Pflegeheimerfahrungen mit Angehörigen?

Themenstarter
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18.03.12
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außerdem profitieren nur die prof. pflegedienste. wer privat gepflegt wird, bekommt nichts...............

Hallo sunny sunlight,
erinnerst du dich, darüber haben wir schon so oft diskutiert. Ich habe meinen Mann zu Hause gepflegt und bekam auf Antrag Unterstützung und das ist schon sehr viele Jahre her. Nun ist es sogar noch etwas leichter mit der Beantragung von Leistungen.

Als kleine Erinnerungshilfe...



Einen schönen Sonntag wünscht Wildaster ☀️
 
wundermittel
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12.10.18
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wie schon mehrfach erwähnt, bekomm ich kein pflegegeld. sie haben nur leistungen durch einen anerkannten pflegedienst genehmigt und der nützt mir wie gesagt wegen der uv-probleme überhaupt nichts. außerdem ist da die zuzahlung auch rel. hoch und das kann ich mir auch nicht leisten, zumal die miete auch erhöht worden ist und mein einkommen wegen corona noch niedriger ist als eh schon.

Einen schönen Sonntag

danke gleichfalls :)


lg
sunny
 
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10.01.04
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sie haben nur leistungen durch einen anerkannten pflegedienst genehmigt
Hallo sunny,

hast Du schon mit „ihnen“ darüber gesprochen, daß Du aus den bekannten und nachweisbaren Gründen mit einem Pflegedienst nichts anfangen kannst?

Grüsse,
Oregano
 
regulat-pro-immune
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12.10.18
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danke für die info, aber die kenn ich längst alle. nützen mir nichts, weil auch die berater und die kontrolleure usw. nicht parf-frei sind. als der sehr nette gutachter der kasse hier war, der an dem tag auf parf. sachen verzichtet hatte, war es trotzdem so kraß, daß ich mehrere tage sehr heftige beschwerden hatte (und die sind nicht nur sehr unangenehm, sondern gehen auch bis hin zu massiven inneren blutungen usw.). es hängt halt wie gesagt auch in der kleidung und es reichen schon "normale" pflege-und waschmittel usw.
seit es so kraß ist, haben ja auch die berufl. kontakte und damit das einkommen sehr abgenommen, weil zwar einige bereit waren, an dem ca. 1 tag pro woche auf parf. sachen zu verzichten, aber die meisten natürlich nicht alles komplett umstellen wollen/können. außerdem reicht es auch schon, wenn sie den ganzen tag im büro mit parf. zusammen sind.
wenn ich nicht für alles immer schon nach infos und lösungen gesucht hätte, wär ich (wie meine mutter) schon lange tot...........
 
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07.05.09
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Hallo,

mir kommt das dänische steuerbasierte System auch gerechter und besser vor. Wer ein größeres Einkommen hat, sollte dann auch mehr bezahlen..

Grundsätzlich sollte für jeden Menschen (vor allem auch im Alter) unabhängig von der Höhe des Einkommens oder der Rente und vor allem auch bei Krankheit eine ausreichende Hilfe und Pflege gewährleistet sein.

Zur Zeit und eigentlich schon immer werden so gut wie alle Richtlinien und Gesetze, die die Pflege angehen, bei uns so gelenkt und gefördert wie es die Pharmakonzerne, Gesundheitsfunktionäre und deren Advokaten den Politikern vorschreiben (im wahrsten Sinne des Wortes). Die stärkere oder wenigstens gleichzeitige Förderung der ambulanten Pflege wäre eine gute Lösung. Aber es wird fast nur die stationäre Pflege finanziell gefördert. An der ambulanten kann nicht genug Geld verdient werden. Aber der Bedarf an Pflege ist viel zu groß, als dass man dieses Loch mit der stationären Pflege wird füllen könnten. Zurück bleiben unglückliche Angehörige, leidende Betroffene und vom Burnout gelähmte Pflegekräfte und steigende Kosten einer teuren Versorgung.

VG
 
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22.08.17
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Hallo Oregano,

AIP und SLE sind teils biochemisch, teils auch genetisch durch entsprechende Labortests nachweisbar.
Wenn man diese Tests aber nicht macht, ist aus Sicht der Kassen (zu Recht?) nichts belegt.

Gruß
 
regulat-pro-immune
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12.10.18
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genetischen Tests

die gab es früher nicht.
bzgl. sle auch jetzt noch nicht bzw. erst in der entwicklung.


bzgl aip schon, aber das heißt nicht, daß man auch schübe hat.


der sle war damals so eindeutig, daß der arzt sich sofort sehr sicher war und die weitere entwicklung war auch eindeutig und die aip ist auch mehr als sicher zumal meine mutter die gleichen symptome hatte, aber wegen der falschen medis früh gestorben ist.

bei mir haben sie es auch schon mit anfang 20 (eigentlich schon mit 14 als ich eine appendektomie wegen der uv narkose fast nicht überlebt hab) das erste mal geschafft und nur weil ich mich geweigert hab die pillen weiter zu nehmen (ich hatte ja schon als kind mitbekommen, was die bei meiner mutter angerichtet haben und war selbst durch versch. uv pillen etliche male tagelang bewußtlos, hatte eeg-veränderungen und pupillenlähmungen und im urlaub mal eine atemlähmung durch ein kl. bißchen cannabis usw. usw.) hab ich überlebt. das gleiche durch angeblich verträgliche pillen noch mal mit ende 20, da war ich mehrere tage im koma und hatte ganz erhebliche folgeschäden.

da die ärzte aber null ahnung hatten, wurde behauptet, das wär nicht von den pillen, sondern ich hätte eine epilepsie.
zum einen paßte es aber von den symptomen her nicht, zum anderen hatte ich es immer nur von den pillen bzw. adere chemikalien und zwischendurch jahrelang nicht.

aber da beide (sle und aip) meist schubweise verlaufen und es allg. unbekannt ist, daß auch eine chemie-uv triggern kann (fast alle der extrem vielen ärzte, bei denen ich war, kannten beide krankheiten überhaupt nicht und sogar in der uniklinik gab es fehldiagnosen, weil diese ......... tests gemacht haben, die nur im akuten schub positiv sind, aber da ich monate auf den termin warten mußte, war der schub vorbei) und es dem pflegedienst (und auch den meisten ärzte) unbekannt ist, daß es dadurch auch zu einer sehr eingeschränkten leistungsfähigkeit kommen kann und sie eh nur das anerkennen, was der gutachter bei der "besichtigung" feststellt und das auch noch falsch interpretieren (mir haben sie z.b. einen rollator bewilligt, obwohl im gutachten steht, daß es zur und in der wohnung treppenstufen gibt, wobei der ja garnichts nützt), ist es mit den uv usw. unmöglich mehr zu erreichen.

sie haben ja den pflegegrad anerkannt und pflege bewilligt, aber die nützt mir halt nichts und auch ein gentest nicht, weil eine chemie-uv nicht zu den bekannten symptomen von sle und aip gehört und evtl. auch eher mit mcas o.ä. zusammenhängt.
die leute mit mcs und mcas haben diese probleme teils auch, weil die meisten ärzte davon auch keine ahnung haben.

aber ich komm ja normalerweise einigermaßen zurecht und die folgen vom sturz werden sich ja auch wieder bessern.


lg
sunny
 
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22.08.17
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die gab es früher nicht.
Hallo sunny,
die Diagnostik hat sich im Laufe der Jahrzehnte (Gott sei Dank) weiterentwickelt.
Bei Interesse nachstehende Infos:

Diagnostik SLE:

Diagnostik AIP:

Gruß
 
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12.10.18
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na und ?
daß ich beides habe ist bekannt und attestiert (wobei mich die atteste noch nicht mal davor bewahrt haben, daß die ärzte im krankenhaus mir ein mittel per infusion verabreicht haben, das man bei der aip niemals geben darf), aber da beides schubweise verläuft und es nicht zu den bekannten symptomen gehört, daß man auch auf winzige mengen von uv chemie (parf.) heftig reagiert usw. usw. nützt das garnichts.
 

Ilira

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11.01.22
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Bei Interesse nachstehende Infos:
Ich wollte dir kurz Danke sagen für den Link. (Porphyrie). Ich hätte das nicht gelesen, wenn Du es jetzt nicht hier verlinkt hättest. Das hat mich jetzt nachdenklich gemacht in zwei verschiedene Richtungen und ich muss da mal noch weiter lesen.
 
regulat-pro-immune
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da gibt es einen ganzen thread zur aip mit etlichen links :



lg sunny
 
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Iranischer Flüchtling bewahrt 101-jährige vor Altenheim. 💚


Agnes Jeschke ist 101 Jahre alt. Amir Farahani 28, geflüchtet aus dem Iran. Wäre der junge Mann nicht bei ihr eingezogen, hätte Agnes ins Pflegeheim gemusst. Stattdessen hat sie mit über 100 Jahren nicht nur einen Mitbewohner, sondern auch einen besten Freund gefunden. "Wir verstehen uns", sagt sie mit ihrem Berliner Charme "wie zwei linke Latschen". Eigentlich suchte Amir Farahani nur eine Wohnung, als er auf eine Anzeige im Internet stieß: „Mietfrei wohnen gegen Gesellschaft für unsere Omi.“ Der junge Mann aus dem Iran macht derzeit eine Ausbildung zur Pflegefachkraft in Berlin. Er stellte sich vor, genau an Agnes Jeschkes 101. Geburtstag. Es war Liebe auf den ersten Blick. Amir setzte sich gegen 22 Bewerberinnen durch und zog kurz darauf ein. Es ist eine sehr besondere Wohngemeinschaft, anders als die Alt-Jung-WG‘s, die es schon länger gibt. Der 28-jährige Azubi wohnt im Wohnzimmer und schläft dort auf dem Sofa. Er möchte nichts verändern, damit die 101-jährige Agnes sich weiter in ihrer Wohnung zurechtfindet. Amir kümmert sich um sie, wenn er zuhause ist, schmiert Brote, hilft beim Anziehen und Zähneputzen. Warum macht er das alles? Er behandele Agnes so, wie er selbst behandelt werden möchte. Dass alte Menschen ins Pflegeheim abgeschoben werden, findet er unmöglich. Seit er eingezogen ist, sei Agnes wieder aufgeblüht, sagen auch ihre Freundinnen Und Freunde und Verwandten. Kein Wunder. Gemeinsam gehen die beiden schaukeln, schwimmen oder in den Zoo. Und haben dabei jede Menge Spaß. Denn egal, ob 101 oder 28, Teheran oder Berlin, ihr Humor ist genau derselbe. „Wir verstehen uns ohne Brille“, sagt Agnes dazu. "Re:" begleitet diese außergewöhnliche WG und Freundschaft über Monate hinweg. Es ist ein Auf und Ab. Agnes kommt ins Krankenhaus, Amir hat Angst, sie zu verlieren. Denn noch etwas verbindet die beiden: die Einsamkeit. Ob im hohen Alter oder in einem fremden Land. An Agnes 102. Geburtstag feiern sie das erste Jubiläum ihrer außergewöhnlichen Freundschaft.

Mitbewohner statt Pflegeheim: Agnes und Amir | ARTE Re:​



 
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Von der ersten Sekunde an hat mich das Video in seinen Bann gezogen, danke für das Einstellen, lieber zui.(y)😍

Was für ein tolles lebensfrohes Team Agnes und Amir sind, das sieht und spürt man .❤️ Wie Agnes sagt - wir sind wie zwei linke Latschen. Es ist eine bereichernde und schöne Lebensgemeinschaft - was Hoffnung gibt.
Für mich ist Amir ein Mensch mit großem Herz, der sehr viel Liebe in sich trägt. Er findet es falsch, wenn Menschen allein gelassen werden und in ein Heim abgeschoben werden und ihre WG zeigt, wie gut es tut in Gesellschaft zu bleiben.
Als Agnes im Krankhaus lag und Amir meinte, nun ist die Wohnung ohne Seele, das zeigte ihn - den Menschen Amir.

Da blicke ich einmal hoffnungsvoller den nächsten Jahren entgegen, versuche wie Agnes fit zu bleiben auch im Kopf, meinen Humor nicht zu verlieren und vielleicht auf einen Menschen wie Amir zu treffen.🍀

Liebe Morgengrüße von Wildaster🙂
 
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18.03.12
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Wie Angehörige manchmal denken und fühlen.

Auch ich kam als Angehörige oft an meine Grenzen und auch die aufkommenden Schuldgefühle trugen dazu bei. Ich pflegte ja auch meinen Mann, in der Zeit, als mich auch meine Eltern brauchten.
Mir war das Forum in dieser Zeit eine große Hilfe und Unterstützung, Freunde, meine Arbeit und besonders auch der Austausch mit anderen Angehörigen im Pflegeheim meiner Eltern.



Ein Austausch mit anderen Angehörigen, in der Familie, mit Freunden usw. ist so wichtig, denn man kann über seine Sorgen und Gefühle sprechen, fühlt sich verstanden und schöpft daraus neue Kraft.

Ich wünsche Allen, die sich um ihre Lieben kümmern, weiterhin viel Kraft, Zuversicht und weiterhin viel ❤️.

Liebe Grüße von Wildaster
 
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Bei diesen 5 Anzeichen wird zu einem Pflegegrad - Antrag geraten.

"Ob eine Pflegebedürftigkeit vorliegt, entscheidet der Medizinische Dienst der Krankenkasse anhand von 6 offiziellen Modulen. Der erste Schritt in Richtung Pflegegrad muss allerdings von dem Pflegebedürftigen selbst gegangen werden. Dazu gehört in vielen Fällen zunächst ein Bewusstsein dafür, dass die Alltagsbewältigung sich zunehmend schwieriger gestaltet und warum das so ist. Oft sind die Anzeichen schwammig, Krankheiten wie Demenz schreiten nur langsam fort, Veränderungen der Lebenssituation fallen Betroffenen gar nicht auf oder werden verdrängt. Dabei gibt es einige Zeichen, die zu ignorieren unklug sein kann. Denn schon mit geringen Pflegeleistungen lässt sich die Lebensqualität oft deutlich steigern. In diesem Video fassen wir 5 Anzeichen zusammen, die auf eine ernsthafte Pflegebedürftigkeit hindeuten können."
- Zitat aus https://drweiglundpartner.de/wissen/pflegegrad/pflegegrade/

Alles Gute wünscht Wildaster🍀🍀🍀

 
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HILFSMITTEL: Auch Pflegekräfte dürfen empfehlen

Pflegekräfte, die Ältere daheim betreuen, wissen oft genau, was die Selbstständigkeit im Alltag verbessern kann.
Nicht nur der Arzt, auch Pflegekräfte dürfen nun eine Empfehlung für ein geeignetes Hilfsmittel aussprechen.
Betroffene oder Angehörige können diese schriftliche Empfehlung mit gut begründetem Antrag direkt bei der zuständigen Kranken - oder Pflegekasse einreichen.
Die Empfehlung darf nicht älter als zwei Wochen sein.


Liebe Grüße von Wildaster
 
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