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Es gibt Präparate, die man einfach nur schluckt. Manche Leute kauen auch Kakao-Bohnen direkt. Sie schmecken nicht gerad too - finde ich - und ich bin mir nicht sicher, ob sie nicht mit Schimmel und evtl. anderen Stoffen belastet sind..... Zusammenfassung
Die Kakaopflanze wurde schon 3000 v.Ch. von der Menschheit genutzt. Die indigene Bevölkerung Südamerikas verwendete die Kakaobohnen als Opfergabe, Zahlungsmittel und für einen Gewürztrank. Im 16. Jahrhundert gelangten die Kakaobohnen nach Europa und das Kultivieren der Kakaobäume weitete sich vom Amazonasgebiet auf tropische Gebiete in Afrika und Asien aus. Industrielle Kakaoerzeugnisse enthalten zu wenig Wirkstoff für klinisch relevante Wirkungen. Mit 100 mg (–)-Epicatechin in Kakaoprodukten lässt sich eine Verbesserung der Fliesseigenschaft des Blutes erzielen, die zur Primärprävention kardiovaskulärer Ereignisse beitragen kann. Der EFSA-Claim zur verbesserten Fliesseigenschaft des Blutes mit 200 mg Flavanolen/Tag in Kakaoprodukten berücksichtigt nicht, dass Schokolade mit 200 mg Flavanolen im Mittel nur etwa 50 mg und nicht 100 mg (–)-Epicatechin enthält. Um vom Wirkstoff profitieren zu können, sollte der Flavanol- und der (–)-Epicatechingehalt auf Kakaoprodukten deklariert werden. Die kardiovaskuläre Mortalität wurde durch 500 mg Flavanole/Tag mit 80 mg (–)-Epicatechin nicht gesenkt. Die Studie sollte mit einer (–)-Epicatechindosis ≥100 mg wieder- holt werden.
Der Kakaowirkstoff senkte im Tiermodell den Blutdruck und beeinflusste die Hämostase.
Die Wirkungsmechanismen sind weitgehend aufgeklärt. Die experimentell nachgewiesene antioxidative Wirkung der Flavanole erklärt die organprotektive Wirkung an den Gefässen, am Herz und im Gehirn. Versuche an Nagern mit Übergewicht und Stoffwechselstörungen weisen auf eine Senkung des Gewichts, der Hyperglykämie, Dyslipidämie, erhöhten Insulinresistenz und der erhöhten Entzündungsmarker im Blut. Kakaopolyphenole wirken präbiotisch.
Objektive Messparameter zeigen, dass Flavanoldosen ≥ 900 mg zur unterstützenden Behandlung bei Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems (hoher Blutdruck, erhöhtes Thromboserisiko, Arteriosklerose) und zur Verbesserung der zerebralen Durchblutung und der Hirnleistung geeignet ist.
Zu kakaobedingten unerwünschten Ereignissen zählen Migräne oder Kopfschmerzen, Darm- beschwerden, vor allem Obstipation, und selten allergische Reaktionen. Kakaoflavanole erhöhen die Bioverfügbarkeit von Clopidogrel und verstärken bei simultaner Einnahme die Wirkung von Aspirin. Schwangere und stillende Mütter sollten den Kakaowirkstoff nur in Massen zu sich nehmen.
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- Unerwünschte Wirkungen
Kakao und Kakaoprodukte rufen selten allergische Reaktionen mit Hautmanifestationen hervor. Als Aller- gene kommen verschiedene Proteine in Betracht. Bei empfindlichen Personen können vermutlich durch vasoaktive Amine wie β-Phenylethylamin, Tyramin, Tryptamin und Serotonin Migräne und Kopfschmerzen ausgelöst werden (Blaschek et al., 2016). Auch können Darmbeschwerden, vor allem Obstipation, auftreten. ...
Grüsse,
Oreganoj