Beschwerden nach Gallen OP

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16.03.10
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Hallo und guten Morgen
ich bin am 2.3.10 an meiner Galle operiert worden,bz.w. sie wurde mir wegen eines Steines entfernt.Der Stein war nur Kirschkerngroß machte mir aber schon lange Probleme.
Diese Probleme habe ich immer noch in abgeschwächter Form.
Jedesmal wenn ich etwas esse,egal ob fettig oder nicht,ich achte aber darauf,
bekomme ich immer wieder diese gürtelartigen Oberbauchschmerzen,die mir in den Rücken ziehen,morgens wenn ich noch nüchtern bin,geht es mir am Besten.
Kann es denn sein,daß diese Beschwerden so lange andauern?
Könnte es sein das meine Bauchspeicheldrüse geschädigt ist??
 
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Deine Wegweiser:
Bei diesem Symptombild würde ich an Deiner Stelle auf jeden Fall mal die Bauchspeicheldrüse abklären lassen.

www.terapias-tenerife.com/pankreas.html

VG
julisa
 
So ganz ungewöhnlich scheinen Deine Probleme nicht zu sein, samson:

Die Gallenblase produziert zwar keine Galle, speichert sie aber, um sie dann abzugeben, wenn sie benötigt wird. Nach einer Gallenoperation kann zwar auch Galle produziert und in den Dünndarm abgegeben werden, die schnelle Abgabe einer großen Menge ist allerdings nicht mehr möglich, sondern eben nur so viel, wie die Leber gerade in der Lage ist zu produzieren.

Viele Menschen bemerken daher nach einer Gallenoperation keine Veränderung ihrer Verdauung, viele können aber größere, fetthaltige Mahlzeiten nicht mehr so gut vertragen. Und einige haben bei fast allen Mahlzeiten Probleme, nach fetthaltigem Essen werden die Beschwerden dann mitunter unerträglich. Solche Beschwerden nach einer Gallenoperation bezeichnen Ärzte als so genanntes Postcholezystektomie-Syndrom (post = nach, chole = Galle, zyste = Blase, tomie = schneiden, Syndrom = Symptomenkomplex).
...
Mit einer Stimulation der Gallenproduktion und –freisetzung müsste es daher gelingen, die Fettverdauung zu verbessern. Dann können die Fette nicht mehr in den Dickdarm gelangen, wo sie von den dort angesiedelten Bakterien fleißig verstoffwechselt werden, was zu einer übermäßigen Gasbildung und damit zu Blähungen und weiteren Beschwerden des Postcholezystektomiesyndrom führt. Frau Schuhmacher erhielt ein gut dosiertes und qualitativ hochwertiges (beides ist wichtig!) Artischockenpräparat verordnet. Hiervon sollte sie eine Kapsel ¼ bis ½ Stunde vor jeder Hauptmahlzeit einnehmen (bei fettreichen Speisen auch einmal zwei Kapseln). Bei Allergie gegenüber Artischocke (sehr selten) kommt als Alternative auch ein Curcuma-Präparat in Frage.
....
Postcholezystektomiesyndrom – keine Seltenheit nach einer Gallenoperation

In dem ARtikel wird auch beschrieben, wie ausgeschlossen wurde, daß die Bauchspeicheldrüse der Verursacher der Beschwerden war.

Grüsse,
Uta
 
Hallo samson1,

Kann es denn sein,daß diese Beschwerden so lange andauern?

Ja. In der Regel treten die Schmerzen auch deshalb auf, weil nun der Gallengang die Aufgabe der Gallenblase teilweise mit übernimmt und die aufgestaute Gallenflüssigkeit zu einer Dehnung des Gallengangs führt. Es dauert einige Zeit, bis dieser Anpassungsvorgang abgeschlossen ist - bei mir waren es auch Monate.

Wichtig für dich ist aber folgendes: Die Gallensteine fallen nicht vom Himmel, sondern sind die Folge einer falsch zusammengesetzten Gallenflüssigkeit. Diese fehlerhafte Zusammensetzung entsteht durch langjährige Ernährungsfehler. Es wäre daher wichtig, daß du die Ernährungsfehler, die zur Entstehung der Gallensteine führten, konsequent abstellst, sonst können immer wieder Gallensteine entstehen - auch im Gallengang. Außerdem sind Gallensteine immer ein frühes Warnsignal für arteriosklerotische Veränderungen und damit Herzinfarkt bzw. Schlaganfall - Krankheiten, die letztendlich auf die gleichen Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels zurückgehen. So gesehen wäre es auch unter diesem Aspekt sinnvoll, die Ernährung zu korrigieren.

Könnte es sein das meine Bauchspeicheldrüse geschädigt ist??

Das halte ich für eher unwahrscheinlich, jedenfalls im Zusammenhang mit der Operation. Da sich die Ernährungsfehler, die zu den Gallensteinen führten, aber überall im Organismus auswirken, kann es durchaus sein, daß die Bauchspeicheldrüse ebenfalls unter den Folgen leidet. Das ist ja heute weit verbreitet, wie man an den exponentiell ansteigenden Diabetes- und Krebserkrankungen sieht...
 

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