Fibromyalgie - suche Rat

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Hallo liebes Forum!

Vielleicht habe ich Glück und finde hier ein paar gute Ratschläge zum Thema Fibromyalgie.

Es heißt, man sollte sich weiter bewegen bzw. Sport, Spazierengehen, Yoga etc. machen.
Ich habe momentan die Erfahrung gemacht, dass ich nach Übungen, die auch etwas anstrengen, die nächsten Tage noch mehr Schmerzen habe. Ich überteibe nicht. Im Gegenteil.
Mache ich etwas falsch?

Ich möchte gerne wieder etwas mehr Beweglichkeit und Fitness erreichen, aber selbst im Auto sitzen (z.B. Anschnallen), Haare waschen oder Spazierengehen verursachen kurz darauf Schmerzen.

Haushalt erledigen gestaltet sich auch immer schwieriger. Oft geht gar nichts.

Es ist auch schwer mental damit klar zu kommen, dass man unter dieser Erkrankung leidet.

Zudem denke ich trotzdem oft, dass ich diese Krankheit nicht habe. Verweigere mich diesem Gedanken.

Bin natürlich oft traurig. Wenn es Stress oder massiven Lärm um mich herum gibt, bekomme ich die nächsten Tage Darmprobleme.

Nun bin ich auch inzwischen in die Wechseljahre gekommen. Die gehen bisher an mir auch nicht ohne Probleme vorbei.

Wie kann man sich motivieren? Wie geht man mit Schmerz besser um? Ich finde da noch keinen optimalen Weg. Traue mir immer weniger zu. Das belastet zusätzlich.

Medikamente vertrage ich nicht gut bzw. spreche gleich auf alle möglichen Nebenwirkungen an. Das war schon immer so.

Versuche es derzeit auch mit Meditation. Bin da noch Anfänger. Aber wenn es hilft...

Es heißt, man kann daran arbeiten, dass man mit der Krankheit und den Schmerzen besser klar kommt. Kann ich mir derzeit noch schwer vorstellen. Zumal man ja mit dieser Krankheit künftig leben muss.

Danke jedenfalls für jeden Ratschlag.

Kröte65
 
Neurostressanalyse + Verhaltenstherapie wäre mein erster Ansatz neben moderaten Sport.
Muskelkater ist etwas völlig natürliches. Merke ich alle 2 Wochen nach dem Sport ;-)
 
Hallo Kröte,
hast Du schon ins Thema Nebennieren reingeschaut? Wenn NN Hormone fehlen, kann der Körper Belastungen nicht ausgleichen. Dann tut einem - so wie Du schreibst - auch alles weh.
Man ist erschöpft/antriebslos. Treppen rauf kann enorm anstrengend sein usw.
Und wie Du schreibst - Alltag wird zur Qual.

Wenn es das ist, kann man ganz gut ausgleichen (mit Salz, Vitamin C, ev. Kalium. Ev. dazu noch Jod bzw. auch Nebennierenhormone als Drüsenmittel).
Es steht einiges dazu im Forum.

Auch das Thema optimale Eiweißversorgung (mind. 1 Gramm/kg Normalgewicht) möchte ich nochmal hier "hochschupfen". Und Insulinresistenz/metabolisches Syndrom - das ebenfalls zu Energiemangel-/fehlübertragung im Körper führen kann (in der Keto-/Carnivore Welt sind etliche, die ihre "Fibro" losgeworden sind).

@hab_keinen - Muskelkater <>Fibro Schmerzen (und wenn es NN Schwäche ist, verschlechtert sich der Zustand durch Sport nur ohne dass man was davon hat). Zuerst braucht der Körper Energie.
(man kann nicht mehr verbrauchen, als man hat).

lg togi
 
Die Energie bekommst du nicht wenn du im Bett liegst. Das ändert auch nichts daran wenn du viel isst insbesondere viel Eiweiß isst.

Ohne Sauerstoff und Kohlenhydrate in den Mitos läuft nichts. Mir wurde Fibromyalgie auch schon angedichtet was ich nie geglaubt habe. Auch das ist für mich nur eine Verlegenheitsdiagnose durch Unfähigkeit des Arztes die Ursache zu finden.

Nebenbei bemerkt wird die Förderung von Katecholamine als schmerzlindernd eingesetzt. Also selbst wenn es kein Neurostress ist, so kann Phenylalanin durch Umwandlung zu Tyrosin bis hin zu L-Dopa zu den Katecholaminen decarboyliert werden was schmerzstillende Effekte hat. Wer will kann zusätzlich PEA probieren, aber wirklich viel bringt das nicht.

Auch SSRI's werden in der Schmertherapie eingesetzt. Da ist es doch naheliegend mal eine Neurostressannalyse zu machen. Mir hat es jeden Falls geholfen und meine Muskelschmerzen sind mit L-Dopa und Phenylalanin verschwunden. Gleiches fand auch unter einen Decarboxylasehemmer statt. Ärzte konnten sich die Genesung nicht erklären. Ist ja auch logisch da die davon nichts wissen können. Wird halt im Studium bis auf die SSR'I's auch nicht gelehrt.

Angemerkt sei das Sport die Katecholamine erhöht. Das ist aus versehen sogar mal wissenschaftlicher Konsens.
 
Hallo Ihr Lieben!

Hm. Also ich bin jetzt etwas verunsichert. Habe gelesen, dass die Erkrankung seit 2014 anerkannt ist. Da kommt auch kein Arzt oder Psychotherapeut mehr rum. Das Ganze zu glauben, ist wieder eine andere Geschichte. Ich tue mir damit schwer, auch wenn ich mich zu 90% darin wiedererkenne.

Ich bin ja auch nicht schnell zu überzeugen und hatte auch so meine Zweifel mit der Diagnose. Bin auch niemand, der sich gleich ins Eck setzt und jammert.

Habe aber schon seit der Kindheit immer wieder viel mit Schmerz zu tun. Das war immer ein Begleiter, aber es ging irgendwie, weil ich auch sehr viele beschwerdefreie, gute Tage hatte. Aber seit einigen Monaten ist der Schmerz (abwechselnd überall am Körper) täglich sehr massiv präsent. Habe eigentlich nie aufgehört moderat Gym zu machen oder zu tanzen. Und plötzlich wurde das schrecklich! Das hat auch nichts mehr mit normalem Muskelkater zu tun. Sowas kenne ich doch!
Nein. Das sind Stiche und Schmerzen, dass ich nicht mehr Sitzen konnte. Nachts schrecke ich auf und ich habe Muskelschmerzen usw. Dazu immer wieder Darmprobleme. Wer willl sowas haben? Da kann ich mir andere Dinge vorstellen, die ich zuvor sehr gerne gemacht habe.

Habe gelesen, dass Fibro gerne runtergespielt und belächelt wird. Mir ist eigentlich auch egal, wie man das Kind nennt. Fakt ist, dass ich mir sowas in 100 Jahren nicht "ausdenken" würde. Habe auch keinen Grund, warum ich mir sowas "einbilden" sollte. Ich bin ein Kopfmensch und hinterfrage sehr viel.

Jod darf ich nicht nehmen und bei Nahrungsergänzung habe ich gelesen, dass man das bei Fibro besser sein lassen sollte.

Danke für Eure Gedanken!
 
Niemand sagt das man sich das einbildet. Es sagt auch niemand das es diese Symptome nicht gibt oder geben kann. Aber es ist nur komisch, und da ist Fibro nicht alleine, das man für bekannte Sachen NEUE artverwandte Neudiagnosen erstellt.

Beispiel Neurasthenie und Burnout. Burnout und Nebennierenschwäche. Fibromylgie und somatische Störung gehen im Grunde auch Hand in Hand und unterm Strich kann eine somatische Störung auch Fibro sein... Die Sache ist nun aber die dass es keine vernünftige Therapie für Fibromyalgie gibt. Für somatische Störung schon...

Sowohl bei somatische Störung als auch bei Fibromyalgie wird eine Psychotherapie empfohlen. ... Ja im Grunde ist das alles gar nicht soweit von einander entfernt und sowohl somatische Störungen als auch Fibromyalgie wird symptomatisch behandelt. In den verschiedensten Formen. Und wie das unterm Strich heist ist den Betroffenen egal.

Sport hat generell, sofern es keine organischen Probleme gibt oder Probleme mit den Knochen noch nie geschadet. Genauso wie gutes essen, Sport und Spass am Leben. Wenn du die Möglichkeit hast zu therapieren dann würde ich das auch tun. Und ich sehe als ersten Ansatz GABA, Serotonin und Dopamin. Und damit bist du voll im Burnout, somatische Störung, Fibromyalgie, CFS, Depressionen und Nebennierenschwäche drin. Ich bin überzeugt davon das dies helfen kann. Mir hat es zumindest geholfen und rein logisch das es hilft ist es auch.

GABA ( Decarboylasehemmer) setzt Schmerzen herab genauso wie Serotonin (SSRI) und Dopamin (Phenylalanin).
 
Ja. Interessant.

Wenn ich z.B. tgl. gemoppt werde und davon eine häufig auftretende Migräne entwickle, dann dürfte sich die Migräne mit großer Wahrscheinlichkeit mit dem Wechsel des Arbeitsplatzes wieder legen. Ich denke nicht, dass man in diesem Fall auf Dauer so fühlt wie bei einer Fibro. Die Psychotherapie unterstützt, dass das Problem erkannt wird und eine Lösung gefunden wird. Ebenso wird eine mögliche Depression behandelt/ behoben.

Wenn ich tgl. Schmerzen habe und mich müde fühle, obwohl ich keinen Stress oder Zwang habe, dann bekomme ich ggf. nen Depri, weil mich die Schmerzen runterziehen. Dann hilft mir die Psychotherapie mit den Schmerzen besser umzugehen. Eine generelle Besserung oder Heilung ist bei Fibro nicht möglich.
Selbst Dinge, die man bisher gerne gemacht hat, können einem nicht aus dem Dilemma bringen. Warum ist da so?

Wie kann das sein? Man weiß offenbar nach wie vor nicht viel Konkretes über Fibro, aber man weiß, dass die Krankheit chronisch verläuft und nicht heilbar ist. Wie kommt man zu dieser Erkenntnis?

Viele Schmerzmedikamente werden bei Fibro nicht empfohlen, da sie nicht helfen.

Wie gesagt, mir ist egal, wie man das Kind nennt, aber ich bleibe dabei, dass mich diese Schmerzen und Befindlichkeiten in dieser Intensität plötzlich vor Monaten "überfallen" haben. Ich würde gerne eine Menge Dinge unternehmen wollen, aber es ist derzeit nicht möglich.

Grundsätzlich würde ich nie behaupten, dass nicht organisch feststellbare Beschwerden automatisch psychosomatisch sein müssen, nur weil die Wissenschaft heute und jetzt nicht in der Lage ist diese Beschwerden zu analysieren und als Krankheit zu benennen. Also gilt das Motto: Nichts wissen = psychosomatisch.

Ich unterstelle, dass die meisten Menschen nicht krank sein wollen und gerne leben und das Leben auch genießen wollen. Oder nach einer schlimmen Phase im Leben anhand von Therapien etc. wieder genesen und ins Leben zurückkehren wollen.
Warum sollen Menschen plötzlich ohne Grund so massiv eingeschränkt sein wollen (psychosomatisch?) und in diesem Zustand verharren wollen?
 
Das ist aus meiner Sicht mehr oder weniger alles ein und der selbe Salat. Dachte ich habe das so auch rübergebracht. Wie bei Fibro auch hat man bei einer somatischen Störung Muskelschmerzen, genauso wie bei Depressionen Burnout, CFS/ME und Co unter Muskelschmerzen zu leiden. Also zumindest bieten diese Diagnosen die Möglichkeit Muskelschmerzen zu bekommen.

Du kannst die Probe aufs Example machen. Suche mal alle Symptome der genannten Krankheitsbilder heraus und vergleiche sie. Dramatische Unterschiede gibt es wenige. In jeden Fall ist eine Psychotherapie mindestens begleitend angeraten. Nur bei Substanzen ist man sich nicht so einig und das kann von Krankheit zu Krankheit variieren ( aus meiner Sicht teilweise zu Unrecht)

Optionen zur Schmerzbehandlung und dessen Ursache habe ich dir genannt. Ob du es verwendest entscheidest du. Ist der Leidensdruck groß genug wird mit Sicherheit eine Neurostressanalyse durchgeführt. Diese Neurostressanalyse hätte auch durchgeführt worden sein müssen die bis zur Diagnose Fibro geführt haben muss.

Unter Docflex Fibromyalgie Punkt 7.1 wird folgendes beschrieben:

Eine besondere Rolle kommt dabei dem trizyklischen Antidepressivum Amitriptylin zu, welches niedrig dosiert (10 - 50 mg/d) eine langfristig schmerzlindernde und v. a. schmerzdistanzierende Wirkung haben kann. Bei Kontraindikationen oder Unverträglichkeit kann weiterhin das Antiepileptikum Pregabalin (150 - 450 mg/d) oder der SSNRI Duloxetin (60 mg/d) verabreicht werden.

Das von mir genannte Duloxetin erhöht die Serotonin und Noradrenalinkonzentration im synaptischen Spalt und wirkt dabei Schmerzlindernd. Pregabalin ist ein GABAanalogon und der Nachfolger von Gabapentin. Nur das Pregabalin den QT Zeit Intervall negativ tangiert was zu Herzrythmusstörungen führen kann. Daher erwähne ich das nicht gerne und ziehe Gabapentin vor auch wenn es eine andere Wirkweise hat. So passiert unterm Strich das selbe.

Pregabalin heftet sich an die GABArezeptoren im Hirn und Gabapentin erhöht die Konzentration an Gabergen Neuronen im Gehirn sodass diese in höherer Anzahl zur Verfügung stehen. Zumal bei Gabapentin noch Glutamat abgebaut wird was bei CFS/Fibro, Depressionen, Burnout und Co ebenfalls hilfreich sein kann. Bei Pregabalin nicht.

Ich tue mal so als würde ich diese Krankheit unter diesen Namen akzeptieren... ... so würde Anhand der Therapieempfehlung alleine schon eine Neurostressanalyse anzuraten sein weil genau jene Therapieoptionen auf diese Rezeptoren im Körper abzielen. Aber du musst nicht. Ist alles freiwillig.

Sollte dem dann wirklich so sein, kann es ganzheitlich Stoffbezogen Linderung geben in dem du mit Vitamine, Mineralien und Aminosäuren diese Neurotransmitter pushen könntest. Wobei mir jetzt die Frage aufkommt. Was hast du für eine Therapie erhalten und was hat bisher funktioniert? Man kann davon ausgehen das wenn ein Hausarzt Fibro diagnostiziert und keine Therapie anordnet, dann kann man auch die Diagnose anzweifeln (muss man aber nicht). Immerhin gibt es keine wirklich anerkannte Fachrichtung für diese Diagnose. Bestenfalls noch Schmerztherapeuten/Kliniken.

Und wenn wir mal ehrlich sind. Welcher Arzt misst schon die Neurotransmitter?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie kann das sein? Man weiß offenbar nach wie vor nicht viel Konkretes über Fibro, aber man weiß, dass die Krankheit chronisch verläuft und nicht heilbar ist. Wie kommt man zu dieser Erkenntnis?
Du sprichst den Kern des Dilemmas an: es werden Symptome unter einem Begriff/einem Namen zusammengefasst und da man nicht weiß, wie man sie effektiv therapiert, definiert man sie als "chronisch" und damit "nicht heilbar".
Das gilt aber nur für die "Leitlinienmedizin".

Oft hat "Alternativmedizin" div. heilende Therapieschemata. Und Leitlinienmedizin zieht mit 10-20 Jahren Verspätung nach. (wenn überhaupt). Dauert halt, bis sich Gutes rumspricht, wenn es nicht grad einen neue Pharma-Tablette ist, die beworben wird...

Wenn Du zB unter "fibromyalgia keto" oder "fibromyalgia carnivore" suchst, wird Du etliche Berichte über Heilungen finden (vA im englischsprachigen Raum). (Kohlehydrate weg - damit haben entzündliche Geschehen keinen Brennstoff mehr. Darm heilt, kaputte Eiweißverbindungen werden abgebaut - Körper kann in Ruhe heilen).

Kann ich mich auch beim Jod Thema an diesbezügliche Heilberichte erinnern. (zu Jod haben wir auch einen Thread: https://www.symptome.ch/threads/jod...logene-entgiften-joddepots-auffuellen.136520/
(da geht es "nur" ums Jod Thema. Fibro Effekte müsstest Du selbst recherchieren - soweit ich sehe, liefert die Suchmaschine etliche Ergebnisse im englischsprachigen Raum (Suchbegriff: iodine fibromyalgia).

Gibt sicher auch weitere Wege der Heilung. (ich bin nur grad im Carnivore Thema drinnen, daher kommen mir die Erfolgsberichte dort laufend unter).

Sowohl mit Jod als auch mit Keto/Carnivore werden Nebennieren mitbehandelt. 😊

Alles Gute Dir! (es gibt sicher eine Lösung/Heilung (y):))
togi
 
Wuhu,
... Also gilt das Motto: Nichts wissen = psychosomatisch...

auf dieses "Schema F" trifft man leider sehr oft - die dabei obligat "verordneten" Psychopharmaka können einigen dabei (unterstützend) helfen, manchen leider nicht - tw verschlimmern sie manchmal sogar noch das Problem bzw schaffen neue Symptome...

Hier in der Forums-Rubrik Fibromyalgie gibt es ein paar positive Beiträge @ Guaifenesin - hast Du diese schon gelesen?
 
Phasenweise habe ich auch Fibromyalgie, es ist eine der vielen Komplikationen von MCAS. Durch den Überschuss an Histamin können überall im Körper Entzündungen auftreten. Ich habe diese Probleme allerdings (noch?) nicht ständig, sondern überwiegend bei Wetterwechseln im Frühjahr und Herbst (neben anderen Entzündungsreaktionen wie Magen-/Darmbeschwerden, Kopfschmerzen, Neurodermitis und Pseudoallergien). Ich sehe es so, dass diese ganzen Probleme zwar in der Schulmedizin unter tausend verschiedenen Bezeichnungen gehandelt und behandelt werden, aber dass es unter dem Strich immer das gleiche Grundproblem ist: Autoimmunreaktionen eines Immunsystems, das aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Wie weit Psychotherapie da einen Effekt haben kann, weiß ich nicht. Die Schmerzen und Einschränkungen verursachen schlechte Laune und ziehen einen runter, hinzu kommt, dass Histamin auch das Nervensystem angreift. Sinnvoll ist auf jeden Fall, zu lernen, seine Aggressionen zu beherrschen. Wutreaktionen sind nämlich Stress, und Stress ist ein Trigger bei MCAS. So mancher rutscht dann in eine Kondition, in der sich negative Emotionen und Schmerzen gegenseitig befeuern und es immer weiter abwärts geht. Meditations- und Entspannungstechniken sind also aus meiner Sicht auf jeden Fall sinnvoll.

Ein Heilmittel gegen MCAS habe ich nicht gefunden, aber gegen die Steifigkeit und die Muskelschmerzen hilft mir mein 10-minütiges tägliches Training sehr gut. Cannabinoide helfen ebenfalls gegen die Schmerzen und die miese Laune, es muss ja nicht gleich THC sein, CBD hat auch schon einen Effekt. Mit PEA habe keine Erfahrung, aber das scheint in die gleiche Richtung zu gehen.
 
Autoimmunreaktionen eines Immunsystems, das aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Dann wäre es messbar spätestens bei diversen Zytokinen. Viel wahrscheinlicher ist da dann ein Herpes Virus was man auf den ersten Blick nicht am Immunsystem erkennt. Austherapierte kommen gelegentlich in den Genuss einer solchen Diagnose und werden Antiviral therapiert. Eine Vielzahl von denen geht es nach einigen Wochen besser.

Nur gibt es kaum fähige Ärzte die Viren sicher nachweisen können. Mehr als ein Blot und EBNA was ab und zu nur die halbe Wahrheit ist macht der Doktor wenn er Glück hat nicht. Und in der Regel wird sich da nur auf EBV beschränkt und dann meist noch falsch negativ oder positiv beschrieben.
 
Ein Dilemma ist auch, dass man im akuten Zustand kaum den Weg zum Arzt findet, weil es einem so schlecht geht, dass man nicht aus dem Haus oder dem Bett kommt. Man ist auch schwer krank, nur eben nicht durch eine Infektion, sondern wegen eines Immunsystem, das völlig außer Rand und Band ist. Und genauso schnell, wie das Unglück passiert ist, verschwindet es wieder, meist schon am Abend des gleichen Tages (zumindest bei mir).

Aus schulmedizinischer Sicht bin ich völlig gesund mit optimalen Blutwerten. Auch ein Allergietest hat kein Ergebnis gebracht, was ein Witz ist, weil ich hin und wieder sogar Asthmaanfälle bekomme und phasenweise auf sehr viele Stoffe allergisch reagiere.
 
Liebe Kröte,
ich finde es gut, dass du hier bei uns den Austausch suchst, denn durch den Austausch mit guten Ratschlägen rundum, habe ich viel Gesundheit seit 2012 zurück.
Ich bin auch eine Betroffene. Schon immer leide ich darunter und war sogar richtig froh, als ich nach der Wende endlich die Diagnose "Fibromyalgie" bekam. Meine unerklärlichen Schmerzen hatten nun einen Namen. Da man ja äußerlich die Krankheit nicht sieht, habe ich mir wirklich abgewöhnt, außer bei meinen Freunden und Familie, über meine Beschwerden zu reden und war froh, als ich 2012 als Einstieg in die Internetwelt unser Forum fand.❤️💚
Ich leide immer noch darunter, kann aber die Schmerzen, die Erschöpfung undundund nach sooo vielen Jahren und durch unser Forum ganz gut händeln.
Wenn du möchtest, schreibe ich heute Abend etwas mehr darüber.

Ich verstehe dich sehr gut und wünsche dir nur das Beste.🍀🍀🍀

Liebe Grüße von Wildaster💞
 
Zuletzt bearbeitet:
Und genauso schnell, wie das Unglück passiert ist, verschwindet es wieder, meist schon am Abend des gleichen Tages (zumindest bei mir).

Da würde es mich interessieren wie es beispielsweise ohne NSAR und ähnliche Substanzen dazu kommen kann das binnen so kurzer Zeit die Entzündung weg geht. Eine Entzündung die man hätte nachweisen können.

Aus schulmedizinischer Sicht bin ich völlig gesund mit optimalen Blutwerten.

Genau da fängts an. Eine Reihe an Herpesviren findet man ausschließlich nur im Speichel (HHV6 Typ B) und einige davon sind im Speichel auch sensitiver als im Blot (Blut) unter anderen EBV.
HHV6 könnte unter anderen die Kopfsymptome machen und EBV sowie Zytomegalie die Muskelschmerzen.

...
rein logisch betrachtet, ohne erhöhtes DAO und/oder Histamin im Kreislauf kann dies nicht der Auslöser für MCAS sein. Sollte es doch möglich sein, würde ich gerne wissen warum.
 
Ich vermute, es gibt bei MCAS eine genetische Disposition. Ich hatte das jedenfalls schon als Kind, nur milder. MCAS ist auch recht weit verbreitet in der Bevölkerung, man liest um die 15 - 20%.

Speziell die Wettersensibilität könnte ein Selektionskriterium sein. Früher hatte man keine Möglichkeit der Wettervorhersage, aber ein verpasster Erntezeitpunkt konnte den Untergang eines ganzen Dorfes im Winter bedeuten. Jemand, der einen Wetterumschwung 1 - 2 Tage voraussagen könnte, war also extrem wertvoll für die Dorfgemeinschaft und hatte automatisch eine Stellung im magischen Bereich (Schamane, Heiler, Priester etc.), sogar wenn er sonst zu nichts zu gebrauchen war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da würde es mich interessieren wie es beispielsweise ohne NSAR und ähnliche Substanzen dazu kommen kann das binnen so kurzer Zeit die Entzündung weg geht.

Wenn du eine Histaminerfahrung brauchst, setz dich einfach mal mit dem nackten Hintern in die Brennnesseln oder in einen Ameisenhaufen. ;)

Das Ergebnis wird eine fette und gut sichtbare Entzündungsreaktion sein, die aber nach eine Weile wieder von alleine verschwindet. Ähnlich läuft es bei der massiven Histaminausschüttung durch die Mastzellen, der Körper braucht dann einfach eine Weile, bis er den Überschuss abgebaut hat.
 
Diesen Überschuss kann man messen und wird man im Falle einer MCAS auch messen können und wollen. MCAS braucht natürlich gar keiner und es bleibt jedem zu wünschen der das hat, das er es unter Kontrolle bringen kann.
 
MCAS ist bis jetzt eine Ausschlussdiagnose, wenn alles andere nicht greift und man nicht schon vorher auf die Psychoschiene gesetzt wurde. Meine jüngste Schwester ist auch betroffen, die hatte Pech und wurde psychiatrisch mit Psychopharmaka behandelt. Sie musste vorher unterschreiben, dass sie den Arzt wegen der Nebenwirkungen nicht verklagt. Und außer den - übrigens dauerhaften - Nebenwirkungen hat ihr die Behandlung dann auch rein gar nichts gebracht.

Wenn du also weißt, wie man das so einfach messen oder sogar heilen kann, wäre das ein großer Fortschritt und dir würde eine große Karriere in der Medizin bevorstehen.

Aber ich möchte das hier nicht in einen MCAS-Thread verwandeln. Es sollte nur ein Hinweis sein, dass solche Probleme keineswegs eingebildet sein oder von Herpesviren kommen müssen. Das Immunsystem selbst ist häufig das Problem, mit steigender Tendenz im Alter.
 
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