Vitamin D Aufsättigung und baden in Totem Meer Salz

Themenstarter
Beitritt
15.12.13
Beiträge
7
Hallo,

tut mir leid, wenn diese Frage vielleicht schon x mal gestellt wurde, aber ich werde aus den unzähligen Forumbeiträgen nicht schlau.

Es geht um Vitamin D Aufsättigung. Ist es problematisch von weniger als 10 ng/ml auf ca. 90 ng/ml aufzusättigen?

Ich hab gelesen, dann gibt es Probleme mit Magnesium?

Dann hab ich auf vitamindelta gelesen, dass es möglich ist, Magnesiummangel mit Fussbädern mit Magnesiumchlorid auszugleichen.

Dann bin ich auf die Idee gekommen, gleichzeitig zur Aufsättigung Bäder in Totem Meer Salz zu nehmen, denn dies enthält auch viel Magnesiumchlorid. :fans:

Was haltet ihr davon? :hexe:
 

Windpferd

Hallo Anfänger,

25(OH)Vit.D3 darf ruhig bis auf 120 ng/ml steigen. (Nur: alle 3 - 4 Monate Untersuchung des Ca-Stoffwechsels. Die allgemeine Regel.)

Mg soll ohnehin substituiert werden. Wesentlich mehr, als Du mit Fußbädern aufnehmen kannst.

Die Fußbäder schaden sicher nichts, sowenig wie Baden im Toten Meer. (Eine eindrucksvolle Landschaft.) Aber ich weiß nicht, ob jemals untersucht wurde, wieviel Mg man dabei aufnimmt.)

Aber - OT - das Beste, was Du für Deinen Elektrolythaushalt (an dem ja sehr viel hängt) tun kannst: Keinerlei zusätzliches Kochsalz mehr, dafür viel Kalium (z.B. als K-Citrat). Zusätzlich wird empfohlen Vit. K2 (MK7). Ist alles inzwischen Allgemeingut (vgl. L. M. Jacob: "Der Dr. Jacobs Weg", 2013).

Alles Liebe,
Windpferd
 

mehr

mehr

mehr

mehr

Beitritt
23.06.13
Beiträge
116
Hallo Anfaenger,

ich halte von beidem viel - besonders vom Vitamin D aufsättigen. Ich habe vor einem dreiviertel Jahr 15 ng/ml gehabt und dann mit freiverkäuflichen Mitteln etwas herumgedoktort. Hat vermutlich nicht viel gebracht. Jetzt nehm ich Dekristol, schlägt bei mir allerdings recht hart ein. Beim Beginn vor einer Woche habe ich nach 2 Tagen ziemliche Gelenkschmerzen bekommen, dann erstmal ausgesetzt und einen Bluttest auf Calcium und Parathormon gemacht. Da beides im Rahmen ist (Calcium allerdings im hoch normalen Bereich) hab ich heute wieder eingesetzt. Die meisten Leute vertragen aber das Vit D ohne Nebenwirkungen.
Zur Geschwindigkeit: Ich soll laut Arzt jeden Tag eine Dekristol nehmen, bis rechnerisch der Zielwert von 50 ng/ml erreicht ist. Dann jeden 6. Tag eine als Erhaltungsdosis. Es gibt Leute, die viel schneller aufsättigen, wie viel du am Tag einnehmen willst, musst du aber selber wissen. In Amerika wird teilweise wohl nur mit 5000 IU am Tag hantiert. Mag sein, dass es die dort freiverkäufliche Höchstmenge ist.

Wie Windpferd sagt: Bei Vitamin D möglichst auch Vitamin K2 einnehmen, da sonst eventuell Calcium in den Gefäßen abgelagert wird. Ein super Buch zum Thema ist "Vitamin K2 und das Calcium Paradox". Man spricht auch davon, dass das Vitamin D die Aufnahme von Calcium im Darm erhöht, aber der Einbau in die Knochen mit K2 passiert.

Magnesiumoxid Fußbäder mache ich auch immer mal wieder, ob es hilft kann ich aber auch nicht mit Sicherheit sagen. Schaden tut es mir auf jeden Fall bisher nicht.

Wir können ja einen kleinen Wettstreit daraus machen: Wer als erstes seinen Vitamin D Wunschwert erreicht :zunge:

Aber - OT - das Beste, was Du für Deinen Elektrolythaushalt (an dem ja sehr viel hängt) tun kannst: Keinerlei zusätzliches Kochsalz mehr, dafür viel Kalium (z.B. als K-Citrat). Zusätzlich wird empfohlen Vit. K2 (MK7). Ist alles inzwischen Allgemeingut (vgl. L. M. Jacob: "Der Dr. Jacobs Weg", 2013).
Hallo Windpferd,

ist das mit dem Kalium sicher? Soweit ich weiss, ist es das kritischte Mineral, weshalb man auch im Supermarkt keine Kalium-Tabletten findet.

Viele Grüße
Tesla101
 
Beitritt
02.04.13
Beiträge
44
Wie Windpferd sagt: Bei Vitamin D möglichst auch Vitamin K2 einnehmen, da sonst eventuell Calcium in den Gefäßen abgelagert wird. Ein super Buch zum Thema ist "Vitamin K2 und das Calcium Paradox". Man spricht auch davon, dass das Vitamin D die Aufnahme von Calcium im Darm erhöht, aber der Einbau in die Knochen mit K2 passiert.
Vitamin K2 ist in Natto (fermentierte Sojabohnen) enthalten. Und Natto kann man selber machen. Es reicht eine Starterkultur aus einer gefrohrenen Nattopackung aus einem japanischen Lebensmittelladen.
Reicht es also aus z.B. zweimal die Woche Natto zu essen um sich ausreichend mit Vit. K2 zu versorgen?

Stefan
 
Beitritt
23.06.13
Beiträge
116
Hallo Stefan,

das stimmt. Kennst du eine gute, detailierte Anleitung zur Herstellung? Ich habe jetzt auch schon 2x Natto genossen. Schmeckt nicht so richtig lecker, aber geht schon. Auf der anderen Seite wurde hier im Forum irgendwo vor Soja gewarnt. Werde die Tage den Thread nochmal suchen.

Wie oft man Natto essen muss, weiss vermutlich niemand. Ich mache hier mal ein Gedankenspiel:

Natto enthält c.a. 1000µg (=1mg) Vitamin K2 pro 100g (Quelle: "Vitamin K: food composition and dietary intakes", Sarah L. Booth, PDF im Internet erhältlich). Frau Booth bezieht den Wert von einem Herrn Schurgers (diese Veröffentlichung ist leider nicht kostenlos einsehbar), der später noch die Blutlevel nach Einnahme von 1mg Menaquinone-7 (MK-7) gemessen hat. MK-7 ist die K2 Form aus Natto und wir erinnern uns, 1mg MK-7 ist auch in 100g Natto enthalten - Zufall? :idee:

Schurgers Untersuchung nach war das MK-7 noch bis zu 100 Stunden im Blut nachweisbar, dann wurde die Messung leider beendet, die Kurve war noch nicht bei 0. (Vitamin K-containing dietary supplements: comparison o... [Blood. 2007] - PubMed - NCBI).

100 Stunden sind über 4 Tage, also wäre 2x die Woche Natto völlig ausreichend. Eventuell reicht sogar 1x die Woche.
 
Beitritt
02.04.13
Beiträge
44
das stimmt. Kennst du eine gute, detailierte Anleitung zur Herstellung? Ich habe jetzt auch schon 2x Natto genossen. Schmeckt nicht so richtig lecker, aber geht schon. Auf der anderen Seite wurde hier im Forum irgendwo vor Soja gewarnt. Werde die Tage den Thread nochmal suchen.
Hallo Tesla101,

Anleitungen gibt es einige, hier mal zwei Videos die ich gerade gefunden habe, da ich in meinen Bookmarks nichts war:


Hier ein paar Anmerkungen was zu beachten ist, dann ist es relativ einfach Natto selber zu machen.
Ansatz: Natto gibt es in jedem Japanladen gefrohren in kleinen Styroporboxen zu kaufen. Da es in jeder Großstadt einen Japanladen gibt, ist das einfacher als sich das Nattoferment also die Sporen im Internet zu bestellen. Wenn man sein erstes Natto gemacht hat kann man einen kleinen Teil davon einfrieren und weiter als Ansatz verwenden. Die Natto-Bakterien sind Sporenbildner, d.h. die Sporen halten 80 °C gut aus und man kann die Sojabohnen schon impfen wenn sie heiß sind (vielleicht nicht gerade kochend) und so verhindern das andere Keime einen Vorteil bekommen.
Sojabohnen:
Einen Tag mit Wasser quellen lassen. Dann kochen im Dampfkochtopf zusammen mit etwas Salz und 1 TL Zucker.
Fermentation: Die Bakterien brauchen 35-40 °C für 1-2 Tage und Luft.
Ich nehme eine Styroporbox und stelle eine 15 W Lampe rein als Wärmequelle. Nachdem ich die gequollenen Sojabohnen im Dampfkochtopf gekocht habe, stelle ich den Kochtopf mit den geimpften Sojabohnen mit Deckel aber ohne den Dichtungsgummi (Luftzufuhr!) in die Styroporbox. Im DDK sind die Sojabohnen nur 1-2 cm hoch damit genügend Luft drankommt. Fertig ist das Natto wenn die Oberfläche schön matt wird und der typische Geruch entsteht. Dann kann man das Natto noch im Kühlschrank reifen lassen (1-2 Tage), aber wenn es da zu lange steht (1,5-2 Wochen), wird es irgendwann schimmelig. Gleich wenn das Natto fertig ist ein paar Löffel in ein sauberes Schraubglas geben und einfrieren - fürs nächste mal.
Wenn der Ansatz kontaminiert ist mit Schimmel oder Hefen dann holt man sich eben eine neue Nattopackung aus dem Japanladen.

Also mir schmeckt Natto - es gehört aber immer Sojasauce und Senf dazu und wer will auch wenig fein gehackte Zwiebel o. Schalotte o. Schnittlauch. Und natürlich Reis .... und zu Natto passt auch der klebrige Vollkornreis. Es gibt auch einige Videos wie man Natto ißt oder zubereitet.

...also wäre 2x die Woche Natto völlig ausreichend. Eventuell reicht sogar 1x die Woche.
Das hört sich doch gut an.

Stefan
 
Oben