Themenstarter
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Krisenzeiten sind immer auch Zeiten des Jammerns. Das gilt für eine persönliche wie auch für eine globale Krise, wie wir sie derzeit erleben.

Jammern, das ist ein Klagen, ohne sich dem eigentlichen Schmerz zu stellen. Beim Jammern schaut man weg und beklagt die Schmerzen, ohne etwas zu unternehmen oder sich dem Schmerz zuzuwenden.
Und so kann man es tatsächlich beobachten, das jammernde Menschen oft den Blick abwenden und woanders hinschauen und jeglichen Augenkontakt meiden.
Daher ist Jammern auch nicht wirklich hilfreich, weil es uns in der Situation belässt. Nur wer hinschaut, kann auch etwas verändern. Wer jammert, der belässt alles beim Alten.
Und doch tut Jammern manchmal gut. Es schenkt offenbar Geborgenheit, wie wir sie als Kind erlebt haben, wo wir im Arm der Mutter oder des Vaters nach einem Sturz aufgehoben waren und jammern konnten. Jammern schenkt dann Trost und man darf wieder klein sein, das kleine Mädchen oder der kleine Jungs von einst.
Wie gut, dass wir beides können. Jammern und sich dem schmerz stellen. dafür aber ist es wichtig, dass du das Jammern begrenzt. Zum Beispiel erlaubst du Dir in einmal am Tag eine Stunde, wo du jammern darfst. ich weiß das von einem todkranken Mann, der sich jeden Morgen eine Stunde Jammern gönnt. danach stellt er sich wieder allen Prozeduren und Anwendungen mit Tapferkeit.
Quelle: Newsletter aus dem Kloster

Mystik im Leben, David Damberg, Voßstr. 36, 30161 Hannover

Es hat sich gut getroffen: ich bekam diesen Brief aus dem Kloster Cella St. Benedikt, der sich u.a. mit dem Jammern als Ausdrucksmittel befaßt und im Forum wird einem User immer wieder gesagt, daß er ständig jammere, ohne etwas zu verändern. Dazu möchte ich mich hier nicht äußern sondern eben die Gedanken oben hier dazu geben.

Möge allen das Jammern vergehen und stattdessen Freudensprünge oder wenigstens gute Augenblicke bis Stunden dafür eintreten.

Grüsse,
Oregano
 
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wundermittel
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und im Forum wird einem User immer wieder gesagt, daß er ständig jammere, ohne etwas zu verändern. Dazu möchte ich mich hier nicht äußern sondern eben die Gedanken oben hier dazu geben.
Ein Gesundheitsforum mit Symptom-Schilderungen könnte man wohl ebenso gut dann als ein Jammerforum bezeichnen.
Wie jämmerlich ist das denn eigentlich, dieses ständige Symptom gejammere?
Ich meine: hier ist das ganz normal ansonsten sollte man sich dann etwas anderem widmen, falls störend oder belastend.

In das Elend eines CFS- oder MCS oder Fibro Erkrankten egal welchen Titel man angehängt bekommt einzufühlen, kann nur jemand der dieses Leid am eigenen Körper erfährt und wie es um Kontakt halten zu Personen steht, weiß auch nur jemand der diese Erkrankung durchlaufen hat.
Eigentlich kränkend dafür einen Extra Thread zu erstellen, quasi rücklings - allerdings wird man mit der Zeit so einiges gewohnt und fast nichts mehr kann noch den Erkrankten peinigen.
 
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01.10.10
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Vor vielen Jahren hatte ich Schmerzen und ich wusste, dass es nicht "normale"Schmerzen waren. Ich war wütend, weil ich wegen MCS keine Schmerzmittel oder Antibiotika nehmen konnte. Deshalb habe ich mich immer mal wieder ins Schlafzimmer zurückgezogen und einfach geweint. Es waren Minuten, die mir gehörten und ich empfand es wie eine Befreiung. Danach habe ich meinen normalen Alltag fortgesetzt. Ich denke es ist wichtig, dass man einen Raum hat, wo man wirklich so sein kann, wie man sich in dem Moment fühlt, aber man darf darin nicht auf Dauer "versinken".

Als mein Mann gestorben war, hatte ich ein kleines Büchlein, wo ich versucht hatte jeden Tag meine Gefühle zu zeichnen und ein paar kurze Zeilen dazu zu schreiben. Dadurch wurden unterschiedliche Teile des Gehirns aktiviert und ich konnte die Ereignisse besser verarbeiten.

Eine andere Möglichkeit sind die Perlen des Glaubens. Da sie "neutral" sind, kann man sie auch verwenden, wenn man nicht gläubig ist. Sie beginnen mit einer kleinen Ich-Perle. Da überdenke ich den Tag und spüre, wie es mir gerade geht. Danach kann ich mich dann auf die Mediatation konzentrieren.
 
regulat-pro-immune
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Danke für Deinen Beitrag, kibo. Ich finde, das hast Du sehr gut gemacht, und es zeigt, daß Schmerz sowohl physisch als auch psychisch sein kann - oder beides, und daß es immer darum geht, daß der Schmerz nicht allen Lebensraum einnehmen sollte.

Meine Schwester und ich haben auch öfter mal schlimme Schmerztage. Wir telefonieren dann miteinander, jammern uns kurz etwas vor und gehen dann zu anderen Themen über. Das klappt sehr gut. Das kurze Jammern erleichtert uns und entlastet Angehörige, und andere Themen kommen aber auch zu Wort.

Grüsse,
Oregano
 
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18.03.12
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Guten Morgen,
vielleicht habt ihr gesehen, wie ich hier gestern um den Thread herumschlich, etwas schrieb und es wieder löschte.
Ich kann mir vorstellen, was Oregano mit ihrem Beitrag ausdrücken wollte, aber nach Kayens Zeilen fing bei mir das Nachdenken an.
Ich wurde mit solchen Sätzen groß wie, hab dich nicht so und fraß schon als Kind vieles in mir rein. Über mich zu sprechen konnte ich nie und lernte es auch nicht und verpackte viel in Humor und Selbstironie.
So zog sich das durch mein ganzes Leben, war viele Jahre eine alleinerziehende Mama von zwei Söhnen und musste einige Schicksalsschläge verkraften und wurde auch auf Arbeit gebraucht. Oft funktionierte ich nur, verlor mich aus den Augen und empfand das Leben als sehr schwer, die Leichtigkeit ging mir verloren und gesund fühlte ich mich nie. Erst mein Mann und das Forum halfen mir diesen Kreislauf zu durchbrechen.

Durch meinen Austausch "jammern" mit euch fühlte ich mich verstanden, denn ihr habt mich auf meinem Weg begleitet, bin durch euch gesünder geworden und fühle wieder das Leben.

Dafür möchte ich euch einmal von ganzem Herzen danken.💓

Ich weiß, es klingt für einige sicher übertrieben, kitschig u.ä., aber genauso empfinde ich es und ich glaube, dass es genau hier reingehört.

Einen schönen Sonntag wünscht euch Wildaster🌷🌷🌷💞
 
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16.02.18
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Danke liebe Wildaster 🌻 für dein Statement, das ist sehr schön.

Wir haben hier alle unsere Geschichte, ich denke das Leben formt jeden mit der Zeit, wenn man gewillt ist, sich formen zu lassen.
Du hättest dein post von gestern gerne stehen lassen dürfen ;),

es ist unwichtig, was andere von einem denken, von diesem Anspruch habe ich mich längst (fast) verabschiedet.
Vieleicht kennst du das auch?

Ich bin so aufgewachsen, dass ich mir ganz oft diesen Spruch von meiner Mutter anhören musste: "Was denken denn die Leute, benimm dich doch mal, oder mach so oder so oder kleide dich so...."

Oder was sie auch oft sagte: "Reiß dich mal zusammen", egal welches Anliegen / Angst / Kummer ich hatte.

Ein wenig steckt das auch noch in mir drin, dieses "Zusammenreisen". Ich kann z. B. sehr schwer weinen, da muss schon was ganz Schlimmes sein und vor anderen schon gar nicht, wenn dann nur alleine.
Die meisten denken von mir ich sei sehr stark, anscheinend komme ich bei den Leuten so rüber.

Mich hat am meisten mein Glaube an Jesus geformt, die Gemeinde, die Bibel; das ist das Leben das ich liebe und so ist es genau richtig für mich, es fühlt sich zufrieden, einträchtig und richtig gut an. :)

Liebe Grüße
von Mara
 
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14.03.07
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und im Forum wird einem User immer wieder gesagt, daß er ständig jammere, ohne etwas zu verändern. Dazu möchte ich mich hier nicht äußern sondern eben die Gedanken oben hier dazu geben.

Jedenfalls würde ich den Thread über den Nebenschauplatz (von dem hier wohl einige wissen, wer gemeint ist) dann dem User in seinem Thread verlinken, damit er "im Bilde" ist, was hier geschrieben werden könnte.
 
regulat-pro-immune
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25.09.13
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Ich weiß zwar nicht, welcher Thread gemeint ist, aber es gibt wirklich Leute, die Jahrzehnte an einem Problem kleben und sich da nichts verändert. Dadurch reden sie immer das selbe, bei jedem Treffen. Obwohl man selber die Problemlage gar nicht versteht oder auch nichts Neues mehr dazu beitragen kann.
 
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09.09.08
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Wuhu,
Ich weiß zwar nicht, welcher Thread gemeint ist, aber es gibt wirklich Leute, die Jahrzehnte an einem Problem kleben und sich da nichts verändert. Dadurch reden sie immer das selbe, bei jedem Treffen. Obwohl man selber die Problemlage gar nicht versteht oder auch nichts Neues mehr dazu beitragen kann.
was ich bisher dort so mitbekam, ist da einfach jemand mit bisher schon vielen argen diagnostizierten gesundheitlichen Problemen, zu denen laufend welche dazu kommen bzw sich diese verschlimmern (und alleine das wär ja Grund genug während der akuten Phase darüber "jammern zu dürfen") - dafür, dass er neben dem "Jammern" auch (für ihn vertretbare, sinnvolle, realisierbare) Lösungen sucht, ua hier im Forum, wirft man ihm das mbMn zu sehr vor...
 
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14.03.07
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aber es gibt wirklich Leute, die Jahrzehnte an einem Problem kleben und sich da nichts verändert. Dadurch reden sie immer das selbe, bei jedem Treffen.
In der Realität kann man sich, falls man selbst nicht genügend Kapazitäten hat, dann kaum zurück ziehen.
In einem virtuellen Gesundheitsforum ist ein Rückzug aber möglich und hier sollte nun wirklich genügend Freiraum dafür vorhanden sein, vor allem in seinem eigenen Thread.

Es gibt im übrigen auch Menschen die Jahrzehnte an ihrem Problem kleben und überhaupt garnicht oder sehr wenig darüber sprechen;)
 
regulat-pro-immune
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Wer gerne Schwizerdütsch hört und versteht, kann das hier tun:
«Jammern und Klagen ist der Soundtrack unserer heutigen Gesellschaft», sagt der Kommunikationsexperte Dani Nieth. Diese Jammerei ging ihm so auf die Nerven, dass er beschloss, ein Buch darüber zu schreiben. Schnell stellte er fest, dass Jammern bei uns eine Kultur ist. Und dass es in kaum einer anderen Sprache so viele Jammer-Synonyme gibt, wie im Deutschen. Nörgeln, klagen, motzen, meckern, murren, maulen.

In der Sendung «Treffpunkt» zeigt Nieth auf, dass Jammern alles andere als gut ist. «Wer jammert, begibt sich freiwillig und meist lustvoll in eine Opferhaltung. Diese Klagen wollen Aufmerksamkeit generieren.»

Dani Nieth gibt Ratschläge, wie man mit dem Jammern aufhören kann und erklärt in der Sendung, wie man die Opferrolle bewusst verlässt. ...

Das Stichwort „Opferrolle“ finde ich in diesem Zusammenhang wichtig.
Denn sie weist auf etwas hin, woran man bei vielen Opfer-Geschichten zunächst nicht nennt: es ist eine übernommende Rolle, Ungutes immer als Opfer zu erleben. Und es ist die Unfähigkeit, einen Weg aus dieser Rolle zu finden - mit Hilfe oder selbständig. Wobei keiner sagt, daß das einfach ist ...

Grüsse,
Oregano
 
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28.06.21
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Hallihallo,
ich finde den von Oregano verlinkten Newsletter zum Thema "Jammern" interessant und vor allem differenziert geschrieben.
Es geht meiner Wahrnehmung ja nicht drum Jammern generell "abzudrehen" oder jemanden zu verbieten. Sondern darauf aufmerksam zu machen, dass man vor lauter (zu viel) "Jammern" seinen Zustand uU einzementiert und sich damit selbst von Lösungen abhält.

Also auf der einen Seite: JA. Jammern ist ein gutes Ventil.
Auf der anderen Seite: ein "ausschließlich jammern ohne ins Tun zu kommen" zementiert ein unerwünschtes Ergebnis ein.

Newsletter plädiert für Mittelweg. Finde ich gut. 👍

Ich hab das für mich - sowohl als "Jammernde" als auch jene, die dem Jammernden "Feeback" gibt, so gelöst/verarbeitet:
Jede/r kann nur aus seinem/ihrem Erfahrungshorizont (und der Tageslaune raus) Annehmen bzw. auch Geben.
Als "Jammernde" suche ich mir ja - ob bewusst oder unbewusst - jemanden, der mir entweder nur zuhört, oder jemanden, der mir zuhört und mich auch stoppt und sagt: und, wie löst Du das jetzt?
Das "wie löst Du das jetzt" bzw. ein "Du könntest dieses und jenes probieren" kann in einem Fall genau das sein, was ich IN DEM MOMENT brauche. Im anderen Fall bin ich vielleicht beleidigt, weil ich einfach nur reden wollte und KEINE Lösungsvorschläge haben wollte.
Das kann mein Gegenüber aber nicht RIECHEN!

Also macht es Sinn in so Situationen drüber zu reden - zB: "Du, ich will echt keine Tipps heute. Einfach nur drüber reden und dabei meine Gedanken sortieren. Das würde mir gut tun."
Mein 8jähriger hat das schon sehr früh gelernt. Wenn er mich über die gemeinen anderen Kinder in der Klasse anjammert (es sind IMMER nur die anderen Schuld... an dem Teil arbeiten wir noch... ;)), und ich mit Lösungsoptionen komme, sagt er ganz klar: ich will das alles nur loswerden und keine Ratschläge von Dir. Ich muss mal Dampf ablassen. Hör mir einfach nur zu!
Oder er sagt klar: XY ist in der Schule passiert. Wie hättest Du das gelöst (aktive Bitte um Lösungsansätze).
So klar haben die meisten von uns (inkl. mir) das in ihrer Kindheit nicht gelernt, also müssen wir wohl oder übel noch am "Nehmen und Geben" arbeiten.

Nur Zuhören ist generell nie falsch. :unsure:
Da muss man dann für sich schauen, ob man die Energie hat, es in der Form längere Zeit lang laufen zu lassen. (ist ja tlw. - zumindest für mich - enorm anstrengend, wenn ich mir seit Jahr und Tag die gleichen "Gschichtln" anhöre, und sich da einfach 0 bewegt, weil die Person nicht bereit ist ausser Jammern etwas zu probieren um die Situation zu ändern).
Da sag ich für mich mittlerweile ganz klar: da mach ich nur mehr sehr eingeschränkt mit. Einfach weil es mich viel Kraft kostet, die ich für anderes brauche/nutzen will. Und das kommunizier ich auch ganz klar. (im Sinne von: schau, wir kauen das Thema seit XY Wochen/Monaten/Jahren durch. Ich sehe, dass es Dir ein großes Bedürfnis ist darüber zu reden. Wenn ein "drüber reden" geholfen hätte, hätten wir es mittlerweile gemerkt. Es kostet auch mich viel Energie Dir da Mal und Mal zuzuhören. Und Dich bringt es auch nicht weiter...
Hast Du eine Idee, wie wir das lösen können? (und je nach Person, halte ich dann die Kontakte eher kurz oder meide sie. So ist das Leben eben..)

Und natürlich varriiert meine diesbezügliche Leidensbereitschaft individuell. Grad bei meiner Mutter schalte ich zB auf "Durchzug" wenn sie mir zum 100ten Mal was über böse Nachbarn erzählt, die das und jenes in den 1970ern zu ihr gesagt haben usw... (da will sie auch keine Tipps, sondern einfach ihren Müll los werden. Und da hab ich es gut im Griff, daneben andere Dinge zu machen oder zu denken und an den richtigen Stellen jajaja zu sagen...)

Oder wenn Nachbarin über Zipperleins jammert - da höre ich zu, weil ich weiß, dass sie kaum Kontakte hat und da weiß ich aber auch, dass Tipps in keiner Form ankommen und nur getan wird, was Arzt sagt.
Dennoch gibt es von meiner Seite alle paar Monate ein Angebot (weils bei mir unbedingt "raus" will).
Bei ihr hätte ich auch öfter/länger ein offenes Ohr, weil ich das Gefühl hab, ihr hilft allein das Reden drüber...
usw...

Konkret hier im Forum fehlen ja völlig die meisten Reaktionen des Gegenübers (Mimik, Gestik, Stimme...).
Man kann also nur vom Geschriebenen "raten".
Auch hier hat aber jeder die Option auf sein Gegenüber einzugehen (so gut man das halt kann/im eigenen "Repertoire" hat), oder eben nicht.
Das "Eingehen" kann ein lesen sein (und ein Like hinterlassen oder einen kurzen Satz).
Oder eben Tipps zu geben.
Und man hat die Wahl Tipps zu lesen oder eben nicht.
Und den Tipps nachzugehen, oder eben nicht.

Wir sind alle keine "Wunderwuzzis" die es allen recht machen können...

lg togi
 
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Schnell stellte er fest, dass Jammern bei uns eine Kultur ist. Und dass es in kaum einer anderen Sprache so viel Jammer-Synonyme gibt, wie im Deutschen. Nörgeln, klagen, motzen, meckern, murren, maulen.

Jammern und klagen sind eine Sache, da badet jemand in Selbstmitleid oder möchte sich als Opfer darstellen. Oder es geht ihm wirklich schlecht, das soll es ja auch geben.

Nörgeln, motzen, meckern, murren und maulen sind dagegen etwas ganz anderes, nämlich Ausdruck von Unzufriedenheit und Meinungsverschiedenheiten mit einer Tendenz ins Aggressive. Wenn der Angesprochene darauf einsteigt, kommt es zu einem Streit.

Wenn man die Begriffe nicht sauber trennt, kann man solche Probleme auch an den Haaren herbeiziehen.
 
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18.03.12
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Aber....
Wenn ich diese Artikel vor meiner Anmeldung gelesen hätte, dann wäre ich vielleicht stumm geblieben.
Ich habe mir gerade einen meiner ersten Texte hier im Forum durchgelesen und es war ein "Jammern", was mich aber befreite, erleichterte.

Natürlich darf man jammern! Warum auch nicht? Schließlich zählt das "Jammern" genauso zu einer Gefühlsregung wie weinen und Gefühle zeigen, ist besser als sie zu unterdrücken.
Es kann im Umfeld einsam machen, aber wenn man sich nicht fühlt, hilflos ist und keinen Ausweg findet, dann ist man das innerlich sowieso schon.

Mich hat das Nichtjammern krank gemacht und das wünsche ich niemandem und darum sollte es hier im Forum nicht weiter zum Thema gemacht werden.

Liebe Grüße von Wildaster🍀💞
 
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28.06.21
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Hallihallo,
Mich hat das Nichtjammern krank gemacht und das wünsche ich niemandem und darum sollte es hier im Forum nicht zum Thema gemacht werden.
Und jemanden hat eventuell ein Antibiotkium krank gemacht.
Und dafür wurde jemand anderer krank, der Antibiotikum nicht genommen hat. usw...
Darf man nun hier über Antibiotika schreiben oder nicht?

Möchtest Du wirklich, dass nun niemand mehr über das Thema Jammern reden darf, nur weil ein "nicht zulassen" desselbigen Dir geschadet hat?
Was ist mit jenen, denen ein "zu viel Jammern" schadet?

Ich finde wir sollten im Forum über möglichst alles reden können.
Und ja - es ist gut, wenn zu 1 Thema unterschiedliche Wahrnehmungen und Meinungen gebracht werden (solangs nicht gebetsmühlenartig über 100te Posts geschieht...).

Eventuell hilft es uns, wenn wir uns mehr bewusst machen, das Forum wie einen "Supermarkt" zu nutzen.
Jeder nimmt das mit, was ihm gut tut. (und lässt den Rest liegen - eventuell tut der ja jemandem anderen gut).

:)

lg togi
 
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20.08.09
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Ich kenne es so, dass ich solange jammere, solange ich keine Lösung für ein Problem gefunden habe. Sobald ich eine Lösung habe, ist das Jammern vorbei. Schön, wenn ich jemanden mit genug Geduld finde, der mit mir beim Jammern ein Stück mitgeht. Und ich finde wie Kayen und Wildaster, dass im Forum seeehr viel Geduld da ist, wenn es einem mal zuviel wird und man das Jammern braucht ❤️

Im Familien- oder Freundeskreis bekomme ich manchmal das Feedback, dass es dem anderen zuviel wird. Gut wäre es, wenn man (also ich) dann nicht beleidigt ist (bin), sondern das auch respektiert.
 
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