Waldgeflüster

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ich kenne das schon, wo auch immer ich mich niederlasse fliegen Libellen mich an, setzen sich auf mich....ich bin wohl die, die mit den Libellen spricht

Liebe movo,
ich stelle es mir gerade vor, wie du "Libellenflüsterin" auf meinen Touren mit dabei bist.🧚‍♂️😎 Während du mit den Feenwesen sprichst, könnte ich in aller Ruhe fotografieren. Eine wunderschöne Vorstellung!

Ich habe einmal gegoogelt, unsere rote Libelle ist eine Heidelibelle.

UND liebe Wildaster, pass auf Dich auf!

Das nehme ich mir wirklich immer vor, movo. Aber habe ich die Kamera mit dabei, dann vergesse ich oft Raum und Zeit und bin planlos unterwegs. Das heißt, ohne Rucksack, also auch ohne Trinken und ohne Handy. So, als wenn man nur eine kleine Spazierrunde ums Haus machen möchte.
So war es zum Beispiel vor einigen Tagen, da zogen noch verspätete Vogelzüge über meinen Kopf hinweg und ich kannte eine Lichtung in meiner Nähe und wollte dort auf weitere warten.
Wie immer, flüsterten dabei die Bäume mit mir und so ging ich weiter in den Wald hinein, nur die Kamera und ich.

Der Wind pfiff um meine Ohren, Waldgesichter zeigten sich und Zugvögel flogen auch über meinen Kopf hinweg. Ich war glücklich und kam nach über zwei Stunden Gott sei Dank unversehrt, mit vielen Fotos, aber sehr durstig, wieder zu Hause an.

Aber ab Frühjahr habe ich ja vielleicht öfters eine Libellenflüsterin mit dabei und dann packen wir gemeinsam den Rucksack.😍

Liebe Grüße von Wildaster
 
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da zogen noch verspätete Vogelzüge über meinen Kopf
Liebe Wildaster, gestern in der Abenddämmerung flog eine superperfekte Eins (Gänse?) über meinen Garten. Ich habe noch NIE welche hier gesehen....ich war verzaubert.....

Ich würde Dich übrigens gerne mal bei Deinen Streifzügen begleiten - und den vielen Waldgesichtern meine Aufwartung machen.

ciaociao, movo
 

Kate

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dann vergesse ich oft Raum und Zeit und bin planlos unterwegs. Das heißt, ohne Rucksack, also auch ohne Trinken und ohne Handy.
Also, da muss ich jetzt aber auch mit Dir schimpfen, liebe Wildaster.
👩‍🏫
Ein netter kleiner Rucksack oder eine Umhängetasche mit Handy und Trinkflasche (und bei mir noch etwas schwarze Schokolade und einige Scheibchen salziges Buchweizenknusperbrot für meinen Kreislauf) sollte schon dabei sein - samt Deiner neuen Taschenlampe 🔦

Wenn ich Dich auch hierum
Waldgesichter zeigten sich
... beneide - ich sehe viele ungewöhnliche Bäume, aber mich kuckte da bisher nie was an ;)

Lieben Gruß
Kate
 
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Also, da muss ich jetzt aber auch mit Dir schimpfen, liebe Wildaster.
👩‍🏫

Mit recht, liebe Kate und ich gelobe Besserung, denn unterwegs ärgere ich mich selbst oft sehr, dass in meiner Kameratasche das nötige fehlt und mein Rucksack zu Hause steht.🎒🧦🌂🍎🔦🧃.....

... beneide - ich sehe viele ungewöhnliche Bäume, aber mich kuckte da bisher nie was an

Ich erwarte nie, dass sich mir die "Waldgesichter" zeigen und dann, wenn die Ruhe des Waldes in mir ist , dann sind sie da.
Und echt, bei manchen Waldstücken spüre ich, dass ich da heute nicht so willkommen bin, dringe dann nicht in ihre Welt ein und gehe weiter. Ich bin ja von einem großen Waldgebiet umgeben.🌳🌳

Liebe Kate, wenn du dich darauf einlässt, dann nimmst auch du wahr, dass sie ständig um uns sind und uns neugierig "ankucken".

Schau einmal........

Liebe Grüße von Wildaster:)

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Kate

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Mal wieder unglaubliche Bilder, liebe Wildaster... 😲

Beim zweiten sehe ich einen Vogelkopf mit weit aufgerissenem Schnabel aus dem Stamm kommen, beim dritten ist ein Dromedar (oder so) mit dem Stamm verschmolzen, er hat riesige Kugelaugen, aus denen er herausspitzt. Auf dem fünften schauen zwei aufgerissene Augen zwischen Blättern sehr geheimnisvoll heraus ...?...

Beim vierten sehe ich nichts...

... aber ich versuche mal zu verinnerlichen, dass ich nicht aktiv suchen sollte. Ich bin übrigens nicht von Wäldern umgeben und radl im Moment auch nicht - von daher gibt's nicht soooo viele Bäume. Aber vermutlich immer noch genug, schaun wir mal.

Lieben Gruß
Kate
 

Kate

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ach nee - auf dem 4. Bild ist doch ein ohrloses Lama auf dessen geknickter Schwanzspitze ein Vogel sitzt....WIldaster, über Deine Waldgesichter geht gar nichts.....ich sehe im Wald nie gesichter - nur auf Deinen Fotos....Du hast einfach den Blick!!

ciaociao
 
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In den Süden - gemeinsam auf weite Reise
Alle Jahre wieder verlassen mehr als 100 Millionen Zugvögel im Herbst ihre Brutgebiete.
Für mich ist es immer wieder ein faszinierendes Naturschauspiel, wenn Kraniche und Gänse hoch am Himmel über meinen Kopf hinwegziehen. Und sie ziehen immer noch!!!
Höre ich ihre Rufe aus weiter Ferne, dann erfasst mich eine freudige Aufregung und ich suche blitzschnell einen freien Platz zum Fotografieren.
Lassen die Baumkronen keinen freien Blick zu, genieße ich in diesen kurzen Momenten das laute Rufen und Schnattern und weiß genau, wer da gerade über meinen Kopf fliegt.

Die Kraniche kündigen sich mit einem erhabenen Trompeten "kruuu und krarrr" im Wechsel an, wogegen die Gänse je nach ihrer Art unterschiedlich rufen; aber niemals trompetend.
Wisst ihr, warum sie beim Fliegen ihren Schnabel nicht halten? Es fehlen ihre Hände, an denen sie sich einander festhalten können, um sich nicht zu verlieren. Darum tun sie es auf diese Weise.

Für das Trompeten, Geschnatter und Gekrächze gibt es sogar einen Fachbegriff - "Stimmfühlung". Sie dient der Aufrechterhaltung des Kontaktes zu Artgenossen, wenn Tuchfühlung gerade nicht möglich ist - wie eben beim Kolonnenflug in das Winterquartier und zurück.


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Übrigens wird dieses Himmelsschauspiel wohl eines Tages nicht mehr stattfinden. Ornithologen beobachten, dass die Vogelzüge in immer weniger südliche Gefilde führen und ihre Rückkehr immer früher erfolgt.
Es wurden sowohl Kraniche als auch Gänse beobachtet, die bereits Standvögel geworden sind; also gar nicht mehr ziehen.
Bis es aber so weit kommt, hoffe ich, dass ich noch viele, viele Vogelzüge am Himmel zu hören und sehen bekomme.

Liebe Grüße von Wildaster

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Liebe Wildaster, das sind mal wieder besondere Bilder...und ja der Vogelzug ändert sich - ich habe vor ein paar Tagen das allererste Mal seit ich hier wohne (32Jahre) eine astreine EINS über meinem Garten beobachten können....ich habe mich sehr gefreut.
 
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Orte der Ruhe und Stille​

Ich möchte euch einmal einige Orte zeigen, die in diesem "besonderen" Jahr mit seinen Herausforderungen zu meinen Kraftorten wurden.

Ihr wisst ja, dass ich so oft es geht den Auenwald direkt vor meiner Haustür zum Auftanken nutze. Er half mir auch in den letzten Monaten schneller gesund zu werden.
Es war die gefühlte Geborgenheit und die Vertrautheit im Wald, in der ich durchatmen konnte und mich so wunderbar frei fühlte. Im Gegensatz zum Alltag, konnte ich mich darin treiben lassen und vergaß sogar alle meine gesundheitlichen Beschwerden.
Meine ganze Aufmerksamkeit richtete sich dann auf das Rauschen der Bäume, dem Gezwitscher der Vögel und dem Knacken im Gehölz; denn wer weiß!:)

Umwandere ich einen versteckten See im Wald oder streife entlang der Flussufer unserer beiden Flüsse mit ihren Nebenarmen, die sich durch unseren Auenwald schlängeln, dann erlebe ich eine ganz besondere magische Stimmung.

Nach so einem Ausflug trete ich danach völlig eins mit mir und der Natur den Heimweg an.🍀

Liebe Grüße von Wildaster

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Hallo Wildaster,

von mir bekommst Du eine Medaille für Naturfotos :) ! (Eigentlich müßte auch die Natur selbst noch eine Medaille bekommen!).

Einen schönen Sonntag wünsche ich uns allen !
Oregano


1607847029526.png

 
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04.12.20
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Bäume sind lebende Organismen. Als solche verdienen sie Respekt und sind Teil der Natur.

Sie sind hochentwickelte Pflanzen und gehören zu den größten Organismen.

Die Bäume brauchen uns nicht , aber wir sie!

Einen Baum pflanzen ist ein Akt des Glaubens an die Erde,

ein Akt der Hoffnung an die Zukunft

ein Akt der Liebe gegenüber den zukünftigen Generationen,

die sich an seinen Früchten erfreuen werden,


wenn wir nicht mehr sind.

mit freundlichen Grüßen - Günter 40
 
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Bäume sind lebende Organismen. Als solche verdienen sie Respekt und sind Teil der Natur.

Sie sind hochentwickelte Pflanzen und gehören zu den größten Organismen.

Die Bäume brauchen uns nicht , aber wir sie!

Einen Baum pflanzen ist ein Akt des Glaubens an die Erde,

ein Akt der Hoffnung an die Zukunft

ein Akt der Liebe gegenüber den zukünftigen Generationen,

die sich an seinen Früchten erfreuen werden,

wenn wir nicht mehr sind.

Vielen, vielen Dank für deine wunderschönen wahren Zeilen, lieber Günter!!💞

Ich wünsche dir einen schönen dritten Advent.🔔
 
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04.12.20
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Hallo Wildaster

„Die Pflanzen sind das Verbindungsglied zwischen Erde und Sonne“

Deine Antwort ist wie ein Sonnenstrahl in diesen nebeligen Tagen, auch Dir einen schönen Advent.

Mit freundlichen GRüßen, Günter 40
 
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HERMANN HESSE UND SEINE WORTE ÜBER DEN BAUM

Bäume sind Heiligtümer. Wer mit ihnen zu sprechen, wer ihnen zuzuhören weiß, der erfährt die Wahrheit. Sie predigen nicht Lehren und Rezepte, sie predigen, um das einzelne unbekümmert, das Urgesetz des Lebens.

Ein Baum spricht: In mir ist ein Kern, ein Funke, ein Gedanke verborgen, ich bin Leben vom ewigen Leben.
Einmalig ist der Versuch und Wurf, den die ewige Mutter mit mir gewagt hat. Einmalig ist meine Gestalt und das Geäder meiner Haut; einmalig das kleinste Blätterspiels und die kleine Narbe meiner Rinde. Mein Amt ist, im ausgeprägten Einmalige das Ewige zu gestalten und zu zeigen.

Ein Baum spricht: Meine Kraft ist das Vertrauen. Ich weiß nichts von tausenden Kindern, die in jedem Jahr aus mir entstehen. Ich lebe das Geheimnis meines Samens zu Ende, nichts anderes ist meine Sorge. Ich vertraue, dass Gott in mir ist. Ich vertraue, dass meine Aufgabe heilig ist. Aus diesem Vertrauen lebe ich.

Wenn wir traurig sind und das Leben nicht mehr gut ertragen können, dann kann ein Baum sprechen: Sei still!
Sieh mich an! Leben ist nicht leicht, leben ist nicht schwer! Das sind Kindergedanken.

Bäume haben lange Gedanken, langatmige und ruhige, wie sie ein längeres Leben haben als wir.

(
Hermann Hesse)

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04.12.20
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Hallo Wilddaster,

Jeder Mensch braucht etwas Boden unter den Füßen, eine Handvoll Erde,

um ein Pflänzchen wachsen zu lassen,

und einen Baum , an den er sich lehnen kann.

mit freundlichen Grüßen- Günter 40
Ich warte nicht bis ich ins Paradies komme, ich gehe in meinen Garten
 
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Ich warte nicht bis ich ins Paradies komme, ich gehe in meinen Garten

Ich auch, lieber Günter! Auf das Paradies freue ich mich trotzdem, denn ich weiß, dass ich liebe - und sehnsuchtsvoll empfangen /erwartet werde.💞

Aber bis dahin, träume ich weiter unter den Bäumen, lausche dem Geflüster des Waldes zu, spüre bewusst den Boden unter meinen Füßen, nehme Erde in meine Hände und schaue voller Freude den Pflanzen in meinem Garten beim Wachsen zu.

Ich wünsche dir, lieber Günter, ein gesundes und glückliches 2021🍀🐖🍄

Liebe Grüße noch aus dem alten Jahr von Wildaster🙂🙃
 
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04.12.20
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Hallo Wildaster,

Auch Dir und allen anderen die an diesem besinnlichen thread teilhaben meine herzlichen Wüsche für das nächste Jahr.

"Blüht eine Blume, zeigt sie uns die Schönheit. Blüht sie nicht, lehrt sie uns die Hoffnung."

mit freundlichen Grüßen- Günter 40
 

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