Eigene Gedichte

24.6.89
(es kam mir gestern in die Hände)



Liebe ist für die Seele, wie Sauerstoff für den Körper
der Mensch braucht beides um sich zu leben
Liebe ist Wärme, Nähe, Geborgen sein

Es gibt Menschen die haben Angst vor der Liebe,
Sie fürchten sich vor der Nähe die durch sie entsteht,
sie haben Angst sich zu verlieren
Angst davor, die Mauer um ihr Herz breche ein
denn sie wissen, hinter ihr ist ein weicher Kern
welcher sich nach Liebe sehnt.

Die Angst lässt die Mauer stehen,
Lieber flüchten sie vor der Liebe
bewahren ihren Kern hinter der dicken Mauer

Niemand kann die Mauer für einen anderen beseitigen
jeder muss es für sich tun

Wenn aber der erste Strahl des Herzens durch die Mauer scheint
erhellt sich das Leben, und zieht Gleiches an
 
Neu hier? Dann ein herzliches Willkommen!
Du liest hier gerade eine Diskussion von Betroffenen – Menschen, die eigene Wege gehen und Erfahrungen teilen. Das kann am Anfang ungewohnt wirken: Jeder Verlauf, jede Geschichte ist anders.
Als Gast kannst du mitlesen und dich orientieren.
Als Mitglied kannst du Fragen stellen, antworten und dich aktiv einbringen.
Deine Wegweiser:
Gottes Wort
Klang des Herzens, Klang der Liebe.
Jedes Wesen dessen Herz schlägt
verbindet sich mit dem Herzschlag der Erde
Mutter Erde
 
Der Moment

Leise Schritte auf dem Weg ins Meer
Nur voraus und nicht dir hinterher
Schreitest sachte auf dem feuchten Sand
Weit entfernt sich dieses laute Land

Sommerabend und die Luft, sie träumt
Sonnentrunken hast du nichts versäumt
Diese Zeit war für die Ewigkeit
Glücksmoment für jetzt und alle Zeit

Mit dir ging ich und es war so still
Einmal war es so, wie ich es will
Ohne Wollen, es ward mir geschenkt
Dieser Augenblick - ganz ungelenkt
 
Der besondere Kick(er)
Deine Augen haben etwas Spannenderes
als die Traineranweisung erkannt;
einen Käfer etwa; oder den schön gemähten Rasen,
oder aber etwas Lustiges spielt sich in Deinem Inneren ab.
Dafür spricht der auf sich selbst gerichtete Blick.
 
Ich hab hier mal nen Liebesgedicht, fals es jmd. gefallen sollte, würde es mich freuen, wenn es das erwähnen würde!...
Ein Liebesgedich??,... dies ists wahrlich nicht!
Vielmehr ein "verliebtes Gedicht".
Verliebtheit ist das bitterste Spiel der Emotion mit Liebe,
trifft dich ungemein mit heftigstem Hiebe.
Gewappnet dagegen ist man nicht,
dies Gefühl macht einen blind gegen erhellendes Licht.
Dies Gefühl es scheint so hell wie Sonnen,
aber eben ...ja es SCHEINT und bereitet wonnen.
Im Wortgewand des "SCHEINENS" sich hier bereits etwas verbirgt.
Der Betrug an der Liebe steht an!, die Weisheit verwirkt.


Wünsche Dir alles GUTE, viel Liebe und nur erträglich Verliebtheit.

Gruß Andreas
 
Flucht

Wo bin ich und wo kann ich wachsen?
Im Spalt, dort zwischen den Synapsen?
Bin ich der Funke, der dort springt?
Bin ich das Lied, das dort erklingt?
Bin ich das Bild, das sich gestaltet?
Wo ist mein Wille, der doch waltet?

Bin ich die Haut, die mich umhüllt?
Bin ich das Wasser, was mich füllt?
Bin ich Geschmack auf meiner Zunge?
Bin ich mein Atem in der Lunge?
Bin ich der Duft, der mich verleitet?
Bin ich der Schritt, der mit mir schreitet?

Fühl ich mich innen oder außen?
Bin ich dann drinnen oder draußen?
Bin ich in meinem Raum gefangen?
Muss zwischen Herz und Stirn ich bangen?
Werd ich am Ende dort geboren?
Hab’ ich mich selber dort erkoren?

Wenn in der Weite nichts mehr führt,
Wenn in der Nähe nichts berührt,
Wenn ich mit meinen Augen schaue
und meinen Sinnen nicht mehr traue,
will sich die Welt in mir zersplitten,
will ich nicht bleiben, dort inmitten.

Und als ich dort im Nebel schwebte
und nur ein kleiner Rest noch klebte
in meiner Mitte, die verließ
ich gerne, als ich Gestern hieß
und meinen Namen noch erkannte,
bevor ich rannte, rannte, rannte....
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Leben werde ich auf meine Weise,
manchmal laut und dann mal leise,
schwingend durch die Lüfte ziehen,
und dem Tal des Dunklen siegen,
ach, da wird mir schwer des Herz,
schnell verschwommen ist der Schmerz,
hab ich dann das Grün erklommen,
bin ich voll im Glück verschwommen,
Äuglein, die in Sehnsucht wachen
manchmal ist das Leben einfach nur zum Lachen,
Liebste, Allerliebste mein,
lass sich zärtlichst umarmet sein,
Glaube, Liebe, Zuversicht,
Liebe ists, welch ein Gewicht,
närrisch wird sich alles drehn
und wackeln werd ich mit den Zehn,
und lustig auf der Wiese hüpfen,
bis das die Schmetterlinge schlüpfen,
welch zärtlichst schöne Farben,
und dafür wird die Raupe darben,
die zärtlichst um mich schwingt die Luft,
erfüllt mit rotem Rosenduft,
der Wind mir ins Gesicht nun haucht,
als hätt er gestern noch gerauscht,
und hat die Nacht den Tag berührt,
so hat die Lieb die Seel verführt,
so lieblichst, wogend, strahlend, fein,
so möge die Nacht er Träume sein,
und werd alles legen in Gottes Hand,
und glaub, er knüpft mit uns ein Band,
du schöne Welt nun wohlgeruht,
auch, wenn du wirst mal ausgebuht,
der Strahl der Sonn dich wieder weckt,
und auch das Kind, es neckt, es neckt,
so lustig ist es anzusehn,
es wird auf kleinen Beinchen stehn,
und sich die Äuglein reiben,
das Leben wird es nicht vertreiben,
sein Lachen wird die Welt erwärmen
und bringt das Herz der Menschen zum Schwärmen,
so viele Träume hat es noch,
die Mutter drückt es an ihr Herz,
und sieht dabei das Glück im Schmerz,
wie ein Baum, so ziert der Ring des Lebens,
und alles wird in Lieb verwebend,
sich aufhebend wird bös zu gut,
die Engel, die zieren des Lebens Glut.

Schade, hier gibt es keine Herzchen-Smileys
 
Was bin ich?

Ich bin im Geben und im Nehmen,
bin nur in Sendung und Empfang?
Ich, diese Illusion, kann spüren,
kann mich zum Dasein nur verführen
im Tanzen. Zwischen Räumen, Türen,
kann ich ein Spielball sein, mich schämen,
kann mich verstecken und mich lähmen,
vor allen Reizen mich verschließen
und kann sie ebenso genießen,
als ewige Perlende und fließen.

Ich, tastend auf dem Seil entlang,
kann ebenso darüber fliegen,
die Schwerkraft dort so leicht besiegen.
Und wenn ich falle von dem Strang
und werde dann am Boden liegen,
wer spürt den Schmerz, wer spürt den Drang,
erneut sich wieder zu erheben,
um neue Bahn zu knüpfen, streben,
neu zu kreieren, in Systemen
dem Neuem sich zu öffnen? Leben!
 
Fragmente

Es trifft Dich so tief
Es schmerzt Dich alles,
Dies ist die Seelenqual

Es zieht Dich dann,
Mitunter ganz nach Unten,
Dies ist dann der Höllenschmerz

Du Höllenschmerz, bitte
Du Seelenqual, bitte,
Lass mich doch los!

Wo ist Sie denn,
Meine Rettung?
Wo ist mein Weg zu finden?

Die Hoffnung, gewiss,
Ist ein sehr wichtiger Weg,
Daraus entspringen viele Kräfte

Der Glaube an Dich selbst
Ist ein sehr heilsamer Weg,
Der der Dich heilen kann

Deine Selbstannahme gewiss,
Ist eine Quelle des Glücks,
Des inneren Verstehens

Deine Hoffnung, Dein innerer Glaube
Und Deine Selbstannahme
Ist zu vereinen in Einem



Niemand
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Apart

To be us, to think it’s hard,
to be a part, to be apart.
I am, I’ll be, I am just one.
I do, I will or I’ve been done
 
Hamsterrad

Manchmal fühl ich mich im Keller,
manchmal bin ich obenauf.
Und das Rad dreht sich stets schneller,
ich bewege mich darauf.

Manchmal renn ich immer weiter,
manchmal bleib ich einfach stehn.
Dann bewegt sich diese Leiter,
dieses Rad bleibt niemals stehn..

Und ich fühle mich so müde,
doch der Schlaf ist kein Geschenk.
Stets dieselbe Attitüde,
doch ich fühl mich ungelenk.

Heute ist mir nur nach Klagen,
wieder mal ist es so weit.
Heute will ich nur verzagen,
während etwas in mir schreit.

Und ich rannte gegen Türen,
manche öffneten sich gleich.
Doch dann konnte ich mich nicht rühren
sehnte mich zu meinen Teich.

Wollt’ bewusstlos darin treiben,
und die Welt wollt’ ich nicht sehn
Irgendetwas wollte schreiben,
wollte doch nicht untergehn..

Und ich kämpfte gegen Mühlen,
denn ich musste eigentlich.
Und ich will mich nicht so fühlen!
Lass ich selber mich im Stich?
 
Ehrfurcht

Du musst die Arbeit tun mit Leidenschaft
Mit Freude und mit ganzem Herzen
Daraus erwächst dir liebend neue Kraft
Du merkst, du kannst viel mehr verschmerzen
Was dich im Leben trifft und was in dir erklingt
In einem Ton erfreut, im andern peinigt
Du stehst in dir gerade, was auch mit dir ringt
Ja, selbst im Widerstreit mit dir, geeinigt

Ich seh die Leidenschaft und Liebe in der Tat
Ganz hingegeben der Bewegung
Erklingt in mir die Mahnung und der Rat
Und meine Augen folgen jeder Regung
Und voller Freude springt die Energie
Der Dirigenten vor dem Weltorchester
Auf jeden Spieler dieser Symphonie
Trifft meinen Bruder dort und meine Schwester

Ja! Denn mich selbst trifft jedes neue Wort
Ich höre zu, erinnere auch wieder
Was du mir sagtest. Und in dem Akkord
Hör ich mich selbst und damit alle Lieder
Aus liebevollem Ernst nehm ich die Weisung an
Geb mich mir hin mit Ehrfurcht, ganzem Willen
Zu lieben ist Gewinn und ganz in diesem Bann
Darf sich die Freude leben auch im Stillen
 
Doch welches ist nun DEIN Los,
zu leben frei und unbeschwert?,
zu arbeiten wie ein dröges Tier?,
dahinzusiechen ohne Wert?,
dem Leben Sinn zu geben im hier?
Wer mags dir schon sagen;
was nun denn ist DEIN Sinn?
Du darfst nicht die anderen Fragen,
so haut das leider niemals nicht hin.

Gruß Andreas

LieberTee, echt grandios deine Geschichten, gerne mehr!

Die Tiefe mir selber mag leider weichen,
drum Gedichte sollte ich leider keinem mehr reichen!
 
Flüchtig

Gedichte sind nur ein Versuch,
des Lebens Rhythmus einzufangen;
Verblasstes aus dem Lebensbuch
und Töne, die dort einst verklangen
erscheinen flüchtend auf Papier,
wie's Leben flüchtig, auch mal hier.

Danke für die Rückmeldung, lieber Andreas. Warum aber weicht Deine Tiefe?
Gruß LieberTee
 
Seelenzustand

Die Gedanken sie fliegen,
sind nicht zu fangen, nicht zu kriegen,
Stille solls werden im Bauch des Verstand,
s'ist als gleitet alles dir aus der Hand.

Mag endlich der Seele Ruhe finden,
muss ich dafür der Welt erblinden?
So kann ich grad keine eigne Tiefe mehr greifen,
alles, so scheints, mag mir nunmehr entgleiten.

Gruß Andreas
 
Jenseits

Sitzt du täglich in der Zange,
wirst du immer nur gequetscht.
Sei nicht traurig, nicht mehr lange
bleibt es so und dann zuletzt
nimmst du das, was dir beschieden.
Nie mehr wirst du hadern dann,
lebst in Ruhe und in Frieden,
denn nur darauf kommt es an.
Niemand wird je nehmen können,
was du selber nicht begehrst.
Niemand wird dir nicht vergönnen,
womit du dich nicht beschwerst.

Leichter kannst du täglich leben,
wenn du alles von dir weist.
Gib es auf, das alte Streben
und vergiss auch, wie du heißt.
Was du jemals dir ersehntest,
alles ist nur Schall und Rauch.
Warum du das hier erwähntest?
Stell dir diese Frage auch.
Auch das sind nur leere Worte,
selbst der Zweifel taugt ja kaum.
Ja, du sehnst dich nach der Pforte
jenseits Zielen, jenseits Traum.
 
Hallo LieberTee!

Recht hast du mit dem letzten Gedicht.
Kohelet im AT von Windhauch spricht:

All das Streben und Bemühen
alles Windhauch und vergänglich.

Segensgrüße

sidisch
 
Liebe Siddisch,

ich kannte noch nicht Kohelet, bin auch nicht Bibeltreu
doch fand ich ihn im Internet und vieles war nicht neu.

Kap. 3 /15 Was geschieht, das ist schon längst gewesen, und was sein wird, ist auch schon längst gewesen; und Gott holt wieder hervor, was vergangen ist.

Danke für den Hinweis.

Lieber Gruß:)
LieberTee
 
Du kamst zu nahe

Du warst alleine und irrtest umher
da kamen sie und töteten Dich
warum war da deine Mutter nicht mehr
und wehrte sich für Dich

Ein letztes Zucken ging durch Dich
lagst da auf der Seite im Laub
Trauer berührte mich
und ich machte mich nicht aus dem Staub

über deinen Hals strich ich und war traurig
Es war ein kurzer Tod, aber doch schaurig

Du kamst zu nahe an unser Haus
die Gefahr für Dich erst jetzt ich seh
denn meine Hunde sind hier zuhaus
Ruhe in Frieden kleines Reh
 
Hallo Karde,
es ist gut, wenn man solche Erlebnisse in einem Gedicht verarbeiten kann. :wave:

Hallo LieberTee,
Deine Gedichte lese ich aufmerksam, wie Du mit der Welt, und was sich darin findet, umgehst und in Worte faßt. :)


Segensgrüße

sidisch
 

Willkommen bei Symptome.ch
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