Pedrazzini

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15.07.04
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Hallo Foris,
hat jemand Erfahrung mit dem Labor Pedrazzini in München?
Ich möchte meine Zähne mit Promystar von Pedrazzini versorgen lassen. Da das Material noch nicht so bekannt ist, versuche ich auf diesem Weg etwas zu erfahren.
Danke und liebe Grüße
Hanna
 
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10.01.04
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Hallo Stern,
mein Zahnarzt hat eine Zeitlang versucht, mit diesem Labor zusammen zu arbeiten, hat es aber aufgegeben, weil er überhaupt nicht zufrieden mit denen war.
promysan® STAR ist ein thermoplastischer Kunststoff auf Polyester-Basis
www.pedrazzini-dental.de/promysan/index.html

Hier steht leider nirgends, ob denn dieser Kunststoff auch ohne Methylacrylat bzw. Acrylate ist. Denn auf die reagieren viele Leute allergisch bzw. aufgrund ihrer MCS. Da würde ich mich noch einmal sehr genau erkundigen...

Gruss,
Uta
 

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Kate

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16.11.04
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Meine Erfahrungen mit Pedrazzini:

1. Er war nicht bereit, genauere Angaben zu den Inhaltsstoffen zu machen, auch als ich es mit Allergien begründet und nach konkreten Stoffen gefragt habe.

2. Als ich ihm zu anstrengend wurde, weil ich auf der Beantwortung meiner Fragen beharrte (und er sich immer wieder herauswand), wurde er unverschämt, unterstellte mir pathologisches Verhalten, erzählte mir, wie "stark belastet" ich sei.

3. Herr P. meint, am Telefon Ströme bzw. Spannungen messen zu können... murmelte mitten im Gespräch plötzlich eine Zahl und als ich fragte, was das zu bedeuten habe, sagte er, dass dies die Spannung sei, unter der mein Körper stehe :D Die Isolierfähigkeit bzw. das Ausschalten von Spannungen im Mund sieht er wohl auch als Hauptargument für sein Material Promysan.

4. Ein Mitpatient von mir bei einem Umweltmediziner fühlte sich mit dem Material im Mund so schlecht, dass er es wieder herausgerissen hat. Er hat es daraufhin bei Fresenius untersuchen lassen. Ergebnis nach seiner Aussage: 0,5 - 1,5 % Aluminium, 0,5 % Antimon. Nach Aluminium hatte dieser Patient vorher explizit gefragt... Stellungnahme von Herrn Pedrazzini: Es sei Aluminium-Oxid, nicht elementares Aluminium. Antimon sei ein Katalysator, der in jedem Thermoplast vorhanden sei. Es sei laut Hersteller chemisch gebunden und die Migration in Wasser betrage weniger als 5 ppb (für Lebensmittelverpackungen gelte ein EU-Grenzwert von 350 ppm). Promysan sei zudem physiologisch unlösbar ("inert"). -

Tja... alles in allem macht das auf mich nicht so einen guten Eindruck und ich habe Abstand genommen. Was ich tatsächlich nicht weiß, ist, wie schädlich Metall-OXIDE sind. Ein Chemiker hier von der TU meinte, im Prinzip können sich dort immer auch Metall-Ionen herauslösen. Es gab dort am Institut mal eine Studie, wo man das in Bezug auf Nickel untersucht hat.

Viele Grüße
Kate
 
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10.01.04
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Hallo Kate,
ich hatte mich vor ein paar Jahren auch mal mit Herrn P. unterhalten und es ging mir ähnlich wie Dir: penetrantes Nachfragen mochte er gar nicht. Mein ZA erzählte mir, daß er durch die blendende Werbung dazu animiert worden war, ein paar Prothesen mit diesem Material zu machen. Aber die Zusammenarbeit mit P. war so schwierig, daß er es aufgab. Außerdem stellte sich das Prothesenmaterial bei den wenigen Patienten, die es ausprobierten, als weniger verträglich heraus als das Palapress bzw. das spätere Futura Jet (heißt das so?).

Gruss,
Uta
 
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23.04.06
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Genau,

wir veredeln diesen Kunststoff noch mit EM, wenn gewünscht. Und vorher kann man ein Testset mit dem Material leihen, mit und ohne, und auch andere gute Kunststoffe.:)
 
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14.01.10
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Meine Erfahrung mit Promysan Star

Es fing an mit einem Armreif. Nach circa 1 Jahr habe ich Knieschmerzen bekommen. Der Hersteller (Pedrazzini) hat mir gesagt, dass das Material die Schwachstellen im Körper findet und an die Oberfläche bringt. Hätte ich damals den Versuch sofort gecancelt hätte ich nur € 200,00 verloren.

Ich habe dem Hersteller vertraut und habe mir Zahnimplantate aus Promysan Star setzen lassen. Nach ca. einem halben Jahr sind sie alle drei Implantate heraus gefallen. Das gute an der Geschichte war, dass mir der Hersteller die Implantate geschenkt hat, ich brauchte dafür nichts zu bezahlen. Vor dem Einsetzen der Implantatstifte musste mein Kiefer aufgebaut werden mit einer Promysan Star Platte, das heißt es wurde mir am Kiefer das Zahnfleisch aufgeschnitten die Promysan Star Platte aufs Kiefer gelegt und das Zahnfleisch wieder zusammengenäht. Nach drei Monaten kam die Platte wieder raus.

Das hat mir sehr viel Schmerzen verursacht, und viel Geld gekostet. Ich habe später mit diesem Material mein ganzes Gebiss saniert, mit Aufbiss schienen, Brücken, Aufbiss schiene unten, Brücke oben, und zwei Kronen. Nach einem halben Jahr haben sich Karies unter der Brücke gebildet. Am 24.09. kommt das ganze Promysan wieder raus.

Fallen Sie nicht auf die Reden rein, das Promysan Star ist ein Material was nicht den Anforderungen gerecht wird. Ich habe im oberen Kiefer eine Brücke, wie schon gesagt aus Promysan (bis zum 24.9.), mit der Zeit wurden die scharfen Kannten rund, mit der Auswirkung, dass ich in keinen Apfel beißen kann.

Das alles hat viel Geld gekostet ca. € 15000,00, dafür das es nichts gebracht hat, war es eine teure Angelegenheit. Ich will Ihnen, lieber Leser, diese Tortur ersparen deswegen dieser Bericht. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen schreiben Sie mir.

Alles Gute!
 
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05.05.10
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Tag auch!

Ich bin etwas verwundert ob der Hysterie und Hetzjagd gegen Pedrazzini.
Wie mein Nick verrät war ich ein hochgradiger Allergiker.
Das ganze gipfelte bis hin zu ersten Asthma anfällen (knapp am Erstickungstod in der Nacht vorbei). Heuschnupfen war dabei die kleinste Belastung.
Mitunter Schuld an meinem desolaten Gesundheitszustand war vor allen Dingen das ganze Amalgangelumpe, welches ich in den Zähnen hatte.


Auch hatte ich zuvor einiges an Zahnersatz den ich nicht vertragen hatte und deswegen lieber ohne herumgelaufen bin, auch wenn ich damit aussah wie ein Penner (mehrere Zahnlücken wegen abgebrochener Zähne
die entfernt werden mussten).
Da war es mit ohne Zahnersatz immer noch besser als der ganze Irrsinn zuvor. Wenn ich zudem nachrechne, was ich damit alles an Geld verfeuert hatte, so währen das schon einige schöne Urlaube gewesen.


Dann sollte ich durch eine Fügung Herrn Pedrazzini kennenlernen.
(Ungeachtet daß mich Kinesiologie sowieso nicht wirklich überzeugt)
konnte ich mir als Techniker das Material einmal näher ansehen.
Promysan ist ein Thermoplast und kein Acrylbasierender Kunststoff.
Daher bin ich ob dieser Hetzjagd und den Spekulationenn hier etwas irritiert.
Seine kinesiologischen "Tests" prallen an mir ab (da bin ich eben zu sehr Techniker), jedoch sein Material hat mir persönlich geholfen wieder ein normales Leben zu führen.
Ich trage heute überzeugt meinen Zahnersatz aus Promysan und kann mich seither wieder ganz normal unter Leute wagen.


Da ich gerne lache, war die Situation zuvor für mich extrem belastend.
Auch hat mein neuer Zahnersatz bisher alle "Tests" incl. einer Grillhaxe in Andechs (wer noch nicht dort war sollte diese Hanxn dort einmal probieren um zu verstehen was eine Kruste ist) bestens bestanden.
Es ist bisher nix gebrochen und seit dem ich kein Amalgam mehr im Gesicht habe, habe ich auch keinerlei probleme mehr mit dem Heuschnupfen.
Bisher benötigte ich Teldane60 oder später Terfedura60 2x täglich um im Sommer überhaupt Luft zu bekommen.

Seid ich meinen Zahnersatz und kein Amalgam mehr im Mund habe, brauche ich garnix mehr - obwohl alle um mich herum schon längst rumrotzeln.
Es war eine Eingewöhnungszeit, die ich selbst benötigte um zu dem Material (Promysan) Vertrauen aufzubauen.

Aber mittlerweile esse ich wieder alles - ohne Ausnahme
und der Zahnersatz hält.

Leute die mich angreifen wollen, kann ich nun auch wieder mit allen Zähnen belächeln.
Für mich persönlich ist es ein Gewinn in meinem Leben, den ich nicht mehr missen möchte.

Daß sich auch ein Zahnersatz abschleift, ähnlich den eigenen Zähnen ist nur normal. Daß ein thermoplastischer Kunststoff etwas weicher ist, wie ein Acrylbasierender Kunststoff ist ebenso normal.
Fraglich ist eben was der Zahntechniker daraus macht, das entscheidet darüber ob es hält oder eben nicht.

Es ist mit Sicherheit nicht für jede Anwendung das perfekte Material,
aber es hat durchaus seine Existenzberechtigung und bringt mir zumindest
ein völlig neues Lebensgefühl - ohne Tabletten und Gifte - und dafür bin ich Pedrazzini dankbar, auch wenn ich an den Hokuspokus mit der Kinesiologie nicht glaube und es eher offengestanden belächle.
Dieses "testen" zählt eben für mich persönlich zum Hokuspokus.

Mir hat sein Kunststoff als Zahnersatz jedenfalls geholfen, endlich wieder ein giftfreies Leben zu führen.
Und das zählt für mich - sonst nix.:bang:
 
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16.07.10
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Ich bin neu im Forum, habe eine Anfrage zu Promysan, einem Zahnersatzstoff. Ich habe eine schlecht angepasste Oberkieferprothese und im Unterkiefer auch nur noch wenige Zähne. Mein - neuer- Zahnarzt empfiehlt eine Aufbissschiene. Von meiner Osteopathin hörte ich von Promysan, das angeblich das optimale Material für solche Schienen ist. Es muss völlig metallfrei sein.
Ich würde mich über einen Austausch speziell mit "Allergiker" freuen, aber auch mit den kritischen Patienten.
Zu Kinesiologie: Ich habe gute Erfahrungen damit, es hängt natürlich auch von dem Tester ab. Inzwischen, als langjährige MCS-lerin , kann ich schon selber spüren, was ich vertrage. Leider kann sich die Hypersensibilität im Laufe der Zeit verschlechtern, so dass ich in einem halben Jahr evtl. das als verträglich getestete Material nicht mehr vertrage.
Der Armreif für knapp 200 € ist mir zum Testen zu teuer.

Im Internet fand ich auch den Hinweis, dass die Verträglichkeit auch von der Rauhigkeit der Gaumenplatte abhängt.. ich habe ständig Zungenbrennen, was ich bisher auf die Mobilisierung von Schadstoffdepots im Mund geschoben habe.
Übrigens ist Promysan ein Phthalat- für mich klingt das nicht vertrauenerweckender als Acrylat.
 
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16.07.10
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Lieber Allergiker,

ich bin mir nicht sicher, ob mein "Privatbrief" angekommen ist.
Es geht noch einmal um Promysan. Du klingst ja ganz begeistert.
Ich stehe vor der Frage, was für eine Aufbisschiene und evtl Prothese ich machen soll. Mein Kiefergelenk ist völlig fehlgestellt und meine jetzige Prothese eine Katastrophe- das sagte aber erst ein neuer Zahnarzt, den ich aufsuchte, der vorige, der sie hatte machen lassen im Labor, sagte nichts dazu, obwohl ich x-mal zum Abschleifen kam. Da ich immer noch Entzündungen hatte im Kiefer, konnte ich es natürlich auch nicht gut beurteilen.
Nach einer langen Vorgeschichte mit Metallen im Mund und Vergiftungen möchte ich nicht das nächste Risiko eingehen.
Meine Frage: Wie langa hast du schon Deinen Zahnersatz mit Promysan? Verträgst Du ihn weiterhin?
Wie haltbar ist er (hartes Brot, Apfel. Käse, Schokoladestücke)? Die jetzoige Prothese fällt schon bei Gulasch heraus.
Über eine direkte Antwort oder auch im Forum würde ich mich freuen.

Liebe Grüße,

Anne Heidi
 
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24.02.07
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Hallo,

man kann nur abraten von Promysan. Es hält überhaupt nicht. Ped. verspricht Dinge, die nicht haltbar sind. Deshalb arbeiten Zahnärzte nicht mit ihm zusammen. Man kann nur vor diesem Mann warnen! Er verkauft Prothesen, die sich keine Prothese nennen können. Ich hatte 3 Zahnärzte aufgesucht, alle wollten nicht mit ihm zusammenarbeiten. Auch eine Brücke bei einer Bekannten hielt nicht. Das Material ist zwar schadstofffrei, aber es hält nicht.
Der Mann ist pleite und versucht immer noch zu verkaufen.

Helen
 
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14.01.10
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Hallo,

man kann nur abraten von Promysan. Es hält überhaupt nicht. Ped. verspricht Dinge, die nicht haltbar sind. Deshalb arbeiten Zahnärzte nicht mit ihm zusammen. Man kann nur vor diesem Mann warnen! Er verkauft Prothesen, die sich keine Prothese nennen können. Ich hatte 3 Zahnärzte aufgesucht, alle wollten nicht mit ihm zusammenarbeiten. Auch eine Brücke bei einer Bekannten hielt nicht. Das Material ist zwar schadstofffrei, aber es hält nicht.
Der Mann ist pleite und versucht immer noch zu verkaufen.

Helen
Hallo,
ich kann nur bestätigen was Hele sagt! Sie hat zu 1000 mal recht. Außerdem bilden sich Karies unter den Promisan Kronen.


baiano
 
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09.09.08
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promysan® STAR ist ein thermoplastischer Kunststoff auf Polyester-Basis. (PET/PBT) Es handelt sich im Prinzip um das gleiche Material aus dem wir unsere Getränke (PET-Flasche) zu uns nehmen.

Polyethylenterephthalat, enthält zwar das Wort "Phthalat" in seiner Bezeichung, kommt aber trotzdem ohne zugesetzte Phthalate bzw. Weichmacher aus. Die Verkettung bei der Polymerisation des Polymers kann schon bei der Produktion so gesteuert werden, dass die Zugabe von Weichmachern nicht notwendig ist. Dieser Umstand macht PET für Lebensmittel so geeignet.

Allerdings: Läßt man eine PET Flasche ein Jahr lang (auf dem Balkon) liegen zerbröselt sie schon in der Hand. Insofern habe ich so meine zweifel, ob sich das im Dentalbereich sehr lange hält ... Unter (PET-Flasche) findest Du auch die Nachteile:
PET ist im Gegensatz zu Glas nicht gasdicht. Entweichende Kohlensäure und eindringender Sauerstoff führt zu Geschmacksveränderungen und gegebenenfalls zu vorzeitiger Zersetzung. Weil das Problem mit zunehmender Gefäßgröße abnimmt (→ A/V-Verhältnis), sind die dünnwandigen Einwegflaschen meist nur in Füllgrößen über einem Liter erhältlich. Mineralwasser in PET-Flaschen hat eine deutlich kürzere angegebene Mindesthaltbarkeitsdauer (ca. 40 %) als solches in Glasflaschen. Da der PET-Kunststoff mit der Zeit gesundheitsschädigendes, nach Wein riechendes Acetaldehyd (Ethanal) in die Flüssigkeit abgibt, wurden in PET-Flaschen anfangs nur süßliche, den Beigeschmack kaschierende Getränke abgefüllt.
Nicht "ganz dicht" bedeutet aber auch durchlässig für Bakterien (was dann einen beschleunigten Kariesbefall erklären könnte).
 
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16.07.10
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Vielen Dank,
Ihr habt mich überzeugt!
Das ist ja Wahnsinn, Manno, was alles mit PET passieren kann! Nein danke!

anne heidi
 
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