Corona-Variante XBB.1.5: Ansteckender, aber auch gefährlicher?

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In den USA und vielen anderen Ländern verbreitet sich ein neuer Omikron-Subtyp: XBB.1.5. Forschende erwarten eine weltweite Ausbreitung, auch bei uns. Er gilt als bisher ansteckendste Subvariante des Coronavirus. Besteht deshalb Anlass zur Sorge?
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Die Ostküste der USA ist so etwas wie der Hotspot: Dort macht sich ein neuer Omikron-Subtyp breit. Sein etwas unhandlicher Name: XBB.1.5. Die neue Mutation verdrängt ziemlich erfolgreich die bisher vorherrschenden Omikron-Subtypen BA.4 und BA.5. Die ersten Fälle sind Ende Oktober 2022 in den USA festgestellt worden.
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nur eine Frage der Zeit, bis die neue Sub-Variante auch bei uns in größerer Anzahl zu sehen sei. Laut dem European Centre for Disease Prevention and Control gibt es bereits erste Nachweise in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern.
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Welche Symptome verursacht eine Infektion mit XBB.1.5?

Trotz der rasanten Ausbreitung von XBB.1.5 besteht wohl nur wenig Grund zur Besorgnis: In den USA etwa zeigt sich, dass es zwar mehr Coronafälle und auch mehr Krankenhaus-Einweisungen gibt. Aber: Die Behandlungen haben insgesamt zugenommen, auch in Regionen, in denen XBB.1.5 nicht vorherrschend ist. Der neue Subtyp führt also nicht zwangsweise zu schwereren Symptomen oder tödlichen Verläufen.

Maria van Kerkhove von der WHO sagt, es fehlten derzeit noch genaue Erkenntnisse dazu, wie schwer sich XBB.1.5 auswirkt und welche Symptome es macht. Bisher gebe es aber keine Anhaltspunkte dafür, dass es gravierender sei als die bisherigen Omikron-Subtypen. Die Symptome dürften sich in einem ähnlichen Spektrum bewegen wie bisher, mit grippeähnlichen Symptomen.
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Vieles spricht dafür, dass das Virus zwar ansteckender ist, aber - zumindest geschützte Personen - nicht stärker krank macht. Den Ausbruch in den USA führen Forschende wie die Virologin Ulrike Protzer von der TU München teils darauf zurück, dass dort viele Menschen nicht ausreichend durch Impfungen geschützt seien.

Personen, die geimpft sind und/oder die Infektion bereits durchgemacht haben, sind laut Experten vermutlich zwar nicht vor einer erneuten Ansteckung gefeit, aber in der Regel vor schweren Verläufen. XBB.1.5 kommt zupass, dass bei vielen die letzte Impfung oder Infektion schon länger zurückliegt. Das heißt: Der Subtyp trifft auf einen etwas nachlassenden Immunschutz in der Bevölkerung. Für Risikogruppen bietet sich im Zweifel eine Auffrischungsimpfung an.

Wirken Masken überhaupt noch?

Selbst wenn XBB.1.5 besonders ansteckend ist - Masken schützen trotzdem vor Übertragung und Ansteckung. ...

Grüsse,
Oregano
 
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