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Schwerstes ME CFS - Suizid oder Weiterkämpfen

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23.11.12
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Man with ME killed himself using drugs recipe from suicide handbook | Mail Online

Nach 18 Jahren ME Suizid !!!!!!!!!

kenne das handbook auch,, nur mein Glauben an Jesu Worte lässt mich weiterkämpfen, auch wenn ich jeden Tag ständig vor Schmerzen nur Schreien kann und der Tod eine Erlösung wäre, weil ich mittlerweile Pflegestufe 3 fast bin sogar kognitiv bzw nicht mal mehr reden oder hören kann vor Erschöpfungsschmerzen, aber wenn dann will ich das ein echtes CFS / ME Todesopfer sein (wie es schon viele gab nur nicht groß öffentlich wurden) und nicht in der Psychoecke landen wie alle CFS / ME die sich umbringen, weil ja CFS von der Medizin ignoriert und nicht als tödlich eingefstuft wird, was aber nicht die Wahrheit ist. Es gab schon genug tödliche Fälle. Es ist psychisch tödlich und man stirbt qualvoll lange bis der Körper nicht mehr kann. Schwerstes ME wie bei mir ist irgendwann tödlich, irgendwann kollabiert der Körper, Frage ist nur welches Organ am schwächsten ist.

Ich will nicht zum Suizid verleiten, weil desto mehr natürlich sterben desto eher wird ME endlich ernst genommen außerdem sagt Jesus man soll nicht töten,d.h. auch Suizid, aber denkt bitte dass euer Leben egal wie schlimm von Gott euch geschenkt wurde und ich glaube es nur ein Leben gibt um und um jede Sekunde für die Liebe und Wahrheit in der kaputten Welt kämpfen sollte, weil einmal Tod, dann ist eure letzte Entscheidung die er vielleicht ewig bereut

Ich habe Suizid einmal versucht, und wurde durch ein Wunder (Gottes) gerettet. Rein wissenschaftlich wäre ich tod, aber allein Gott hat mir ein 2. Leben geschenkt. Zwar geht es mir schlechter denn je, aber dieses Wunder hat mein Glauben an Gottes Wort und Liebe neu entfacht und lässt mich weiterkämpfen bis zum Tod, wobei jeden Tag ein nicht vorsellbarer innerer Kampf zwischen meinem Ich (Das Leben kann ich nicht mehr ertragen, nicht ertragbare Schmerzen) und meinem Miniglauben: Nur Gott entscheidet über mein Leben, stattfindet. Im Bett liegend den ganzen Tag ohne jede Ablenkung möglich muß ich schreiend und auf jede paar Minuten schauend die Zeit absitzen bis es irgendwann vorbei ist oder ein Wunder passiert. Aber ich hoffe, ich halte durch bis zum Ende, allein der Glaube lässt mich weiterkämpfen.
 
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19.12.13
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Hallo, relaxfirst!

Wie du sagst - es ist Gottes Wille weiterzuleben - NICHT weiterzukämpfen. Denn das kostet viel zu viel Energie - die wir ja nicht mehr haben.
Jede Therapie kostet uns wertvolle Lebenszeit. Leben wir - und hören wir nur dem Vogewlgezwitscher zu - das tut mir gut und meine Seele lebt für einige Momente auf.
Wie oft habe ich in den letzten Wochen gesagt - so will ich nicht mehr weiterleben - das ist ja kein Leben mehr - das war eine Kampfansage - die mir absolut nicht gut getan hat.
Ich versuche mit Gott zu reden - im Gebet - ich höre mir geistliche Lieder an - um meinen Körper in Einklang zu bringen.
Ich wünsche DIR und mir ein von Gott erfülltes Leben - ohne Kampf und Krampf!
Die Hoffnungslosigkeit ist schon die vorweggenommene Niederlage!
Wenn man nicht hat, was man liebt, MUSS MAN LIEBEN, was man hat!

Glg masali
 
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30.10.09
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Ich entnehme Deinen anderen Beiträgen, daß Du eine heftige Menge an Therapien durch hast. Das habe ich ebenfalls, Du scheinst einen ähnlichen Weg wie ich hinter Dich gebracht zu haben. und genützt hat's bei mir auch nichts, außer einem sehr instabilen Zustand, häufige Bettlägerigkeit, höllische Schmerzen, die so stark waren, daß ich das Bewußtsein verlor bis hin zum knappen Tod.

Lasse dem Körper erst mal viel Zeit, um sich von den Therapien zu erholen. Viel Zeit ist auch so zu verstehen, typisch ME. Und höre ganz bewußt auf den Körper, der teilt Dir schon mit, was er möchte, was er nicht mag und was im gut tut. Gehe sehr vorsichtig mit Deinem Körper um.

Du wirst sehen, daß sich Dein Zustand verbessert. Aber nicht zu schnell zu viel erwarten. ME wird nicht verschwinden, aber es wird besser, berechenbarer und das Niveau, der Energielevel, höher.

Bist Du übergewichtig? Wenn ja, weg mit dem Speck. Auch hier: schön langsam, den Körper nicht mit Diäten quälen. Das Körperfett ist nicht nur schwer, was dem geringen Energieniveau konträr gegenübersteht (das Fett muß ja bewegt und geschleppt werden), es wirkt sich auch negativ auf den Stoffwechsel aus und fördert Entzündungsherde im Körper. Und wie abspecken? Einfach essen, nichts weglassen, bis der Hunger weg ist. Und das ist erstaunlich schnell mit erstaunlich kleinen Portionen der Fall. Also nicht essen, bis man pappsatt ist und nicht mehr kann. Der Hunger ist viel früher gestillt. Und da schließt sich der Kreis. Der Körper meldet, daß der Hunger weg ist, also ganz bewußt auf den Körper hören.

In meiner schlimmsten Zeit mit ME gingen mir auch solche Gedanken wie Dir durch den Kopf, allerdings ohne religiösem Hintergrund, da Religion und Glauben nicht so meine Welten sind. Selbstmord ist feige und Weglaufen nicht mein Ding. Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man den Kopf nicht hängen lassen. Also hoch mit der Birne, gib dem Körper viel Zeit, höre auf seine Signale, der Körper kommuniziert mit Dir. Nur haben die meisten Menschen verlernt, auf diese Signale zu reagieren, haben überhaupt verlernt, diese Signale zu erkennen. Es ist aber nicht schwer, diese Kommunikation zu registrieren.

Leider wird in der westlichen Welt der Körper als Maschine angesehen, die es im Falle des Falles zu reparieren gilt. Und nicht verstanden, daß der Körper das Ich-Sein erst ermöglicht. Das Gehirn alleine macht keinen Menschen, erst die Symbiose aus Körper und Geist macht einen Mensch zum Mensch. Und ohne Körper kann man weder den Duft des Frühlings wahrnehmen, noch eine Blumenwiese sehen, keinen Regen spüren, keine Vögel hören. Und ist nicht zur Liebe fähig, denn diese ist ein Resultat aus einem bis heute ungeklärten Zusammenspiel von Körper und Geist.

Das heißt auch, daß man bei ME nicht gegen den Körper kämpfen soll. Der Körper hat sich die ME-Erkrankung nicht ausgesucht, das kam von außen. Den Körper also niemals als Feind sehen, sondern ihn bei seinem Kampf gegen eine Erkrankung, welche das auch immer ist, unterstützen. Und die Unterstützung muß nicht immer irgendeine Therapie sein.
 
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23.05.12
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Hallo :wave:
auch ich kurz hier;)

Ja das Kämpfen :idee: Für mich wurde es immer wichtiger für meine Grenzen einzustehen. Was nützt es mir wenn ich kämpfe, so dass ich wieder den schrecklichen Zustand habe wo ich nicht mehr leben möchte?

Sanft mit mir umzugehen, dafür zu sorgen, dass ich nicht zu stark über meine Grenzen gehe - nur so kann ich allenfalls auch noch für andere nützlich sein.

Der Tod von Marianne
https://www.symptome.ch/vbboard/cfids-cfs-me/116626-opfer-freitod-waehlen.html
gab mir noch mehr Mut und Kraft dazu, meine Grenzen zu respektieren und wirklich dafür einzustehen, wo meine Grenzen sind, denn was nützt es den CFS/ME kranken, wenn weiterhin Menschen den Freitod wählen - es kommt zu wenig an die Oeffentlichkeit dass sie CFS/ME hatten, meist wird nachträglich eine Psychiatrische Diagnose vorgeschoben.

Alles Liebe, viel Kraft und vor allem auch Selbstliebe wünsche ich allen
Béatrice
 
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30.12.13
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Hallo zusammen,

ich wollte euch nur kurz sagen, dass ich euch dafür bewundere, welch gute und wahre Worte ihr sprecht.
Es hilft mir. Würde mich auch gerne ausdrücken können, aber aus welchen Gründen auch immer bekomme ich das nicht hin.
Danke,
stern80
 
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13.03.10
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Hallo, Ihr hier!
Ist schon eine ganze Weile her, daß Ihr Euch hier geäußert habt und ich hoffe, es geht Dir - Relaxfirst - mittlerweile wieder besser, daß Nachdenken und Niederschreiben nicht unendlich mühsam sind.
An der Relevanz Deiner Fragestellung hat sich zumindest für mich nichts geändert und ich hoffe, ich kriege einen Eindruck von Antworten, die Ihr dafür gefunden habt.
Abgesehen von der Frage, wie man am effektivsten mit dieser Krankheit umgeht, habe ich zumindest für mich wenig wirklich Überzeugendes gefunden, es endlos weiter zu versuchen.
In meinen schlimmsten Jahren hat mich nur die Frage am Leben gehalten, wozu diese CFS-Scheiße gut sein kann.
Auch wenn ich mir noch immer kaum eine perversere Quälerei vorstellen kann, ist für mich nur eine Vorstellung noch unerträglicher: daß ein so sinnlos scheinendes Schicksal auch tatsächlich sinnlos ist!
Auch ich halte Flucht durch Selbstmord für zwar voll nachvollziehbar, aber wenig zielführend, weil ich vermute, daß die mit der Krankheit verbundenen Erfahrungen für meine Seele unverzichtbar sind, egal, wie quälend sie auch gerade sein mögen.
Wer - wie ich mittlerweile - an Reinkarnation glaubt, vermutet, daß jeder Abbruch einer Inkarnation nur deren Wiederholung nötig macht und das sogar ein zweites Mal möchte ich mir um alles in der Welt ersparen.
Neben diesem einen - wie ich meine - verdammt guten Grund, wäre ich aber auch für jeden weiteren dankbar, den täglichen Kampf weiter zu führen und bedaure sehr, daß ein Sammeln von Gründen hier so bald eingestellt wurde.
Jede derartige Hilfe, diesen Dreck ein bißchen leichter ertragen zu können, wäre - bei mir zumindest - höchst willkommen.
Das alleinige Verbot der Religionen könnte ja auch so interpretiert werden, daß man dem unter sein Schicksal geknechteten Individuum auch noch diese letzte Freiheit nimmt, um dessen Abhängigkeit von religiösen Weisungen zu erhöhen.
Anders steht es natürlich dann, wenn tatsächlich wunderbares Erleben oder tief berührendes Erfahren damit verbunden ist und ich beneide jeden maßlos, der Gewißheit von Sinn aus solchen Quellen beziehen kann.
Würde mich sehr freuen, hier nicht nur Ideen zum Überleben zu finden, sondern auch ein paar gute Gründe, warum auch ein CFS Leben sinnvoll sein könnte.
Verzweifelt auf ein bißchen Echo hofft ...
Owlet
 
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18.09.14
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hy,

ich kann mich nur anschliessen. Ich bin leider nicht religiös, noch glaube ich an Wiedergeburt etc., sondern an die Natur und das ende von Dingen an sich. Die Energie geht eben in anderes über als Kreislauf des Lebens.

Das gute daran ist, dass ich keinerlei Angst vor dem Tod habe (vor dem Sterben je nachdem natürlich schon). Aber das hilft in dieser chronischen nicht endenwollenden Situation leider auch nicht weiter. Aus der Sicht des Ego bin ich einfach wütend und traurig, da ich so unglaublich viel gekämpft und nie aufgegeben habe, mich immer weiterentwickelt, alles als eine Herausvorderung zum wachstum nahm, sei es auch noch so grauenhaft gewesen sein.

Und am Ende steht trotzdem eben das Ende. Mehr noch als für mich selber tut es mir um meine Familie leid, die es einfach nicht verstehen können, was mit mir los ist und immer Hoffen und mittlerweile einfach an meinem Zustand kaputt gehen. Das ist schwer zu ertragen. Nun lebe ich weiter, so leide ich und meine Familie unter mir. Gehe ich, so leidet meine Familie noch mehr (evtl.).

Ich wollte schon imme die Kontrolle im Leben behalten und haben und für meine Aktionen verantwortlich sein. Das habe ich auch für nahezu alle Themen geschafft, doch im Großen und Ganzen dann eben doch nicht.

Also... warum weiterleben? Warscheinlich weil immer dieses Fünkchen Hoffnung da ist und weil man doch immer denkt, vielleicht habe ich etwas übersehen, vielleicht gibt es einen Durchbruch nächstes Jahr... und das reicht aus zum dahinvegetieren und der Einsamkeit zu fröhnen. Ein wirklich besser Grund, als das fünkchen Hoffnung, die Familie und für den ein oder anderen der Glaube ist wohl schwer zu finden hm...

.. oder?

LG
 
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17.11.15
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Dieser Thread sprach mir lange aus der Seele, bis noch vor kurzem war ich auch mit mir am kämpfen, da ich auch ne Mail von ProHealth bekam A Good-Bye to John Falk, John Falk, alles versucht und doch gescheitert..
Das zieht mich runter, ich habe auch viel Geld & Versuche & Tests hinter mir, aber dennoch haben wir hier Erfolg gefunden: https://www.symptome.ch/vbboard/cfi...ne-erfolgsrate-seit-zell-oxygen-dr-buist.html
Und es ist das Günstigste von all meinen Therapien, denn einen Arzt brauche ich dafür auch nicht! Ich denke, wer verzweifelt ist wie ich, der versucht sowieso alles, also warum nicht noch mal was wagen..
Seid guter Hoffnung in dunklen Minuten! Wir sind nicht allein, dieser Gedanke spendete mir oft Trost, so redete ich mit euch in meinen Gedanken und erzählte euch mein Leid, doch nur kurz und Vorsicht sei hier geboten, denn Selbstmitleid ist eine Abwärtsspirale, die in die Handlungsunfähigkeit führt. Und handlungsunfähig sind wir, wenn wir uns aufgegeben haben und uns einsam fühlen. Doch zur Hilfe immer diese Frage in der Not: machen meine Gedanken die Realität oder ist die gerade empfundene Realität wahrhaftig?
Manchmal überkam mich eine tiefe Melancholie und ich war mir oft sicher, dass dann irgendwelche Toxine frei wurden o.ä. (wie HIT), die das heraufbeschworen. Davon bin ich immer dann noch überzeugter, wenn die Melancholie/Depression schnell wieder verschwand.
 
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13.03.10
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Hallo Ihr Tapferen hier!
Schön daß hier wieder Traffic gibt!
Verzeiht die ungewöhnliche Anrede: Aber das ist mein voller Ernst!
Zu leiden ist so viel härter, wenn man wenig Sinn darin erkennen kann.
Ich nehme mit Erstaunen wahr, wie ich mich seit einiger Zeit der Religion meiner Kindheit wieder nähere und mir aus dem Internet Erklärungen zusammen suche zu Inhalten, die mir immer rätselhaft waren.
Damals gab es für mich diese Möglichkeit nicht, sodaß bald die ganze Religion links liegen ließ.
Allein so banale Geschichten, wie endlich zu verstehen, was Jesus uns da im „Vater Unser“ beten läßt, versetzt mich heute in Erstaunen. Das Vater Unser dürfte einer der wenigen Texte sein, die weitgehend auf ihn selbst zurück gehen.
Die Erklärungen, die ich gefunden habe, lassen mich ahnen, warum zumindest im Neuen Testament eine „Befreiungsreligion“ vorhanden sein soll, wenn ich mich richtig an dieses Schlagwort erinnere.
Hat Jesus vermutlich seine jüdischen Brüder und Schwestern v.a. vom Haß auf die römischen Besatzer befreien wollen, so hilft er uns heute wohl damit unsere Ängste und Gefühle der Sinnlosigkeit im Zaum zu halten, indem er uns auf unsere wahre Natur verweist und an das Geschehen erinnert, von dem wir ein Teil sind.
Allein die Anrede an Gott mit „Vater“, auf Hebräisch das liebevolle „Abba“, weist mir die Gotteskindschaft zu und obwohl früher so oft gebetet, habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht, was das alles bedeutet:
Ich bin Kind meines Schöpfervaters Gott, auch im vollen Besitz meiner körperlichen und geistigen Kräfte würde es nicht zu mehr reichen.
Meine Natur als Kind ist vielmehr ein Hinweis darauf, was in mir alles angelegt, aber noch lange nicht entwickelt ist. Aber daß ein liebender Vater seinem unreifen, unmündigen Kind so manche Dummheit nachsieht, davon kann mit großer Wahrscheinlichkeit ausgegangen werden.
Und daß Gottes Wille nicht nur geschehen solle, sondern tatsächlich mir auch diese Krankheit beschert, ist ja auch ein Faktum. Und es macht – für mich zumindest - einen gewaltigen Unterschied, ob ich zufälliges Opfer eines blindwütigen Schicksals bin, oder eine zwar verdammt harte, aber doch Wachstums- und Bewußtwerdungshilfe von einem liebenden an meiner Entwicklung interessierten Vater bekomme.
Mein tägliches Brot bekomme ich auch – zumindest bin ich trotz aller Einschränkungen bisher nicht verhungert – sodaß mir zu tun bleibt, was nur ich kann: Allen Menschen vergeben, die irgendwie an mir schuldig geworden und es noch weiter werden.
Ist eigentlich eine prima Idee, weil damit nicht kostbare Energie vergeude, ihnen etwas nachzutragen oder mir das eigene Gemüt zu verbittern.
Und wenn sogar Gott, der mich so gewollt hat, seinem unmündigen Kind seine Dummheit vergibt, wer bin ich, daß ich mir selber meine Beschränktheit und Schwäche nicht vergebe?
Unterwegs in ein Reich der Vollendung macht neugierig, wer und was ich bin, wenn einmal "groß" bin.
Daß sogar das nur bewußte Aussprechen des Namens meines Schöpfervaters zu meinem Bewußter – und Heilerwerden beiträgt, scheint mir eine tolle Meditationshilfe.
Da bei mir an Angst, Traurigkeit, Mut- Hoffnungs- Sinnlosigkeitsgefühlen kein Mangel besteht, wäre ich außerdem ausgesprochen dankbar, wenn davon ein wenig entlastet würde, da ja auch das Suhlen in Selbstmitleid keine Lösung ist, wie wir schon alle zur Genüge erlebt haben.
Aber welch ungeheure Wesenheit muß das sein, die dieses ganze Universum geschaffen und bis ins kleinste Detail beseelt, von welch gewaltigem Werden bin ich ein Teil?
So hat mittlerweile tatsächlich das Beten eines Vater Unser eine entlastende Wirkung auf mich und versetzt mich in verwundertes Stauen, wenn ich mir seine Bedeutung bewußt mache und mich von seinen Aussagen ergreifen lasse.
Ich zumindest bin gespannt, was sonst noch alles an meiner Religion entdecke und mit ihr erlebe, wenn schon ein einziges Gebet solche Effekte hat, wenn man es nur endlich versteht.
Und daß mein CFS mir eine Menge Zeit verschafft, meine Religion verstehen zu lernen, kann ich ja wirklich nicht leugnen.
Ob das ein guter Grund ist, wozu diese Krankheit dient, mir meine wahre Natur wieder bewußt zu machen, mich an das gewaltige Geschehen zu erinnern, an dem ich Teil habe, das sich auch in mir vollzieht?
Ist diese Grausamkeit meines Schicksals nötig, weil auch meine Begriffsstutzigkeit grausam, ich sonst nicht aus dem gerissen werden hätte können, was für mein Leben hielt?
Ist wohl auch so ein Naturprinzip, daß jedes vielleicht auch nur vermeintliche Verstehen noch mehr Fragen aufwirft.
Ob ich da auf Eure Hilfe zählen kann?
Das hofft zumindest
MlG
Owlet
 
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puh

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03.01.14
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Hallo Owlet,
neulich habe ich ein Zitat (stammt von einem Mediziner) gelesen:

"Bleibe dir stets bewusst, dass Gott Heilung dann geschehen lässt, wenn es gut für dich ist"

Da denke ich so manchmal drüber nach. Warum ist es jetzt nicht gut für mich!
Was für einen Sinn hat es, dass ich krank bin!

Vermutlich bleibt das Gottes Geheimnis!

LG Puh
 
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13.03.10
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Hallo Puh!

"Bleibe dir stets bewusst, dass Gott Heilung dann geschehen lässt, wenn es gut für dich ist" ?

Ein Mediziner kann vielleicht über „Gesundung“ eine Aussage machen, von „Heilung“ im Sinne von Ganzwerdung, Vervollkommnung hat der keine Ahnung!
(Da kommt wohl mein Frust durch über die Erfahrungen mit Medizinern :mad:)

Aber zum Sinn dieser Krankheit und warum keine Gesundung?

Da bin ich leider kein Fachmann, sonst wäre ich selbst schon lange gesund.
(Zumindest nach der Vorstellung, daß jede Krankheit eine Botschaft habe, die nur verstanden werden müsse und ihre Forderung umgesetzt und dann die Krankheit unnötig wäre.)

Aber wenn das stimmt, was ich glaube vom „Vater Unser“ verstanden zu haben, dann ist Gott v.a. an unserer Weiterentwicklung interessiert und eine Krankheit dieses Ausmaßes hat dann keine andere Absicht, als zu einem Entwicklungsschritt zu führen.
Ich hadere auch mit dem Konzept, daß immer zum Wachsen und Begreifen schmerzhaft genötigt werde, anstatt - wie sonst in der Kindererziehung - gelockt, „positiv motiviert“ zu werden.
Das Blöde ist nur, daß wir auf dieser Erde vermutlich nicht genug Bewußtsein und Überblick haben, um zu erkennen, was als nächster Schritt dran ist und dann mehr oder weniger brutal getreten werden müssen.

Wenn beim Vater Unser richtig liege, dann weist es über ein einzelnes Leben hinaus und Glück und Unglück, Überfluß und Mangel, … , Krankheit und Gesundheit sind nicht die Kriterien, um die es geht.
Sie alle stehen m.M.n. im Dienst des Weiterkommens in einem fortlaufenden Evolutionsprozeß.

:eek: Hört sich eigentlich recht geschraubt und „spirituell“ an, oder?
Und das von einem nüchternen und ungläubigen Thomas wie mir!

Ich muß ja zugeben:
Nie und nimmer hätte ich mich ohne CFS mit solchen Dingen beschäftigt und ich muß es schon eine ganze Weile haben, daß damit anfange.
Und nein, ich glaube nicht, daß Gott seine Geheimnisse bewahren will, ganz im Gegenteil: Er will, daß wir erwachsener werden, auch wenn ich noch keine Ahnung habe, wie das durch CFS gehen soll.
Und: Er spricht eine andere Sprache als wir, hat uns aber mit hoffentlich genug Vernunft ausgestattet (wenn die nicht gerade im Brainfog ersauft), daß wir irgendwann die Sprachbarriere überwinden.
Außerdem glaube ich, das Hören gut ist, Erfahren, Erleben aber noch viel eindringlicher, tiefgreifender, überzeugender.
Was immer ich meinem CFS auch vorwerfe, langweilig wird es mir in ihm selten, auch wenn ich noch nicht ganz kapiere, was es mir die ganze lange Zeit über alles flüstern will.

So viel wirres Gestammel fürs Erste
MlG
Owlet
 
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13.03.10
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Nachtrag:

Hallo!
Ihr könnt jetzt natürlich fragen: Was soll dieser Scheiß mit dem Vater Unser?
Ich bin vielleicht nicht gläubig und bete sowieso nicht!
Richtig! Ich auch nicht im kirchlichen Sinn.
Aber mir hilft es, diese besch... Krankheit zu ertragen, wenn ihr einen Sinn abringen kann.
Wenn nur auf das blicke, was nicht mehr kann, was von meinem einstigen Leben noch übrig, werde ich depressiv.
Aber daß Zeit habe, über solche Dinge nachzudenken, das ist neu:
Das verdanke ich tatsächlich meinem CFS!
Für mich jedenfalls stellt es vielleicht (wenn Brainfog immer wieder mal zuläßt) eine Chance dar, heraus zu finden, was das alles soll:
dieses Leben in dieser Welt, in dieser Zeit, mit diesen Menschen um mich - und dann mit dieser Krankheit.

Wäre schön, wenn beim Suchen hier nicht allein wäre und würde Gefundenes gerne teilen.

So long
Owlet
 
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23.04.16
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Hallo Owlet,

ich bin nicht sehr religiös und kann daher nicht viel zu deinen Worten sagen. Es freut mich trotzdem, dass du deinen Frieden mit der Erkrankung gefunden hast - kann ich das so sagen? Wir haben nur Hoffnung, Liebe und Freude - was heißt "nur", wer all das hat, hat doch sehr viel.

Ich habe mir natürlich durchaus schon Gedanken dazu gemacht, warum der Mensch krank wird. Ich habe "Krankheit" für mich schnell entpersonalifiziert und glaube, dass Krankheit einfach zum Leben gehört, wobei ich mir vorstellen kann, dass es eigentlich anders "gemeint" war bzw. ist. Ich glaube auch nicht, dass Krankheit zur Reifung oder Entwicklung da ist - ich glaube, man kann sich auch ohne Negatives und Schlechtes weiter entwickeln. Aber dazu gibt es viele Meinungen - wichtig ist, dass wir mit uns im Reinen sind und gegenseitig in Liebe und Offenheit begegnen.

Ich habe zum Freitod eine eher offene Haltung. Unsere heutige Zeit ist schwer genug, als Kranker hat man wirklich ein hartes Los gezogen, wobei man ja gar nichts für die Krankheit kann; jeden kann es erwischen. Wenn die Umstände sehr widrig werden, halte ich mir auch diese Option offen. (Und das hat für mich gar nichts mit Hoffnungslosigkeit zu tun, sondern mit Würde und Liebe zu mir selbst.)

Alles Gute für dich
 
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18.09.14
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da schließe ich mich an. Es steckt meines Erachtens kein Sinn hinter der Krankheit, sondern Sie ist mehr oder weniger Pech. Der Natur und dem Leben an sich ist es egal, weil eben auch dieser Ausschuss wichtig ist im Zuge der Evolution. Quasi wie es nicht geht. Trial and Error. Also sind wir genauso wichtig wie Gesunde für den Lauf der Dinge.

Nun kommen wir zum Ertragen. Das Gute ist, man kann wirklich mit "wenig" glücklich sein, wenn man das Wenige noch hat. Von Sonnenstrahlen, bis Menschen, Essen, einen Film, Atmen etc. Wichtig ist doch eben, dass gerade die "im Club" sind, zueinander halten und auf einander aufpassen. Wir müssen versuchen uns diese Parallelwelt zu schaffen.

Und am Ende kann sich meiner Meinung nach jeder den letzten Weg offen halten. Das ist nicht verwerflich. Zumal das Mitleid was von außen kommt ja nun nicht annähernd mit dem Leid übereinstimmt, das man erträgt. Also ich habe bei einem gebrochenen Arm innerhalb von 2 Wochen mehr Zuspruch bekommen, als mit dem Mist in 20 Jahren ... so in etwa;)

Also wenn ich diesen Kampf schon stumm und ungesehen ertragen muss, darf ich auch sagen wie lange.

Und jetzt weiterkämpfen.
 
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23.04.16
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da schließe ich mich an. Es steckt meines Erachtens kein Sinn hinter der Krankheit, sondern Sie ist mehr oder weniger Pech. Der Natur und dem Leben an sich ist es egal, weil eben auch dieser Ausschuss wichtig ist im Zuge der Evolution. Quasi wie es nicht geht. Trial and Error. Also sind wir genauso wichtig wie Gesunde für den Lauf der Dinge.

Ich sag mir immer: Mein Körper ist für diese Umwelt einfach nicht gemacht; manche stecken Umweltgifte, ewigen Stress & Co. einfach weg, ich halt nicht. Ich habe dafür andere Vorteile, die es lohnt auf der Erde zu haben, aber die werden jetzt "aus selektiert", wenn man so will.

Nun kommen wir zum Ertragen. Das Gute ist, man kann wirklich mit "wenig" glücklich sein, wenn man das Wenige noch hat. Von Sonnenstrahlen, bis Menschen, Essen, einen Film, Atmen etc. Wichtig ist doch eben, dass gerade die "im Club" sind, zueinander halten und auf einander aufpassen. Wir müssen versuchen uns diese Parallelwelt zu schaffen.

Ich find das total wichtig, was du schreibst - und echt schön. :) obwohl ich viele Dinge von früher unheimlich vermisse, kann ich mich immer wieder an dem freuen, was noch geht. Ich habe nicht viele Freunde und Menschen, die zu mir halten, aber die, die da sind, sind echte Schätze.

Und das Zusammenhalten - das sollten wir uns merken, wie wichtig es ust, dass wir zusammenhalten.

Und am Ende kann sich meiner Meinung nach jeder den letzten Weg offen halten. Das ist nicht verwerflich. Zumal das Mitleid was von außen kommt ja nun nicht annähernd mit dem Leid übereinstimmt, das man erträgt. Also ich habe bei einem gebrochenen Arm innerhalb von 2 Wochen mehr Zuspruch bekommen, als mit dem Mist in 20 Jahren ... so in etwa;)

Also wenn ich diesen Kampf schon stumm und ungesehen ertragen muss, darf ich auch sagen wie lange.

Ja, sehe ich auch so. Und bis dahin:

Und jetzt weiterkämpfen.

:)

Euch beiden alles Gute
 
Beitritt
18.09.14
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@ bumblebee

Du schreibst ... in würde und liebe zu dir selbst... ich denke in dem Satz steckt sehr viel essentielles und wahres. Wenn man sich danach richten kann würde vieles leichter. Aber ich merke selbst viele Schuldgefühle, für die ich nichts kann. Viele last die durch mein Leid entsteht bei anderen, was ich nie wollte, aber auch dessen Vermeidung mir unmöglich war.

Das Gefühl der liebe und würde scheint zeitweise durch und wärmt von innen. Es nimmt den Druck der Außenwelt und führt dich zu deinen Bedürfnissen. Plötzlich ist der Tod nichts schlimmes mehr und dadurch ist auch der Kampf leichter.

Lg
 
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13.03.10
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Hallo Bumblebee!

Vielen Dank!
Ich bin tief beeindruckt, wie Du Dir offenbar zu allem eine positive Haltung bewahrt hast und eine tiefe Beziehung zu Dir selbst lebst. Keine Spur von Bitterkeit, sogar Lebensfreude unter extremen Bedingungen?
CFS dazu nützen, die Beziehung zu sich selbst zu vertiefen und damit auch beziehungsfähig zu bleiben zu Deinem Umfeld, ja es vielleicht mehr zu werden, als Du es je warst?
Erstaunlich!
Und mit welchem Gleichmut Du diese Krankheit sehen kannst - da bist Du mir sehr weit über!
Denn das gilt für mich gar nicht. Ich nehme mein CFS sehr persönlich und als vehemente Anfrage an mich!
Es ist auch mein Leben, das es zerstört hat und ich will auch ein paar Antworten dafür.
Das hat mich die ganze Zeit weiter machen lassen, wozu dieser Mist gut sein soll!
Der Preis ist bezahlt, jetzt muß auch was rum kommen!
Jahrelang habe ich darum gebetet, an ihm sterben zu dürfen. War zwar oft nahe daran, hat aber trotzdem nicht stattgefunden.
Und das halte ich für eine klare Botschaft:
„Abtauchen ist nicht, aber Zeit nachzudenken ist, Antworten zu finden ist dran, zu was anderem bist nicht mehr imstande und sollst es auch nicht.“
Andere Krankheiten haben andere Botschaften:
„Halt mal eine Weile inne, komme wieder zu Dir, dann darfst eh wieder weiter machen.“
Oder: „Bring ein bißchen Lachen in Dein Leben, sonst bläst Dich jeder Bazillus um.“
Oder: „Jetzt mache ich Dich ein bißchen hilflos, daß Du Gott und Deinen Mitmenschen vertrauen lernst.“
Oder viel krasser: „Jetzt lebe mal Dein Leben für Dich, sonst wird es Dir genommen.“
Oder … was auch immer.
Was aber könnten Botschaften meines CFS an mich sein?
„Ich nehme Dir alle Fähigkeiten, die Dich einmal ausgemacht haben und wenn Du Glück hast, wirst Du kein Pflegefall?“
„Du kannst gehen zu wem Du willst, keiner kann Dir helfen, mich los zu werden?“
„Du und ich haben einen besonderen Deal, den nur Du verstehst: Ich halte Dir die hektische, laute Welt vom Hals und Du kümmere Dich endlich um Fragen, um die Du Dich nie geschert hast?“
Vermutlich könnte jeder seine eigene(n) Variante(n) finden.
Botschaften, die m.M.n. Antworten einfordern, wie Du ja auch eine besondere gefunden zu haben scheinst:
„Du nimmst mir die Möglichkeit nach außen zu wirken, dann pflege ich die Beziehung nach innen zu mir selbst?“
Im Vergleich dazu könnte die Botschaft meines CFS für mich so aussehen:
„Ich nehme Dir auch die Erinnerung, wer Du bist und dann finde heraus, zu wem oder was Du eine Beziehung vertiefen willst?“
Verzeih´ daß ich Dich so vereinnahme – Bumblebee - und Dir vielleicht etwas unterstelle oder auf jeden Fall etwas Umfangreiches verkürze.
Ich hoffe nur, ich kann ein bißchen deutlich machen, worauf hinaus will.
Durch Abstraktion, Übertreibung, Verkürzung heraus kriegen, worum es gehen könnte.
Vielleicht deshalb auch so unterschiedliche Verlaufsformen des CFS, weil für jeden eine andere Botschaft, vermutlich mehrere Botschaften?
Ist CFS deshalb nicht unmittelbar tödlich, weil es uns Zeit lassen will, uns aufzumachen und Antworten zu finden?
Würde mich freuen, wenn Dir, Euch etwas aufstößt dazu.
MlG.
Owlet
 
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23.04.16
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Hallo Jasper,

mit den Schuldgefühlen sprichst du was an...Ich habe auch immer wieder mal Schuldgefühle, weil mein Mann und teilweise auch mein Vater mich finanziell "mitnehmen". Gerade bei meinem Mann sehe ich manchmal die Belastung. Ich spreche dann mit ihm darüber, und er sagt, ich sei keine Last für ihn, er helfe mir gerne. Auch mein Vater ließ mich das wissen.

Also sehe ich: ICH denke so über mich. Die anderen freuen sich mitunter, dass sie helfen können. Ich sehe meine Schuldgefühle also als Aufforderung, in mich zu gehen und eine Art "Reality-Abgleich" zu machen. Wer oder was in mir sagt Schlechtes über mich? Es ist nicht gerechtfertigt. Ich glaube, jeder Mensch ist wertvoll - wobei es durchaus Menschen gibt, die ich nicht ausstehen kann, weil sie anderen Menschen weh tun; das ändert an ihrem Wert aber nichts. Und das sage ich mir dann: Du bist wertvoll, einfach nur so.

Ich versuche diesen lieben Menschen etwas zurückzugeben, vielleicht ein bisschen Liebe, Hoffnung und Freude. (Und an den richtigen Stellen Kampfgeist.)

Ich würde das gerne so vielen anderen Menschen sagen und wünsche mir, dass Menschen begreifen, dass nicht ihre Leistung oder Minderleistung ihren Wert bestimmt, und erst gar nicht ihr Selbst/ihre Seele, oder wie man das nennen möchte.
 
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