Säure-Basentest

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Was haltet Ihr, speziell auch Wero, von dem?
www.toxikator.de/balance.htm
 
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Hallo Beat,

den Stift gibt es schon paar Jahre. Er lässt (gemäß Beschreibung) Rückschlüsse auf den Blut-pH zu, aber der Blut-pH ist zur Feststellung einer „Übersäuerung“ bzw. „latenten Azidose“ (im naturheilkundlichen Sinn) nicht geeignet, denn bei der „latenten Azidose“ sind zwar Gewebe- und Urin-pH verschoben, aber der Blut-pH ist noch in Ordnung. Das ist so, weil der Körper auf die Blut-Parameter besonderen Wert legt. Er regelt sie noch bedarfsgerecht, auch wenn er (an anderer Stelle) bereits große Probleme hat.

Für die Prüfung des Säure-Basen-Haushalts aus naturheilkundlicher Sicht ist der Stift (gemäß Beschreibung) ungeeignet. Wenn der Blut-pH entgleist, liegt man (wahrscheinlich) auf der Intensivstation.

Viele Grüsse
Wero
 
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Danke Wero

Dann bleibt der Urinstreiefn das beste oder?
 

Lukas

Dann bleibt der Urinstreiefn das beste oder?

Eigentlich nein. Die Urinstreifen-Methode ist allenfalls eine einfache, von jedem leicht selbst durchzuführende und deshalb die gängige Methode.
Die beste, sicherste und aussagekräftigste Methode ist nach wie vor das Messen des pH-Wertes des frisch gezapften arteriellen Blutes. Und es muss wirklich frisch sein. Es darf nicht erst noch in irgendein Labor geschickt werden.
Übrigens können auch mit dem Urin nur die Säuren ausgeschieden werden, die sich zuvor im Blut befunden haben - und die bei Übersäuerung in großer Menge im Bindegewebe gespeichert sind und von da aus bei forcierter Entsäuerung in allenfalls für den Menschen nicht lebensgefährlicher Konzentration an das Blut abgegeben werden zur darauf folgenden Ausscheidung über die Niere per Urin...

Grüße
Lukas
 
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06.03.07
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Den von Dir beschriebenen Test, Lukas, habe ich letzte Woche in Zürich machen lassen. Das Resultat war 6 und müsste eigentlich "null" sein. Ich sollte jetzt 3 mal Infusionen machen lassen, habe aber eigentlich wenig Ahnung, was da passieren soll. Nachdem ich fast 2 Jahre nach Jentschura/Lohkämper versucht habe, zu entsäuern - mit wenig Erfolg - probiere ich alles. Hast Du selbst Erfahrung mit diesem Test und eventuell mit Infusionen?
Grüsse
Kathy
 

Lukas

Diesen Test habe ich nicht machen lassen. Ich hatte mal irgendwann den Sander-Test machen lassen.

Natron-Infusionen hatte ich zwischen 250 und 300. Heillos übersäuert bin ich immer noch.

Grüße
Lukas
 
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06.03.07
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Danke, Lukas
Das hört sich schlimm an und tut mir sehr leid für Dich. Damit schrumpfen auch meine Hoffnungen wieder. Ich hatte nach der Infusion noch viel stärkere Schmerzen als sonst, möchte das aber lieber vorläufig als "positiv" werten. Es tut sich was....... Hat Dir GAR NICHTS geholfen??
Gruss
Kathy
 

Lukas

Hallo Kathy,

hatte auch nach den ersten beiden Natron-Infusionen sehr starke Schmerzen, ein Gefühl, als stehe der Kopf in Flammen, ein wirklich sehr starkes Brennen... wenn man es mit irgendwas vergleichen sollte, könnte man durchaus sagen, ein Gefühl, als würde Säure austreten und den Kopf "verbrennen"... das ließ dann aber bei den weiteren Infusionen recht bald und deutlich nach. Vielleicht auch, weil ich dann irgendwann begonnen hatte, Procain mit beizumischen.

Grüße
Lukas
 
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19.03.07
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....
Natron-Infusionen hatte ich zwischen 250 und 300. Heillos übersäuert bin ich immer noch.

Grüße
Lukas
hallo Lukas,

bitte entschuldige, wenn ich mich einmische, aber von Natron-Infusionen kann man keine Besserung bei Übersäuerung erwarten.

Und zwar deswegen: Natron ist Natrium-Hydrogencarbonat. Natrium ist jedoch eines der Elemente, die überwiegend außerhalb von Zellen sind.

Übersäuerung jedoch bedeutet, dass Zellen H+-Ionen aufgenommen haben, um das Blut zu entlasten, dessen pH ja bekanntermaßen auf einem engen Level konstant gehalten werden muss.
Dafür haben diese Zellen Kalium-, Calcium- und Magnesium-Ionen abgegeben, die dem Körper verloren gehen, weil auch ihr Level, notfalls eben durch Ausscheidung, konstant gehalten wird.

Fazit daraus: Entsäuern allein mit Natron bringt überhaupt nichts, es müssen die innerzellulären Kationen Kalium, Calcium und Magnesium gleichzeit in großer Menge im Blut angeboten werden, damit die übersäuerten Zellen sie aufnehmen können.

Falls Genaueres gewünscht wird, das kann man auf meiner Webseite finden.

Und übrigens, Dr. med Max Gerson heilte Krebs ebenfalls mit Kalium. Hier zu finden: gersontexte

:wave: Hakushi
 
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06.03.07
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Hallo Lukas und "danke"
Mir ist wieder eingefallen, dass der Arzt Procain erwähnt hat. Bin ich vielleicht doch auf dem richtigen Weg? Der Beitrag von Hakushi hat mich allerdings wieder verunsichert. Ich muss wohl noch tief ins Internet eintauchen...

Dir wünsche ich vor allem wieder mehr Hoffnung
Gruss
Kathrin
 

Lukas

hallo Lukas,

bitte entschuldige, wenn ich mich einmische, aber von Natron-Infusionen kann man keine Besserung bei Übersäuerung erwarten.

Und zwar deswegen: Natron ist Natrium-Hydrogencarbonat. Natrium ist jedoch eines der Elemente, die überwiegend außerhalb von Zellen sind.

Übersäuerung jedoch bedeutet, dass Zellen H+-Ionen aufgenommen haben, um das Blut zu entlasten, dessen pH ja bekanntermaßen auf einem engen Level konstant gehalten werden muss.
Dafür haben diese Zellen Kalium-, Calcium- und Magnesium-Ionen abgegeben, die dem Körper verloren gehen, weil auch ihr Level, notfalls eben durch Ausscheidung, konstant gehalten wird.

Fazit daraus: Entsäuern allein mit Natron bringt überhaupt nichts, es müssen die innerzellulären Kationen Kalium, Calcium und Magnesium gleichzeit in großer Menge im Blut angeboten werden, damit die übersäuerten Zellen sie aufnehmen können.

Falls Genaueres gewünscht wird, das kann man auf meiner Webseite finden.

Und übrigens, Dr. med Max Gerson heilte Krebs ebenfalls mit Kalium. Hier zu finden: gersontexte

:wave: Hakushi


Hallo Hakushi,

selbstverständlich kann sich hier jeder "einmischen" und muss sich nicht dafür entschuldigen. Erfahrungsaustausch ist doch immer wünschenswert.

Natron ist die stärkste Base überhaupt und sollte doch schon sehr zur Entsäuerung beitragen. Nur sollten wir es nie dauerhaft oral zuführen, allenfalls im Notfall, oder wenn doch dauerhaft, dann ausschließlich als magensaftresistentes Mittel. Da sind es aber auch vergleichweise nur "Minimengen", die wir dann abbekommen, daher ist die Gabe als Infusion normalerweise auch sehr wirksam und wird bei jeder sehr starken Übersäuerung dringend empfohlen, da hier mit bloßen oralen Mineralstoffgaben nichts mehr zu erreichen ist.
"Normalerweise" sehr wirksam... ich betone es hier... ich entspreche in vielen (medizinischen) Bereichen nicht dem "Normalen", das ist für mich nichts Neues.

Ausschließlich Natron zur Entsäuerung würde ich allerdings auch nicht empfehlen, eine gleichzeitige Remineralisierung ist ebenso wichtig, daher habe ich auch immer alle wichtigen Mineralstoffe eingenommen oder mir entsprechende Mineralstoff-Infusionen gegeben.
Ausschließlich Mineralstoffe allerdings schaffen eine starke Entsäuerung nicht, die Entsäuerung selber wird hauptsächlich vom Natron (bevorzugt eben i.v.) erreicht. Säure wird eben nunmal mit Base neutralisiert, und gegen die starke Basenwirkung von Natron kacken alle Mineralstoffe ab...

Procain wird übrigens dazu gegeben, weil es die Zellen "öffnen" soll und damit das Natron eben richtig gut wirken kann (so zumindest die Meinung der Ärzte, die mit diesen Infusionen bei ihren Patienten "normalerweise" ;) gute Erfolge erzielen).

Grüße
Lukas
 
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