Bleiernes Gefühl im Körper & Dauermüdigkeit

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Hi!

Ich bin Mitte 30 und leide - eigentlich schon seit ich denken kann - an einer ziemlichen Dauermüdigkeit. Irgendwie scheint mein gesamter Nachtschlaf nicht wirklich erholsam zu sein, so dass ich unter 9 Stunden Schlaf sowieso nicht auskomme und selbst dann den gesamten Tag über ziemlich gerädert bin.

Dazu gesellen sich ...

  • ein Gefühl von Ausgebranntsein
  • depressive Verstimmungen
  • ein bleiernes Gefühl in sämtlichen Gliedmaßen
  • staubtrockene Augen
  • häufig das Gefühl, leicht erkältet zu sein

Ich trainiere seit vielen Jahren fleißig im Fitness-Studio, nur fällt mir dort immer wieder auf, dass die Kraft in den Händen und Unterarmen am schnellsten nachlässt (so dass ein effizientes Training kaum möglich scheint.)

Irgendwie scheint's mir, als würde ich ständig - muskulär - unter einer gewissen Anspannung stehen, die nicht so wirklich nachlassen will.

Verdauungs-/Magenprobleme keine, nie gehabt. Zähne sind in Ordnung. Blutbild und weitere Befunde völlig unauffällig. Für die Psyche betreibe ich regelmäßig Entspannungstraining und habe auch schon Psychotherapie hinter mir, um zumindest seelisch gut aufgestellt zu sein. Klar habe ich jetzt immer wieder Down-Phasen, die tendenziell in Richtung Depression gehen. Da beißt sich die Katze jedoch ein wenig in den Schwanz, da diese von der miserablen körperlichen Verfassung herrühren dürften.

Verdachtsdiagnostisch habe ich mal in Richtung CFS oder Fibromyalgie gedacht, jedoch habe ich meist nur Schmerzen im Rücken an einer ganz bestimmten Stelle und selbst da nicht weltbewegend. Oder definiere ich Schmerz einfach anders? Ich fühle mich den gesamten Tag über jedenfalls richtig schlapp und habe ein bleiernes Gefühl in den Gliedmaßen, vor allem aber im Schulter- und Nackenbereich. Meine Masseurin ist immer ganz verblüfft, wie verspannt ich dort bin ....

Eine Auffälligkeit noch: Oftmals wache ich, wenn ich einen Mittagsschlafe halte, ULTRA-gerädert auf. Meine Zunge ist dann dick belegt (weiß), ich hab staubtrockene Augen und fühle mich, als hätte ich Blei in meinen Blutbahnen.

Hat jemand einen guten Rat oder Hinweis, in welche Richtung ich recherchieren sollte? Weder Ärzte noch HPs haben mir bislang eine Hilfestellung geben können. Ich kann zwar mit voller Kraft dagegenarbeiten, und meiner Arbeit etc. nachgehen - fühle mich jedoch nicht wie 35, sondern eher wie 85 ...

Danke schon mal!
 
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24.03.14
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Für die Psyche betreibe ich regelmäßig Entspannungstraining und habe auch schon Psychotherapie hinter mir, um zumindest seelisch gut aufgestellt zu sein. Klar habe ich jetzt immer wieder Down-Phasen, die tendenziell in Richtung Depression gehen.
Warst du denn mal gezielt wegen deinen Beschwerden beim Psychiater oder wurde das bei der Therapie behandelt?

Eine Auffälligkeit noch: Oftmals wache ich, wenn ich einen Mittagsschlafe halte, ULTRA-gerädert auf. Meine Zunge ist dann dick belegt (weiß), ich hab staubtrockene Augen und fühle mich, als hätte ich Blei in meinen Blutbahnen.
Das geht allerdings vielen Menschen so und ist dementsprechend recht normal. Ein Mittagsschlaf ist selten erfrischend.

Ich würde die Schilddrüse überprüfen lassen (beim Endokrinologen), deinen Schlaf (Beim HNO oder Lungenfacharzt oder gleich beim Schlafmediziner) und einen körperlichen Grundcheck, wobei der ja wahrscheinlich schon gemacht wurde wenn du sagst dass Mediziner nichts finden konnten.

Falls das alles ergebnislos ist würde ich mich der Psyche zuwenden.
 

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ullika

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27.08.13
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Hallo macschneider,

vielleicht ist ein Grund für deine Müdigkeit auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten, bei mir war es zumindest der Fall.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Lebensmittel auszutesten.

Vielleicht fehlen dir auch wichtige Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, .... oder einfach frisches Essen?
 
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05.09.08
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Hat jemand einen guten Rat oder Hinweis, in welche Richtung ich recherchieren sollte?
Schilddrüse, Allergien, Candida, Schwermetalle, Leaky Gut, Hypophyse, Nebennieren, Leber, Schlafapnoe....
 
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Wahrscheinlich fehlen Dir Lebensmittel statt Nahrungsmittel, d. h. alles was Du draußen in der Natur findest. Ullika hat es ganz richtig frisches Essen genannt.
 
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Hi Mac,

du schreibst, nach dem Mittagsschlaf eine weiß belegte Zunge.
Wie schaut denn Deine Zunge morgens nach dem Aufstehen aus?

Weißer Zungenbelag gibt es u.a. bei Candida. Auch wenn du schreibst
keine Verdauungs- oder Magenprobleme.

Gib doch einmal Candida oben rechts unter der Anmeldung bei Google ein.
Vielleicht findest Du Dich dort mit Deinen Problemen wieder.

VG
Destination
 
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Hallo Diesundjenes,

psychiatrisch ist alles im grünen Bereich. Schilddrüse arbeitet gut, Schlaf ist angeblich in Ordnung - allerdings nur oberflächlich per Atemgerät (??) über den HNO abgeklärt. Aufwachen tu ich jedenfalls immer - leider - schwer gerädert ...
 
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Hey Ullika!

Ich ernähre mich ziemlich bewusst - viel Bio, wenig Fleisch, gute Mischung + viel Grün drin ... sicherlich ausgewogener als viele Mitmenschen. Im größeren Blutbild konnte jedenfalls kein Mangel festgestellt werden ...

Austesten hab ich's mal beim HP lassen, kam aber nichts verwertbares raus dabei (die erhaltenen Empfehlungen haben - konsequent umgesetzt - leider keinerlei Veränderungen gebracht.)
 
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Tag, Destination!

Morgens ist die Zunge in aller Regel auch recht weiß, so dass ich mit dem Zugenschaber ordentlich ran muss. Candida habe ich vor ein paar Jahren mal als Möglichkeit in Betracht gezogen, damals Tabletten + Tinktur aus der Apo plus Spezialdiät ohne Stärken etc. .... aber nicht konsequent durchgezogen. Vielleicht einen weiteren Anlauf wert?
 
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Schilddrüse: Alles gut.
Allergien: Keine bekannt.
Candida: Da muss ich wohl nochmal ran ...
Schwermetalle: Zumindest nicht in den Zähnen, recherchier ich aber auch noch - thx.
Schlafapnoe: Negativ.
Leber, Nebennieren: Laut Blutbild OK ...
Hypophyse, Leaky Gut: Werde ich mich einlesen ... danke für den Tipp.
 
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07.05.13
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Hi!

zu Schwermetallen kann ich nur sagen, dass unsere Umwelt so vergiftet ist wie es noch nie der Fall war. Außerdem kann eine Impfung schon ausreichen, um das Fass zum überlaufen zu bringen! Biozide und Lösungsmittel kommen auch noch dazu! Ohne Entgiftung und Giftvermeidung wird es zukünftig für viele Menschen schwer werden, um gesund zu bleiben!

Du könntest mal noch deinen ATP-Status überprüfen lassen (ATP=Zellenergie)!

Gruß,
Stinson
 
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Hallo macschneider,



bei Müdigkeit ist mein erster Gedanke die Leber.
Ich selbst bin dauermüde und leberkrank.

Was viele nicht wissen, ist, dass man trotz normaler Leberwerte leberkrank sein kann. Denn die Leberwerte gehen erst nach oben, wenn die Leber schon schwer geschädigt ist und sie können sogar wieder abfallen, wenn die Leber so sehr geschädigt ist, dass sie die einzelnen Leberwerte nicht mehr bilden kann.

Wurden bei Dir mal folgend Werte untersucht:
Ferritin und / oder die Transferrinsättigung?

Wie hoch sind folgende Werte:
Hämoglobin, Erythrozyten, MCV
Cholinesterase (ein sehr wichtiger Leberwert)
GPT, GGT, Alkalische Phosphatase, Bilirubin, LDH
Harnsäure
Alpha-2-Globulin (ein Wert aus der Eiweiß-Elektrophorese)
Magnesium, Zink

Die genannten Werte sind teils auffällig bei 2 Leberkrankheiten, die angeboren sind und an die aber viele Ärzte nicht denken. Bei beiden Leberkrankheiten muss man nicht unbedingt erhöhte Leberwerte haben, wenn die Leberkrankheit eher milde verläuft.

Ich ernähre mich ziemlich bewusst - viel Bio, wenig Fleisch, gute Mischung + viel Grün drin
Wenig Fleisch ist sehr gut, falls Deine Leber das Problem ist. Bio ist immer gut und "Grün" ebenso.

---------

Ein weiterer Grund für Müdigkeit sind Nährstoffmängel.
Wurden mal Vitamin B12, Folsäure, Ferritin überprüft?
Ferritin ist das Speichereisen:
Ist es zu niedrig, hat man einen Eisenmangel, der müde macht.
Ist es zu hoch, spricht dies für eine der beiden Leberkrankheiten, die ich bei jüngeren Menschen, wozu ich Dich noch zähle, immer in Betracht ziehe, wenn diese über Müdigkeit klagen.

War Kalium mal an der unteren Normwertgrenze?
Leider ist Kalium ein sehr störanfälliger Wert, der ansteigt, wenn der Arzt zu spät oder gar nicht das Blut zentrifugiert oder weitere Fehler macht.

Kaliummangel kann enorm müde machen. Aber Vorsicht: Zuviel Kalium ist schädlich, genauso wie zu wenig Kalium. D. h. Kalium sollte man immer unter ärztlicher Kontrolle zuführen.

---------

Ein dritter Punkt wäre die Frage einer Schlafapnoe.
Schnarchst Du gelegentlich oder immer?
Warst Du schon mal in einem Schlaflabor?

Wenn Du dauermüde bist, wäre ein Schlaflabor sicher sehr sinnvoll zur Abklärung bzw. zum Ausschluss einer Schlafapnoe.
Ah, ich sehe Du hattest mal eine ambulante Messung über den HNO.
Ggf.würde ich die auch mal wiederholen lassen. Wenn sich da etwas entwickelt, muss das nicht in jeder Messung schon zu sehen sein.



Ja, das wären meine Ideen, wobei ich, aus eigener Betroffenheit und Erfahrung dem ersten Punkt schon deshalb am meisten Gewicht gebe, weil ich weiß, dass die Dunkelziffer für Leberkrankheiten sehr hoch ist.
Denn die Ärzte unterstellen ihren Patienten oft, dass evtl. leichte Leberwerterhöhungen nur durch Alkohol möglich sind und sie teilen den Patienten oft nicht mal mit, wenn diese Leberwerterhöhungen haben, weil sie die Diagnose dafür (Alkohol) zu kennen glauben.
Und wer dann tatsächlich jeden Abend ein Glas Bier trinkt, der glaubt das dann auch noch.

Aber mit ein bißchen Alkohol schadet man einer gesunden Leber noch nicht. Mit viel Alkohol natürlich schon viel eher.



lg
margie
 
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13.05.12
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Schilddrüse: Alles gut.
Wer sagt das, und was wurde genau untersucht? Hashimoto wird oft übersehen und erst behandelt, wenn der TSH-Wert viel zu hoch ist.

Wegen der Muskeln kannst du ausprobieren, ob Magnesium was bringt.

Margie, von welcher Leberkrankheit schreibst du?

Grüße, Mara
 
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02.01.05
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Margie, von welcher Leberkrankheit schreibst du?
Ich dachte entweder an die Eisenspeicherkrankheit oder an die Kupferspeicherkrankheit, weil beide genetisch verursacht sind und daher auch schon bei jüngeren Menschen dann Beschwerden machen.

Lg
margi
 
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12.08.14
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Hey, Mara!

Die Schilddrüse wurde relativ gründlich vom Endokrinologen untersucht. Werte waren OK, und im Ultraschall hat sich auch nichts auffälliges ergeben.
 
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12.08.14
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Hallo Margie,

dir erstmal ganz lieben Dank für deine sehr ausführliche und detailreiche Antwort. Die Leberwerte habe ich letztes Jahr mit (Aufpreis beim Blutbild) untersuchen lassen, obwohl der Hausarzt meinte, dass das gar nicht nötig sein. Die von dir genannten Werte wurden nur zum Teil untersucht - wie z.B. Vitamin B12, wo der Wert völlig OK war. Ich lese mich da mal ein wenig ein und sehe zu, dass ich das nochmal gründlich nachkontrollieren lasse.

Schlafapnoe: Auch hier nochmal ein guter Tipp. Ich werd's mal mit einem Schlaflabor versuchen.

So oder so: Wenn jemand noch eine gute Anregung für einen kompetenten Doc im Süden Deutschlands hat, vorzugsweise München - immer her damit.
 
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12.08.14
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Wurden bei Dir mal folgend Werte untersucht:
Ferritin und / oder die Transferrinsättigung?
Wie hoch sind folgende Werte:
Hämoglobin, Erythrozyten, MCV
Cholinesterase (ein sehr wichtiger Leberwert)
GPT, GGT, Alkalische Phosphatase, Bilirubin, LDH
Harnsäure
Alpha-2-Globulin (ein Wert aus der Eiweiß-Elektrophorese)
Magnesium, Zink
---------
Ein weiterer Grund für Müdigkeit sind Nährstoffmängel.
Wurden mal Vitamin B12, Folsäure, Ferritin überprüft?
Gerade nachgesehen ...

Hämoglobin: 16,1 (14-18)
Erythrozyten: 5,14 (4,5-5,9)
MCV: 89,7 (80-98)
GPT: 23 (<41)
B12: 626 (179-1162)
Bilirubin: 0,32 (<1,1)

Der Rest wurde nicht getestet ...
 
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26.06.10
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Hast du zufällig noch Ferritin und Hämatokrit zur Hand?
 
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Hämatokrit lag mit 46,1 in der Mitte der Norm, Ferritin allerdings wurde nicht gemessen ...
 
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