Physik-Examen

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Die folgende Begebenheit erzählt von einer Prüfungssituation anlässlich eines Physikexamens an der Universität von Kopenhagen.
Die Prüfungsfrage lautete: "Beschreiben Sie, wie die Höhe eines Wolkenkratzer mit Hilfe eines Barometers hestimmt werden kann." Einer der Studenten antwortete:
"Sie binden ein langes Stück Schnur am oberen Ende des Barometers fest und senken anschließend das Barometer vom Dach des Hochhauses vorsichtig zur Erde. Die Länge der Schnur plus die Länge des Barometers ergibt dann die Höhe des Gebäudes."
Diese höchst originelle Antwort verärgerte den Prüfer dermaßen, dass er den Studenten sofort durch die Prüfung fallen ließ. Der jedoch herief sich darauf, dass seine Antwort doch unbestreithar richtig sei, woraufhin die Universität einlenkte und einen unabhängigen Schiedsrichter bestellte, welcher den Fall entscheiden sollte. Der Schiedsrichter urteilte, dass die Antwort zwar durchaus korrekt sei, jedoch kein erkennbares Wissen aus der Physik wiedergebe. Um jedoch in diesem Fall endlich zu einer Lösung zu gelangen, entschied man, den Studenten noch einmal hereinzurufen, um ihm innerhalb von sechs Minuten die Gelegenheit zu geben, mündlich eine Antwort zu liefern, die wenigstens ein Minimum an Vertrautheit im Umgang mit den Grundprinzipien der Physik erkennen lassen würde. Fünf Minuten lang saß der Student einfach nur da und runzelte gedankenversunken die Stirn, bis der ungeduldig wartende Prüfer ihn schließlich daran erinnerte, dass seine Zeit nahezu abgelaufen sei, woraufhin der Student entgegnete, dass er zwar mehrere, extrem in Betracht kommende Antworten gefunden hätte, sich jedoch noch nicht entscheiden könne, welche er davon verwenden solle.
Da aber Eile geboten war, entschloss er sich wie folgt zu antworten: "Erstens: Sie können das Barometer mit auf das Dach des Gebäudes nehmen und es von der Dachkante herunterfallen lassen und dabei die Zeit messen, die es benötigt, bis es auf dem Boden aufprallt. Die Höhe des Gebäudes kann von der Formel H = 0,5g x t Quadrat abgeleitet werden. Jedoch ist diese Variante äußerst ungünstig für das Barometer.
Oder zweitens: Wenn die Sonne scheinen sollte, können Sie zunächst die Höhe des Barometers messen, setzen dann das Barometer mit dem einen Ende auf dem Boden auf und messen den Schatten, den es wirft. Danach messen Sie die Länge des Schattens, den der Wolkenkratzer verursacht. Jetzt ist es nur noch eine einfache proportionale Rechnung, um daraus die Höhe des Gebäudes abzuleiten.
Wollen Sie jedoch höchst wissenschaftlich vorgehen, dann binden Sie drittens ein kurzes Stück Schnur an das Barometer und bringen es wie ein Pendel zum Schwingen. Dies machen Sie zuerst auf dem Boden und danach auf dem Dach des Gebäudes. Die Höhe ergibt sich dann aus dem Unterschied in der Gravitationskraft.
Oder aber viertens: wenn das Gebäude an der Außenseite eine Feuertreppe haben sollte, dann braucht man diese einfach nur nach oben zu steigen und jeweils in der Länge des Barometers Markierungen anzubringen. Am Ende werden diese dann einfach addiert und man erhält daraus die Gesamthöhe des Gehäudes.
Die bei weitem langweiligste und gewöhnlichste Variante wäre die fünfte: mit dem Barometer erst auf dem Dach, dann auf dem Boden den Luftdruck messen und die Differenz aus Millibars in Zentimeter umwandeln.
Da wir aber konstant dazu ermahnt werden, uns in der Unabhängigkeit des Denkens zu üben und wissenschaftliche Methoden anzuwenden, würde es sechstens zweifelsohne das beste sein, einfach an der Tür des Hausmeisters zu klopfen, und zu ihm zu sagen: 'Wenn Sie ein hübsches neues Barometer möchten, dann will ich Ihnen gerne dieses hier schenken, aber nur wenn Sie mir die exakte Höhe des Gebäudes verraten.'" Bei dem Studenten handelte es sich um Niels Bohr, dem einzigen Dänen, der bislang einen Nobelgreis in Physik gewonnen hat
 

Horaz

in memoriam
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Hallo Uta,

diese Geschichte war mir völlig neu und sie ist umwerfend gut!

Im Rahmen dieses Forums würde ich gerne noch einen Gedanken zufügen:
Auch bei Gesundheitsfragen, Diagnosen und Therapien sollte man nicht in der Eindimensionalität verharren. Als Geist/Seele/und Körperwesen müssen wir (und nicht der Arzt oder Apotheker) zu fühlen versuchen und nachdenken, welche Anteile an Krankheitssymptomen Geist und Seele haben. Nicht im Sinne von "schuld sein", sondern beteiligt sein. Dann würde manche körperliche Behandlung vielleicht erfolgreicher verlaufen.

Viele Grüße, Horaz
 

Anne B.

Die Genialität liegt in der Einfachheit. Ich möchte nicht wissen, wieviele Genies es gibt, die auf Grund ihrer Unkompliziertheit bzw. dem Aufzeigen simpler Lösungen als dumm abgestempelt werden - und keine Chance auf die Wiederholung eines Examens bekommen. Niels Bohr war nicht nur schlau, er war auch ein Glückspilz.

Bei dem Studenten handelte es sich um Niels Bohr, dem einzigen Dänen, der bislang einen Nobelgreis in Physik gewonnen hat
Hey Uta, was ist denn ein "Nobelgreis" :D ?
 
Themenstarter
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:) ;) :) Ich würde ja sagen, daß Nobelgreis ein schlichter Tippfehler ist. Wenn man das Wort bei google eingibt, erscheint die obige Geschichte, und überall ist vom "Nobelgreis" die Rede :D .

Oder ist es Mr. MacLemur? :confused: :p) : http://www.ceiss.de/Friedhofsruh.pdf



Gruss,
Uta
 

Bodo

Hey Uta, was ist denn ein "Nobelgreis" :D ?
Oooh nee, ne!? Flower, dass weißt Du nicht?

Ein Nobelgreis ist ein Wissenschaftler a.D., der bereits einen Nobelpreis sein Eigen nennt und längst im Rentenalter ist. 1910 bereits beschloss das Nobelkommitee, diese verdienten Männer und Frauen wieder in eine Tätigkeit einzubinden. Der Begriff Nobelgreis ward rasch gefunden und fand seinen Weg in die Umgangsprachen dieser Welt. Er ist längst Allgemeingut - neben Wörtern wie Flaschenöffner, Franzbrandwein, Klopapier und Internetuser.

Ein/e Nobelgreis/in steht bereits jungen Nobelpreisanwärtern beratend zur Seite. Ist der Preis dann vergeben, betreuen die Greise die so ausgezeichneten Künstler oder Wissenschaftler weiter.

Sie geben Hilfe bei Versicherungsfragen (wie versichere ich einen NPreis gegen Diebstahl), helfen psychosozial aus (wie gehe ich mit aufkeimendem Neid um), geben Pflegetipps zur Werterhaltung des Objektes, fahren auf Anfrage den zugeteilten Aspiranten kostenlos durch die Gegend und haben grundsätzlich für alle Eventualitäten rund um die Uhr zur Verfügung zu stehen.

Ergo: Demnächst bitte 2 Mal hinschauen und nicht vorschnell einen unbekannten Begriff als putzigen Rechtschreibfehler brandmarken.

Mit väterlichem Gruße, Bodo
 

Anne B.

:D

Und dank Uta, oder bessergesagt der genialen Geschichte von Carl Ceiss, wissen wir nun auch, wo man diese hochintelligenten Nobelgreise finden kann...

Also aufgepaßt:

Wer Nobelgreisträger werden will - Schaufel schnappen und nix wie hin zum Friedhof! Wer die obige Geschichte gelesen hat, der weiß, dass man den Sarg auf keinen Fall öffnen darf, sondern nur tragen! Physikkenntnisse sind dabei zweifelsohne von Vorteil :) .

Jeder, der meiner Empfehlung folgt, wird mit Sicherheit berühmt(berüchtigt)!

Wer danach nicht selbst im Sarg, im Knast oder in der Klappse landet, der muss einfach genial sein und bekommt den "Till-Eulenspiegel-Preis".



Werden Nobelpreise eigentlich auch postum verliehen? Ich finde, dieser Typ hier hätte längst mal einen verdient...
 
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Hallo Flowerpower,

War Doktor Frankenstein eigentlich Nobelpreisträger?

Leòn
 
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Grüss euch & lasst uns noch kurz beim Thema bleiben:

Ist die Hölle heiß oder kalt?

Ist die Hölle exotherm (gibt Wärme ab)oder endotherm (absorbiert Wärme)? Diese Frage wurde im Abschlußtest Chemie der NUI Maynooth (Grafschaft Kildare, Irland) wirklich gestellt.

Die meisten Studenten mutmaßten mit Hilfe von Boyles Gesetz, dass sich Gas beim Ausdehnen abkühlt und die Temperatur bei Druck sinkt oder etwas in der Art.

Ein Student allerdings schrieb folgendes:

Zuerst müssen wir herausfinden, wie sehr sich die Masse der Hölle über die Zeit verändert. Dazu benötigt man die Zahl der Seelen, die in die Hölle wandern und die Zahl jener Seelen, die die Hölle verlassen. Ich bin der Meinung, dass man mit einiger Sicherheit annehmen darf, daß Seelen, die einmal in der Hölle sind, selbige nicht mehr verlassen. Deswegen verläßt keine Seele die Hölle. Bezüglich der Frage, wieviele Seelen in die Hölle wandern, können uns die Ansichten der vielen Religionen Aufschluß geben, die in der heutigen Zeit existieren.

Bei den meisten dieser Religionen wird festzustellen sein, dass man in die Hölle wandert, wenn man ihnen nicht angehört. Da es mehr als nur eine dieser Glaubensbekenntnisse gibt und weil man nicht mehr als einer Religion angehören kann, kann man davon ausgehen, daß alle Seelen in die Hölle wandern. Angesichts der bestehenden Geburten- und Todesraten ist zu erwarten, dass die Zahl der Seelen in der Hölle exponentiell wachsen wird.

Betrachten wir nun die Frage des sich ändernden Umfangs der Hölle. Da laut Boyles Gesetz sich der Rauminhalt der Hölle proportional zum Wachsen der Seelenanzahl ausdehnen muß, damit Temperatur und Druck in der Hölle konstant bleiben, haben wir zwei Möglichkeiten.

1. Sollte sich die Hölle langsamer ausdehnen als die Menge hinzukommender Seelen, wird die Temperatur und der Druck in der Hölle so lange steigen bis die ganze Hölle auseinanderbricht.

2. Sollte sich die Hölle schneller ausdehnen als die Menge hinzukommender Seelen, dann werden Temperatur und Druck fallen, bis die Hölle zufriert.

Welche der Möglichkeiten ist es nun?

Wenn wir Sandras Prophezeihung miteinbeziehen, die sie mir gegenüber im ersten Studienjahr geäußert hat - nämlich, dass "es in der Hölle ein kalter Tag sein wird, bevor ich mit dir schlafe" - sowie die Tatsache, dass ich gestern mit ihr geschlafen habe, kommt nur Möglichkeit Zwei in Frage.

Deshalb bin ich überzeugt, dass die Hölle endotherm ist und bereits zugefroren sein muss.

Aus der These, wonach die Hölle zugefroren ist, folgt, dass keine weiteren Seelen dort aufgenommen werden können und sie erloschen ist... womit nur noch der Himmel übrigbleibt und die Existenz eines göttlichen Wesens beweist - was wiederum erklärt, warum Sandra gestern Abend die ganze Zeit "Oh mein Gott" geschrien hat.

Dieser Student erhielt als einziger einen Einser.
www.mst-gaming.de/printview.php?board=13&topic=13

Sollen sich die dies mal hinter die Ohren schreiben, die hämischen Gefallen daran finden, anderen die Hölle heiss machen zu wollen :)))

herzlichst - Phil :schaukel:
 
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19.03.06
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Manno! - Ich ahnte sowas!image-hosting.alpher.de/files/fb9656b8ae34f8dce24eb0d7529eb2aa.gif
 
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24.09.04
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Zuerst mal einen "Beobachterinnenpreis" an Flowerpower: Bravo, sehr aufmerksam! :fans: :wave:

Was ein Nobelgreis ist? Hier ist er: :greis:

Ich denke auch an Semmelweiss, den ungarischen Arzt (1818-1865), der "seiner Zeit" weit voraus war und unter der Arroganz seiner Kollegen zu leiden hatte. Hier mehr dazu und weiteres zu aufmerksamen Forschern in der Bakteriologie:
http://www.vobs.at/bio/spezial/x-hist23.htm
 

Anne B.

Danke Pius. Wenn ich was hab', dann bestimmt kein ADS - Aufmersamkeits-Defizit-Syndrom ;) .

Einstein erging es übrigens ähnlich, wie anderen Genies. Ers sagte unter anderem: "Zwei Seifen sind mir zu kompliziert."

Da ich Lexika unheimlich liebe :) , habe ich natürlich auch ein "Lexikon der verrückten Dichter und Denker". Es ist von Michael Korth und einfach genial. Daraus zitiere ich mal folgendes über Enstein

Albert Einstein - Der Popstar der Wissenschaft
....
Daß aus dem träumerischen Jungen einmal eine Art Popstar der Wissenschaft werden würde, hätten weder seine Gouvernante, die ihn »Pater Langweil« nennt, noch seine Lehrer gedacht. Einer sagt ihm ganz offen: »Es wäre nett, wenn du uns eines Tages verlassen könntest.« Klar, daß Schule dem jungen Einstein ein Graus ist: »Die Lehrer in der Elementarschule kamen mir wie Feldwebel vor und die Lehrer im Gymnasium wie Leutnants.« Die Unterrichtsmethode besteht aus Gewalt und Einschüchterung und nimmt ihm jede Freude. Der sklavische Ordnungstick und das hirnlose Hineinlernen von Fakten gehen Einstein auf den Geist, weil »die heilige Neugier des Forschens erdrosselt wird«. Dementsprechend schlecht sehen seine Zeugnisse aus.
Ohne Abitur verläßt Einstein das Münchener Luitpoldgymnasium. Allerdings mit dem Zeugnis des Mathematiklehrers in der Tasche, das seine außergewöhnlichen Kenntnisse in Mathematik bescheinigt. Was nun? Da kommt Einstein zu Ohren, daß man am Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich, einer der damals berühmtesten höheren technischen Schulen Mitteleuropas, ohne Abitur studieren kann. Allerdings muß man dort eine Aufnahmeprüfung machen. Einstein tritt an - und fällt durch.

Trotzdem haben seine Leistungen in Mathematik Eindruck gemacht. Der Schuldirektor empfiehlt ihm, an der Kantonschule in Aarau das nachzuholen, was er in München nicht gelernt hat. Mit Zittern und Zagen folgt er dem Rat und erlebt eine positive Überraschung. Die Schule hat sich der modernen Pädagogik verschrieben, und in dieser freien Atmosphäre schafft Einstein den Schulabschluß und steigt nun unaufhaltsam zum Weltstar auf.
Einstein kultiviert eine unkonventionelle Lebensart, die jedoch nur seinem Hang zur Einfachheit entspringt.
"Zwei Seifen sind mir zu kompliziert«, meint er zum Beispiel, wenn sich jemand darüber wundert, daß er dieselbe Seife zum Waschen und Rasieren benutzt. Auch der Friseurbesuch ist für ihn zu kompliziert, deshalb flattert seine Künstlermähne freundlich im Wind. Konventionen sind Einstein ein Greuel, sie engen ihn ein, ebenso wie Anzüge. Deshalb trägt er mit Vorliebe bequeme, ein bißchen zu große Pullover und weite Hosen, mit denen er sich gemütlich aufs Sofa flegeln kann, um zu denken.
Denn Denken ist seine Leidenschaft, sein geniales Hirn arbeitet unentwegt. Oft gelingen ihm allerdings erst nach jahrelangen Grübeleien hieb- und stichfeste Schlüsse. »Jetzt weiß ich«, stöhnt er eines Tages, als das Ergebnis auf sich warten läßt, »warum es so viele Leute gibt, die gern Holz spalten. Bei dieser Tatigkeit sieht man nämlich immer sofort den Erfolg.«

Über mangelnden Erfolg kann Einstein eigentlich nicht klagen, wenngleich dieser ihm nicht ganz geheuer ist: »Ich weiß wirklich nicht, wie es zugeht, daß ich durch die Abfassung von einigen Aufsätzen, die nur ein paar Menschen in der Welt wirklich verstehen können, berühmt geworden bin.« Die paar Aufsätze haben es allerdings in sich, sie sind ebenso unkonventionell wie ihr Autor. In seinem berühmtesten Aufsatz, der »Relativitätstheorie«, stellt er auf knappen 64 Seiten das traditionelle Weltbild auf den Kopf. »Gegenwärtig debattiert jeder Kutscher und jeder Kellner, ob meine Theorie richtig sei«, staunt er vier Jahre nach der Veröffentlichung. Mit 42 Jahren erhält er für die Entdeckung der Lichtquanten den Nobelpreis für Physik. Was er fortan von sich gibt, ist ein Fressen für die Presse. »Wie bei dem Mann im Märchen, dem alles zu Gold wurde, was er berührte«, klagt er, »so wird bei mir alles zum Zeitungsgeschrei.« Man reißt sich um den Berühmten, Einladungen aus aller Welt flattern nach Berlin. Und die kommen gerade zur rechten Zeit, denn nicht alle fallen in den Jubel über Einsteins Entdeckung ein. Neidische Finsterlinge aus dem Kollegenkreis machen gegen ihn und seine Ideen mobil. Es häufen sich Attentate auf prominente Juden und Demokraten. Ein Mann wie Einstein ist doppelt gefährdet, denn im aufkeimenden Hurrapatriotismus wird der radikale Pazifist zur Zielscheibe der Nazipresse. Freche Äußerungen wie:

»Wenn einer mit Vergnügen in Reih und Glied zu einer Musik marschieren kann, dann verachte ich ihn schon; er hat sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde«, provozieren die braunen Fanatiker.

Um sich vor Mordanschlägen zu schützen, flüchtet Einstein ins Ausland. Auch in seiner neuen Heimat Amerika wird er für seine Schrullen berühmt. Statt einer Rede bringt er dem überraschten Publikum einmal ein Ständchen auf der Geige dar. Und dafür lieben ihn die Amerikaner.

Unkompliziert wie seine Einstellung zum Leben ist auch Einsteins Gelassenheit dem Tod gegenüber. Als man ihm mit einer Unterleibsoperation das Leben retten will, sagt der 76jährige: »Es ist geschmacklos, das Leben künstlich zu verlängern. Ich habe mein Teil getan, nun ist es Zeit zu gehen. Ich möchte dies elegant tun.«
Bücher von Amazon
ISBN: ISBN 3821839570


Liebe Grüße und wunderschöne Feiertage!
Anne
 

ADo

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06.09.04
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Flowerpower du bist Schuld!!!:mad:

Nun habe ich schon wieder Geld für ein Buch ausgegeben:eek:


Danke für den Tipp:wave:

LG
 

Anne B.

Du wirst es nie bereuen, ADO! Ich schwör's :bang: .

Dieses Lexikon ist nicht nur interessant, sondern auch unheimlich lustig geschrieben! Man "sehnt" sich nach dieser Lektüre regelrecht danach, auch einen "Knall" zu haben... :D . Na ja,jedenfalls ist es nach dem Lesen unheimlich leicht, mit sogenannten "Verrückten" umzugehen, und wenn es nur der Umgang mit sich selbst ist.

LG, Flower
 

MisterX

Einstein hatte mehr als einen Knall ...

Zitat:
Seit 1912 hat Einstein ein Verhältnis mit seiner Cousine Elsa. Einstein ist Mileva überdrüssig geworden, jedoch nicht gewillt, die Initiative zu einem Bruch zu ergreifen. Zur Fortsetzung der Ehe verpflichtet er Mileva in einem Brief vom 18. Juli 1914 auf folgende Regeln:

Du sorgst dafür
dass meine Kleider und Wäsche ordentlich im Stand gehalten werden.
dass ich die drei Mahlzeiten im Zimmer ordnungsgemäß vorgesetzt bekomme.
dass mein Schlaf- und Arbeitszimmer stets in guter Ordnung gehalten sind, insbesondere dass der Schreibtisch mir allein zur Verfügung steht.
Du verzichtest auf alle persönlichen Beziehungen zu mir, soweit deren Aufrechterhaltung aus gesellschaftlichen Gründen nicht unbedingt geboten ist. Insbesondere verzichtest Du darauf
dass ich zuhause bei Dir sitze.
dass ich zusammen mit Dir ausgehe oder verreise.
Du verpflichtest Dich ausdrücklich, im Verkehr mit mir folgende Punkte zu beachten:
Du hast weder Zärtlichkeiten von mir zu erwarten noch mir irgendwelche Vorwürfe zu machen.
Du hast eine an mich gerichtete Rede sofort zu sistieren, wenn ich darum ersuche.
Du hast mein Schlaf- bzw. Arbeitszimmer sofort ohne Widerrede zu verlassen, wenn ich darum ersuche.
Du verpflichtest Dich, weder durch Worte noch durch Handlungen mich in den Augen meiner Kinder herabzusetzen.

http://www.meinhard.privat.t-online.de/frauen/einstein.html

Danke - wie froh bin ich da, dass ich nicht rechnen kann ... :) :freu: :cool:
Wobei das ja auch Mileva Einstein-Maric gemacht haben soll ...... :rolleyes:

Lieben Gruß X
 

Anne B.

Hey, Mister X, Einstein war da 20/21 Jahre alt. Wer kann in diesem Alter schon so genau formulieren, was er will?

Na ja, ich hab's mir jedenfalls für alle Fälle kopiert :D ! Hätt' ich's doch schon früher gewußt....
 

Anne B.

:D

Hey Jungs, ihr habt euch zu früh gefreut:

Während des Studiums hatte Einstein seine zukünftige Ehefrau, die dreieinhalb Jahre ältere Serbin Mileva Marić, kennen gelernt. Erst nach dem Tod seines Vaters Ende 1902 heirateten die beiden – gegen den Willen der Familien – am 6. Januar 1903.
1914 trennten sich Einstein und Mileva Marić. Sie zog mit ihren Söhnen von Berlin zurück nach Zürich.
Zwischen 1917 und 1920 pflegte seine Cousine Elsa Löwenthal (geb. Einstein; 1876–1936) den kränkelnden Einstein; es entwickelte sich eine romantische Beziehung.
Also:

1. Mileva Maric ist nicht Elsa.

2. 1914 war Mileva nicht mehr bei ihm und die Elsa noch nicht bei ihm.


:confused: :cool: :rolleyes: :p) :)


Oje, lieber Mr. X, könnte es sein, dass Ihre Fantasie mal wieder mit Ihnen durchgegangen ist ;) ?

Aber bei Genie Albert scheint biographisch ohnehin einiges genial durcheinander zu gehen. Folgendes habe ich bei wikipedia.de gefunden und mich köstlich amüsiert:


Im Jahr 1965, im Alter von 76 Jahren, veröffentlichte er einige seiner wichtigsten Werke. Am 17. März 1905 beendete er seine Arbeit „Über einen die Erzeugung und Verwandlung des Lichts betreffenden heuristischen Gesichtspunkt“ zum photoelektrischen Effekt, die am 18. März bei den Annalen der Physik einging (abgedruckt in Band 17 auf den Seiten 132–148). Am 30. April 1905 reichte er an der Universität Zürich bei den Professoren Kleiner und Burkhardt seine Dissertation ein, die den Titel trug: „Eine neue Bestimmung der Moleküldimensionen“ (Buchdruckerei K. J. Wyss, Bern, 1980, Umfang 17 Seiten, DIN A5). Hierfür erhielt er am 15. Januar 1999 den Doktortitel in Physik. Am 11. Mai 1905 folgte seine Arbeit „Über die von der molekularkinetischen Theorie der Wärme geforderte Bewegung von in ruhenden Flüssigkeiten suspendierten Teilchen“ zur brownschen Molekularbewegung. Am 30. Juni 1905 reichte Einstein seine Abhandlung „Zur Elektrodynamik bewegter Körper“ bei den Annalen ein. Der Aufsatz erschien am 26. September 2006. Schon am darauf folgenden Tag lieferte Einstein seinen Nachtrag „Ist die Trägheit eines Körpers von seinem Energieinhalt abhängig?“ Letzterer enthält zum ersten Mal die wohl berühmteste Formel der Welt, E = mc² (Energie ist gleich Masse mal Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat, Äquivalenz von Masse und Energie). Beide Arbeiten zusammen werden heute als Spezielle Relativitätstheorie bezeichnet.
:)))

Ähm, welcher Tag ist heute eigentlich und wie heiße ich? Vielleicht lebt Einstein ja als Nobelgreis doch noch, offiziell ist er jedenfalls 1955 verstorben.
 

Anne B.

ACHTUNG jetzt kommt es ganz dicke!

Weil das o. g. Zitat so lustig ist, habe ich mir gerade diese Einstein-Wikipediaseite kopieren oder ausdrucken wollen!

Was muss ich nun lesen?

Im Jahr 1905, im Alter von 26 Jahren, veröffentlichte er einige seiner wichtigsten Werke. Am 17. März 1905 beendete er seine Arbeit „Über einen die Erzeugung und Verwandlung des Lichts betreffenden heuristischen Gesichtspunkt“ zum photoelektrischen Effekt, die am 18. März bei den Annalen der Physik einging (abgedruckt in Band 17 auf den Seiten 132–148). Am 30. April 1905 reichte er an der Universität Zürich bei den Professoren Kleiner und Burkhardt seine Dissertation ein, die den Titel trug: „Eine neue Bestimmung der Moleküldimensionen“ (Buchdruckerei K. J. Wyss, Bern, 1905, Umfang 17 Seiten, DIN A5). Hierfür erhielt er am 15. Januar 1906 den Doktortitel in Physik. Am 11. Mai 1905 folgte seine Arbeit „Über die von der molekularkinetischen Theorie der Wärme geforderte Bewegung von in ruhenden Flüssigkeiten suspendierten Teilchen“ zur brownschen Molekularbewegung. Am 30. Juni 1905 reichte Einstein seine Abhandlung „Zur Elektrodynamik bewegter Körper“ bei den Annalen ein. Der Aufsatz erschien am 26. September 1905. Schon am darauf folgenden Tag lieferte Einstein seinen Nachtrag „Ist die Trägheit eines Körpers von seinem Energieinhalt abhängig?“ Letzterer enthält zum ersten Mal die wohl berühmteste Formel der Welt, E = mc² (Energie ist gleich Masse mal Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat, Äquivalenz von Masse und Energie). Beide Arbeiten zusammen werden heute als Spezielle Relativitätstheorie bezeichnet.
Alles richtig.

ICH SCHWÖRE HOCH UND HEILIG:

Ich habe das Zitat, so wie es dort oben in Beitrag 19 steht, heute morgen original aus Wikipedia.de kopiert. Es gibt Zeugen! Nun ist es inhaltlich verändert (letzte Änderung in Wikipedia am 23.12.2006. Ähm ist heute der 23. Dezember? ).

Mein Computer ist verhext! Langsam glaub' ich es wirklich. Manno, warum passieren nur mir immer wieder solche komischen Sachen?

:D

An dieser Seite von Wikipedia wurde übrigens ganz viel rumgebastelt. Offensichtlich habe ich beim googlen rein zufällig eine dieser "Übungsseiten" erwischt, was eigentlich nicht sein soll. Das ist wohl "Höhere Informatik" oder besser: "Höheres Googeln" ;) .
 
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