Corona-Virus: Meinungen abseits des Mainstreams

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12.05.11
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Ist doch klar, sie brauchen ja deine Gene dafür.

Aber ketzerische Frage: Wie haben sie so schnell herausgefunden, welche Gene bzw. Polymorphismen (nein, genauer, welches eine Gen) etwas mit der Anfälligkeit für Corona zu tun hat?
 
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05.04.08
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Und wie seriös ist diese Studie, bzw. wissenschaftlich oder zielt das eher auf Geldmacherei ab? Genbestimmung scheint mir kein billiger Spaß...
 
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"NutraHacker is a paid service which analyzes your DNA for SNPs believed to be related to nutrition. It claims to be similar to Yasko Methylation, but with more SNPs.

It is unclear what evidence Nutrahacker reports are based on, since their literature predominantly just references basic scientific material without providing anything specific." [meine Hervorhebung]
(https://www.snpedia.com/index.php/NutraHacker_SNPs)

Ich nehme mal an, daß ihnen das eine Menge neuer Kunden verschaffen könnte. Vielleicht testen sie auch bloß die Adipositas-Veranlagung, denn die hat ja ganz offensichtlich was mit der Schwere der Covid-19-Infektion zu tun. :oops:
 
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07.01.20
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Ich verstehe die ganzen Kommentare zu meinem „Nutrahacker“ post nicht.
Eigentlich dachte ich mich klar ausgedrückt zu haben......

Voraussetzung für dieses kostenlose Update ist natürlich, daß man irgendwann mal den 23andme Gentest (Rohdaten) gemacht hat und
eine Auswertung durch Nutrahacker durchgeführt hat.

Die haben damals eine kostenlose Auswertung der Daten gemacht, die mir (und anderen), siehe threads von23andme sehr geholfen haben.
Ja, es gab auch eine Bezahl-Variante, die ich aber nicht brauchte.

Ich habe den Update jetzt gemacht und er war kostenlos.
 
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15.05.13
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Eine aktuelle Studie über falsch-positive Testergebnisse bei COVID-19. Ihre Schlussfolgerung lautet: " Bei den engen Kontakten von COVID-19-Patienten könnte fast die Hälfte oder sogar mehr der im Screening auf aktive Nukleinsäuretests gemeldeten „asymptomatisch infizierten Personen“ falsch positiv sein."

Zhonghua Liu Xing Bing Xue Za Zhi
41 (4), 485-488
2020 5. März [Online vor Druck]
[RETRACTED] [Potenzielle falsch-positive Rate unter den "asymptomatisch infizierten Personen" in engen Kontakten von COVID-19-Patienten]
[Artikel auf Chinesisch]
G H Zhuang 1, M W Shen, L X Zeng, B B Mi, F Y Chen, W J Liu, L L Pei, X Qi, C Li
Zugehörigkeiten

PMID: 32133832 DOI: 10.3760 / cma.j.cn112338-20200221-00144
Zusammenfassung in Deutsch
Ziel: Da die Prävention und Kontrolle von COVID-19 weiter voranschreitet, wurde in vielen Teilen Chinas das aktive Nukleinsäuretest-Screening in engen Kontakten der Patienten durchgeführt. Die falsch-positive Rate positiver Ergebnisse im Screening wurde bisher jedoch nicht berichtet. Bei der Kontrolle und Prävention von COVID-19 ist es jedoch wichtig, die falsch-positive Rate während des Screenings zu klären. Methoden: Auf der Grundlage der uns derzeit zur Verfügung stehenden Informationen wurden Punktwerte und angemessene Bereiche der Indikatoren geschätzt, die sich auf die falsch-positive Rate positiver Ergebnisse auswirken. Die falsch-positive Rate positiver Ergebnisse im aktiven Screening wurde abgeleitet und univariate und multivariate-probabilistische Sensitivitätsanalysen durchgeführt, um die Robustheit der Ergebnisse zu verstehen. Ergebnisse: Wenn die Infektionsrate der engen Kontakte und die Sensitivität und Spezifität der gemeldeten Ergebnisse als Punktschätzungen herangezogen wurden, betrug der positive Vorhersagewert des aktiven Screenings nur 19,67%, im Gegensatz dazu betrug die falsch-positive Rate der positiven Ergebnisse 80,33%. Die Ergebnisse der multivariaten-probabilistischen Sensitivitätsanalyse stützten die Ergebnisse des Basisfalls mit einer Wahrscheinlichkeit von 75% für die falsch-positive Rate positiver Ergebnisse über 47%. Schlussfolgerungen: Bei den engen Kontakten von COVID-19-Patienten könnte fast die Hälfte oder sogar mehr der im Screening auf aktive Nukleinsäuretests gemeldeten „asymptomatisch infizierten Personen“ falsch positiv sein.

Schlüsselwörter: COVID-19; Kontakte schließen; Falsch positiv; Nukleinsäuretest; Screening.
Der Originaltext:
Zhonghua Liu Xing Bing Xue Za Zhi
41 (4), 485-488
2020 Mar 5[Online ahead of print]
[RETRACTED][Potential False-Positive Rate Among the 'Asymptomatic Infected Individuals' in Close Contacts of COVID-19 Patients]


[Article in Chinese]

G H Zhuang 1 , M W Shen, L X Zeng, B B Mi, F Y Chen, W J Liu, L L Pei, X Qi, C Li

Affiliations

Abstract
in English , Chinese

Objective:
As the prevention and control of COVID-19continues to advance, the active nucleic acid test screening in the close contacts of the patients has been carrying out in many parts of China. However, the false-positive rate of positive results in the screening has not been reported up to now. But to clearify the false-positive rate during screening is important in COVID-19 control and prevention. Methods: Point values and reasonable ranges of the indicators which impact the false-positive rate of positive results were estimated based on the information available to us at present. The false-positive rate of positive results in the active screening was deduced, and univariate and multivariate-probabilistic sensitivity analyses were performed to understand the robustness of the findings. Results: When the infection rate of the close contacts and the sensitivity and specificity of reported results were taken as the point estimates, the positive predictive value of the active screening was only 19.67%, in contrast, the false-positive rate of positive results was 80.33%. The multivariate-probabilistic sensitivity analysis results supported the base-case findings, with a 75% probability for the false-positive rate of positive results over 47%. Conclusions: In the close contacts of COVID-19 patients, nearly half or even more of the 'asymptomatic infected individuals' reported in the active nucleic acid test screening might be false positives.

Keywords: COVID-19; Close contacts; False-positive; Nucleic acid test; Screening.
Quelle: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32133832/
 
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05.04.08
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Ich verstehe die ganzen Kommentare zu meinem „Nutrahacker“ post nicht.
Eigentlich dachte ich mich klar ausgedrückt zu haben......

Voraussetzung für dieses kostenlose Update ist natürlich, daß man irgendwann mal den 23andme Gentest (Rohdaten) gemacht hat und
eine Auswertung durch Nutrahacker durchgeführt hat.

Die haben damals eine kostenlose Auswertung der Daten gemacht, die mir (und anderen), siehe threads von23andme sehr geholfen haben.
Ja, es gab auch eine Bezahl-Variante, die ich aber nicht brauchte.

Ich habe den Update jetzt gemacht und er war kostenlos.
Naja, das ist eigentlich ein Insider-Post, für Leute, die dort Kunden sind.
Aussenstehenden, besonders auch diejenigen, die noch nie etwas damit zu tun hatten, bringt das herzlich wenig, da man ja auch die Studie dazu, (oder nur das Update ?) nicht einsehen kann.
Der Beitrag hat mich deshalb anfänglich irritiert.
 

togian

Huhu,
. Gibt übrigens auch ein Buch "So lügt man mit Statistik" von Walter Krämer (weiß nicht, ob es das noch neu gibt), das zeigt einem auch schon einiges auf (ob es direkt hier weiterhilft, kann ich nicht sagen, aber es kann einem auch so die Augen öffnen).
Walter Krämer (Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik an der TU Dortmund) hat einige Interviews zum Thema Corona gegeben (youtube, div. Zeitungen).
In zwei Monaten werden wir uns darüber totlachen, wie wir uns haben in Panik versetzen lassen
(https://www.presseportal.de/pm/58964/4557797)
Ich hoffe, er behält recht...

lg togi
 
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05.04.08
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Bei den engen Kontakten von COVID-19-Patienten könnte fast die Hälfte oder sogar mehr der im Screening auf aktive Nukleinsäuretests gemeldeten „asymptomatisch infizierten Personen“ falsch positiv sein."
Könnte falsch positiv sein - bedeutet nun was genau? Es wurden Teile der RNA gefunden, die nicht eindeutig SARS-COV-2 zugeordnet werden konnten bzw. könnten auch von anderen Coronaviren sein, was Drosten völlig ausschliesst (Podcast), da er sagt, der Test grenzt andere Coronaviren (ausser SARS) zuverlässig aus, oder es wurde RNA gefunden, die keine Covid-19 Erkrankung ausgelöst hat?

Naja, also mal davon abgesehen, wer (falsch) positiv getestet wurde und zeigt keine oder keine starken Symptome kommt 14 Tage in (Haus)Quarantäne. Wie bei einer Grippe, wo man sich Zuhause auskuriert. Und erhöht schlimmstenfalls die Statistik.

Wer (falsch) negativ getestet wird, und ansonsten auch keine Symptome hat, die dem widersprechen, bleibt mobil, geht zur Arbeit etc. und kann unter Umständen sehr viele weitere anstecken. Und erscheint nicht in der Statistik.

Insofern erscheinen mir falsch positive Tests ungefährlicher als ein Zuviel an falsch negativen Tests. Die sind allerdings auch schon gehäuft aufgetreten, da in der 2. Woche der Erkrankung die Viren mit einem Abstrich im Rachen nicht mehr zuverlässig positiv nachgewiesen werden konnten, weil sie in die Lunge gewandert waren. Und so Patienten mit ihrer Pneumonie erst spät ins Krankenhaus kamen.

Also, auch wenn die Tests zur Hälfte unzuverlässig testen würden, müssten wir dankbar sein, dass diese falsch positiv sind und nicht falsch negativ.

Allerdings gäbe es 50% zuviel falsch Positive bei den Infizierten, so würde sich die Todesrate um 50% erhöhen. Da kommen dann wiederum diejenigen, die sagen, das gelte auch für die Todesfälle. Dem widerspreche ich insofern, dass es viele klinische Bilder und Tests gibt, wie oben erwähnt, die das doch sehr eingrenzen.
 
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15.05.13
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Meiner Meinung nach sollte eh Statistik und Medienkunde Pflichtfach in der Schule sein, damit jeder einschätzen kann, ob er gerade in irgendeine Richtung manipuliert wird. Gibt übrigens auch ein Buch "So lügt man mit Statistik" von Walter Krämer (weiß nicht, ob es das noch neu gibt), das zeigt einem auch schon einiges auf (ob es direkt hier weiterhilft, kann ich nicht sagen, aber es kann einem auch so die Augen öffnen).
Danke für den Tipp, damdam,

habe eine PDF-Datei gefunden:

 
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15.05.13
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Allerdings gäbe es 50% zuviel falsch Positive bei den Infizierten, so würde sich die Todesrate um 50% erhöhen. Da kommen dann wiederum diejenigen, die sagen, das gelte auch für die Todesfälle. Dem widerspreche ich insofern, dass es viele klinische Bilder und Tests gibt, wie oben erwähnt, die das doch sehr eingrenzen.
würde sich die Todesrate um 50% erhöhen
Davon wären aber diejenigen, die womöglich an den direkten Folgen der Infektion, und nicht an den Vorerkrankungen, gestorben sind, auch nur ein Teil, nicht wahr.
 
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14.06.09
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die Problematik der Experten und Expertenwahl
warum nimmt man da gerade die Fehlgriff- Leute der Vergangenheit ?

Das ganz normale Abflachen der Kurve wird auf die unsäglichen Maßnahmen zurück geführt werden. (Was zu einem gewissen, vermutlich kleinen Teil vielleicht sogar stimmen sollte - nur zu welchem Preis...)

Es gibt böse Zungen die sagen, dass die Folgen auf längere Sicht mehr Opfer fordern werden als die Infektionswelle.
 
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12.02.08
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Man muss gar nicht irgend welche Videos aufrufen, sondern nur mal nachdenken.

Natürlich ist es schwierig, Menschenleben auf der einen Seite und die Sicherung der Existenz der Gesellschaft im Ganzen auf der anderen Seite abzuwägen. Letztlich sollte der Schaden aber nicht größer sein als der Nutzen!

DIESE folgende Überlegung scheint mir da sehr hilfreich zu sein und genau DIESE daraus resultierende Frage stellen sich immer mehr Bürger (ich habe es mal auf den Punkt gebracht):

Nun zeichnet sich ja in den Kliniken ab, dass vor allem Menschen mit heftigen Vorerkrankungen davon betroffen sind, beatmet werden zu müssen bzw. zu sterben. In Einzelfällen trifft es auch junge Menschen. Die derzeitigen, einschneidenden Maßnahmen werden ja hauptsächlich mit dem Schutz dieser Risikogruppen begründet.
Wenn man nun beurteilen will, ob und in welchem Umfang diese Maßnahmen gerechtfertigt sind, müsste man sich ansehen, ob solche Risikogruppen auch in anderen gesundheitlichen Zusammenhängen betroffen sind UND ob dort dann auch solche Maßnahmen ergriffen werden.
Vielleicht kann es ja jemand widerlegen, aber ich gehe mal davon aus, dass auch bei Toten durch Krankenhauskeime (20.000 -40.000 pro Jahr; Schätzungen unterschiedlicher Institute) diese Risikogruppen betroffen sind, also auch junge Menschen dabei sind, die bei einer Sepsis (als Folge dieser Keime) auch keine großartig andere Chance haben als Menschen mit vielen Vorerkrankungen. Vermutlich findet man diese Risikogruppen (und auch hier wieder junge Menschen) auch bei Toten durch ärztliche Fehlbehandlung (10.000 - 20.000 pro Jahr) oder Nebenwirkungen von Medikamenten (30.000 - 60.000 pro Jahr).
In diesen Zusammenhängen (die noch dazu JEDES Jahr so viele Tote hervorbringen und nicht nur alle paar Jahre oder Jahrzehnte bei einem neuen Virus, nein, JÄHRLICH) wird aber ÜBERHAUPT NICHTS vergleichbares an Maßnahmen eingeleitet!!!
WAS rechtfertigt denn dann ausgerechnet bei DIESEM Virus so drastische Maßnahmen umzusetzen? Bitte aber nicht als Begründung die Horror-Szenarien des RKI, die lagen schon bei der Schweinegrippe, SARS und der Vogelgrippe total daneben und haben fürchterlich übertrieben - von den Verquickungen zur Pharmaindustrie mal ganz abgesehen.

ALSO - WAS rechtfertigt diese Maßnahmen wegen Corona, wenn man sonst für die etwa gleichen Risikogruppen bei VIEL HÖHEREN JÄHRLICHEN TOTEN absolut nichts tut?
 
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16.02.18
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Ich habe eben dies gelesen im Interview mit Spahn:

In der nächsten Zeit wird es vor allem darum gehen, durch breites Testen die Infizierten schnell ausfindig zu machen und zu isolieren. Und dann deren Kontaktpersonen nachzuverfolgen und auch zu isolieren. Nur so können wir Infektionsketten unterbrechen.

Aus diesem Grund sollen die Deutschen bald eine Corona-App auf ihrem Smartphone haben.

Natürlich könnte man das auch die Gesundheitsämter per Telefon machen lassen. Diese Detektivarbeit bedeutet aber einen großen Personalaufwand. Und ein gutes Gedächtnis der Infizierten, sie müssten sich an alle Kontakte erinnern. Effektiver wäre die digitale Lösung.

Die Nutzung der App soll freiwillig sein. Wird es da nicht zwangsläufig Lücken geben, wenn sich nicht alle das Programm installieren?

Das ist richtig. Aber ich setze auf die Einsicht der Bevölkerung. Die Botschaft ist: Der Weg raus aus den Beschränkungen des Alltags ist leichter, wenn so viele Bürgerinnen und Bürger wie möglich bei der App mitmachen.


Da frage ich mich ob diese App "freiwillig" bleiben wird, ich finde das gruselig
 
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20.08.09
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Aus diesem Grund sollen die Deutschen bald eine Corona-App auf ihrem Smartphone haben.
In Österreich gibt´s da anscheinend auch Schlüsselanhänger mit der gleichen Funktion, die kann man nach der Krise entsorgen, die Möglichkeit gibt´s sicher in Deutschland auch (falls das verpflichtend werden sollte).

Ich werde mir den Schlüsselanhänger schon zulegen, alleine zur Sicherheit, wenn ich meine Mama besuche, aber auch, damit wir trotz Corona wieder mobil werden können.
 
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05.04.08
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Man muss gar nicht irgend welche Videos aufrufen, sondern nur mal nachdenken.

Natürlich ist es schwierig, Menschenleben auf der einen Seite und die Sicherung der Existenz der Gesellschaft im Ganzen auf der anderen Seite abzuwägen. Letztlich sollte der Schaden aber nicht größer sein als der Nutzen!

DIESE folgende Überlegung scheint mir da sehr hilfreich zu sein und genau DIESE daraus resultierende Frage stellen sich immer mehr Bürger (ich habe es mal auf den Punkt gebracht):

Nun zeichnet sich ja in den Kliniken ab, dass vor allem Menschen mit heftigen Vorerkrankungen davon betroffen sind, beatmet werden zu müssen bzw. zu sterben. In Einzelfällen trifft es auch junge Menschen. Die derzeitigen, einschneidenden Maßnahmen werden ja hauptsächlich mit dem Schutz dieser Risikogruppen begründet.
Wenn man nun beurteilen will, ob und in welchem Umfang diese Maßnahmen gerechtfertigt sind, müsste man sich ansehen, ob solche Risikogruppen auch in anderen gesundheitlichen Zusammenhängen betroffen sind UND ob dort dann auch solche Maßnahmen ergriffen werden.
Vielleicht kann es ja jemand widerlegen, aber ich gehe mal davon aus, dass auch bei Toten durch Krankenhauskeime (20.000 -40.000 pro Jahr; Schätzungen unterschiedlicher Institute) diese Risikogruppen betroffen sind, also auch junge Menschen dabei sind, die bei einer Sepsis (als Folge dieser Keime) auch keine großartig andere Chance haben als Menschen mit vielen Vorerkrankungen. Vermutlich findet man diese Risikogruppen (und auch hier wieder junge Menschen) auch bei Toten durch ärztliche Fehlbehandlung (10.000 - 20.000 pro Jahr) oder Nebenwirkungen von Medikamenten (30.000 - 60.000 pro Jahr).
In diesen Zusammenhängen (die noch dazu JEDES Jahr so viele Tote hervorbringen und nicht nur alle paar Jahre oder Jahrzehnte bei einem neuen Virus, nein, JÄHRLICH) wird aber ÜBERHAUPT NICHTS vergleichbares an Maßnahmen eingeleitet!!!
WAS rechtfertigt denn dann ausgerechnet bei DIESEM Virus so drastische Maßnahmen umzusetzen? Bitte aber nicht als Begründung die Horror-Szenarien des RKI, die lagen schon bei der Schweinegrippe, SARS und der Vogelgrippe total daneben und haben fürchterlich übertrieben - von den Verquickungen zur Pharmaindustrie mal ganz abgesehen.

ALSO - WAS rechtfertigt diese Maßnahmen wegen Corona, wenn man sonst für die etwa gleichen Risikogruppen bei VIEL HÖHEREN JÄHRLICHEN TOTEN absolut nichts tut?
Ich kann diese Meinungen gut verstehen und stimme dem teilweise zu, dass notwendige Maßnahmen in manchen Bereichen unterlassen werden bzw. eine nicht nachvollziehbare Akzeptanz erfahren, aber...

Das Gesundheitssystem wurde bisher dadurch nicht in diesem Maß belastet, wie es in einigen Ländern verstärkt momentan der Fall ist. Es treffen zuviele Menschen in zu kurzer Zeit in Krankenhäuser ein, die nicht mehr genügend versorgt werden können und teilweise in Zelten ausgelagert werden. Medizinisches Personal bleibt auf der Strecke, so dass anderes anreisen muss, um es zu ersetzen.

Wir sehen die Lage in Italien, Spanien, Frankreich, UK, nun USA etc... Dort gingen/gehen Tausende von Leben verloren, die man hätte retten können, hätte man schon früher Massnahmen ergriffen und hätte sich das Gesundheitssystem besser darauf vorbereitet.

Wir sehen das auch am Beispiel in UK und Schweden, diese Länder haben nur zögerlich mit Massnahmen reagiert und nun ist UK bei einer Todesrate von 11,6 % mit gestern knapp 1000 Toten und Schweden bei über 8%. Und die Schweden gehen sehr zurückhaltend mit den Tests um. Aber davon hätten mehr Menschen gerettet werden können, hätten sie das Virus am Anfang nicht einfach nur "beobachtet".

Erreichen die Krankenhäuser ihre Kapazitäten, und können keine Patienten mehr aufnehmen, kommt es in manchen Ländern mit hoher mentaler Aggression zu Krieg vor den Spitälern. Wie schon in der Türkei passiert.

Das Ziel ist einfach, Zeit zu gewinnen um diesen Überlastungen zu entgehen. Und diese Maßnahmen sind noch lange nicht so drastisch, wie in Wuhan. Die Leute gehen arbeiten, können sich zu zweit draussen bewegen, einkaufen etc...

Was wäre denn die Alternative? Länder mit lockerer Strategie mussten diese mittlerweile ändern und doch Massnahmen ergreifen.

Wer immer über diese Massnahmen jammert, sollte auch Gegenbeispiele bringen, wie man es besser machen kann oder Länder vorweisen, an deren Beispiel man sich orientieren könnte.

Nächstes Jahr wird man anders damit umgehen können. Wenn über die Hälfte der Bevölkerung immun ist, verliert das Virus an Kraft und Ausbreitung und wird zum normalen Alltag gehören.
 
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20.08.09
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Was wäre denn die Alternative? Länder mit lockerer Strategie mussten diese mittlerweile ändern und doch Massnahmen ergreifen.

Wer immer über diese Massnahmen jammert, sollte auch Gegenbeispiele bringen, wie man es besser machen kann oder Länder vorweisen, an deren Beispiel man sich orientieren könnte.
Das Virus ist ja mehr oder weniger über Europa "hergefallen", Europa war überhaupt nicht vorbereitet, Epidemiegesetze waren veraltet.

Erste Maßnahmen hatten das Ziel, das Virus zu stoppen, die ganzen Kollateralschäden, die rechts und links von den Maßnahmen passierten, wurden alle nicht berücksichtigt.

Je mehr Menschen aufzeigen, wo überall Probleme auftauchen (zB. bei Behinderten in Heimen, die ihre Eltern nicht sehen dürfen, Menschen in Pflegeheimen, die nicht aus ihren Zimmern dürfen, Ärzte, die chronisch Kranke aus Angst vor Infektionen nicht behandeln), desto mehr kann man in Zukunft gleich von Anfang an berücksichtigen, dass der Fokus nicht nur auf die Virusbekämpfung liegt, sondern dass auch alles andere, was noch wichtig ist, ins Epidemiegesetz integriert wird, wenn es neu verfasst wird.

Umso wichtiger ist hier social media, damit das alles aufgezeigt wird.
 
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