Wutanfall

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hallo,

ich bin gerade voll total wütend!
es hat sich irgendwie so angestaut.

da gibt es so viele menschen, welche wegen kleinigkeiten ihre eltern beschuldigen, dass sie deswegen krank wären und blabla. welche ihre früheren erlebnisse nehmen und finden, sie hätten es ja so schlimm gehabt und wären jetzt deswegen krank. welche stundenlang lernen müssen, zu verzeihen.
da finden sie: oh! ich hab mal ne ohrfeige bekommen! wie schlimm.
also ich zähle jetzt nicht alles auf.

aber mal ehrlich!
es gibt wirklich schlimme dinge, wo man grund hat, psychisch krank zu werden.
aber nicht, weil mutti mit einem geschimpft hat!
ich meine; gerade gestern hat mir meine neue freundin erzählt, dass ihr vati ihre mutti auf offener strasse mit einem messer getötet hat, als sie noch ein kind war.
oder was ich im biographieteil von der bosnischen kollegin schrieb.
ich meine; so sachen; da ist es ja nachvollziehbar.
aber nicht, wenn man ein zu hause hat und mal vom vati gehauen wird oder in den keller eingesperrt wird.
da kann man daran lernen.
aber es gibt wirklich schlimme sachen.
da kann ich wirklich nicht nachvollziehen, warum es leute gibt, welche aus harmlosen dingen so eine sache machen. die gehen dann und machen selbstmordversuche und so. so als würden sie einfach aufmerksamkeit erregen wollen.

ach mist!
ich bin jetzt einfach wütend!
das soll jetzt alles niemand persönlich nehmen.

vielleicht bin ich ja wütend, weil es mir weh tut, dass meine freundin so schlimme sachen erlebt hat.
die mit blut vollgespritzten wände, wenn ihr vater ihre mutti schlug.
dass sie ins heim musste, weil ihre mutti nach der scheidung so viel arbeiten musste.
und dann das.
ein mörder als vater.
wenn es wenigstens einfach so ein mörder wäre. aber er brachte ihre mutter um. "ehrenmord".

und die andere hübsche kollegin aus bosnien... ich schrieb ja schon von ihr.

und wir hier schreiben stundenlang darüber, ob nun ohrfeigen schlimm sind oder nicht.
voll krass; mann! echt!

wenn ich solche sachen in büchern lese, kann ich mehr distanz nehmen.
aber hier ist es meine freundin.
und sie ist so stark!
auch wenn sie nun depression haben soll.
sie ist wirklich eine tolle frau! trotz ihrem schicksal.

und dann kommen andere und vergraben sich wie ein mäuschen: "ach ich armes! mein vati gab mir einen auf den hintern."

viele liebe grüsse von shelley :traurigwink:
 

admin

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Shelley's Wutanfall

So hat jeder seinen eigenen Horizont. Und der Mensch macht sich die Probleme grundsätzlich selbst, wenn er denn keine hat.

Ich mag mich daran erinnern, als Du ganz enorme Probleme damit hattest, dass nun der Hintergrund im Chat sich farblich verändert hat.
Viele hat das gefreut, andere haben es neutral zur Kenntnis genommen, nochmals andere haben sich geäussert, dass es aus irgendwelchen Gründen vorher besser war, sie aber damit umgehen können ... und für Dich war es eine Katastrophe.

Oftmals ist es auch von der Zeit abhängig. Was zu einem Zeitpunkt der Untergang war, wiegt plötzlich nicht mehr so schwer.
Und so nehmen wir hier jeden ernst, wo er in seiner Realität und mit seinen Problemen auch immer stehen mag, seien die Probleme noch so klein (aus der Perspektive anderer).

Ich denke, Du bist nicht verärgert auf diejenigen, welche mit kleinen Problemen aufwarten ... sondern auf diejenigen, welche Deiner Freundin das angetan haben.

Gruss, Marcel
 
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Shelley's Wutanfall

hallo-ooooooo!

:wave:

ich verstehe die welt nicht mehr ----------- !

ich dachte, vergangenheitserlebnisse, welche einem im leben prägen gehört in psychologie...

sorry, dass ich im falschen ordner geschrieben habe.
bitte sei mir nicht böse, admin!

und warum sind meine titel geändert?
*wunderfitzig-frag*

viele liebe grüsse von shelley :wave:


:danke: lieber admin!

danke, dass du mir geschrieben hast!

ich verstehe, was du schreibst.
aber vorher waren meine augen zu dafür.

viele liebe grüsse von shelley :wave:
 

admin

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Dann ist es gut, wenn Du Deine Augen öffnen konntest ;)
Lass Dich genauso von gewissen Verschiebungen oder Umbenennungen nicht verunsichern.
Das ist Foren-Alltag und kein Problem. ;)

Gruss, Marcel
 
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lieber admin,

bitte entschuldige dieses kapitel von mir.
weisst du. es tat mir gut, dass ich das alles erzählen konnte. von meiner freundin und so.

ich hätte gestern wirklich gerne darüber geredet.
aber jetzt ist mir wieder besser.

danke für alles!

viele liebe grüsse von shelley :wave:
 
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ich hätte das kapitel vielleicht "ehrenmord" nennen sollen und die sache fachlicher angehen...

na, ja....

:rolleyes:
 

admin

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Das Forum hat nicht den Anspruch, dass alle es "fachlich" angehen. Man kann/soll auch gerne die Gefühle einbringen.
Es gibt somit nichts, was Dir unangenehm sein sollte.

Gruss, Marcel
 
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.

:kiss:



Der eingegebene Text ist zu kurz. Du solltest den Text auf die minimale Länge von 20 Zeichen erweitern.
.
 

admin

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aber nicht, wenn man ein zu hause hat und mal vom vati gehauen wird oder in den keller eingesperrt wird.
da kann man daran lernen.
Das hab ich echt überlesen. Und das kannst Du doch kaum so gemeint haben, oder?

Gruss, Marcel
 
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hallo admin,

ich habe es schlecht ausgedrückt.

ich denke eben, dass man auf die erde kommt und verschiedene aufgaben erhält. wenn man diese löst, dann steigt man eine sprosse höher auf seiner lebensleiter.
wenn ich also die aufgabe bekommen habe, zu überwinden oder zu verarbeiten, dass ich eingesperrt wurde, dann kann ich diese aufgabe verschieden angehen.

ich finde es nicht gut, wenn man es wie folgt angeht:
ich schiebe eigenschaften oder was auch immer auf dieses ereignis. ich sage: "ja, weil ich eingesperrt wurde ist nun blala..."

ich finde es auch nicht gut, wenn ich dem ereignis nachtrauere und finde: "ach, bin ich arm! ich hatte es so schrecklich!"

ich denke, auf diese art komme ich keine sprosse höher auf meiner leiter.

wenn ich es aber so angehe:
"okay. ich wurde als kind eingesperrt. jetzt mache ich das beste daraus.
ich kann jetzt nicht in geschlossenen räumen leben.
ich habe zwei möglichkeiten:
ich akzeptiere es und lasse einfach die türen immer offen.
oder ich sage: so. ich will es schaffen, trotzdem in geschlossenen räumen zu sein ohne gerade ein komisches gefühl zu bekommen."

ich denke, dass ich durch das lernen dieser überwindung oder auch durch "die weisheit" des akzeptierens eine sprosse höher im leben komme.

wie gesagt: ich war gerade wütend, weil ich mich eben nervte, dass dann viele leute einfach alten erlebnissen die schuld für ihre probleme geben, statt dass sie die chance ergreiffen, eine sprosse ihrer lebensleiter höher zu klettern.
und wie gesagt: ich drücke mich manchmal komisch aus oder wähle die falschen worte.
statt "lernen" hätte ich vielleicht eher "wachsen" schreiben sollen.
gerade wenn jemand wütend ist, dann lässt er es raus und denkt nicht noch lange über die detailierten worte nach.

ja und admin;

ich wollte dir auf die pn antworten. aber ich habe noch nicht abgespeichert.
ich möchte mich für die umtriebe entschuldigen.
mir ist der beitrag so rausgerutscht, weil es mir weh tat, ich fühlte mich verarscht und ich war entsetzt.
es kam für mich so rüber, als würde eine person sagen:

"ich habe ganz normale kopfschmerzen. das ist total toll das gefühl."

vielleicht hat das "total tolle gefühl" ja nicht zu dem satz gleich vor diesem gehört.

der betreffende schrieb auch von "angenehmen kopfschmerzen".

sie schrieb zwar auch noch von anderen kopfschmerzen, welche nicht so "angenehm" sind.

jetzt muss ich dir eben sagen:
ich habe seit einer hirnhautentzündung 1987 jeden tag kopfschmerzen. schlimmere oder weniger schlimme. ich wünsche jeden tag, wieder einmal zu erleben, wie es ist, keine kopfschmerzen zu haben.
auch wenn ich mal schlimmere, mal weniger schlimme kopfschmerzen habe; auch die feinsten kopfschmerzen sind für mich nicht "angenehm".
wenn ich mal eine schlimme kopfschmerzphase hinter mir habe, dann finde ich es trotzdem nicht ein tolles gefühl, wenn ich danach noch die normalen kopfschmerzen habe.

also da war ich wirklich so erschüttert, dass es menschen gibt, welche normale kopfschmerzen ein total tolles gefühl finden und welche von angenehmen kopfschmerzen schreiben.

ich fühlte mich wirklich veräppelt und dachte: jemand, der so was schreiben muss, der muss wirklich krank sein.

also ich möchte mich entschuldigen.
es war ein dummer ausrutscher und ich hoffe, es bleibt bei diesem einen.
ich gebe mir grosse mühe, dass es nicht wieder passiert. doch ich bin auch nur ein mensch mit problemen...
sorry, admin!

viele liebe grüsse von shelley :wave:
 
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hallo admin,

also weisst du, das thema beschäftigt mich halt schon öfters und macht mich wütend.

kuck mal; eigentlich könnte praktisch jeder mensch einen grund finden, um psychisch krank zu werden. (wobei ich nicht in abrede stelle, dass es wirklich menschen gibt, welche an der seele erkrankt sind.)
einer könnte sagen, er sei von den eltern zu wenig geliebt worden.
der andere findet, er wäre psychisch krank, weil seine eltern ihn zu sehr verhätschelt hätten.

ich sehe nur, wie es früher war.
gerade auch in kriegszeiten.
was diese menschen in jungen jahren durchgemacht haben.
schon damals gab es nicht weniger vergewaltigungen als heute. es wurde nur verschwiegen. klar kann man jetzt sagen, dass diese mütter oder auch väter ihr problem in sich hinein schluckten und deswegen wiederum ihre kinder schlugen.
andererseits; wenn schon damals alle eltern ihr psychischen probleme so an die grosse glocke gehängt hätten und zur psychotherapie gegangen wären; wären aus ihnen bessere kinder entstanden?
ich denke nicht.

ich habe das gefühl, dass früher die leute geistig viel stärker waren oder dass es heute "mode" ist, jedes seiner verhalten oder eigenheiten der vergangenen erlebnissen in die schuhe zu schieben. (ich habe doch auch ein kapitel aufgemacht, in dem es mir darum geht: "psychisch krank als modeerscheinung?")

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ich betrachte das thema von einer weiteren seite.

früher gingen die leute zum beispiel ins krankenhaus, wenn sie einen herzinfarkt hatten. sie bekamen reha und gut.
es gab schon damals grosse psychiatrien.

doch mir kommt es so vor, als gäbe es immer mehr psychiäter und psychiatrien.
die schlucken sehr viel geld.
die krankenkassen bezahlen unendlich.

ich musste gerade kürzlich wieder erfahren, dass leute, welche wegen psychischer störung in die klinik kommen, unbegrenzt lang dort bleiben dürfen.
im gegensatz dazu kommen leute nach einem herzinfarkt, welche dringend mindestens vier wochen bleiben sollten für den ganzen wiederaufbau des körpers und denen werden von der krankenkasse nur beschränkte zwei wochen klinikaufenthalt bezahlt.
das ist nun mal einfach fact!
es ist in vielen kliniken so, dass schwerstkranke patienten abgewiesen wären.
die, welche über psyche hingehen, belegen dann die betten.
die ärzte sind gegen diese tatsachen machtlos.

und was machen sie mit patienten, welche noch nicht so bekannte körperliche krankheiten haben? (beispiel lukas.)
warum bezahlen die kassen da nicht?
warum ist das geld für psychiäter und psychiatrien da, welche viel teurer sind als mittel für menschen wie lukas?

kommt das nicht auch daher, dass immer mehr menschen ihr probleme auf die eltern, nachbarn, lehrer, etc. schieben und damit zu psychiätern rennen, statt dass sie entweder kucken, was wir in diesem forum kucken: welche psychische erscheinungen machen körperliche krankheiten. oder indem sie sich in den hintern treten und sagen: so! ich nehme das problem bei der hand. ich nehme es als chance, auf meiner lebensleiter eine sprosse höher zu klettern? (siehe beitrag vorher.)

beim psychiater grübeln sie dann monate lang in der vergangenheit herum und holen erlebnisse hervor, bei denen es oft schon an den haaren herbeigezogen ist, dass die überhaupt ein zukunftsproblem machen.
ich finde; es ist besser, zu schauen, dass wir jetzt gut leben können.
klar ist es da gut, einmal rasch in die vergangenheit zu kucken. aber nicht so überextrem, wie das viele psychiäter mit ihren therapien machen. die suhlen sich mit ihren patienten oft richtig in vergangenen schlimmen erlebnissen. damit werden die probleme immer nur grösser. sie belasten uns immer mehr. statt dass wir kucken, dass wir jetzt glücklich sind.

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weiter macht mich folgendes wütend:

es gibt so viele menschen, welche sagen, sie seien psychisch krank. (weil sie eben so schlimmes erlebt haben sollen... - auch hier gibt es fälle, welche berechtigt sind.)
diese leute beantragen rente und bekommen sie auch ganz schnell. ich kenne viele solche fälle.
diese leute gehen neben der vollen rente in tanzkurse, arbeiten kostenlos auf büros, putzen und fegen ihre wohnung, können sich kochen, machen mit freunden ab und leben eigentlich ein so gesehen angenehmes leben.

im gegenzug gibt es leute - ich nehme wieder als beispiel den lukas, welche wirklich körperlich schwer krank sind. sie kämpfen um rente, damit sie überhaupt überleben können. doch sie kriegen sie natürlich nicht. obwohl sie all die dinge, welche die von mir oben genannten personen nicht mehr machen können.

viele fälle halten dem kampf nicht stand und lassen sich so psychiatrisieren.
nach jahrelangem kampf um anerkennung ihrer körperlichen krankheit, geben sie auf, gehen zum psychiater und lassen sich eine diagnose geben, mit der sie dann innerhalb kurzer zeit rente bekommen.
doch!
diese leute werden mit hilfe von erpressung gezwungen, eine psychotherapie zu machen.
obwohl sie psychisch eigentlich oft noch "normaler" sind als die leute, welche es wagen, trotz ihrem noch relativ gutem zustand, rente auf eine psychische diagnose einzufangen.
die körperlich kranken leute schaffen es manchmal fast nicht mehr zu dieser psychotherapie - wobei ich es bei keiner körperlichen krankheit schlecht finde, eine begleitende psychotherapie zu machen. oft kostet ihnen eine therapiestunde gerade zwei tage, an denen sie vielleicht sogar ein wenig geld verdienen könnten mit leichten arbeiten. oder an denen sie für ihre gesundung arbeiten könnten mit hilfe von frischer luft im wald, mit sozialkontakten oder ähnlichem.

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also wie gesagt; solche gedanken führen mich zu diesen wutanfällen. gerade wenn ich eben wieder sehe, dass leute mehr oder weniger krampfhaft nach problemen suchen, welche sie hätten krank machen können, statt dass sie einfach lernen, damit umzugehen.

mich macht auch wütend, wenn ich leute sehe, welche eindeutig körperlich krank sind und voll auf die psychoschiene abgefahren sind. sie machen jahrelange therapien und es nutzt nichts. sie schlucken psychopharmaka und machen sich noch kränker.
nur weil sie einmal dachten, sie hätten bauchschmerzen, weil der nachbarsjunge sie im alter von 6 jahren in den bauch geboxt hätte, übersehen sie so eine naheliegende nahrungsmittel unverträglichkeit.

das macht mich wütend!

wie sollen dann solche krankheiten wie wir sie hier im forum besprechen anerkennung bekommen, wenn die meisten menschen, welche davon betroffen sind finden: mir geht es schlecht, weil mir mutti ne ohrfeige gegeben hat, als ich 8 jahre alt war und nicht, weil ich quecksilber im mund habe.
wie kommt so die wissenschaft weiter?
wie kommt jemand als nur ausnahmen auf die idée zu diesen krankheiten noch intensiver zu forschen, etc.?

das macht mich wütend!

viele liebe grüsse von shelley :wave:
 
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28.09.05
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hallo lieber admin,

ich habe dir hier etwas, was genau das verdeutlicht, was ich auch sagen wollte:

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der hauptgrund, warum viele menschen unglücklich sind, ist darin zu suchen, dass sie eine erstaunliche, aber offensichtliche befriedigung aus ihren leiden gewinnen.

ein meister verbrachte einmal auf einer behnfahrt im oberen bett eines liegewagens die nacht. es war ihm unmöglich einzuschlafen, weil von unten her ein ständiges stöhnen an sein ohr drang: "ach, ich bin durstig... ach, bin ich durstig...!"
da das stöhnen kein ende nehmen wollte, kletterte der meister schliesslich die leiter hinunten, ging durch den ganzen zug zum speisewagen, kaufte zwei becher bier, ging den langen weg zu seinem abteil zurück und reichte dem geplagten mitreisenden die beiden becher. "hier ist etwas zu trinken!" "wunderbar, gott sei dank!"
der meister stieg die leiter hinauf und streckte sich mir einem seufzer aus. kaum hatte er die augen geschlossen, hörte er es von unten stöhnen: "ach gott, war ich durstig... oh weh, war ich durstig!"

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viele liebe grüsse von shelley :kraft:
 
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10.01.04
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es war ein dummer ausrutscher
Solche Ausrutscher kann man ziemlich einfach vermeiden:
Man schreibt von (in diesem Fall) den eigenen Kopfschmerzen, wie die das Leben beeinträchtigen, wie schwierig es damit zu leben ist.

Jeder, der so einen Beitrag liest, kann sich seinen eigenen Reim darauf machen und wird das wahrscheinlich eher tun als wenn man ihm sagt, daß er ein Depp (oder etwas anderes) ist.
gifwelt.info/gif/smilies/kommunikation/bluescreen.gif

Grüsse,
Uta
 
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25.01.05
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Eigentlich hatte ich mich darüber gefreut, dass Shelley soviel Energie an den Tag bringt. Der erste Gedanke war "endlich bewegt sich bei ihr etwas". :)

Mag ihre Beobachtung auch nicht harmoniefördernd sein, so ist sie in meinen Augen über weite Teile dennoch zutreffend.

Dass ihr Thread einst "ich möchte sterben" hiess soll nicht vergessen werden. Sie ist einer jener Menschen im Forum, die ob ihrer Krankheit nicht klein beigeben.:klatschen

Was Shelley als Hintergrund ihrer Wut beschreibt ist für mich durchaus verständlich. Ich würde mich freuen, wenn mehr Menschen trotz ihres Leidens noch soviel positive Gedanken zu denken fähig wären, anstatt sich in endlosem Selbstmitleid zu gefallen und anderen die Schuld für ihr Unglück zu geben. Auf (selbst-)Täuschung folgt ent-Täuschung - auch eine Kausalkette.

Phil ;)
 
Themenstarter
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28.09.05
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Jeder, der so einen Beitrag liest, kann sich seinen eigenen Reim darauf machen und wird das wahrscheinlich eher tun als wenn man ihm sagt, daß er ein Depp (oder etwas anderes) ist.

hallo uta,

schau mal; wenn ich was schreibe hat es eigentlich fast immer einen hintergrund. wenn ich denn immer ganz aufschreibe, ist das eben auch anstrengend für mich.
wenn ich beiträge von anderen lese, dann denke ich auch immer, sie haben einen hintergrund.
und deswegen habe ich nicht alles gleich erklärt.

ich würde nie jemandem sagen, er sei ein depp oder was.
doch ich dachte, wir sind da in einem forum, wo kranke leute hinkommen. hier sind (fast) alle krank.
so hab ich eben geschrieben: "du bist ja krank...".
ich dachte, das ist nicht ganz so schlimm, weil hier eben ja eh fast jeder krank ist.
gut. man kann es so und so auffassen.
doch da habe ich eben nicht mehr weiter gedacht. weil.... das habe ich im obigen beitrag schon erklärt.
und krank fand ich die person eben: ---- das habe ich ja auch schon erklärt.

ich bin jetzt darauf aufmerksam geworden.

wie gesagt; ich entschuldige mich für mein verhalten. ich bin eben auch kein perfekter mensch. und ich bin noch daran, sehr viel zu lernen. ich gebe mir fest mühe dabei.

viele liebe grüsse von shelley :wave:
 
Themenstarter
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28.09.05
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hallo phil,

wenn ich deinen beitrag lese, dann wird mir peinlich und ich werde rot.

aber hab vielen dank dafür!
vielen lieben dank!

:kiss:

für dich schicke ich neue kraft.

viele liebe grüsse von deiner shelley :baden:
 
Beitritt
10.01.04
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Ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Punkt: wir können selten davon ausgehen, daß jemand im richtigen Leben und erst Recht im Forumsleben viel über die Hintergründe des Schreibers weiß. Wenn jemand neu hierhin kommt und die Threads über das Befinden und die gesundheitlichen Probleme der einzelnen Schreiber nicht gelesen hat, kann er auch nichts darüber wissen.

Antwortet dann jemand mit diesem Hintergrund auf ein Posting , so mag das so klingen, als ob der einfach so irgendwelche Festellungen macht, einfach so..

Im richtigen Leben ist es genauso: manchmal reagiere ich auf irgendwelche Feststellungen von jemand, finde sie lieblos, kenntnislos, arrogant usw.
ABER: ich bin einfach stillschweigend davon ausgegangen, daß der Andere ja weiß, was ich so denke, fühle, erlebt habe, weiß, obwohl ich ihm das gar nicht mitgeteilt habe. Also kommt es zu Frust - zunächst auf meiner Seite - und dann ebenso auf der anderen Seite. Im Grunde nur deshalb, weil der "Informationsstand" ungenügend ist.
Worauf ich hinaus will: es ist wichtig, erst einmal die Voraussetzungen für Verständnis zu schaffen. Dann wird eine Aussage auch wesentlich leichter angenommen


Gruss,
Uta
 
Zuletzt bearbeitet:
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Beitritt
28.09.05
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liebe uta,

auch im richtigen leben draussen soll ich oft menschen vor den kopf stossen.
weil ich eben mehr denke, als ich dann schlussendlich sage.

ein beispiel:
ich treffe einen menschen. wir haben es gut zusammen. bevor wir uns trennen sage ich: also. ich komm dich dann besuchen.
da wird mein gegenüber ziemlich baff. weil das ist ja sehr direkt und so.
mein gegenüber weiss eben nicht, dass zwischen dem jetzt und dem satz "ich komme dich besuchen" noch ganz, ganz viele dinge stehen, welche ich nur gedacht und nicht gesagt habe.
ich dachte nämlich:
mein gegenüber wird jetzt mehr mit mir zusammen sein. wir werden uns dann besuchen wollen. mein gegenüber fragt mich: "kommst du mich besuchen?" ich frage: "ja wann denn?" mein gegenüber: "wie wäre es morgen um 15 uhr?" ich finde: "au ja! fein!" mein gegenüber: "also kommst du?" und ich werde sagen: "ja! ich komm dich dann besuchen."

also eben; ich bin daran zu lernen, dass ich mehr sage als nur das nötigst wichtige.
und so scheint es auch hier im forum zu sein.
ich lerne also, zu erklären, warum ich dies oder das schreibe.
wie gesagt: ich bemühe mich darum, mich zu "bessern".

danke, dass du mir das von vorhin geschrieben hast!

viele liebe grüsse von shelley :wave:
 
Beitritt
10.01.04
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ich dachte nämlich:
mein gegenüber wird jetzt mehr mit mir zusammen sein. wir werden uns dann besuchen wollen. mein gegenüber fragt mich: "kommst du mich besuchen?" ich frage: "ja wann denn?" mein gegenüber: "wie wäre es morgen um 15 uhr?" ich finde: "au ja! fein!" mein gegenüber: "also kommst du?" und ich werde sagen: "ja! ich komm dich dann besuchen."
Solche stillen Gedankengänge kenne ich auch gut, aber ich weiß eben inzwischen, daß sie oft den Anderen total überfordern/überrumpeln/brüskieren/frustrieren. Eben, weil er keine Ahnung hat, wie es zu der dann ausgesprochenen Meinung/Frage/Feststellung kommt.
Außerdem nimmt man bei der Art der stillen und einseitigen Kommunikation dem Anderen die Chance, seine eigene Meinung einzubringen. Ich finde, daß es erst einmal gilt, die kennen zu lernen anstatt sie gleich selbst zu erfinden.

Es gibt ja diese halb-komischen Gesprächsentwicklungen, die über gedachte aber nicht ausgesprochene Gedanken blöd enden:

Ein Mann braucht einen Hammer...

"Ich könnte meinen Nachbarn fragen, ob der mir einen Hammer leihen würde. Was aber, wenn er mir den Hammer nicht leiht?
Womöglich sagt er einfach »Nein, Sie bekommen meinen Hammer nicht!«. So ein Rüpel. Sicher wird er mir den Hammer nicht leihen. Er hat gestern schon wieder so merkwürdig geguckt. Sicher wird er mir seinen Hammer nicht leihen und mich vielleicht sogar beschimpfen. Der soll doch seinen Hammer behalten..."

Er geht nach nebenan, klopft laut, der Nachbar öffnet und wird angeschrien: "Behalten Sie doch Ihren Scheisshammer, Sie eingebildeter Affe!

AnleitungZumUnglücklichsein: Statistik der Assoziationen und Gedanken zum Stichwort AnleitungZumUnglücklichsein im Assoziations-Blaster

Es könnte natürlich auch anders laufen: Der Mann ohne Hammer malt sich den Nachbarn in so angenehmen Bildern und Farben aus, daß er ihm (im Extrem) gleich um den Hals fällt, als er klingelt

Auch da dürfte die Reaktion relativ erstaunt sein..

Grüsse,
Uta
 
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