Rezidivierende Blasenentzündung

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Hallo liebe Mirglieder!
Bin neu im Forum und suche Hilfe bei folgendem Thema:
Ich habe seit Jahren immer wieder rezidivierende Blasenentzündungen ohne bakteriellen Befund. D.h. ich habe rasende Schmerzen, auf dem Teststreifen sind die Leukozyten erhöht, aber in der Urinkultur sind keine Keime nachweisbar. Dennoch helfen Antibiotika. Kein Mensch - auch kein Urologe (!!) kann mir erklären, warum das so ist, denn wenn keine Keime da sind, dürften Antibiotika auch nicht helfen. Eine psychische Komponente wurde mir auch schon vorgeschlagen, aber Schmerzen in dem Ausmaß und vor allem die deutliche Besserung nach AB lässt sich doch nicht nur psychisch herstellen... Ich habe eher das Gefühl, man sagt halt was, um sich nicht einzugestehen, dass man als Arzt nicht weiter weiß... Kennt jemand unter Euch ähnliches? Ich habe auf www.chronische-blasenentzündung.de schon sehr ineressante Hinweise zum Säure-Basen- Haushalt gelesen. Weiß evt. jemand, wie Antibiotika (in meinem Fall Cotrim) verstoffwechselt werden und ob dieses AB vielleicht den Urin alkalisiert und daher die Schmerzen nachlassen??? Fragen über Fragen... Ich freue mich auf regen Austausch mit Euch!!

Nadi
 

mezzadiva

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06.04.06
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rezidivierende Blasenentzündung

Hallo Nadi,
in diese Richtung (Säure-Basen-Thematik) geht auch mein Tipp, probier's mal aus:
sofort wenn die Blase anfängt zu mucken, Alkala N (Apotheke) einnehmen und zwar in folgender Dosierung:
1 TL (etwas mehr als gestrichen) von dem Pulver in heißem Wasser auflösen und so heiß wie möglich morgens auf nüchternen Magen langsam schluckweise trinken. Das Gleiche abends vor dem Schlafengehen wiederholen. Mehrere Tage lang beibehalten, bis alle Beschwerden weg sind, dann evtl. Dosis noch für ein paar Tage runterfahren auf die Angaben der Packungsbeilage (die liegen wesentlich niedriger!) oder gleich absetzen - ausprobieren.
Mit dieser Methode habe ich meine Blasenentzündung, die nach mehreren AB-Kuren chronisch zu werden drohte, nachhaltig kuriert und wende es jetzt jedesmal an, wenn sie muckt (was aber nur noch alle paar Jahre mal vorkommt).
Wenn es dir nach ein paar Tagen nicht deutlich besser geht damit, solltest du die Ursache woanders suchen.
Gruß
mezzadiva
 

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20.06.07
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Hallo Mezzadiva!
Danke vielmals - ich nehme seit 2 Tagen einfaches Natronpulver und habe schon das Gefühl, meine Blase fühlt sich besser an. Ist das nicht verrückt? Überall heißt es, man soll den Urin ansäuern, um Entzündungen vorzubeugen, aber scheinbar ist das Gegenteil der Fall...Ist denn das Alkala aus irgendeinem Grund dem Natron vorzuziehen?
Liebe Grüße!
 

mezzadiva

in memoriam
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06.04.06
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rezidivierende Blasenentzündung

Hi nadi,
diese Frage habe ich neulich mit einer Freundin diskutiert. Wir sind an dem Punkt hängen geblieben, dass es evtl. egal ist, in welche Richtung sich der pH-Wert des Urins kurzfristig verändert, dass beide Extreme für Bakterien und Co. unerträglich sein könnten?
Wie auch immer, Alkala entsäuert auch sonst im Organismus und ist daher sicher hilfreich. Es enthält neben Natron (Natriumhydrogencarbonat) auch noch Kaliumhydrogencarbonat und Natriumcitrat. Kalium ist eins der wichtigsten Elemente für den Zellstoffwechsel. Es ist einfach etwas umfassender im Wirkungsbereich als Natron allein. Wenn du mit Natron den gleichen Effekt erreichst, ist das sicher genauso gut.
Gruß
mezzadiva
 
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20.06.07
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Hallo Mezzadiva!
Hört sich plausibel an - wenn mein Natron zur Neige geht, werd ich mit Alkala N weitermachen. Danke für den Tipp!
Nadi
 

Horaz

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05.10.06
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rezidivierende Blasenentzündung

Hallo nadi,
der Link, den du im Eingangsposting verwendet hast, geht leider nicht; ich probier`s jetzt noch mal:
Siklinde Hakushi - Einführung
Auf der homepage des Forumsmitglied hakushi steht übrigens, dass Antibiotika bei chronischen Blasenentzündungen zu genau dem befürchteten - iatrogenen - Ergebnis führen. Die Seite lohnt, gründlich gelesen zu werden.
Viele Grüße, Horaz

PS: Auch mein Link funktioniert nicht; ich geh mal auf die Suche warum.
 
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Horaz

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Danke Anne, ich wußte doch, dass Du das lösen kannst!
 
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20.01.06
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rezidivierende Blasenentzündung

meine beschwerden sind mit der "brokkolidiät für immer verschwunden...

greetz
human
 
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20.06.07
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sorry - natürlich "ue" statt "ü"...
@ human: Was ist denn die "Broccolidiät?? Ich hab ja schon gehört, dass die Blutgruppendiät viel helfen soll, die werde ich jetzt auch in Angriff nehmen, aber Broccoli...kannst Du das kurz erklären oder einen Buchtipp dazu nennen? Da ich Broccoli liebe, wäre das nicht schlecht.
Bin seit Samstag (1. Tag der Natroneinnahme) deutlich besser drauf - trau mich noch gar nicht, mich zu freuen - das kann ich kaum fassen, dass solch einfache Mittel derart helfen können. Und KEIN Arzt gibt einem den Tipp!!!
Gruß an Euch!
 
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19.03.07
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rezidivierende Blasenentzündung

hallo nadi,

Deine Frage danach, wie Antibiotika wirken, wird in meinem Buch mit der Fundstelle aus der Fachliteratur beantwortet. Sie machen den Urin sauer. Beobachtet wurde das an einem Aids-Kranken, der Dauermedikation erhielt. Man unterbrach sie und stellte fest, dass dadurch der Urin alkalischer wurde.

Warum sie in Deinem Fall zu helfen scheinen? Ich weiss es nicht, bin aber sicher, dass das nicht lange gutgehen wird. So siehst Du das ja sicherlich auch.

Mezzadivas Erklärung für die Wirkung von AlkalaN
Kalium ist eins der wichtigsten Elemente für den Zellstoffwechsel. Es ist einfach etwas umfassender im Wirkungsbereich als Natron allein.
möchte ich voll unterstreichen. Mein Buch erklärt, warum das so ist.

Gegen die Schmerzen möchte ich Dir folgendes ans Herz legen. Wenn irgend möglich, stell Deine Ernährung komplett um. Auf überwiegend Gemüse, Brokkoli ist sehr gut geeignet, enthält viel Kalium und Calcium und sekundäre Pflanzenstoffe. Den Strunk nicht wegwerfen, sondern zu Suppen verarbeiten.
Meide mal versuchsweise Milch und Getreide und vor allem alles industriell Verarbeitete. Schau ob's besser wird.

Und dann noch: Ich weiss ja nicht, wo genau die Schmerzen sitzen, aber probier mal: Eine Knoblauchzehe pellen, mit einem Faden durchziehen und vaginal anwenden. Ich kenne jemand, die eine vaginale Trichomonaden Infektion aus dem Schwimmbad allein damit erfolgreich bekämpft hat. Klingt zwar gewöhnungsbedürftig, ist aber sehr effektiv. Je nach Alter mit Östrogensalbe kombinieren. Und beobachten, wie sich Essen/Trinken auswirkt. Ggf. mit Ernährungstagebuch.

Gruss und gute Besserung!

Hakushi
 
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20.06.07
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Vielen Dank für die Tipps - genau am Ernährungsthema binb ich dran!!! Meide Weizen, Roggen, Dinkel, Gerste, aber esse ab und an Haferflocken, Hirse, Reis,Amaranth und Buchweizen (oder das auch mal besser weglassen?). Milch ebenfalls gestrichen, ist auch nicht schwierig, gibt viele leckere Sojamichprodukte. Da ich auch Vegetarier bin, muss ich mir jetzt ständig anhören, dass ich Mangelerscheinungen bekomme - nach 1 Woche...!! aber schließlich gibt es auch Menschen, die sich Jahre von Rohkost ernähren und scheinbar nicht schlecht damit leben...
Bin auf Dein Buch gespannt, Hakushi - hoffe, es kommt diese Woche.
Liebe grüße!
Nadja
 
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19.03.07
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hallo Nadi,
ich weiß nicht, ob das wirklich so einfach ist, Milch in jeglicher Form wegzulassen. Das Zeugs ist als Molkeneiweiss in vielen Wurstwaren und anderen Fertigprodukten - am schlimmsten fettreduzierte Light-Produkte.
Vegetarismus halte ich inzwischen eher für gefährlich. Denn was ißt man, um satt zu werden? Eben. Getreideprodukte und Milchprodukte. Beide scheinen mir inzwischen die Wurzel des Übels.
Mein Rat wäre: Zwei Mal täglich eine große Portion Grünzeugs/buntes Gemüse mit einem kleinen Stück Fleisch/Fisch. Morgens z.B. die Getreide, die Du erwähnst mit Obst. Und beobachten. Es gibt so viele individuelle Ausprägungen.
Liebe Grüße
Hakushi
 
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20.06.07
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Werde mit dem Fleisch mal in mich gehen - aber Fleisch ist doch auch ein Säurebilder?! Fertigprodukte kommen - wenn irgend möglich - nicht an mich ran, ich koch auch immer frisch. Den Satz unter Deinen Nachrichten kann ich daher nur unterstreichen!!! Das Argument mit dem Sattwerden stimmt - bin ständig hungrig... Ich bleib am Ball - habe keine Lust, irgendwann als IC - Patientin zu enden, die Behandlungsmöglichkeiten sind da ja nicht wirklich ermutigend...:confused:
Liebe Grüße!
Nadja
 
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19.03.07
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Ja, Fleisch ist ein Säurebildner. Daher ist es wichtig, stets Riesenportionen Gemüse mit bescheidenen an Fleisch oder Fisch zu kombinieren. So überwiegen die Basen aus dem Grünzeugs.

Liebe Grüße
Hakushi
 

Horaz

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Nur als Hinweis: Ein Beef tartar ist basenbildend.
Wer einen verläßlichen Fleischer hat, sollte das mal in die Überlegung miteinbeziehen.
Gruß, Horaz
 
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20.06.07
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rezidivierende Blasenentzündung

Dank euch!!!
Versuche, mich mit dem Gedanken an glückliches Schwarzwald - Bio - Fleisch anzufreunden...;)
 
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20.06.07
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Hallo Siklinde!
Habe Dein Buch in den letzten Tagen "inhaliert" ;o)) - ich wünschte, ich hätte Chemie nicht in der 11. Klasse abgewählt, ziemlich harter Stoff, aber unglaublich interessant... Habe mir auch das Buch "Solving the interstitial cystitis" aus dem Literaturverzeichnis bestellt. Bin weiter an der Ernährung dran. ab und zu brauche ich Getreide - nehme dann nur eine kleine Menge der oben erwähnten Sachen, das geht auch ganz gut. Und alle paar Tage mal ein Mini - Stückchen Bio - Bitterschoki. Kann den generell schon eine winzige Menge eines bestimmten Lebensmittels Probleme machen? Oder kommt es eher auf die Bilanz an, d.h., wenn ich mich konsequent nach Plan ernähre, ist auch mal ein mikroskopisches Stück Kuchen erlaubt? Wie sind Eure Erfahrungen? Mein Urin ist übrigens fast immer im basischen Bereich, aber es ziept trotzdem manchmal (und manchmal gar nicht, obwohl er dann nicht basischer ist - komisch).
Liebe Grüße,
Nadi
 
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10.01.04
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rezidivierende Blasenentzündung

Meine Schwester hatte jahrelang immer häufiger Blasenentzündungen. Obwohl sie von der Homöopathie eigentlich nichts hält, ist sie dann doch zu einer klass. Homöopathin gegangen.
Jetzt - ein Jahr nach der Behandlung - hat sie erst einmal eine Blasenentzündung gehabt. Das ist ein unglaublicher Fortschritt gegenüber vorher.

Gruss,
Uta
 
Beitritt
19.03.07
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Hallo Siklinde!
.... Kann den generell schon eine winzige Menge eines bestimmten Lebensmittels Probleme machen? Oder kommt es eher auf die Bilanz an, d.h., wenn ich mich konsequent nach Plan ernähre, ist auch mal ein mikroskopisches Stück Kuchen erlaubt? Wie sind Eure Erfahrungen? Mein Urin ist übrigens fast immer im basischen Bereich, aber es ziept trotzdem manchmal (und manchmal gar nicht, obwohl er dann nicht basischer ist - komisch).
Liebe Grüße,
Nadi
Hallo Nadi,
ja, ein kleines Stückle kann bereits Probleme machen, wenn es sich um eine Allergie handelt. Bei Personen ohne Allergie würde ich sagen: Die Bilanz ist relevant. Und wenn man den Riegel Schocki mit einer Schüssel Salat kontert, dürfte das kein Problem sein.
Das sagt eine Schoggi-Liebhaberin. Milchfreie Schoggi.
Liebe Grüße
Siklinde
 
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