Verschlimmerung Darmflora, u.a.Clostridium spec.

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Hallo,

ich bin seit letztem Herbst bei meinem jetzigen Arzt, weil ich im Winter immer leicht/lange erkältet bin. Er sah einen Zusammenhang zum Darm und veranlasste diverse Untersuchungen. Darmbeschwerden hatte ich jedoch nicht wirklich (schon ein paar Blähungen und mal weicheren Stuhl, aber da litt ich nicht drunter).

Tests im Oktober:
Gluten-Antikörper: negativ
Fructose-Atemtest: positiv, Dünndram demnach ok, aber FI seiner Meinung nach nicht stark
Lactose-Atemstest: negativ
IgG-Test auf Nahrungsmittel: reagiere auf glutenhaltige Getreide, Milchprodukte (Eiweiss), einige Nüsse, wenige Gemüse und Gewürze
Stuhltest:
Stuhl-pH 6,5
zuviel:
E.coli
Klebsiella spec.
Enterococcus spec.
Verdauungsrückstände:
zuviel Fett und Eiweiss, zuwenig Wasser und Stärke​

Ab Anfang des Jahres schränkte ich die Ernährung dann ein, entsprechend den Unverträglichkeiten, seit April aß ich Gemüse und die weniger stark getesteten IgG-Lebensmittel allmählich wieder ganz normal (allerdings mit kleinen Sünden im Urlaub und während einiger Geburtstage in den letzten Wochen bei den anderen Sachen)
Behandlung waren im Frühjahr Baseninfusionen und später Omnibiotic6 (hatte er erst vergessen), außerdem ein Rest Symbiolact Comp, den ich noch vom Vorjahr hatte.

Neuer Stuhltest Mitte Mai:
Stuhl-pH 6,5
zuviel:
E. coli
Klebsiella spec.
Pseudomonas spec. (neu)
Clostridium spec. (neu), aber Clostridium difficile negativ!
zu wenig:
Enterococcus spec. (vorher zuviel)
Lactobacillus spec.
Verdauungsrückstände:
zuviel Fett und Eiweiss, zuwenig Wasser und Stärke

Bacteroides spec und Bifidobacterium spec. haben zugenommen, Pilze damals wie heute nicht nachweisbar.
vorher leichte Dysbiose (Flora-Index 3), jetzt mittelgradige Dysbiose (Flora-Index 9)​

Der Arzt verordnete mir Colibiogen Oral und Omnibiotic 10, daneben Zn (Mangel) und Jodid, Mg-Mangel wurde auch festgestellt (will da selbst was besorgen), außerdem Eigenblut+Homöopathie-Behandlung. Er hat nichts weiter zum BAkterienbefund gesagt, auch nicht zur Ernährung (nur auf Nachfrage, dass viel Rohkost ok wäre).
Nun las ich im Befund, dass Eiweiss und Fett die Fäulnisbakterien stärkt und hier, dass Clostridium wohl ein ziemliches Problem darstellt (und bin mir nicht sicher, ob das für alle Clostridium -Arten gilt), was mich verunsichert. Genau wie die Verschlechterung des Florastatus im ganzen.

Daher meine Fragen:
  • wie schlimm ist Clostridium spec. zu werten?
  • was kann ich dagegen noch tun?
  • wie ist es mit der Ernährung?
    Ich esse entsprechend der NMUs, viel Gemüse, wenig Obst (nur ins Müsli), hab zuletzt außer im Urlaub wenig Fleisch/Fisch gegessen, möchte gern wieder vegetarisch, soll ja auch was basisches rauskommen unterm Strich.
    Seit 2 Wochen führe ich Ernährungsprotokoll, da ich wg. Haarausfall befürchtete, zu wenig Nährstoffe zu bekommen, sieht aber gar nicht sooo schlecht aus.
    Durchschnitt letzte Woche: 1513 kcal, KH 213,7g, Ballaststoffe 33,3g, Stärke 132,7g, Zucker 45,1g (Fructose 11g), Fett 53,3g, Protein 55,7g (eigentlich zu wenig kcal)
    Durchschnitt diese Woche: 1762 kcal, KH 262g, Ballaststoffe 40g, Stärke 142g, Zucker 62g (Fructose 15g), 54g Fett, Protein 71,5g.​
    Wie beurteilt ihr das?
    Gestern hatte ich schon 80g Eiweiss (was mir eigentlich zu viel ist), abends dann noch ein paar Pistazien gegessen und schwups war ich bei 90g Eiweiss. Ich nehm mal an, dass ich deswegen danach abends noch richtig Durchfall und übelriechende Blähungen bekommen habe.
Wie gesagt, sonst ging es mir, trotz Befund, bzgl. Darmbeschwerden selbst ganz gut.
 
wundermittel
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Wurde die Pankreas Elastase-1 im Stuhl bestimmt? Eben weil Fett erhöht und bei Bauchspeicheldrüsenschwäche kannst du sonst Probiotika schlucken soviel du willst, wird nichts bringen.
 
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Hallo Magg,

danke für die Antwort!

Wurde die Pankreas Elastase-1 im Stuhl bestimmt?
Ja, die wurde im Oktober bestimmt, war aber in Ordnung (>500 µg/g [>200])

Letztes Jahr war ich bei einer HP, die mit Irisdiagnose einen erhöhten Muskeltonus (gleichmäßig im gesamten Körper) festgestellt hat, der sich auch auf die Muskulatur von Gefäßen und Drüsen beziehen soll, so dass ungenügend Verdauungssäfte zur Verfügung stehen. Hab das bei ihr aber nicht weiterverfolgt. Meinst Du, das könnte damit auch in Zusammenhang stehen?
 
regulat-pro-immune
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Hallo,

kann mir keiner was dazu sagen? Ich hab hier zwar nach "Chlostridium species" gesucht, aber meiner Meinung nach wurde dann darauf geantwortet, als wäre es "Chlostridium difficile". Aber macht das nicht einen Unterschied?
Und mit der Ernährung bin ich schon unsicher, weil ich seit Monaten schon abnehme und jetzt mal gut ist (habe wohl immer zu wenig kcal zu mir genommen, aber wenn ich wenig Fett und Eiweiß esse, wird es schwierig, das zu ändern), außerdem hatte ich letztes Jahr einen Eiweißmangel.

Vielen Dank!
 

James

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"spec." sagt nur aus, dass die Unterart nicht bestimmt wurde. Es könnte demnach auch Chlost. difficile sein.
 
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Ja, an sich schon, aber "Clostridium difficile" wurde bei mir ja "negativ" getestet.
EDIT: Und bei einigen Threads, wo es um Clostridium species ging, war es genauso (zuviele Clostridien allgemein, aber kein Clostridium difficile)
 
Zuletzt bearbeitet:
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Hallo Damda,
willkommen im Club. Von den letzten 4 Threads unter deinem drehen sich 3 um Chlostridium Spec. ;)

Ich kann dir leider nicht mehr sagen, als sich bisher so in meinem Thread angesammelt hat, schau doch mal rein: https://www.symptome.ch/vbboard/bak...2212-leichte-dysbiose-clostridium-spec-2.html

Chlostridien verstoffwechseln wohl Proteine und einzelne Aminosäuren zu ungesunden Stoffen. Quelle dafür muss ich noch einmal raussuchen. Auf jeden Fall kann es nicht schaden, wenn man etwas dagegen tut.

Dass es mit ungenügenden Verdauungssäften zu tun haben könnte, glaube ich schon. Es gibt ja nicht nur die Bauchspeicheldrüse, auch könnte z.B. ein Mangel an Magensäure vorliegen.

Ein Mittel gegen Chlostridien ist wohl Ozovit, aber da du noch immer zu viel E.coli hast, würde ich davon eher absehen. Das Mittel wirkt über die Freisetzung von Sauerstoff und da die Colis sich als fakultative Anaerobier auch mit Sauerstoff wohlfühlen, könnte sich die Überbesiedlung noch verstärken. Zumal die Milchsäurebakterien, die bei dir eh schon in der Unterzahl sind, durch den Sauerstoff noch eins auf den Deckel kriegen.

Was die Ernährung angeht sagt der eine dies, der andere das. Ich glaube danach darf man nicht gehen. Mein derzeitiger Stand ist, dass keiner wirklich weiss, wie man die Chlostridien wirksam bekämpft. Aber ich lasse mich da gern eines besseren belehren...

Nachtrag: Ich würde trotz allem nicht 100% auf die Stuhlanalyse vertrauen. Man muss bedenken, dass es eine willkürliche Zusammenstellung dessen ist, was an dem Tag gerade so rauskam. Hängt vielleicht auch davon ab, was man so gegessen hat. Und dann könnte sich die Zusammensetzung im Transportröhrchen noch ändern. Der größte Teil der Probe hat ja wenig Sauerstoff, eventuell fühlen sich da die anaeroben wohler und sind deshalb später besser nachzuweisen. Also lieber einmal zu viel als einmal zu wenig kontrollieren, gerade bei wechselhaften Ergebnissen!? Auch wenn es ins Geld geht. Eine bessere Methode zur Darmflora Analyse ist mir aber auch nicht bekannt.
 
Zuletzt bearbeitet:

James

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Tesla bringt es auf den Punkt! Bisher ist nach meiner Kenntnis noch niemals eine 100%-ige Stuhlanalyse gelungen. Schlimmer noch....man kennt bisher nur einen kleinen Bruchteil jener Bakterien, die zu einer gesunden Flora des Darmes gehören. Das ist so, weil viele der für uns so wichtigen Bakterien eher anaerob (also ohne Sauerstoff) lebensfähig sind und deshalb gleich nach der Entnahme kaputt gehen. Aus diesem Grunde meinte man, dass das System vorwiegend durch E.coli gestaltet wird. Inzwischen weiß man, dass diese lediglich die Laborbedingungen besser überstehen. Wir stochern mit dem derzeitigem Kenntnisstand wirklich nur im Dunklem....
 
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Hallo,

danke für Eure Antworten.
Tesla, deinen Thread (u.a.) hab ich gelesen und genau deswegen hab ich es nicht verstanden. Ich dachte, Clostridium difficile soll so schlimm sein, aber Clostridium species auch? Denn Du hast, genau wie ich, zuviel Clostridium species, aber keinen Nachweis von Clostridium difficile (auf die Clubmitgliedschaft hätt ich übrigens gern verzichtet ;-) - na ja, ich hoff mal, wenn die Viecher das erste Mal im Befund auftauchen, sind sie noch leichter zu entfernen)

Wg. dem Überschuss an Fett und Eiweiss im Stuhl bin ich auch die ganze Zeit am überlegen. Denn eigentlich esse ich so gut wie kein Fleisch/Fisch (MIlchprodukte eh nicht) und auch eher fettarm. Um die Verdauung anzukurbeln, hab ich bisher folgendes gefunden:
viel bitteres essen (Anregung Galle), viel Kräuter ud Gewürze, nichts zum essen trinken (keine Verdünnung von Verdauungssäften), Löwenzahntee (fördert Fettverdauung und stärkt Leber und Galle). Das mit der mangelnden Magensäure hab ich heute auch gefunden. Ich weiß nicht, ob ich das hab. Dafür soll man gut kauen und einspeicheln, nichts schwer verdauliches wie Brot, Müsli oder süßes frühstücken, was warmes frühstücken und auch sonst öfter warm essen, öfters was milchsauer vergorenes essen.
Im Grunde halt ich es für plausibler, dass da "weiter oben" was in der Verdauung nicht funktioniert. Denn wenn alles nörmal wäre, sollten die Nährstoffe doch aufgespalten und schon im Dünndarm aufgenommen worden sein? Außer, man isst jetzt sehr viel Fett und Eiweiss, aber das tue ich ja nicht, denk ich.

Ich versteh nicht, was ihr mir damit sagen wollt, dass die Stuhltests nicht so genau sind. Ich meine, wenn Stuhlproben immer diese Handicaps haben, kann man doch auch nur hingehen und vergleichen, was kommt bei so einem Test bei jemand gesundem raus? Die Abweichung davon ist doch auch eine Aussage?! Oder meint ihr, dass es in Wirklichkeit nicht so schlimm ist oder aber sogar schlimmer ist?

Bei mir kommt leider dazu, dass bei mir beim Test der Stuhl versehentlich ins Klo geplumpst ist. Ich hab's dann rausgeholt und Wasser drüber gegossen und die Probe vom innern genommen. Im Labor meinten sie, dass alles, was zuviel da ist, ja nicht verfälscht sein dürfte. Dem Arzt hab ich das Missgeschick nicht gesagt.
 

Emily

Clostridien und Klebsiellen sind Fäulnisbakterien und sind bei Lebererkrankungen oft vermehrt.
Helfen kann Laktulose oder Ornithin (Hepa Merz).

Auch zuviel Fett im Stuhl würde zu einer Lebererkrankung passen, aber auch auf eine Pankreaserkrankung.

Eiweiß im Stuhl vermehrt, könnte auch wieder mit der Leber zusammen hängen.

Denn Leberkranke verlieren oft Eiweiß, d. h. haben im Blut weniger (je nachdem wie schwer die Leberkrankheit ist).

Ist das Gesamt-Eiweiß im Blutserum eher niedrig? Ist das Albumin normal?
Wurde mal eine Eiweiß-Elektrophorese gemacht und waren da Alpha-1-Globulin und/oder Alpha-2-Globulin vermindert?
Sind alle Leberwerte denn normal?
 
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23.06.13
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Tesla, deinen Thread (u.a.) hab ich gelesen und genau deswegen hab ich es nicht verstanden. Ich dachte, Clostridium difficile soll so schlimm sein, aber Clostridium species auch?

Ja, difficile produziert Toxine. Daher durchaus gefährlich und kann zu schweren Durchfallerkrankungen führen, die aufgrund AB-Resistenz wohl teilweise schwer zu behandeln sind.
Richtig, wir haben kein Difficile, daher ist das für uns egal.

Andere Chlostridienarten (species) hingegen produzieren zwar keine so schlimmen Toxine, aber dafür andere Substanzen, die wir nicht unbedingt im Darm haben wollen. Wenn ich mich richtig erinnere z.B. cancerogen wirkende Stoffwechselprodukte, die aus Aminosäuren entstehen. Und die Fäulnisgase belastet den Organismus bestimmt auch. Daher sollte man auch die anderen Chlostridienarten gering halten (so zumindest mein Kenntnisstand).

Ich versteh nicht, was ihr mir damit sagen wollt, dass die Stuhltests nicht so genau sind. Ich meine, wenn Stuhlproben immer diese Handicaps haben, kann man doch auch nur hingehen und vergleichen

Ich will damit sagen, dass es bei dieser Testart vermutlich schon mal zu Abweichungen kommen kann. Wenn also von einem Test zum nächsten unerwartete Ergebnisse auftauchen, würde ich im Zweifelsfall einen zweiten Kontrolltest durchführen. Ja, trotzdem finde ich diese Stuhluntersuchung sinnvoll. Ich habe sie auch schon 2 Mal durchführen lassen und werde in einigen Monaten sicher wieder eine machen, um den Verlauf zu kontrollieren.

Übrigens waren bei mir beim 2. Test die Chlostridien leicht angestiegen. Ärgerlich wenn man bedenkt, dass ich sogar Ozovit genommen hatte. Aber da bei mir nur eine leichte Abweichung zum 1. Test besteht, könnte es ja auch sein, dass es vielleicht unverändert ist und jetzt beim 2. Test zufällig etwas mehr Kolonien ausgezählt wurden. Wer weiss schon, nach welchen Protokollen und Methoden die dort im Labor arbeiten.

Viele Grüße
Tesla101
 
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02.10.10
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Hallo,

@ Emily:
also jetzt noch was zusätzlich einzunehmen gg. die Bakterien... Weiß nicht, ob das so gut ist, dann beisst sich das am Ende mit dem, was ich verordnet bekommen habe. Neulich hat mir jemand eingeweichte Leinsamen bzw. den Schleim/Wasser davon empfohlen. Da weiß ich auch nicht, ob es so gut ist.

Zu den Leberwerten:
Juni letzten Jahres: GOT (ASAT), GPT (ALAT), Gamma-GT ok
September: GPT (ALAT) zu hoch: 40 U/l [<34], Gamma-GT, Bilirubin-Gesamt, CRP ok (weiss nicht genau, ob das nun alles Leberwerte sind)
Oktober: GPT-Wert bei 21, Gamma-GT, Bilirubin-Gesamt, CRP, GOT opt. (ASAT) ok
Der Arzt sagte vor dem Test aber auch, wenn der Darm gestört ist, kanns schon mal sein, dass die Werte von Leber und Schilddrüse nicht stimmen

Juni: Gesamt-Eiweiss im Serum war 6,17 g/dl [6,5-8,5], also zu niedrig
Bei derselben Untersuchung wurde eine Serum-Protein-Elektrophorese gemacht, da war
Albumin 61,5% [60-71]
Alpha1 2,8% [1,4-2,9]
Alpha2 10,8% [7-11]
Beta 9,4% [8-13]
Gamma 15,5% [9-16]
Also alles bis auf Gesamt-Eiweiss in den Normwerten, Ärztin sagte damals, ich solle viel Tofu und Hülsenfrüchte essen (hab damals wieder mehr vegan gegessen)

@ Tesla:
Danke. Jetzt versteh ich das mit den Chlostridien. Aber sind die denn ähnlich schwer rauszukriegen wie in meinem Fall jetzt Klebsiellen oder Pseudomonas? Denn die sind auch nicht so nett (potentiell Schädigung der Darmschleimhaut)

Na ja, wie unerwartet das Ergebnis jetzt ist, weiß ich auch nicht. Hab beim Arzt jetzt auch nochmal nachgefragt deswegen, sowohl wg. Ernährung und ob nicht ein anderer Pilztest sinnvoll wäre (stuhltest ist ja nicht so aussagekräftig), mal sehen, was er sagt, wenn er sich nächste Woche meldet.
 
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Hallo damdam,

wenn GEsamtewiweiss schon sehr niedrig anzeigt, würde ICH das ernst nehmen. Der Körper versucht lange, genug Eiweiss für all die lebensnotwendigen Stoffwechselwege zu mobilisieren. ER greift dabei auf die körpereigenen Speicher zurück, vornemlich die Muskeln....

Wenn dann Meßwerte schon niedrig sind, höchste Zeit , die ERnährung zu überdenken. Oder BIG8 oder MAP mal anschauen ?
 
regulat-pro-immune

Emily

Zu den Leberwerten:
Juni letzten Jahres: GOT (ASAT), GPT (ALAT), Gamma-GT ok
September: GPT (ALAT) zu hoch: 40 U/l [<34], Gamma-GT, Bilirubin-Gesamt, CRP ok (weiss nicht genau, ob das nun alles Leberwerte sind)
Oktober: GPT-Wert bei 21, Gamma-GT, Bilirubin-Gesamt, CRP, GOT opt. (ASAT) ok
Der Arzt sagte vor dem Test aber auch, wenn der Darm gestört ist, kanns schon mal sein, dass die Werte von Leber und Schilddrüse nicht stimmen

Juni: Gesamt-Eiweiss im Serum war 6,17 g/dl [6,5-8,5], also zu niedrig
Bei derselben Untersuchung wurde eine Serum-Protein-Elektrophorese gemacht, da war
Albumin 61,5% [60-71]
Alpha1 2,8% [1,4-2,9]
Alpha2 10,8% [7-11]
Beta 9,4% [8-13]
Gamma 15,5% [9-16]
Also alles bis auf Gesamt-Eiweiss in den Normwerten

Das Gesamt-Eiweiß ist bei Dir aber arg niedrig. Albumin, Alpha1 und 2, Beta und Gamma sind nur die prozentualen Anteile vom Gesamt-Eiweiß.
D. h. wenn das Gesamteiweiß zu niedrig ist, ist das der eigentliche Knackpunkt.
Du verlierst über den Stuhl Eiweiß, denn dort ist das Eiweiß bei Dir erhöht und im Blut ist es dann vermindert, was man an diesem niedrigen Gesamteiweiß auch sieht.
Mir fällt dazu nur ein, dass das bei Lebererkrankungen ganz typisch wäre.

Gerade dass Du viele Fäulnisbakterien hast, passt auch dazu. Denn diese entstehen bei Leberkranken wenn die Leber es nicht schafft, das Eiweiß abzubauen. Vor allem, wenn man viel Fleisch isst, ist das so, weil das tierische Eiweiß des Fleisches offenbar schwerer von der Leber abgebaut werden kann.
Der Darm ist in diesen Fällen gestört, weil die Leber krank ist.

Du hattest bei einem der wichtigen Leberwerte, der GPT schon eine Erhöhung, so dass möglicherweise dann doch die Leber die Ursache ist.

Am Anfang einer Leberkrankheit sind die Leberwerte oft noch normal, d. h. wenn Du immer wieder normale Leberwerte hast, muss das keine Entwarnung sein, sondern es kann sich nur um eine Schwankung handeln.
Wurde denn auch mal die Cholinesterase (CHE) bestimmt?
Das ist ein weiterer wichtiger Leberwert und je niedriger der ist, umso mehr spricht das für einen schweren Leberschaden.

Das CRP ist ein Entzündungswert, kein Leberwert.
Die übrigen Werte sind Leberwerte. Auch die AP bzw. alkalische Phophatase wäre noch ein weiterer Leberwert.

Falls Du Eiweiße in Form von Aminosäuren zuführst, würde ich die für Leberkranke wichtigen Aminosäuren bevorzugt nehmen:
Valin, Leucin, Isoleucin und Ornithin.
Die ersten 3 sind z. B. in Falkamin einem Leberpräparat enthalten. Ornithin wäre z. B. in Hepa-Merz enthalten.
Ich vermute, dass Du von diesen Aminosäuren am meisten profitieren würdest.

Aber ich würde, vor allem wegen des niedrigen Gesamt-Eiweißes auch abklären, was genau die Ursachen sind, denn auf Dauer ist ein so niedriges Gesamteiweiß nicht gut.
 
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Wie tagesaktuell ist denn der Eiweiss-Wert? Ich frage, weil meine Ernährung sehr schwankend ist.

Letztes Jahr hab ich aufgrund von Sodbrennen (?) mit basischer Ernährung angefangen und hab den Eiweißmangel darauf geschoben. Dann mehr Hülsenfrüchte etc. gegessen. Durch die festgestellte FI hab ich Anfang des Jahres, v.a. in der Karenzzeit, viel Eiweiß gegessen (Eier, Fleisch, Fisch - Milchprodukte gehen bei mir nicht), um überhaupt satt zu werden. Seit ca. März hab ich das wieder runtergefahren, um eben nicht zuviel sauer verstoffwechselnde Nahrung zu essen, zwischenzeitlich aber Urlaub und Feiern, wo ich viel Fleisch gegessen habe. Jetzt bin ich ungefähr wieder auf dem Level von letztem Jahr.

Der hohe Eiweiss-Wert im Stuhl war letztes Jahr im Oktober (als ich wieder mehr Eiweiss gegessen habe, aber nicht soviel wie dieses Frühjahr) und dieses Jahr im Mai (ca. 3 Wochen nach fleischvollem Urlaub).

Denn ich kann das überhaupt nicht zuordnen - Eiweissmangel letztes Jahr, zu hoher Eiweissrückstand im Stuhl letzten Herbst und jetzt. Liegts an der Ernährung oder ist sonst etwas verkehrt? Daher:

höchste Zeit , die ERnährung zu überdenken

Ja, aber in welche Richtung?
Was ist BIG8 oder MAP?
 
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23.06.13
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Hallo Damdam,

zu deinen Fragen kann ich dir leider keine Antwort geben. Ich möchte aber kurz anmerken, dass du mal Apfelessig vor/zu dem Essen ausprobieren könntest. Zwar ist Essigsäure keine starke Säure, aber falls du einen Mangel an Magensäure hast, so wird dieser angeblich gelindert (die Aussage findet man zumindest im Internet...hoffentlich nicht von der Apfelessig-Industrie verbreitet :eek:) ).

Ich habe das jetzt schon ein paar Tage gemacht und habe gerade meinen Bauchumfang gemessen. 4cm weniger seit der Messung vor einer Woche (weniger Blähbauch). Entweder ist es Zufall, weil ich heute morgen bisher nur Rührei gegessen habe, oder liegt es an meinen Probiotika, die endlich anschlagen oder an der Unterstützung meiner Leber oder aber tatsächlich am Apfelessig. Ob das die Chlostridien beeindruckt weiss ich noch nicht, aber hey, es ist schonmal eine positive Entwicklung.
Dir könnte die zusätzliche Säure helfen bei der Proteinverdauung. Das schöne am Essig ist, dass er im Gegensatz zu Säuretabletten sehr günstig ist. Und keine chemischen (Tabletten)Zusatzstoffe enthält.

Grüße
Tesla
 
Themenstarter
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Hallo Tesla,

danke für Deine Antwort. Wieviel Essig nimmst Du denn da?
Grundsätzlich hab ich schon häufig gehört, dass Apfelessig gesund sein soll (ich meine, nicht nur wegen Magensäure). Wegen der Magensäure müsste doch eigentlich jede andere Säure auch hilfreich sein, also anderer Essig oder Zitronensaft.

Ich hab jetzt nochmal mt meinem Arzt gesprochen. Er findet die Nahrungsrückstände gar nicht so groß und meinte wg. der Chlostridien, ich würde mit dem Omnibiotic jetzt ja schon was dagegen machen. Ich soll da jetzt also nicht mit Eiweiß/Fett auf die Ernährung achten, sondern beides ganz normal essen.

Ich selbst bin jetzt am überlegen, ob ich einen Urin-Candida-Test mache, weil mir jemand sagte, dass Candida auch bewirkt, dass die Darmflora sich nicht so gut erholt (als Selbstzahler; Stuhltest gab es schon, negativ, aber der ist ja nicht so sicher). Der Arzt meinte, mit dem Omnibiotic würde ich ja schon was gegen Pilze machen.
 

James

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Es wäre natürlich besser wenn statt mit Candida die Darmschleimhaut mit guten Bakterien besiedelt wäre. Deshalb ist es gut, diese Besiedlung zu unterstützen. Das kann man mit Animpfen und Ernährung (wenig Zucker, Weißmehl, Stärke - viele Ballaststoffe) erreichen.
 
regulat-pro-immune
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Hallo James,

ja klar, die guten Bakterien sind von beiden Seiten her wichtig: Verdrängung der schlechten Darmflora und ggf. Candida.
Meine Überlegung ist, wenn ich einen Test mache (der wieder kostet) und eine extra Candida-Behandlung, bei der ich dann auch wieder Chlorella-Algen nehmen müsste (nehm ich an, aufgrund von dem, was ich hier gelesen habe, da ich vor 3 Jahren viel Amalgam hab entfernen lassen und noch unter 2 Kronen welches habe), die auch wieder kosten und aber eigentlich die ganzen Massnahmen die ich jetzt schon mache, ausreichen, dann könnt ich mir das sparen (die ganzen Massnahmen zahl ich von meinem mageren Ersparten, da muss ich genau überlegen).

Meinst Du denn, eine explizite Bekämpfung von Candida (so ich denn welches habe) wäre wichtig und würde die Behandlung beschleunigen? Ich war eh überrascht, dass der Arzt meinte, einen neuen Stuhltest würde man frühestens in 3 Monaten machen, eher alle 6 Monate. Ich frag mich dann, wonach man die Behandlung dann ausrichtet...

Zuckerarm ess ich eh weitgehend (wg. FI), aber ich ess noch Obst mit wenig Zucker und in der Reismilch ist Traubenzucker (was für mich nicht nötig wäre, aber die gibt es nur so). Das mit der Stärke versteh ich nicht. Welche Kohlehydrate sind denn dann ok? Zucker schlecht, Oligosaccharide wie Inulin schlecht (wg. FI), nun auch Stärke? Da bleiben ja nur noch Ballaststoffe, das ist dann etwas mager... Und zuviel Ballaststoffe sind bei NMUs ja auch nicht gut.

Was meinst Du mit Animpfen?
 

Emily

Ich würde erst mal prüfen, ob und wieviel Candida Du hast und nicht eine Diät dagegen für den "Fall der Fälle" machen.
Wenn Du immer nur Nahrungsmittel weglässt, nur weil vielleicht das eine oder das andere vorliegen könnte, führt das zu einer einseitigen Ernährung.

Ich bin daher dafür, dass man erst mal abklärt und untersucht und dann handelt.

wegen der bereits festgestellten Clostridien würde ich vor allem viel Fleisch meiden. Wenn Du arg viel Eiweiß isst, vor allem Fleisch, können sich eben Fäulnisbakterien vermehren, weil die Leber das nicht immer schafft. Umgekehrt kann man fragen, hast Du evtl. dann eine Leberschwäche?

Bei Kohlenhydraten würde ich solche wählen, die den Blutzucker nur langsam ansteigen lassen, auch um große Blutzuckerschwankungen zu verhindern. Also keine zuckerhaltigen KH, die Du ja schon meidest, sondern mehr Reis, Kartoffeln, Nudeln, Vollkornbrot etc.
Beim Eiweiß würde ich den Schwerpunkt auf solche Eiweiße legen, die nicht aus Fleisch bestehen. Pflanzliche Eiweiße würde ich für sehr gut halten, aber auch Milchprodukte, wenn man sie verträgt.

Wichtig ist m. E., dass man sich so ausgewogen wie eben möglich ernährt und dabei die Unverträglichkeiten, die man hat, berücksichtigt.
 
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