Borreliose Arten

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Hallo zusammen

Ich bin noch relativ neu mit der Diagnose Borreliose. Meine Krankheitsgeschichte geht aber schon einige Jahre zurück. Nach etlichen Jahren mit der Diagnose MS wurde nun dieses Jahr die Borreliose diagnostiziert.

Nach diversen Tests wurden folgende Befunde festgestellt:


Epstein Barr Virus: positiv und akut aktiv
Ehrlichia: positiv und aktiv
Borreliose burgdorferi (CH): positiv und aktiv
Borreliose burgdorferi (USA): positiv und aktiv
Borreliose afzelli: positiv und aktiv
Borreliose garinii: positiv und akut aktiv
Chlamydophila pneumoniae: positiv (durchgemacht)
Varizella Zooster: positiv und akut aktiv

Das Bakterium Borrelia garinii scheint eine zentrale Rolle zu haben und ist im Blut mit hohen Werten derzeit sehr aktiv.

Mein Arzt sagt mir, er hält es für die schwierigste Art von Borrelien zu therapieren.

Hat jemand von Euch Erfahrung, weiss um die Unterschiede bei der Behandlung. Und ganz schön sind auch Berichte über den Heilungserfolg bei garinii.

Danke für Euer Feedback
Lg Turicum
 
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Hallo Turicum

Anhand der Borrelienart lässt sich meiner Meinung nach nicht sagen, welche Therapie am besten wirken könnte. Grundsätzlich dürften für alle Borrelien-Arten dieselben Behandlungen und Medikamente relevant sein. Was genau am optimalsten wirken könnte, muss leider jeder für sich selbst rausfinden. Entscheidend für die Therapiewahl sollte jedoch jeweils nicht nur die Erregerart, sondern auch die befallene Körperregion sein. In deinem Fall (mit wahrscheinlich insbesondere Kopf-/Liquorbefall u.a. aufgrund B. garinii) ist unbedingt darauf zu achten, dass die gewählten Behandlungen möglichst gut liquorfähig sind bzw. die Blut-Hirn-Schranke möglichst gut überqueren können. Das ist leider nicht ganz einfach. Nur als Beispiel: Das Antibiotikum Minoyclin würde sich dafür gut eignen. Andere Möglichkeiten sind natürlich vorhanden.

Aufgrund vorliegender Autoimmunreaktionen müsste man sich zudem meiner Meinung nach überlegen, ob man mit Behandlungen/Medikamente arbeiten könnte, welche u.a. auch eine immunmodulierende Wirkung haben und sich folglich auf die autoimmunen Prozesse positiv auswirken könnten. Nur als Beispiel: Hydroxychloroquin könnte sich dafür eignen, zumindest sofern keine Kontraindikation besteht (z.B. spezielle Augenuntersuchung vorgängig notwenig). Wenn ich mich recht erinnere, könnte auch Minocylin zumindest teilweise immunmodulierend wirken!?

Ich persönlich würde übrigens zu Beginn der Behandlung insbesondere bzw. auch die Ehrlichien angehen. Im Gegensatz zu den Borrelien dürften die Ehrlichien eher schnell und einfacher behandelbar sein. Wäre wohl gut, wenn du diese gleich zu Beginn erledigen könntest und folglich bereits etwas weniger "stören" würde. Sofern du mit Antibiotika behandeln möchtest: Soviel ich mich erinnere, würde man Ehrlichien normalerweise mit Doxycyclin angehen. Ob man hierfür optional z.B. auch Minocyclin verwenden könnte, weiss ich leider nicht.

Liebe Grüsse


PS: Übrigens gibt es neben B. burgdorferi, B. afzelli und B. garinii noch weitere Borrelien-Unterarten oder aber Borrelien-ähnliche Erreger (welche man zumindest in unseren Breitengraden gar nicht testen kann!). B. miyamotoi ist ein solches Beispiel, oder STARI etc...
 
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Danke für die Antwort, liebe Kämpferin

Wie siehts denn mit diesem Dioxychlor aus. Dieses Medikament soll anscheinend neben Bakterien auch Viren und Pilze vernichten. Kennt dies jemand?
 
Das hab ich selbst nie probiert. Aber ja, das soll diverses bekämpfen können. Ob es z.B. auch spezifisch gegen Borrelien und Ehrlichien wirkt und insbesondere auch gut in den Kopf geht, weiss ich leider nicht. Müsste man "ausprobieren".
Liebe Grüsse
 
Hier noch meine Behandlungsoptionen vom Deutschen Labor:

Doxycyclin 5mg/kg KG/Tag. Max. 400 mg/Tag

Oder

Clarithromycin 2x500 mg/Tag kombiniert mit Quensyl 200mg/jeden 2. Tag, später täflich

Oder

Ceftriaxon 4-6g/Tag oder Ceftomaxim 3-4g/Tag

- jeweils gewichtsadaptiert jeweils für ca drei Monate

Dieses Labor weiss jdoch nichts von meinen Co Infektionen, es testete nur die Borrelien.
 

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