Christentum und Frauenrechte

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Weil der christliche Glaube auch weltweit für seine Frauenfreundlichkeit bekannt ist.:lachen2:
"Das Weib sei dem Manne untertan" (z.B. Epheser 5, 22)
oder vollständig nach Luther
"Die Frauen seien untertan ihren Männern als dem Herrn. Denn der Mann ist des Weibes Haupt, gleichwie auch Christus ist das Haupt der Gemeinde, die er als seinen Leib erlöst hat. Aber wie nun die Gemeinde ist Christus untertan, so seien es auch die Frauen ihren Männern in allen Dingen. (Brief des Paulus an die Epheser 5/22-24).
"Die Weiber sollen in der Gemeinde schweigen, denn es kann ihnen nicht gestattet werden zu reden, sondern sie haben sich unterzuordnen..." Apostel Paulus (1. Korinther 14,34)
"Die Frauen sind des Lebens nicht würdig." Thomasevangelium bzw.
(114): Simon Petrus sagte zu ihnen: "Mariham soll von uns gehen. Denn die Frauen sind des Lebens nicht würdig!" Jesus sagte: "Siehe, ich werde sie ziehen, damit ich sie männlich mache, damit auch sie zu einem lebendigen Geist werden, der euch Männern gleicht.:D
„Eine Hexe sollst du nicht am Leben lassen“ (Ex 22, 17)

Wer glaubt, dass sich die Rolle der Frau in der Bibel durch Jesus gebessert hätte, läuft einem Irrglauben nach. Denn Jesus sagte deutlich, daß die strengen Gesetze Moses und überhaupt das gesamte Alte Testament uneingeschränkt weiter Gültigkeit hätten.
„5,17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. 5,18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht. 5,19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich“ (Mt 5,17-19). Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben... (Joh. 1, 17)

„Also schlecht ist das Weib von Natur, ..."
Gepriesen sei der Herr, der das männliche Geschlecht vor solcher Schändlichkeit [Hexerei] bis heute so wohl verwahrte.“Hexenhammer, Malleus Maleficarum, 1489
"Die größte Ehre, die das Weib hat, ist allzumal, daß die Männer durch sie geboren werden." Martin Luther, Theologe
"Wenn du eine Frau siehst, denke, es sei der Teufel! Sie ist eine Art Hölle!" Papst Pius II. (1458-1464)
"Das Weib ist ein minderwertiges Wesen, das von Gott nicht nach seinem Ebenbilde geschaffen wurde. Es entspricht der natürlichen Ordnung, daß die Frauen den Männern dienen." Kirchenvater Augustinus
Und weitere nette Sprüche ehrwürdiger Kirchenmänner :hexe:
Frauenfeind Kirche | Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V. (IBKA)

Die Kirche hat die Würde und die Rechte der Frauen immer bezeugt und gefördert. Wenn der H. Stuhl sich heute an die Kommission über den Status der Frau wendet, spricht er aus der Perspektive eines nunmehr zweittausendjährigen Engagements zugunsten der Rechte von Frauen und Mädchen ... (L’ Osservatore Romano 27. März 1998):lachen2::))):lachen2::)))

Wie sieht es denn in der christlichen Hemisphäre ganz praktisch aus.
Bis 1947 hatte in D der Mann ein gesetzliches Züchtigungsrecht gegenüber seiner Frau, weil Frauen von ihren christlichen Ehemännern so hoch geschätzt wurden.:D
Aber auch jetzt noch sind die Frauenhäuser voll.:cool:
Schätzungen gehen davon aus, dass in D jährlich ca. 200.000 Kinder, vor allem Mädchen, vorwiegend innerhalb der Familie von einem Familienangehörigen missbraucht werden.
Ganz zu schweigen von den vielen sexuellen Übergriffen insbesondere von kath. Geistlichen auf Kinder.:cool:

Zusammengefasst kann man für D nach staatlichen Erhebungen sagen,
37 Prozent aller Frauen zwischen 16 und 85 Jahren werden mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von körperlicher Gewalt oder Übergriffen.
Jede siebte Frau hat seit ihrem 16. Lebensjahr sexuelle Gewalt in strafrechtlich relevanter Form erlebt.
Jede vierte Frau erlebt Gewalt durch ihren Partner, wobei das Risiko in Trennungsphasen besonders hoch ist.
Super, diese hohe Anerkennung, die Frauen von hauptsächlich christlichen Männern in D erfahren.:lachen2:

Frauen verdienen völlig undiskriminierend auch heute noch in der Regel im christlichen Europa einen ganzen Tacken weniger für gleiche Arbeit als Männer.:)))
In der Schweiz sind Frauen schon seit 1971 wahlberechtigt. Ein Jahr später als Frauen im Kongo, Jemen und Andorra.
In Liechtenstein sind Frauen sogar schon seit 1984 und damit 4 Jahre nach den irakischen Frauen wahlberechtigt. In der Türkei seit 1934.:rolleyes: Beeindruckend.:)))

Der Frauenhandel innerhalb des christlichen Europas verschleppt jährlich ca. 500.000 Frauen und macht sie zu Sexsklavinnen, wovon mehrere Zehntausend in Deutschland leben.

Da bin ich wirklich tief beeindruckt über die Einstellung vieler christlicher Männer, die der Frau in der Öffentlichkeit die Tür aufhalten, um sie dann in den eigenen 4 Wänden zusammen zuschlagen und/oder sexuell zu missbrauchen.:cool:

Man könnte auch einfach vor der eigenen Tür kehren und darüber hinaus feststellen, dass es in Europa vor ein paar hundert Jahren (was den Lebensverhältnissen der kritisierten, vor allem in ländlichen Gebieten entspricht) genauso Eheversprechungen, überaus brutale Bestrafungen wie Teeren, Feder, Tauchen, Verbrennen etc. und Verfolgungen, sogar Leibeigentum gab, dass der christliche Glaube in Sachen Frauen kein bisschen besser ist und selbst die Gleichberechtigung trotz Kanzlerin noch in den Kinderschuhen steckt.:cool: Schließlich musste sogar extra eine Frauenquote eingeführt werden.:sleep:

Das Übel liegt doch hier wie da im Glauben selbst und dessen Basis.:cool:
 
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"Die Frauen sind des Lebens nicht würdig." Thomasevangelium bzw. (114): Simon Petrus sagte zu ihnen: "Mariham soll von uns gehen. Denn die Frauen sind des Lebens nicht würdig!" Jesus sagte: "Siehe, ich werde sie ziehen, damit ich sie männlich mache, damit auch sie zu einem lebendigen Geist werden, der euch Männern gleicht.:D

HALT: So ein Unsinn steht nicht in der Bibel! Sollte es dieses Thomasevangelium geben, ist es nicht Teil der Bibel und wahrscheinlich falsch oder erfunden. Sollte Jesus oder Petrus wirklich sowas gesagt haben, müsste man den Zusammenhang kennen. Das ist grobfahrlässig, was Du da mit Texten suggerierst.

Die anderen Bibeltexte sind richtig und haben ihren Sinn.

Und die Zitate von Personen des Mittelalters sind persönliche subjektive Meinung und müssen nicht richtig sein.

Wer glaubt, dass sich die Rolle der Frau in der Bibel durch Jesus gebessert hätte, läuft einem Irrglauben nach. Denn Jesus sagte deutlich, daß die strengen Gesetze Moses und überhaupt das gesamte Alte Testament uneingeschränkt weiter Gültigkeit hätten.

„5,17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. 5,18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht. 5,19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich“ (Mt 5,17-19).

Jesus hat damit klargestellt, daß das Gesetz Mose (Alte Testament) nicht falsch ist, nur weil er gekommen ist. ABER NATÜRLICH haben sich viele Dinge geändert. Welche das sind, hat Jesus dann weiter ausgeführt und viele Dinge genannt (Bergpredigt). Es macht keinen Sinn diesen Vers aus dem Zusammenhang zu reisen.

Später haben die Apostel unter der Leitung Jesu und des Heiligen Geistes weitere neue Richtlinien erlassen.

Das Gesetz Mose hat er erfüllt (es vollkommen gehalten und durch sein Kommen vollendet/vervollständigt/die Verheißungen erfüllt) und damit hat es zum Teil seinen Zweck gehabt ("...bis es alles geschieht"). Er hat Dinge reformiert und dadurch nicht das Gesetz Mose vernichtet sondern das Wesen des Gesetzes ist erhalten geblieben. Es wurde einer neuen Strategie oder Zeitalter angepasst. Beispiele:

- Christliche Heirat: Ein Mann zu einer Frau.
- Christen dürfen Schweinefleisch essen.
- Christen müssen nicht mehr den Sabatt halten.
- Christen zahlen Steuern an einen weltlichen Staat.
- Christen sind kein Teil der Welt.
- Christen haben Umgang mit Ausländern.
- Ausländer oder Heiden können Christen und nun gleichwertige Anbeter Gottes werden.
- Christen verhalten sich gewaltlos.
- Christen lieben nun auch ihre Feinde.
- Christen legen noch mehr Wert auf die Liebe und Sanftmut, versuchen noch mehr zu vergeben
- Christen rächen sich nicht selbst.
- Christen richten nicht, bestrafen niemand, "hüten" aber die "Herde", halten sie rein
- übergeben Übeltäter Gott, der gerecht richtet
- Christen bringen keine Tieropfer mehr dar.
- Christen beten Gott in Geist und Wahrheit an, kein Tempeldienst mehr
- Christen erlangen Gottes Anerkennung durch Glauben, nicht in erster Linie durch viele Gesetzeswerke
etc.

Viele Dinge sind neu oder anders. Jesus hat mit obiger Aussage nicht gemeint, daß sich am Gesetz Gottes nichts ändert. Sondern daß alles seinen Zweck hatte, zu seiner Zeit. Es ist der selbe Gott, des Alten und Neuen Testaments. Also die Grundsätze und das Wesen der göttlichen Gerechtigkeit sind die selben.

Und wenn Du Johannes zitierst, dann bitte den ganzen Satz:

"Denn das GESETZ wurde durch Moses gegeben, die unverdiente Güte und die
Wahrheit sind durch Jesus Christus gekommen."
Johannes 1:17

Das Gesetz war ein Erzieher in der Gerechtigkeit. Hat den Menschen als unzulänglich überführt, einen Erlöser erforderlich gemacht, prophetisch auf Christus hingewiesen,etc.

Die Rolle der Frau im Christentum ist insofern gestärkt, weil es keine Ehescheidung mehr geben soll, außer wenn es zu Treuebruch eines Partners kam (Ehebruch).

Neben der Tatsache, daß die Frau Respekt vor dem Mann haben soll und sich unterordnen soll, gilt trotzdem der Grundsatz, daß Mann und Frau die selbe Menschenwürde haben. Das hat alles seinen Grund und soll nicht dem Ego des Mannes dienen, sondern seine Rolle als Mann unterstützen und die Liebe zu seiner Frau fördern. Die Unterordnung ist auch relativ, solange der Mann nichts unbiblisches verlangt (sie gehorcht im Zweifel Gott). Außerdem dient es der gesamten christlichen Ordnung. Der Mann ist dem Christus untergeordnet. Bedingungslose Emanzipation oder Feminismus ist nicht biblisch und kann Ehen/Familien zerstören.

"Außerdem ist in Verbindung mit dem Herrn weder die Frau ohne
den Mann noch der Mann ohne die Frau. Denn so, wie die Frau
aus dem Mann ist, so ist auch der Mann durch die Frau;
aber alle Dinge sind aus Gott."

1Kor11:11
 
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HALT: So ein Unsinn steht nicht in der Bibel! Sollte es dieses Thomasevangelium geben, ist es nicht Teil der Bibel und wahrscheinlich falsch oder erfunden. Sollte Jesus oder Petrus wirklich sowas gesagt haben, müsste man den Zusammenhang kennen. Das ist grobfahrlässig, was Du da mit Texten suggerierst.
Richtig muss es heißen, das Thomas-Evangelium gehört zu den frühchristlichen Schriften, die nicht Eingang in den "Kanon" an "Heiligen Schriften" gefunden haben.:D
Wahrscheinlich, weil es weder Auferstehungs-, Passions- oder Wundergeschichten enthält, auch keinerlei Ankündigung des jüngsten Gerichts oder etwa, dass Jesus für die Sünden gestorben ist.:cool: Also höchst ungeeigned für den Aufbau eines Mythos.:D
Das Thomasevangeliums wird in die Zeit von ca. 80 bis 120 n.Chr. datiert, wobei dessen schriftliche Quellen basierend auf mündlichen Überlieferungen auf 40 bis 70 n.Chr. angesetzt sind.
Es soll christlich-gnostische Züge aufweisen. Manche halten auch eine apostolische Herkunft der Schrift für möglich. Auch beim Johannesevangelium gehen einige von einer gnostischen Erlösungslehre aus.

Da sind wir auch schon beim größten Problem, dass die Kirche das Neue Testament nach von Ihnen selektierten Schriften ab 382 zusammenfasste, wobei sie sicher unzählige andere Schriften ausselektierte und gut verwahrten.:cool:
Die anderen Bibeltexte sind richtig und haben ihren Sinn.

Und die Zitate von Personen des Mittelalters sind persönliche subjektive Meinung und müssen nicht richtig sein.
:)))Diese Bibelstellen und Zitate betreffen genau das Bild der Frau, dass das Christentum von jeher lehrte und lehrt. Darum geht es. Das als Texte mit Sinn und völlig subjekte Meinungen hinzustellen sagt schon alles über dein Haltung. Die bestätigst Du ja auch:
Neben der Tatsache, daß die Frau Respekt vor dem Mann haben soll und sich unterordnen soll,....

Wir diskutieren hier über Isam und Christentum.
Zu dem Rest deines Beitrag bin ich daher nicht ganz sicher, wie ich am Besten antworten soll. Mit Pipi Langstrumpfs da mach ich mir die Welt, sie wie mir gefällt:lachen2: oder mit Everlast (Amerikaner sind auch Christen) oder der Erinnerung an Hexenverbrennung, Kreuzritter etc. oder mit Jesus Hinweis auf die Einhaltung der Gebote- wer auch nur eines übertritt, übertritt sie alle.:hexe:
 
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Wuhu,
das...
... (sie gehorcht im Zweifel Gott) ...
... muss Frau ja dazu...
...
Wie ich das sehe , siehst Du das ja auch ganz wie ein Macho.
...
Mit Pipi Langstrumpfs da mach ich mir die Welt, sie wie mir gefällt...
... nahezu verleiten :D --- Und davor muss das schwache Geschlecht (Mann) sich ja hüten :rolleyes:

Ansonsten: Wunderschönen guten Morgen :morgenkaffee:
 
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Hallo Joh70,

nur mal nebenbei:

.... Sollte es dieses Thomasevangelium geben, ist es nicht Teil der Bibel und wahrscheinlich falsch oder erfunden. Sollte Jesus oder Petrus wirklich sowas gesagt haben, müsste man den Zusammenhang kennen. Das ist grobfahrlässig, was Du da mit Texten suggerierst....

In der tat, das Evangelium nach Thomas gibt es www-user.uni-bremen.de/~wie/texteapo/POx654.html .

Siehe hierzu gerne auch folgende Diskussion:

https://www.symptome.ch/vbboard/religion/38786-thomasevangelium.html

Herzliche Grüße von
Leòn
 
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Im Christentum ist die Frau nicht wirklich benachteiligt, sie steht auf einer anderen aber keiner schlechteren Stufe als der Mann.

Der Mann ist im Christentum verpflichtet seine Frau lieben, stets nachsichtig mit ihr zu sein und nicht zu viel von sich selbst zu halten. (Epheserbrief)

Die Frau soll dem Mann dienen, aber beide dienen Gott.

Das die Frauen in der Gemeinde zu Korinth schweigen mußten, dazu kenne ich auch eine andere Auslegung. Die Gemeinde in Korinth war überhaupt ein ziemliches Sorgenkind von Paulus. Es ging hier vermutlich darum, das die Frauen während des Gottesdienst getratscht, getuschelt und somit gestört haben, sodass ihnen Einahlt geboten wurde, durch den Satz die Frauen sollen das Maul in der Gemeinde halten.

Man kann diese Äußerung nur durch Verärgerung rechtfertigen, da es niemals eine Äußerung gewesen wäre welche Jesus getätigt hätte.

Das Thomasevangelium gehört zu den Apokryphen, welche sich teilweise wiedersprechen und im Gesamtkontext der Bibel völlig abstrus sind.
 
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Logisch, dass die Frau innerhalb patriarchalischer Gesellschafts- und Religionssysteme hintan kommt. Das ist nun mal die Eigenschaft dieser Systeme, ansonsten sie ja keine patriarchalischen wären.

Aber wer weiss, vielleicht ändert sich ja das alles zu Gunsten wieder erwachender matriarchalische geprägten Vorstellung. Allein schon die Beobachtung, dass mehr und mehr Menschen bezüglich des "Nicht-Beweisbaren" wahrnehmungsfähiger werden, ist mir Hinweis genug, dass auch in dieser Hinsicht ein Paradigmenwechsel ansteht.

Patriarchat: Gott im Himmel, Schriftreligion, Tempel
Matriarchat: Gott in seiner Schöpfung erkennen, Wahrnehmung, Besondere Orte in der Natur als Kultplätze

An und für sich ist beides unvollkommen - erst die Symbiose von beider Energien wird es bringen, das männliche und das weibliche Prinzip tanzend zur Melodie der Schöpfung...

Ich hoffe, dass die Zeit reif für einen BEWUSSTEN Umgang mit beidem wird.

Ganzheitlichkeit und somit HEILIGKEIT ist erst möglich, wenn beides gleichwertig zu einander findet.

So schaut's (vom Berg) aus :)

herzlichst - Phil
 
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...und was ich noch sagen wollte: wie würde es Jesus heute formulieren???

Phil :)
 
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hallo!

Der und noch viele mehr sind Gründe, warum ich unsere Familientradition gebrochen habe und NICHT der christlich-katholischen Kirche beigetreten bin.
Deshalb bin ich aber trotzdem noch Christin- ich glaube nur dass sich die Kirche, der modernen Welt nicht angepasst hat. Und die besagt: Emanzipation, liebe Frauen!

Ich bin jung, und mein Lebensziel ist es sicher nicht, einem Mann zu DIENEN. Die Frau des 21.Jahrhunderts will Karriere und ihr Leben selbst in die Hand und nicht sich von der Kirche in ein veraltetes System stupsen lassen. Ich will mir auch nicht von der Bibel sagen lassen, dass Frauen von der Rippe eines Mannes geschaffen worden sind.

Ein weiterer Punkt wär sicher die Verhütung! Wie kommt eine Frau dazu, sich von der Kirche vorschreiben zu lassen nicht zu verhüten. ICH bestimme selbst wann ich ein Kind haben will und es ist sicher meine Bestimmung so viele Kinder wie möglich in die Welt zu setzen. Das finde ich unmöglich.

Wie gesagt, dieses Thema ist sehr umfangreich. Meine meinung dazu ist, dass sich die Kirche dem 21.Jahrhundert annähern sollte und endlich die Frau nicht mehr ausschließen darf.

LG
 
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Klar, dass die römisch-katholische Kirche - sie kultiviert weiterhin das römische Recht, genau das des längst untergegangenen IMPERIVM ROMANVM - in ihren Ansichten nicht mehr zeitgemäss ist.

Was heute der römisch-katholischen Kirche angekreidet (Missbrauch von Kindern z.B.) wird, floriert längst in gewissen evangelikalen Kreisen, die eben auch ein Sammelbecken für aus der Norm fallende Menschen sein können. Nur dass es dort auch noch religiös oder moralisch begründet wird - so wie's halt grad passt... (Es tauchen immer wieder Beispiele von Sektenführer auf, die sich gewisse Rechte an anderen selber zugestehen).

Nur, sind denn die zeitgemässen Ansichten und Verhaltensweisen auch wirklich die das Leben und die Freude bejahenden, das Wohl des Allganzen und somit auch des Einzelnen fördenden und pflegenden?
Dienen ist grundsätzlich nichts negatives. Dienen heisst auch nicht als "Sklave" gehalten zu werden.
Und jeder Mensch, ob Mutter oder Vater wird zwangsläufig zum Diener seiner Kinder, gibt die Nr. 1 an diese weiter und trägt von da ab die Nr. 2. Und der gute König, ist er nicht auch Diener seines Volkes?

Wo also bleiben also die "echten" Nachfolger Jesu, die die ihm folgen und, wie er sagte, weitaus grössere Wunder zu vollbringen im Stande sein würden? Würde Jesus, so er heute umherzöge, auch Besitzer eines Handys sein und hielte er seine Predigten im Netz?

Wäre es nicht an der Zeit sich auch von viel "Zeitgemässen" zu verabschieden und die eigene Lebenskraft nur noch in zum Wohle des Allganzen dienenden win-win-Situationen einzusetzen?

herzlichst - Phil

PS. Ich meine, läsen wir in einem Geschichtsbuch über unsere heutige Zeit, käme uns das ach so finstere Mittelalter geradezu heiter und farbig vor...
 
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Hier gibt es ein gutes Buch über den Juden-und Frauenhasser Martin Luther !

Leseprobe :
https://www.reclam.de/data/media/Leseprobe_Kaufmann_Luthers_Juden.pdf


Der
Jude ›kontaminierte‹ ein christliches Gemeinwesen seines Erachtens
durch ein übles Treiben, das außer blasphemischen Praktiken
auch ›perverse‹ ökonomische und sonstige Umtriebe einschloss. All
sein Tun war auf die Vernichtung der Christen gerichtet; es musste
gewiss den Zorn Gottes heraufbeschwören. ›Bekehrung‹ oder ›Ausweisung‹
– eine andere Möglichkeit ließ der Umstand nicht zu, dass
die Juden brandgefährlich waren: als Giftmischer, als mit dem Teufel,
ihrem Gott, verbündete ›Zauberer‹, die auch Luther seit Jahren
nach dem Leben trachteten, als Götzendiener und Lästerer, die Gott
zerschmettern werde.
Gruß !
 
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Es steht im Thomas Evangelium!

Das Thomas Evangelium

114 Aussagen Jesu aus den Papyrushandschriften von Nag Hammadi


[114] Simon Petrus sagte zu ihnen: Mariham möge von uns weggehen,
denn die Frauen sind des Lebens nicht würdig.
Jesus sagte:
Siehe, ich werde sie führen, damit ich sie männlich mache, dass auch sie zu einem
lebendigen Geist wird, der euch Männern gleicht.
Denn jede Frau, wenn sie sich männlich macht, wird in das Reich der Himmel eingehen.

Aber, eigentlich hat Jesus bestätigt , dass das alte Testament nicht aufgehoben sei sondern immer noch gültig ist.

Das besagt in einer Zeit von heute alles, wir schauen auf Länder wo Frauen massiv unterdrückt werden, aber leben selber in einem Glauben, der nicht besser wäre.
Nur haben sich hier zu Lande die Frauen emanzipiert, wenn auch noch lang nicht alle. Und schlimm genug das es dafür eine Frauenquote braucht, denn damit macht sich gerade eine Frau kleiner als sie ist.

Doch möchte ich weder die Religionen oder den Glauben beschmutzen. Da ich selber streng katholisch erzogen wurde, ist immer noch eine Art Glaube in mir, jahrelanges vorbeten vom Fegefeuer und der Hölle hinterlassen wohl in jedem irgendwie Spuren oder Traumen.
Auch wenn der helle Verstand heute in mir sagt, nur der törrichte Mensch braucht einen Glauben. Denn, der Kluge fragt nicht nach, Glaube, Abstammung und Geschlecht, für den sind alle Menschen gleich! Es gibt nur gute oder schlechte Taten/Wege, denen wir Folge leisten. Wir sind, was wir tun!

Aber, bis dahin scheint es für viele noch ein weiter Weg zu sein, denn solang man das nicht beherzigt, wird es auf der Erde immer wieder zu Kriegen kommen.. und leider wird auch immer wieder irgendwo der Glaube dafür missbraucht.

Und was kann schlimmer sein als Krieg?
 
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10.01.04
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Das Thomas-Evangelium ist für mich eigenartig. Die Sprüche, die sich da finden, verstehe ich teilweise gar nicht. Es ist nicht klar, ob dieses "Evangeium" überhaupt ein solches ist oder nicht einfach eine Spruchsammlung .

53. Seine Jünger sagten zu ihm:

„Ist die Beschneidung nützlich oder nicht?“ Er sagte zu ihnen: „Wenn sie nützlich wäre, würde ihr Vater sie schon beschnitten von der Mutter gebären lassen. Doch die wahre Beschneidung im Geist hat vollen Nutzen.“
Jesus sagte: Das Thomas Evangelium Seite 6

Hier wird #114 so formuliert:
114. Simon Petrus sagte zu ihnen:

„Maria soll aus unserer Mitte fortgehen, denn die Frauen sind des Lebens nicht würdig.“ Jesus sagte: „Seht, ich werde sie führen, damit sie männlich werde und sie ein lebendiger Geist werden mag, vergleichbar mit euch Männern. Denn jede Frau, die sich männlich macht, wird in das Himmelreich gelangen.“

Wie ich schon sagte: ich finde dieses "Thomas-Evangelium" seltsam.

Grüsse,
Oregano
 

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