe Sine,

Viele dank für dein eröffnung von dieses thema.
Ich werde mein erste steinchen hier beitragen,und mein beobachtung hier schreiben.

Wenn man zutun hat mit jemand die sehr süchtig ist,ist es nur mögentlich ihm oder sie zu helfen wenn danach gefragt wird.
Versucht man ein süchtige zu helfen die nicht geholfen werde möchte dann könnte es sein das man sichselber damit weh tut.
In dem sinne das er oder sie versuchen soll dein verletzliche punkten zu treffen weil er oder sie von sich ablenken möchte bzw sichselbst nicht als süchtig betrachtet.
Der einige rettung von sücht ist das der betreffende selbst einsieht das er etwas macht was ihm stört.

süchtige sind nicht sichselber mehr,durch den sucht sind sie für alle mögliche energien zugänglich,und sind deshalb nicht mehr gut zu verstehen.

Wichtig ist im momente das man bemerkt das der person sich anders benimmt dan er normalerweise ist,man am liebste sofort abstand nimmt innerlich ,wenn nötig auch geggehen von ihm oder ihr.
versuch nie mit ein betrunkene oder unter drogen stehende zu diskuttieren,das bringt nix.

frag dirselbst oder du so leben möchtest,oder es dir wert ist,und oder du es dir nicht ferig macht zuzusehen das jemand sichselber vernichtet.

lg brigit
 

Bei Suchtverhalten kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich mit einem Suchtverhalten (Medikamentensucht, Spielsucht, Wettsucht uvm.) aufhören möchte, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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10.01.04
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Für Angehörige

Abhängige Menschen müssen selbst zur Einsicht in ihrer Situation finden. Zur Genesung brauchen sie die Unterstützung von Fachleuten. Alle Versuche, ihr süchtiges Verhalten direkt zu beeinflussen oder ihnen gar einfach das Suchtmittel zu entziehen, werden fruchtlos und immer wieder Anlaß zu Auseinandersetzungen sein.

Sie können jedoch versuchen, die Voraussetzung dafür zu schaffen, daß Ihre Angehörige / Ihr Angehöriger Hilfe annimmt und gesundet. Hierzu müssen Sie den Willen und den Mut finden, den Kampf um das Suchtmittel aufzugeben und einen gänzlich anderen Weg einzuschlagen. Sie müssen die vielfältigen Ängste, die Sie in ihrer Rolle gefangen halten, überwinden und sich loslösen von den gegenseitigen Beschuldigungen und Debatten. Das bedeutet auch, daß Sie nicht länger Aufgaben und Verantwortungen der/des Süchtigen übernehmen und sie oder ihn, die Anforderungen des täglichen Lebens wieder spüren lassen.

Wie kann Nicht-Helfen helfen ?
Denn gerade die laufende Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags trägt dazu bei, daß Süchtige ihre Krankheit leugnen und sich hinter dem Glauben verstecken können, sie kämen ja im Leben noch zurecht, also könne es so schlimm noch nicht sein. Abhängige sind im hohem Maße auf die Anerkennung durch ihre Mitmenschen angewiesen. Werden ihre Fehlleistungen sichtbar und droht gar der Verlust der Anerkennung durch ihre soziale Umgebung, leiden sie sehr darunter. Sie sind dadurch gezwungen, ihre Realität wahrzunehmen und die Konsequenzen ihres süchtigen Verhaltens zu ertragen oder ihr Verhalten zu ändern.

Zwei Beispiele:

Sie haben bislang das - infolge der Einnahme von Aufputschmitteln - auffällige Verhalten Ihrer Partnerin mit deren übergroßer Nervosität, ihrem überschäumenden Temperament usw. erklärt. Enthalten Sie sich nun solcher Äußerungen, wird sie bemüht sein, selbst Erklärungen zu finden. Aus Sorge um den Arbeitsplatz Ihres Partners/ Ihres Kindes haben Sie bislang sein Fehlen stets entschuldigt. Unterlassen Sie dies nun, geben Sie ihm die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz zurück. Indem Sie sich (wieder) Ihren eigenen Interessen zuwenden und aus dem zermürbenden Kreislauf ausscheren, gerät Bewegung in Ihre erstarrte Beziehung. Die Atmosphäre, in der Sie leben, verändert sich. Auf Dauer wird spürbar werden, daß Sie nun ein zufriedeneres Leben führen. Das kann bei ihr oder ihm die Sehnsucht nach Veränderung verstärken.

Nicht-Hilfe bedeutet nicht Nichts-Tun
In diesem Zusammenhang wird häufig der Begriff "Hilfe durch Nicht-Hilfe" gebraucht. Nicht-Hilfe bedeutet aber nicht Nichts-Tun. Im Gegenteil, dieser neue Weg der Hilfe erfordert von Ihnen Konsequenz und viel Kraft. Er bedeutet für Sie einen Prozeß der Veränderung, in dessen Verlauf Sie eine Reihe neuer Einstellungen gewinnen und neue Verhaltensweisen erlernen:

Aufhören zu leugnen: Sie anerkennen die Abhängigkeit Ihrer/Ihres Angehörigen als gegeben und trennen sich endgültig von der Hoffnung, all dies sei nur ein böser Spuk, der wieder verschwinden wird.
www.betreuungsverein-diakonie.de/ruhrhellweg/ehrenamt/info/info3.htm

Dieser Text bezieht sich auf Alkoholabhängigkeit, gilt aber meiner Meinung nach genauso für andere Süchte, vor allem die, die im Zusammenleben auffallen und das Zusammenleben sehr schwierig machen oder kaputt.

Gruss,
Uta
 
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02.05.06
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HI,


Ich möchte gern noch was zufügen.

Jedem kann immer einfach sagen ein süchtige ist nicht zu helfen,und leide dein leben,dennoch etwas wird vergessen.
Ein süchtige hat auch klare momente wo er oder sie der liebste mensch auf der welt ist,und das kontakt wieder da ist .
Gerade das macht es der angehörige schwer.
Auf papier und ausserhalb ist immer einfacher reden den wann man mittendrinne ist.
Ok wenn man nur noch bunt und blau geschlagen wirdst dan ist es klar,nichts dan abhauen.
Nur es gibt wie in alle dingen extremen auch hier.und da kann kein so gut rat geben,da hilft nur dichselber klar werden was du möchtest,und bis wie weit du gehen willst.

lg brigit:kiss:
 
Themenstarter
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15.10.06
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Für Angehörige

Danke für eure Beiträge, Soul und Uta!
Ich glaube, es ist sehr wichtig, Stellung zu beziehen.
Definieren, wie viel man geben will und kann.
Die Grenze sollte dort sein, wo man als Helfer selber geschwächt wird, denn damit ist überhaupt niemandem gedient.
Alles leichter gesagt als getan, ich habe unter anderem 2 Jahre lang meine Nachbarin und deren Freund begleitet, beide Abhängig von Suchtmitteln, Kinder waren auch da...
Wer hat auch ganz konkrete Erfahrungen gemacht?
Liebe Grüsse, Sine
 
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15.02.07
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Für Angehörige

Hallo Sine, du fragst nach Erfahrungen mit Sucht:

Eine Freundin ist mit einem Alkoholiker verheiratet, sie haben Kinder. Er geht arbeiten und trinkt seit ich ihn kenne. Früher hat er erst am Abend Alkohol getrunken, später stand die Flasche ab späten Nachmittag auf dem Tisch, inzwischen steht sie am Wochenende schon zum Mittagessen bereit. Die Kinder bekommen es alles mit.
Meine Freundin hat fünf Jahre mit ihm gemeinsam getrunken – ich bin fast umgekommen vor Sorge, sie hatte black outs, das war nicht mehr feierlich. Dann war ihr furchtbar schlecht und sie sah gelb aus. Als ich sie fragte, warum sie es tut, hat sie gesagt, wenn L (ihr Mann) mich bittet, dass ich aufhören soll, werde ich sagen, dass wir es zusammen versuchen…
Wenn du so willst, hat sie mitgetrunken in der Hoffnung, er wird aus Sorge um sie aufhören.
Nein, er trinkt heute immer noch, sie nicht mehr – sie ist krank davon – aus Sorge um die Zukunft der Kinder.

Die andere Geschichte: Ein Bruder eines sehr guten Freundes, nimmt seit seinem 17. Lj. Heroin, er wurde immer assozialer in seinem Verhalten, hat angefangen zu lügen und zu stehlen, zu betrügen, hat sogar einem Freund verraten, wo die Kasse in seiner Firma steht, seitdem ist er arbeitslos. Und dann ist er bei seinem Bruder in die Bank gekommen und hat randalliert, seitdem hat der Bruder, der ihn bisher unterstützt hat, keine Arbeit mehr.

Es gibt aber auch gute Geschichten:
Ein Freund ist vor vielen Jahren zum Alkoholentzug gegangen, ist seitdem trocken und lebt ein glückliches Leben.

Viele Angehörige von Suchtkranken sind hilflos und wissen gar nicht, wohin sie sich wenden können. Dabei halten alle Suchtberatungsstellen auch Hilfe für Sucht-Angehörige bereit.
 
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15.10.06
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Für Angehörige

Viele Angehörige von Suchtkranken sind hilflos und wissen gar nicht, wohin sie sich wenden können. Dabei halten alle Suchtberatungsstellen auch Hilfe für Sucht-Angehörige bereit.
Ich möchte gerne diesen Thread aus der Versenkung holen denn ich bin sicher, dass sehr viele Forumsmitglieder im persönlichen Umfeld mit suchtkranken Menschen in Berührung kommen.
Das Zitat von Done ist sehr wichtig und man darf sich nicht scheuen, sich als Angehörige/r Hilfe zu holen!
Gerne dürft ihr hier eure Erfahrungen, Sorgen und Ängste in diesem Zusammenhang aufschreiben.
In einem Forum kann eigentlich nur Erfahrungsaustausch stattfinden, konkrete Hilfestellung ist kaum möglich.
Trotzdem ist es tröstlich, wenn man sich mit Menschen austauschen kann, die Ähnliches erleben oder erlebt haben. Gerade das eigene Ohnmachtsgefühl, oft gepaart mit einem schlechten Gewissen, wird man auch bei anderen Betroffenen erkennen können.
Vielleicht kann man sich so ein wenig von quälenden Selbstvorwürfen befreien, die ab und zu aufkommen können.
Liebe Grüsse, Sine
 
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31.03.08
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Hallo Sine,
das hast Du gut beschrieben. Ich denke, dass an den Angehörigen ein enormes Belastungsgefühl hängt. Ich kenne das Gefühl, da war ich jedoch selbst erst ca. 11 Jahre. Und ich weiß es heute noch, als wäre es erst gestern gewesen. Ich kann nur sagen, dass es eine unendliche Angst ist. Angst vor dem nächsten Krach, der ins Hause steht, weil da diese Person wieder über die Stränge geschlagen hat. Angst eine Person , die man liebt, verzweifelt und ohnmächtig zu sehen. Sie konnte nichts machen und hat den Kindern gegenüber sich nichts anmerken lassen. Aber Kindern kann man nichts vormachen. Ich habe es gemerkt und habe still gelitten. So fühlt es sich an. Es ist schon so viele Jahre her, aber dieses Gefühl werde ich sicher nicht vergessen.
Ich finde es enorm wichtig, dass Angehörige die Chancen nutzen, die ihnen geboten werden, um nicht an der Situation kaputt zu gehen. Heute gibt es zum Glück viele Möglichkeiten und das ist gut so.

Liebe Grüße Manuela
 
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15.10.06
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Liebe Manuela.
Du hast das so realistisch geschildert, dass es mich fröstelt beim Lesen....
Mit elf Jahren kann man gar nicht mit solchen Situationen umgehen. Da wäre es an Erwachsenen, dafür zu sorgen, dass es dem Kind besser geht.
In der Praxis sieht das ja leider all zu oft anders aus.
Vielleicht magst du mal hier reinlesen:
http://www.symptome.ch/vbboard/sucht-divers/6960-kinder-suchtbelasteten-familien.html
Liebe Grüsse, Sine
 
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31.03.08
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Guten Morgen Sine,
vielen Dank für den Link.
Das interessante bei uns war gewesen, dass es schon über einen sehr langen Zeitraum (wie lange weiß ich nicht mehr) diese Alkoholprobleme gab, aber nicht so lange wie bei anderen Betroffenen.Aber auch diese Zeit hat mir völlig gereicht. Egal über welchen Zeitraum sich solche Probleme ziehen, es ist eine Belastung. Ich bin so sagbar froh, dass ich einen Mann habe, der so gut wie nie etwas trinkt.

Liebe Grüße Manuela :wave:
 
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15.10.06
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Hallo Manuela.
Ich bin so sagbar froh, dass ich einen Mann habe, der so gut wie nie etwas trinkt.
Mir geht es gleich und dieser Zustand ist nicht selbverständlich für mich. Es gibt immer wieder Momente, wo ich mir über dieses Glück bewusst werde. Sucht miterleben zu müssen scheint doch sehr tiefe Eindrücke zu hinterlassen!
Sine
 
Beitritt
13.07.07
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Hallo,

Sucht miterleben zu müssen scheint doch sehr tiefe Eindrücke zu hinterlassen!
das sehe ich auch so.
Es kann einem aber auch den allzu sorglosen Umgang mit Drogen vermeiden helfen.
Wer schon früh miterleben muss was sich aus Alkoholkonsum z.B. entwickeln kann, der kann bei sich selber schon viel früher sehen wann es an der Zeit ist die Bremse zu ziehen, oder er lässt diese Gefahr gleich hinter sich indem er gar nicht damit beginnt.

liebe Grüße von Hexe :hexe:
 
Beitritt
31.03.08
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Hallo Sine , hallo Hexe!

Ich denke auch, dass man einfach viel sensibler für das Thema Sucht wird, wenn man in irgendeiner Weise damit schon konfrontiert wurde. Manche Menschen halten einen vielleicht für Schwarzseher oder Pessimisten, aber ich denke das ist eine gesunde Vorsicht und Achtsamkeit, die wir an den Tag legen.
Etwas, was ich z.B. überhaupt nicht verstehen kann ist, dass Werbung für Zigaretten im Fernsehen nicht gemacht werden darf, aber Alkohol kommt ständig vor. Unbegreiflich.

Liebe Grüße Manuela
 
Beitritt
13.07.07
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Alkoholwerbung find ich ebenfalls äusserst bedenklich.
Und ich kann ebenfalls nicht verstehen warum hier mit zweierlei Maß gemessen wird.

Ich selber bin sehr froh dass mein Mann kaum Alkohol trinkt und wenn, dann nur mal ein Bier oder ein Gals Wein.
Ich fände es unerträglich wenn er betrunken wäre und ich glaube er weiss das, obwohl wir es so noch nie zum Thema gemacht haben.

Bei meinen Kindern schrillten ständig sämtliche meiner Alarmglocken als die in dem gefährlichen Alter waren. Auch mein Sohn wurde ein oder zweimal nach Hause gebracht und war nicht mehr imstande alleine die Treppe hochzugehen.
Da war dann das Thema Alkohol und Sucht immer wieder im Gespräch bei uns, obwohl meine Familie es schon nicht mehr hören wollte.
Dann kam der Spruch: Einmal oder zweimal betrinken hat mit Alkoholsucht nichts zu tun". Ich weiss das zwar, aber ich weiss auch wie schnell und schleichend der Prozeß ist. Heute bin ich froh dass wir ständig und intensiv über dieses Thema geredet haben, ich galube auch meine Kinder haben dadurch eine gewisse Vorsicht entwickelt.

liebe Grüße von Hexe :hexe:
 
Themenstarter
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15.10.06
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Liebe Hexe.
Ich bin Mutter von zwei Teenagern und weiss genau, wovon du schreibst...
Wir stecken mittendrin im Prozess vom Sammeln diverser Erfahrungen.
Ich bin zwar eher etwas ängstlicher, wegen eigener Erlebnisse, bin aber auch gut informiert und deshalb auch etwas gelassener, als wenn ich mich auf das allgemeine Halbwissen verlassen müsste.
man darf gespannt sein!
Liebe Grüsse, Sine
 
Beitritt
25.09.07
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Hallo,

das mit der Werbung ist eine schwierige Sache :mad:.

Zigaretten dürfen glücklicherweise nicht mehr beworben werden, das ist ja wenigstens etwas. Wenn ich mir vorstelle, dass noch vor einigen Jahren der "Marlboro-Man" supercool als Cowboy mit Lasso dargestellt wurde und einer Kippe im Mund... :schock:.
Dieser Mann ist übrigens auch schon 1992 verstorben - an LUNGENKREBS!
Wayne McLaren ? Wikipedia
Alles über das Rauchen - Alles über die Warnhinweise

Was ich immer als absoluten Knaller empfand, dass die Formel 1 immer noch kräftig Werbung für die Tabakindustrie machen durfte (Sponsoren). Man muss sich mal vorstellen, dass ganz viele Kinder und Jugendliche das Rennfahren direkt mit Zigaretten in Verbindung brachte :mad:. Aber auch das gehört endlich der Vergangenheit an:
Aktiv Rauchfrei - Neue Ära in der Formel 1

Und genau so sollte das auch mit dem Alkohol sein: absolutes Werbeverbot!
Es wurde darüber auch schon nachgedacht, doch manchmal glaube ich, solange der Staat daran Geld verdient gibt er die Verkaufszahlen, gefördert durch Werbung, nur ungern auf:
Alkohol: Werbeverbot für Alkohol? - Diverses - FOCUS Online
www.bsi-bonn.de/bsi_alkoholpolitik.html


Liebe Grüße :wave:.

Heather
 
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15.10.06
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Ich möchte Heather beipflichten.
Gerade für Angehörige von Alkoholikern ist Alkoholwerbung der blanke Hohn!
Auch die einfache Verfügbarkeit von Alkohol in den Läden ist da schwierig nachzuvollziehen.
Unser Einkaufszenter in der Nähe wurde kürzlich umgebaut.
Die Alkoholabteilung, die vorher gleich nach dem Eingang positioniert war, wurde jetzt in den hinteren Teil des Gebäudes verlagert, was ich sehr begrüsse!
Liebe Grüsse, Sine
 
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23.04.06
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Hallo,:)

Bei uns in der Familie waren zwei meiner Onkel Alkoholiker, der eine ganz stark, der andere etwas weniger, falls das überhaupt möglich ist.
Als Kind das mitanzusehen, wie jemand betrunken auf dem Sofa liegt und schnarcht. Ich fand das nur schrecklich und habe mich in mein Zimmer verzogen. Hat mir auch Angst gemacht.
Mein Onkel wusste damals nicht wohin und ist öfters mal bei meinen Eltern aufgetaucht um sich auszuschlafen.
Irgendwann war er ganz Obdachlos und wir haben ihn aus den Augen verloren. Später als ich älter war, erfuhr ich das er der intelligenteste der ganzen Familie gewesen war, ein Abschlusszeugnis alles mit Einsen und Zweien und trotzdem ist nichts aus ihm geworden. Gekannt habe ich ihn nie richtig.
Ich denke mir wirklich helfen kann man da nicht. Das wurde ja immer wieder versucht, aber wenn einer selbst nicht will, dann hat das keinen Zweck.
Ich möchte die Konsumgüter wie Alkohol und Zigaretten nicht verurteilen. Werbung ist meiner Ansicht nach sowieso nur Lug ung Trug und Vorgaukelei. Im Moment geistern wieder die Parfümwerbungen durch die Kanäle. Weihnachten naht. Das ist auch nicht gesund und wird in einigen Punkten mit dem Passivrauchen gleichgesetzt. Solange irgendetwas "Inn" ist wird es ohne groß nachzudenken akzeptiert und angewandt. Aufklärung und Vorleben ist meiner Meinung nach besser als Verbote.

Grüsse von Juliette
 
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15.10.06
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Hallo Juliette.
Später als ich älter war, erfuhr ich das er der intelligenteste der ganzen Familie gewesen war, ein Abschlusszeugnis alles mit Einsen und Zweien und trotzdem ist nichts aus ihm geworden.
Das war bestimmt kein Einzelfall und man kann nicht genug betonen, dass Sucht nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun hat!

Ich möchte die Konsumgüter wie Alkohol und Zigaretten nicht verurteilen. Werbung ist meiner Ansicht nach sowieso nur Lug ung Trug und Vorgaukelei. Im Moment geistern wieder die Parfümwerbungen durch die Kanäle. Weihnachten naht. Das ist auch nicht gesund und wird in einigen Punkten mit dem Passivrauchen gleichgesetzt. Solange irgendetwas "Inn" ist wird es ohne groß nachzudenken akzeptiert und angewandt. Aufklärung und Vorleben ist meiner Meinung nach besser als Verbote.
Da hst du wohl recht. Ich denke, man kann der Alkohol - und der Nikotin - Industrie keine Suchterkrankungen in die Schuhe schieben. Der Hebel müsste schon an einer anderen Stelle angesetzt werden. Sie profitieren jedoch recht unverschämt von den Umständen, die viele Menschen in eine Sucht treiben. Trotzdem ist es für Angehörige von Alkoholikern zum Beispiel schon schwer, die Werbung für Alkohol mit neutralen Augen zu sehen.
Liebe Grüsse, Sine
 
Beitritt
21.01.09
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Hallo,

ich hab ein riesen problem. ich weiß auch gar nicht an wen ich mich wenden soll, deshalb, hoffe ich, dass mir hier jemand helfen kann.
eure beiträge waren zwar sehr hilfreich, aber....ich weiß nicht....das kann nicht wahr sein.
eine mir extrem wichtige person ist stark abhängig. die person wendet sich seit einer weile vollkommen von mir ab. zunächst habe ich versucht mich damit abzufinden und abzuwarten. zu hoffen, dass es wieder wird. aber es ist keinerlei besserung in sicht. ich kann nicht hier sitzen und nichts tun! ich kann nicht warten und hoffen, dass sich etwas ändern wird. es MUSS eine möglichkeit geben einzugreifen. ich würd wirklich ALLES tun, um der person zu helfen. wirklich alles. irgendwas muss es geben. bitte, kann mir bitte jemand sagen, was ich jetzt machen soll. so geht es nicht weiter. irgendwer muss doch helfen.

Liebe Grüße
 
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