Erstverschlimmerung nach Einnahme Vitamin D?

wundermittel
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Servus Rose444

SEi nicht ungeduldig, Deine Symptome haben auch einige Zeit gebraucht um sich zu zeigen. Diese Zeit wird es auch brauchen dass Du dein Gleichgewicht wieder bekommst. Gott hat auch nicht die WElt in einem Tag erschaffen.
DEine Wadenkräpfe zeigen einen eklatanten Mg. Mangel, der braucht auch eine Weile bis das Lager aufgefüllt wird.
WEnn Du solche WAdenkrämpfe hast zeigt eine schon eklatanten Mg- Mangel. Kalzium würde ich nicht zusätzlich einnehmen- ist kontaproduktiv. Mg und Kalzum sind keine Freunde!
Du hast eben angefangen Dir über Deinen Gesundheitszustand Gedanken zu machen, das ist einmal schon großartig. Wenn Du einem Schulmediziner Deine Probleme übergibst wird er Dir nie so helfen können wie wenn Du auf Dich selber aufpasst, und Deine innerlichen Signale versuchst zu deuten und danach zu handeln. Du bist auf dem richtigen Weg, der erste Schritt ist auch der erste Schritt näher zum ZIel. FÜr DEin Leaky gut überlege Dir ob da nicht auch was zu machen wäre. Bedenke- Im Universum unseres Organismus ist alles mit allem vernetzt
Wünsch Dir viel ERfolg und lass wieder was von Dir hören.

mit freundlichen GRüßen- Günter 40
Das sind sehr gute und weise Worte, vielen Dank, Günter🙏
Geduld ist oft nicht so leicht, wenn man gefühlt schon unzählige Dinge versucht hat und immer wieder vor Problemen steht. Jeder Mensch braucht auch Phasen der Leichtigkeit und des Aufatmens um wieder Kraft zu tanken. Nicht leicht dann wenn eine solche Phase auf sich warten lässt. Aber es wird weitergehen. OMM ! 😊
Alles Gute auch für dich ! Liebe Grüße! 🍀
 
regulat-pro-immune
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Kann diese nicht auch auftreten TROTZ genügend Magnesium und K2? Das lese ich zumindest immer wieder.
Nunja, deine Beschwerden sprechen ja stark dafür, dass deine Zellen zu wenig Magnesium bekommen. Das ist auch möglich, wenn sehr viel Magnesium eingenommen wird und auch, wenn viel von diesem Magnesium ins Blut kommt (ich bin so ein Fall).

Eine Erhöhung der Magnesium-Supplementation (verteilt auf mehrere Dosen/Tag) könnte da dann vielleicht helfen.
Nachtrag: In diesem Fall ist auch auf eine ausreichende Kaliumzufuhr zu beachten, denn es ergibt sich dann häufig ein Mehrbedarf dieses Minerals.

Auch könnte es vielleicht helfen, die Vitamin D-Dosierung zu verringern und die Tagesdosis auf mehrere Einzeldosen/Tag zu verteilen und dann feiner dosiert einzuschleichen.

Dazu könnte man 10 Tropfen des 1000 IE-Vitamin D-Öls mit 90 Tropfen Pflanzenöl verschmischen. Ein einziger Tropfen dieser Mischung enthielte dann 100 IE Vitamin D.

Was Vitamin K betrifft:
Bei einer reduzierten Leberfunktion ist die Speicherung von Vitamin K im Lebergewebe stark eingeschränkt.
Quelle

Vielleicht hast Du ja eine eingeschränkte Leberfunktion und brauchst vielleicht eine höhere Vitamin K-Zufuhr?

Bei mir hat es da geholfen ein Vitamin K-Kombiprodukt einzunehmen, das auch Vitamin K2-MK-7 enthält. Der Vorteil bei der MK-7-Form ist, dass die Halbwertszeit im Blut nicht 1-2 Stunden, sondern ca 72 Stunden ist. Es sollten sich damit dann u.U. hohe Vitamin K-Blutspiegel erzielen lassen, auch wenn die Leber als Vitamin K-Puffer weitgehnd ausfällt.

Ein Letztes:
Was die Gelenk- und Muskelschmerzen betrifft habe ich auch gute Erfahrungen mit einer hochdosierten Magnesiumlösung gemacht, die an den betreffenden Stellen auf die Haut aufgetragen wird. Allerdings musste die Lösung mehrere Stunden einwirken, damit sie Wirkung eintfalten konnte.

Gruß
Hans
 
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Kate

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Hallo Rose444,

zu Vitamin D hast Du ja schon verschiedene Hinweise bekommen (dass wir Dir letztlich nichts empfehlen können, ist ja klar, es sind immer nur eigene Erfahrungen oder der eigene Kenntnisstand).

Ich hatte vor 2 Jahren nach einem "Vitamin D-Rechner" aufgesättigt (evtl. der von Jörg Spitz, evtl. war's auch ein anderer) und keine Probleme damit. Allerdings habe ich auch nicht mit einem so niedrigen Spiegel gestartet wie Du, da ich seit Jahren 2.000 IE genommen hatte. Nach Aufsättigung bin ich zu einer (auch berechneten) Erhaltungsdosis übergangen und habe nach einigen Wochen noch einmal den 25-OH-Wert überprüft. Passte perfekt (auch für Corona-Zeiten). Kürzlich - also nach etwa 2 Jahren - habe ich noch einmal kontrolliert, diesmal das "aktive Vitamin D" (beim imd Berlin). Das lag mittig im Referenzbereich.

Bei Dir ist's vermutlich richtig, langsam ranzugehen und zu probieren, wie es Dir andere ja schon nahegelegt haben. Irgendwann nach einigen Wochen oder wenigen Monaten würde ich den Laborwert mal kontrollieren lassen, es ist ja auch unterschiedlich, wie gut es aufgenommen wird.

Hier
MSM, ich hoffe es ist gut verträglich bei empfindlichen Magen etc.? Von den meisten Nems wird mir ja übel
... würde ich Dir eher zur Vorsicht raten. Mir hat es den Darm erstmal wieder "zerschossen" mit einer Krampf- und Durchfallphase. Hab's seitdem nicht wieder genommen und dennoch keine Muskelschmerzen mehr (da kann ja Vieles mit reinspielen).

Vielleicht würde Dir in Kombi mit Vitamin D auch etwas Vitamin A guttun. Es ist ein "Schleimhaut-Vitamin", ein HP hatte es mir mal relativ hoch dosiert (10.000 IE) in Kombination mit anderen Maßnahmen für mein Leaky Gut verordnet. Derzeit nehme ich nur ein Drittel davon, meine aber, dass es den Schleimhäuten wirklich gut tut - in diesen Zeiten ist das ja noch mal speziell wichtig (Infektabwehr). Als fettlösliches Vitamin ist es aber auch vorsichtig zu handhaben.

Gruß
Kate
 
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Hallo Rose,

Du hast ja schon viele gute Hinweise bekommen. Klappt es denn jetzt mit dem 1 Tropfen? Wenn nicht, probiere es mit 1/2 oder 1/4 Tropfen oder noch weniger (dazu 1 Tropfen in eine größere Menge Öl geben, welches Du verträgst und davon die Hälfte bzw. ein Viertel nehmen)
Es kann sein, wenn zuviele Defizite auch an anderen Stoffen vorliegen, dass durch eine hohe Einnahme Prozesse ausgelöst werden, die zu stark sind. Daher wichtig auf die anderen Faktoren zu achten (Mg und Vit. K, was hier ja schon genannt wurde) und nur langsam aufdosieren. So, dass Du Dich noch gut fühlst dabei! Wenn die Prozesse sich alle wieder einrenken, wirst Du die Dosis bald erhöhen können. (nur, um nichts zu übersehen, dass Trägeröl von Deinen Tropfen verträgst Du sonst aber?)
Der Umrechnungsfaktor ist übrigens 2,5. Du musst also Deinen Wert durch 2,5 teilen und kommst dann auf den entsprechenden Wert in ng/ml. Also 28/2,5 = 11,2 ng/ml. Schon extrem niedrig (aber wohl gar nicht so selten, wie ich in letzter Zeit mitbekommen habe).
Und mit dem Geduld haben: Langsam zu machen ist auf lange Sicht der schnellere Weg (auch wenn sich das paradox anhört. Das ist wie mit den Abkürzungen im realen Leben, da dauert der Weg dann u.U. auch viel länger, weil man sich verläuft). Und Du musst Dein Vitamin D-Problem ja nicht vollständig gelöst haben, bevor Du Dich weiteren Baustellen zuwendest (kommt natürlich auf das Problem an).

Viele Grüße

P.S.: Wenn Du damit allein nicht weiterkommst: Wir hatten hier auch einen sehr langen Thread, wo es um die anderen nötigen Stoffe beim Vit. D ging: https://www.symptome.ch/threads/vit...hselwirkung-phosphat-calcium-magnesium.21293/
Vielleicht sind da ja auch konkrete Erfahrungen anderer User dabei, die Dir helfen können.

Bei der Suche danach hab ich noch diesen Thread gefunden, der vielleicht auch nützlich ist (1. Beitrag): https://www.symptome.ch/threads/vitamin-d-ko-faktoren-vit-a-mg-vit-k-ca-phosph-zink-boron.132119/
 
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Und wenn die Einnahme von Vitamin D einfach problematisch bis unverträglich bleibt, kann man sich auch diese Informationen zu eigen machen:


Grüsse,
Oregano
 
regulat-pro-immune
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Hallo Rose,

Du hast ja schon viele gute Hinweise bekommen. Klappt es denn jetzt mit dem 1 Tropfen? Wenn nicht, probiere es mit 1/2 oder 1/4 Tropfen oder noch weniger (dazu 1 Tropfen in eine größere Menge Öl geben, welches Du verträgst und davon die Hälfte bzw. ein Viertel nehmen)
Es kann sein, wenn zuviele Defizite auch an anderen Stoffen vorliegen, dass durch eine hohe Einnahme Prozesse ausgelöst werden, die zu stark sind. Daher wichtig auf die anderen Faktoren zu achten (Mg und Vit. K, was hier ja schon genannt wurde) und nur langsam aufdosieren. So, dass Du Dich noch gut fühlst dabei! Wenn die Prozesse sich alle wieder einrenken, wirst Du die Dosis bald erhöhen können. (nur, um nichts zu übersehen, dass Trägeröl von Deinen Tropfen verträgst Du sonst aber?)
Der Umrechnungsfaktor ist übrigens 2,5. Du musst also Deinen Wert durch 2,5 teilen und kommst dann auf den entsprechenden Wert in ng/ml. Also 28/2,5 = 11,2 ng/ml. Schon extrem niedrig (aber wohl gar nicht so selten, wie ich in letzter Zeit mitbekommen habe).
Und mit dem Geduld haben: Langsam zu machen ist auf lange Sicht der schnellere Weg (auch wenn sich das paradox anhört. Das ist wie mit den Abkürzungen im realen Leben, da dauert der Weg dann u.U. auch viel länger, weil man sich verläuft). Und Du musst Dein Vitamin D-Problem ja nicht vollständig gelöst haben, bevor Du Dich weiteren Baustellen zuwendest (kommt natürlich auf das Problem an).

Viele Grüße

P.S.: Wenn Du damit allein nicht weiterkommst: Wir hatten hier auch einen sehr langen Thread, wo es um die anderen nötigen Stoffe beim Vit. D ging: https://www.symptome.ch/threads/vit...hselwirkung-phosphat-calcium-magnesium.21293/
Vielleicht sind da ja auch konkrete Erfahrungen anderer User dabei, die Dir helfen können.

Bei der Suche danach hab ich noch diesen Thread gefunden, der vielleicht auch nützlich ist (1. Beitrag): https://www.symptome.ch/threads/vitamin-d-ko-faktoren-vit-a-mg-vit-k-ca-phosph-zink-boron.132119/
Hallo damdam,
vielen Dank für diese tolle und ausführliche Antwort 🙏👍
Das Trägeröl ist Kokos, müsste passen da ich Kokos vertrage.
Und auch sehr gut beschrieben und verglichen mit dem Lebensweg. Erinnert an den Spruch: Wenn du es eilig hast, geh langsam.
Ja, und immer eins nach dem anderen.
Werde mir die Threads durchnehmen👍
Liebe Grüße! 🌲🌟
 

Annie Kreinfeld

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... ich habe seit längerem schon zu tun mit heftigen Gelenk- und vor allem Muskelschmerzen.
Nun ergab ein Vitamin D Bluttest einen Wert von 28 nmol.
Anscheinend muss man da nochmal die Hälfte abziehen um auf den eigentlichen Wert zu kommen der auch die Dosierung bestimmt?
Immer wenn ich versuche Vitamin D zu supplementieren, verstärken sich jedoch diese Gelenk- und Muskelschmerzen, so stark das ich es kaum aushalte. Und das schlägt mir dann auch gewaltig auf die Psyche.

Vor einigen Monaten schon verschrieb ein Arzt mir Dekristol 20.000 und die Schmerzen waren besonders schlimm danach.
Was mach ich eventuell falsch?
Oder lässt sich solch eine Art „Erstverschlimmerung“ erklären?
Ich hatte nach der ersten Kapsel Dekristol keine weitere mehr genommen. Das war vielleicht falsch? Hätte ich weitermachen sollen?
(...)

Ich habe nun begonnen Mg zu nehmen und habe nun Vitamin D Tropfen 1000mg von Sunday Naturals denen auch K2 zugefügt ist. Viel zu niedrig wiederum, fürchte ich? Tropfen sind generell jedoch gut für mich, ich habe leaky gut und kann Tabletten etc. nicht so gut bei mir behalten und auch nicht verdauen.

So viele weitere meiner Symptome weisen stark auf einen Vitamin D Mangel hin.
Daher möchte ich dem ganzen noch eine Chance geben.

Vielleicht habt ihr ein paar Tipps wie ich es am besten angehe?
Vielleicht auch ein paar POSITIVE Erfahrungen bezüglich der „Erstverschlimmerung“/den erhöhten Schmerzen nach Einnahme, ob das sich wieder legt? Durchhalten?
Kann diese nicht auch auftreten TROTZ genügend Magnesium und K2? Das lese ich zumindest immer wieder.
Vitamin-D-Einnahme ist so gut wie nutzlos:
 
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28.06.21
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Hallihallo,
der medscape Artikel ist eine Einzelmeinung/Interpretation der Relevanz 2er Studien durch den Autor.

Nur mal zur 1 Seite:
Wie viele nicht signifikante Studien brauchen wir noch, bevor Forscher aufhören, Vitamin D zu untersuchen, Ärzte aufhören, den Vitamin-D-Spiegel (routinemäßig) zu messen, und Patienten aufhören, Geld für das wenig hilfreiche Ergänzungsmittel zu verschwenden?
Aha. Er scheint sich seiner Sache sehr sicher zu sein und plädiert dafür, bezügl. D3 gar nicht mehr weiter zu forschen. :rolleyes:

Zu den auf Seite 2 erwähnten Studien:
VITAL hat eine Dosierung von 2.000 iE/Tag verwendet und
D-Health hatte eine Dosierung von 60.000 iE/Monat (somit auch ca. 2.000 iE) verwendet.

Das wird in den Studien als "Hochdosis" gesehen (mit dem Verweis, dass sonstige Studien meist nur mit 600-800 iE/Tag durchgeführt werden).

Bei D-Health (Australien) hatte die Placebogruppe einen durchschnittlichen D3 Wert von 31 ng/ml und die D3 Gruppe von 46ng/ml. Dass die Placebogruppe so hohe Werte hat, finde ich seltsam. Aber ev. bekommen Australier generell leichter mehr D3 bildende Sonnenstrahlen ab?

Die Fragestellung vom Autor (zum Thema was ist Henne/was ist Ei, somit ist der D3 niedrig WEIL jemand sehr KRANK ist, oder ist jemand krank, WEIL der D3 Spiegel NIEDRIG ist) finde ich generell interessant. Sehe die Antwort darauf aber in den Studien nicht mal angekratzt (da fehlen einfach zu viele Infos).

Das Konklusio vom Autor teile ich nicht. Ergebnisse könnten durchaus Dosierungseffekte sein. (wenn ich eine Pflanze mit 1 Glas Wasser versorge, sie aber 3 Gläser bräuchte, wird sie dennoch nicht genug haben).
Aussagekrätiger fände ich einen Vergleich zwischen niedrigen Spiegeln (<10ng/ml) und zB >40ng/ml (vA wenn man ein vorher/nachher macht - also eine Gruppe mit <10ng/ml nimmt und da dann die Hälfte ein Placebo bekommt und die andere Hälfte D3 und dann bei beiden Gruppen auch D3 nachmisst. vA wenn Krankheiten auftauchen).

Was man imho auch nicht unterschätzen sollte sind die Co-Faktoren. (D3 "saugt" ja uA Magnesium, sorgt als uU dafür, dass durch die D3 Einnahme ein Magnesiummangel größer wird oder verursacht wird. Das zieht dann wiederum Störungen im Körper nach sich. uA scheint lt. oberflächlicher Suche Magnesiummangel Krebsgefahr zu erhöhen bzw. generell auch Tumorwachstum zu begünstigen).
Kann also gut sein, dass man sich mit isolierter D3 Einnahme nicht unbedingt einen Gefallen tut. (da gab es doch auch "die" Vit A Studie bei Rauchern...🤔)

Die meisten Nährstoffe arbeiten synergetisch. Schade, dass der Aspekt in keine mir bekannte Studie einfließt. (im Gegenteil - bei einer der 2 Studien mussten die Probanden sich verpflichten keine "sonstigen" Nahrungsergänzungen zu nehmen bzw. alle "sonstigen" Vitaminpräparate abzusetzen...)
Aus "Pharma" Sicht verständlich. Da geht es ja immer drum zu schauen, was 1 Substanz bewirkt.
Aber ich kann keinen Kuchen backen, indem ich nur mal mit Mehl herumexperimentiere und dann nach 100 Studien den Hut draufhau, weil aus Mehl nun mal kein Kuchen wird...

(die restlichen Seiten vom Artikel habe ich nicht gelesen).

lg togi
 
regulat-pro-immune
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Wer mag, kann sich auch noch mit diesem Artikel, der gegen die vielen angeblich positiven Wirkungen einer Vitamin D-Einnahme spricht, ansehen:

...
Es ist seit langem bekannt, dass Vitamin D für die Knochengesundheit von entscheidender Bedeutung ist und dass es durch Sonneneinstrahlung in der Haut gebildet wird. In den letzten 10 Jahren haben Experten aber festgestellt, dass fast jedes Gewebe und jede Zelle in unserem Körper einen Vitamin-D-Rezeptor besitzt. Daraus folgt, dass Vitamin D, wenn es von so vielen Zellen im Körper aktiviert werden kann, lebenswichtig für die kardiovaskuläre Gesundheit, die Immunfunktion und die Krebsvorbeugung sein muss: im Grunde für alle Vorgänge, die mit unserer Gesundheit zu tun haben.

Unzählige Beobachtungsstudien haben ergeben, dass niedrige Vitamin-D-Serumspiegel mit einer höheren Gesamtmortalität sowie einer höhere Mortalität durch Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und jetzt auch bei COVID-19 assoziiert sind. Trotz aller statistischen Anpassungen in diesen Studien können wir jedoch nicht wissen, ob diese Zusammenhänge tatsächlich kausal sind.

Das Hauptproblem sind Störfaktoren (Confounding): Menschen mit niedrigem Vitamin-D-Spiegel haben andere Erkrankungen, was zu einer höheren Morbidität führt.


Nehmen wir Patienten mit Adipositas, Arthritis und kognitivem Verfall als Beispiel. Sie werden sich wahrscheinlich nicht viel in der Sonne bewegen und damit einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel haben. Dieser Laborwert ist lediglich ein Indikator für den insgesamt schlechten Gesundheitszustand.

Randomisiert-kontrollierte Studien sprechen eine deutliche Sprache

Es gibt Hunderte von Vitamin-D-RCTs. Die Ergebnisse lassen sich in einem Satz zusammenfassen: Vitamin-D-Ergänzungen verbessern die Gesundheit hinsichtlich diverser Endpunkte nicht.

Hier ist eine kurze Zusammenfassung einiger aktueller Studien: ...

Grüsse,
Oregano
 
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medscape Artikel ist eine Einzelmeinung
Aus meiner Erfahrung verschreiben Ärzte nicht routinemäßig Vitamin D. Der Wert wird auch nur gemessen, wenn man von sich aus den Wunsch äußert.

Zudem sind auch gesunde Menschen wenig in der Sonne, wenn sie von 9-18h im Büro arbeiten und nur mal in der Mittagspause in die Sonne schauen. Die Wochenenden werden ja auch nicht unbedingt für Wellnessanwendungen mit Sonnenbädern genutzt, sondern für Haushalt, Einkaufen oder Essen gehen.
 
regulat-pro-immune
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28.06.21
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Hallihallo,
Wer mag, kann sich auch noch mit diesem Artikel
es ist nun 3x DER GLEICHE Artikel (jeweils von Dr. John M. Mandrola).
Abgesehen vom Inhalt (1:1), steht ja im "Univadis"-Link auch noch klar drunter, dass er von medscape übernommen wurde.

In Nr. #30 hat Annie K. den Artikel mit Bezahlschranke gepostet.
Danke, dass Du dann in #32 einen lesbaren Artikel rausgesucht hast.
Jedoch der Link in #34 ist redundant (da ja schon in #32 abgedeckt).

Kann es sein, dass Du die von Dir gesetzten Links/Zitate nicht gelesen hast? (gibt ja so viel zu tun und zu posten 😉)

Über die vom Autor referenzierten Studien können wir gerne diskutieren. Über die Interpretation derselbigen von Dr. Mandrola zu diskutieren ist mir die Zeit zu schade.
zB verweist er auf "100te Studien, die... " und "vergisst" dabei zu erwähnen, dass es fast nur Studien gibt, die mit sehr niedrigen Dosierungen (<1.000 iE) gearbeitet haben.
Kaum eine Studie misst/zeigt vorher-/nachher Blutwerte usw..

Statt zB konstruktive Vorschläge zu machen, was man noch untersuchen könnte, um... meint er (sinngemäß) es ist alles gesagt, man soll einfach aufhören den D3 Spiegel zu messen, weil man dann andere gesundheitliche Probleme übersehen könnte (bzw. dann nicht mehr beachten würde)- zB Übergewicht oder Bluthochruck :oops: :rolleyes: 🤣

Und da denke ich mir - selbst wenn D3 Mangel/Substitution aktuell überschätzt werden sollte, würden damit jene unter den Rost fallen, die absolut grottige D3 Spiegel (<10ng/ml) haben. (und diese Gruppe bildet keine der von ihm verlinkten Studien ab)
Es gibt ja leider heute noch genügend ÄrztInnen, die gar nicht danach schauen/es gar nicht testen lassen. Das ist - imho - das größere Problem.

Somit halte ich die Forderung von Mandrola (nicht mehr zu testen/kein D3 mehr zu verschreiben) für absolut fahrlässig.

So, damit habe ich Dr. Mandrola "genug Plattform" gegeben und klinke mich nun (zu seiner Interpretation der D3 Studienlage) aus.
(zu den Originalstudien/was wir draus lernen können - klinke ich mich gerne wieder ein).

lg togi
 
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10.01.04
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Hallo togi,

für mich ist das Thema „Vitamin D“ insofern auch erledigt als ich größere Mengen davon einfach nicht vertrage und keine Lust mehr habe, immer noch einmal auszuprobieren (mit ganz verschiedenen Präparaten), ob es nicht doch passen könnte. Insofern freue ich mich eben über Artikel, die Ängste, die über die vielen für Vitamin D sprechenden Artikel sprechen, auf die Seite zu legen.

Du stehst da auf einer anderen Seite.
Doch, ich habe die Artikel gelesen, aber zur Zeit ist mein Hirn nicht sonderlich aufnahmefähig durch den lange anhaltenden Heuschnupfen. Ich freue mich auf Regen !

Grüsse,
Oregano
 
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