Diagnostik - aktueller Stand ?

  • Themenstarter Themenstarter Rübe
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22.11.07
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Hallo miteinander,

was ist denn der momentane Stand der Dinge, was die Diagnostik von Borreliose angeht?
Was sollte man alles untersuchen lassen?
Welcher LTT (bei welchem Labor) ist denn Genaueste bzw. Aussagekräftigste?
Weiß evtl. jemand was Frau Hopf-Seidel denn z.Zt. so empfiehlt?

Gruß
 
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Meines Wissens immer noch alles beim Alten, ausser dass Boulder Diagnostics jetzt noch den SpiroFind anbietet. Noch ein Test, wo keiner sagen kann, was der Test kann. Die B ist nach wie vor eine Verdachtsdiagnose, der man nur mit einer Therapie-Rumpröbelei begegnen kann.

LG, Mungg
 
Also Antikörpertests waren bei mir bei 5 Laboren alle negativ. Da weiß man auch, dass die nur "waste of money and time" sind.
Ich habe folgende Tests gemacht:
EliSpot LTT Vollantigen von biovis Diagnostik leicht erhöht mit 7 (+5,4 positiv) und Peptidpool negativ
Laborgemeinschaft Ettlingen hatte ich 3 Wochen nach Antibiotikagabe nach Weisheitszahnentfernung 2x 2,5, Graubereich (+2 positiv), HGE Graubereich und Chlamydien negativ. Die meinten aber das genommene Antibiotika wäre zu schwach und der Test 3 Wochen danach wäre so schon aussagekräftig.
InfectoLab Augsburg hatte ich Borrelien beim ersten Test 6, 10 und 14 positiv (+2 positiv). Dazu Chlamydien und HGE auch deutlich positiv, was bei Ettlingen negativ war.
Dunkelfeldmikroskop sah man bei 4 Versuchen 1x Borrelien, ist aber eher Glück.
Weitere Tests habe ich dann alle in Augsburg machen lassen.
Nicht nur dass die Borreliose seronegativ verlaufen kann, man sollte auch die CD57 Werte bestimmen lassen und alles an Coinfektionen abklären und beobachten.
Bei mir war es dann nämlich EBV, Borreliose, Chlamydien, Coxsackie, Ehrlichien und grenzwertig Mykoplasmen. Dazu noch Candida im Blut. Und das ist so jetzt nicht unbedingt eine Seltenheit weil eine Borreliose selten alleine kommt.
Dazu kommt, dass Tests für andere Erreger teilweise noch schlechter sind als für die Borrelien und man da noch weniger weiß. Bei mir wurden nach der Symptomatik nach auf 3-4 andere Sachen getestet wo immerhin die Tests negativ waren. Aber ein langes Vorgespräch, die genaue Dokumentation der Symptomatik wie auch die Sichtung aller Unterlagen und nicht zuletzt der Geldbeutel bestimmten, auf was alles getestet wird.
Im Endeffekt hängt davon auch ein Teil der Therapie ab, zwar wirkt Doxycyclin gegen fast alles, aber nicht gegen Viren und beim Pilz ist jedes Antibiotika kontraproduktiv. Was dann wie genau Symptome bei jedem einzelnen verursacht ist schwer zu sagen, aber letztendlich darf man nichts übersehen.
Ich glaube Klinghardt, der hier im Forum öfters "bejubelt" wird, empfiehlt mittlerweile auch das Augsburger Labor. Ich bin damit sehr zufrieden, Ergebnisse sind auch immer schnell da. Und
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube Klinghardt, der hier im Forum öfters "bejubelt" wird, empfiehlt mittlerweile auch das Augsburger Labor. Ich bin damit sehr zufrieden, Ergebnisse sind auch immer schnell da. Und

Und ...

Was macht Du dann jetzt?
Du hast ja Candida und bei Candida wären ja laut Deiner
Aussage ABs kontraproduktiv.:confused:

Gruß
Rübe
 
Das war schon ein Jahr her die Diagnosestellung. Kurz zusammengefasst:
War 3 Monate in der Psychoklinik und hab mich da selbst entlassen weil ich da falsch war und Medikamente nehmen solle, dann direkt ins BCA für Bluttests und Gespräch, dann am nächsten Tag Heilpraktikerin und da u.a. Candida festgestellt und dann Woche später wieder ins BCA und alles besprochen.
Candida hab ich Pilzdiät gemacht. Buch gekauft "Die Candida Diät" und 3-4 Wochen nur Kartoffeln gegessen (und ich meine N U R Kartoffeln). Dazu von meiner Heilpraktikerin diverse Sanukehl Produkte bekommen, die gegen Pilze sind wobei dann nach und nach Schimmelpilze und anderes Zeug mit rausgekommen ist.
Dazu Phytotherapie vom BCA und natürlich jede Menge Entgiftung.
Mit AB hab ich gar nicht angefangen weil ich ohne Diagnose 2x teils länger AB bekam ohne sonderbaren Erfolg oder Besserung und vor 3 Jahren sehr heftig auf Doxycyclin reagiert habe was die Nebenwirkungen angeht und ich insgesamt so im Eimer war, dass ich auch nicht schlucken wollte was mich noch mehr abschießen kann. Und mit dem Pilz war dann die Entscheidung - erstmal kein AB - nicht so schwer.
Daneben natürlich noch komplette Lebensumstellung wie Rauchen aufgehört, Sport, Vegetarier und jede Menge NEM um alle Werte wieder ordentlich hochzubekommen.

Was ich oben noch vergessen habe: Das Dunkelfeldmikroskop kann Borrelien auch sichbar machen. Bei mir war bei 4 oder 5 Tests bei der Heilpraktikerin einmal Borrelien zu sehen. Ich glaube Hopf-Seidel hat geschrieben, dass man es wenn alle Tests versagen immer noch im Dunkelfeldmikroskop versuchen kann. Würde ich so oder so empfehlen, da erkennt man einiges und v.a. auch Fortschritte.

PS: Wen es interessiert und mal wissen will was es mit ELISA, Westernblot und den Richtlinien und der Diagnosefindung so zu tun hat in Deutschland, der kann sich mal das Video anschauen:
youtube.com/watch?v=wFSDMTWHigQ

PPS: Des Weiteren habe ich (leider) mit jemand länger gesprochen, der eine Borreliosereportage gemacht hat und dann über das Gespräch mit mir ein Zeitungsartikel veröffentlichte. Leider hat derjenige ziemlich viel Mist geschrieben und den SpiroFind gepusht. Es ging ihm darum, dass Münchner Neurologen Borreliose ganz gut behandeln können und stellte das BCA als "sogenannte" Borreliosespezialisten dar, die Geld damit machen wollen und niemand helfen - es könne sich ja jeder Spezialist nennen. Und dann im Artikel hat er den neuen Test gelobt (und hatte keine Ahnung davon) und die Münchner Ärzte. Als ich mich wieder meldete beleidigte er mich und meinte, ich würde mir ja die Borreliose vielleicht auch nur einbilden, etc... Der Artikel diente nur den SpiroFind zu pushen und enthielt zig Unwahrheiten.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@tomsen: Wie geht es Dir heute und hattest Du "urtypische" Borreliosesymptome?
Bist Du im BCA in Behandlung und komplett ohne AB?
Evtl. magst ja bisl was zu Deiner Therapie sagen.

Danke, Chris
 

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