Mastzellen. Luteolin u.a. Flavone

Themenstarter
Beitritt
10.01.04
Beiträge
72.852
Mastzellen regulieren entzündliche, insbesondere allergische Reaktionen

MZ lösen im Rahmen vieler allergischer und infektiöser Prozesse starke Entzündungsreaktionen aus und die Zahl an Mastzellen ist hierbei häufig stark erhöht. Sensorische Nerven setzen nach Aktivierung zahlreiche Neuropeptide frei, die Juckreiz auslösen und die Proliferation von Keratinozyten und Fibroblasten modulieren können. Bei vielen entzündlichen Prozessen scheinen Mastzellen und sensorische Nerven der Haut zu interagieren, z.B. indem Mastzell-Mediatoren sensorische Nerven aktivieren oder indem die Produkte sensorischer Nerven die Antworten von Mastzellen modulieren.
...
Um im Detail zu prüfen, wie Mastzellen, sensorischen Nerven und deren Interaktion entzündliche Reaktionen induzieren, wollen wir zunächst in vitro klären, welche Produkte sensorischer Nerven zu einer Degranulation von Haut-Mastzellen führen und ob Mastzell-Mediatoren Vorläuferformen von proinflammatorischen Nervenprodukten (Neuropeptide) aktivieren können.
...
Ziel dieses Projektes ist es zu klären ob eine Typ-I-Allergie gegen "Selbst" zu Krankheitszeichen führen kann. Hierfür haben wir im humanen System nach IgE-Antikörpern gegen körpereigene Antigene gesucht und wir haben tatsächlich auch solche "autoallergischen" Antikörper gefunden. Derzeit versuchen wir, die Funktion dieser Antikörper zu charakterisieren und deren klinische Relevanz zu demonstrieren.
Allergie-Centrum-Charité| Mastzellen regulieren entzündliche, insbesondere allergische Reaktionen
 
Mastzellen - Studie

hallo,

hier habe ich mal etwas über mastzellenerkrankung.
michael christe hat mir versichert,daß die autorin des textes für eine
verbreitung ist.

lg gabi


Dr T C Theoharides, MD Ph.D., - Mast Cells, Autism, Inflammation
mastcellmaster.com
Von Doris Reichert... vielen Dank!

"Fatigatio Fachtagung in Dortmund
Die Fachtagung war geprägt vom Thema Mastzellen. Zuerst gab es einen Vortrag zum Thema Reizdarm von Dr. Karin Huesker (IMD). Sie zeigte an Hand von einigen auffälligen Laborwerten auf, dass es sehr wohl biologische Veränderungen gibt und die Erkrankung nicht rein psychosomatisch ist. Leider gibt es keine für den Reizdarm spezifischen Laborparameter. Dem Reizdarm geht oft eine bakterielle Gastroenteritis voraus. Beim Reizdarm sind im Durchschnitt 35 Mastzellen pro HPF zu sehen, bei gesunden Menschen liegt die Obergrenze bei 20 Mastzellen. Sie wies darauf hin, dass es häufig Mineralstoffmangel gibt und man auf den Selenspiegel achten sollte. Zur Therapie der Entzündung eignen sich Curcumin und Mesalazin.

Es gibt Menschen, die in der Darmschleimhaut vermehrt Serotonin bilden. Hier kann der Serotoninüberschuss zu einem Reizdarm führen. Biologische Veränderungen sind vorausgegangene Gastroenteritis, Fehlbesiedlung, Entzündung, erhöhte genetische Entzündungsneigung und erhöhte Serotoninspiegel. Auch Stress erhöht das Reizdarmrisiko.

Der zweite Vortrag war per Sykpe von Prof Theoharides aus Boston. Er forscht seit vielen Jahren auf dem Gebiet der Mastzellen. Er stellte uns den Vorteil von Luteolin als Mastzellstabilisator vor. Luteolin ist ein Flavonoid das nach seiner Meinung viel wirksamer sei, als alle bisher bekannten Mastzellstabilisatoren. Flavonoide hemmen oxidativen Stress, Entzündung, Mastzellaktivität und Neurotoxizität. Mehrmals erwähnte er Schimmelpilze und Schimmelpilztoxine als Trigger der Mastzellen. Er hat mehrere Patente für Nahrungsergänzungsmittel (Neuroprotek und BrainGain) in den USA und auch die Genehmigung der FDA seine Mittel ins Ausland zu exportieren. Ich bin bespannt, ob die EU die Einfuhr genehmigen wird. Auf seiner Webseite Dr T C Theoharides, MD Ph.D., - Mast Cells, Autism, Inflammation findet man viele seiner Veröffentlichungen.

Der dritte Vortrag war ebenfalls über Sykpe von Herrn Prof. Molderings. Das Thema ‚Begleiterkrankungen bei systemischer Mastzellaktivierungserkrankung, Facetten einer gemeinsamen Grunderkrankung?‘. Der Vortrag war sehr wissenschaftlich geprägt. Zuerst erklärte er die Bedeutung der Mastzellen und wie sie als Zellen des Immunsystems mit ihrer Umwelt in Kontakt treten. Dann gab er eine Übersicht über die verschiedenen Mastzellaktivierungserkrankungen (MCAD). Für ihn ist die systemische Mastozytose nur per Definition von den anderen Mastzellaktivierungserkrankungen abgegrenzt. Er sieht für alle Formen der Mastzellaktivierungserkrankungen dieselben Ursachen. Als Ursachen kommen in Frage: genetische Komponenten, epigenetische Komponenten, Umweltkomponenten und Mutationen von somatischen Zellen. Da die Mutationsmuster jeweils individuell sehr verschieden sind erklären sich auch die sehr individuellen Beschwerdenkomplexe bei einer Mastzellaktivierungserkrankung. Als häufige Begleiterkrankungen nannte er u.a. Fibromyalgie, CFS, MCS, Reizdarm, Interstitielle Zystitis, Schilddrüsenstörungen und Anaphylaxie. Als Beispiel: es fällt auf, dass die Begleiterkrankungen bei CFS und MCAD sehr ähnlich sind. Die Häufigkeit von MCAD liegt in Deutschland bei bis zu 17% und für CFS bei 1-3%. Das Risiko an einem Reizdarm zu erkranken ist bei einem Menschen mit Mastzellaktivitätsstörungen 750 Mal höher als bei einem Menschen mit normaler Mastzellaktivität. Für CFS als Begleiterkranung ist das Risiko sogar 1500 Mal höher. Fazit des Vortrags war: es gibt gemeinsame Grunderkrankungen für die Mastzellaktivitätserkrankungen und die häufig auftretenden Begleiterkrankungen. Genetische Komponenten plus epigenetische Umweltfaktoren plus somatische Mutationen bilden die Basis und äußern sich in verschiedenen Krankheitsbildern.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion erklärte Prof. Molderings, dass die symptombezogene Therapie sinnvoll ist, weil die Basistherapie nur ca. 10 – 15 % der Mastzellaktivität reduziert, man aber versuchen muss eine Reduktion um 50% zu erreichen. Das Ziel ist dabei die Verstärkungsruckkoppelungskreisläufe zu durchbrechen. Bei Tachykardie erwähnte er, dass man keine Betablocker nehmen soll und dass die konventionelle Therapie oft nicht wirkt. Stattdessen kann man es mit einem Kaliumkanalblocker Ivabradin versuchen".
 
Zuletzt bearbeitet:
Mastzellen - Studie

hallo oregano,

leider habe ich noch keine erfahrung mit dem schmerzmittel luteolin.
aber wir wollen es mit absprache vom hämatologen unserem enkel geben.
da kommt es auch auf die verträglichkeit an.
sellerie und co kann auch unverträglich sein.

interessant ist auch der artikel bei kachykardie.
das hat mein enkel auch.


lg gabi

ps:danke für die links.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mastzellen - Studie

hallo oregano,

danke für den tipp mit den erdnüssen.:eek:)
da habe ich noch garnicht dran gedacht.
auf erdnüsse reagiert er auch.

nicht helfen zu können macht mich fertig.
vieleicht versuche ich selber, diese mischung herzustellen.
da habe ich auch wieder ein gemüsepulver.

seine cladribin (chemo) fällt auch aus.
da man bei ihm noch eine osteporose festgestellt hat.
es ist zu gefährlich,noch dazu bei einem kind.
ich frage mich nur ,wo das bei einem kind herkommt?
mal sehen ,was er nun bekommen soll.


lg gabi
 
Zuletzt bearbeitet:
Mastzellen - Studie

Liebe Oregano,
Luteolin- ein äußerst interessantes Flavonoid hast Du hier thematisiert! :)

Wir sollten weiter recherchieren, denn die mögliche therapeutische Wirkung deckt ganz viel ab, was uns bisher Schwierigkeiten gemacht hat.
Anbei eine Dissertation, die den neuroprotektiven Effekt und den antientzündlichen Effekt aufs Hirn beschreibt.

Luteolin verursacht globale Veränderungen im Transkriptom von Mikroglia und führt zu einem anti-inflammatorischen, neuroprotektiven Phänotyp.pdf
https://epub.uni-regensburg.de/28493/1/Druckvorlage.pdf


Histaminliberation könnte damit behandelt werden, ebenso wie CFS, hinter dem ja auch eine Entzündung / Infektion des Gehirns steckt.

Interessanterweise ist es auch ein Prostaglandin D2 Hemmer erster Klasse, also gegen Flush.

Schwierig ist die richtige Dosisfindung. Es existieren Versuche mit 100 mg / Tag, aber auch mit einem Gramm!

The flavonoid luteolin inhibits niacin-induced flush:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18223672
Das bedeutet, dass der griechische Prof mit seinem Neuroprotek und den darin enthaltenen 100 mg Luteolin unterdosiert ist!
Zumindest wenn es um Flush und Histamin geht.

lG

T
 
Zuletzt bearbeitet:
Mastzellen - Studie

Hallo Hollmann,

auf jeden Fall gibt es etliche Pflanzen, die Luteolin enthalten:

...
Luteolin und Apigenin gehören zur Gruppe der Flavone. Ihre ursprüngliche Aufgabe ist es, die Pflanze vor Schädlingen zu schützen. Luteolin ist beispielsweise enthalten in Karotten, Paprika, Sellerie, Pfefferminze, Thymian, Rosmarin, Petersilie, Kohl, grünem Tee und Olivenöl, Apigenin unter anderem in Kamille, Petersilie, Zwiebeln, Grapefruit und Orangen.
...
PTA-Forum online: Pflanzen verbessern Zuckerstoffwechsel

Außerdem ist Luteolin offensichtlich in Bezug auf Diabetes/Zuckerstoffwechsel interessant und wichtig:
...
Bei ihrer Suche nach natürlichen Substanzen, die sich günstig auf eine Typ-2-Diabetes-Erkrankung auswirken, entdeckten die Forscher um Pfeiffer, dass Luteolin und Apigenin in menschlichen Zellen den Transkriptionsfaktor FOXO1** aktivieren. Es handelt sich dabei um ein Eiweißmolekül, das bei der intrazellulären Vermittlung des Insulin-Signals eine wichtige Rolle spielt. Zudem konnte das Wissenschaftlerteam erstmals an kultivierten menschlichen Leberzellen zeigen, dass beide Flavone die Synthese von Enzymen herunterregulieren, die für die Zucker- und Fettneubildung entscheidend sind. „Diese Beobachtung ist hinsichtlich einer Diabeteserkrankung besonders relevant, da eine überschießende Zuckerproduktion der Leber zu erhöhten Blutzuckerwerten beiträgt und eine Hemmung der Fettneubildung gleichzeitig helfen würde das Risiko einer Leberverfettung*** zu reduzieren“, erklärt Martin Osterhoff, Koautor der Studie.
...
https://www.dife.de/presse/pressemitteilungen/?id=1260

Guten Appetit!
Oregano
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, ist klar,
Ich bin aber nur interessiert an 99%igem reinen Luteolin, nur dadurch kann man standardisierte Disierungen ausprobieren
LG
T
 
Hallo,
auch wenn zwei Jahre zwischen dem letzten Beitrag und heute liegen, versuche ich mal mein neuesten Erkenntnisse hier an die Frau/den Mann zu bringen.

Die Kapseln von Dr. Theoharides sind laut Packungsbeilage wie folgt einzunehmen: pro 10 kg Körpergewicht eine Kapsel und möglichst über den Tag verteilen; wer 70kg wiegt braucht also täglich 7 Kapseln

Da mir das zu teuer ist, habe ich mir Luteolin, Quercetin und Rutin einzeln besorgt und dosiere aber entsprechend ungefähr 10:7:3, so wie die Wirkstoffe in der Kapsel vorliegen. Bereits nach einer Woche bemerkte ich eine drastische Besserung der meisten Symptome. Allerdings begann ich zeitgleich auch die Einnahme von Gammaminobuttersäure (GABA), die mir SOFIRT Tinitus, Schwindel, Muskelschmerzen, Kraftlosigkeit und Angstattacken einfach weggezaubert hat. Seit vier Wochen habe ich wieder ein Leben!

Ich halte schon noch histaminarme Kost ein und vermeide überwiegend Liberatoren, doch ich kann schon viel mehr tolerieren. Und eine dreistündige Waldwanderung ist auch locker drin. Davon konnte ich jetzt zwei Jahre lang nur träumen!

Drück euch die Daumen, dass auch für euch solche Wunder geschehen mögen!
 
Rooibos: Polyphenole und Flavonoide, Wirkung

Hallo salvia,

schön, daß Du diesen Thread wieder belebt hast :)!
Es freut mich sehr zu lesen, daß Du Dir selbst hast helfen können und wünsche Dir weiter Erfolg mit diesen Mitteln.

Hier geht es generall um Polyphenole und Flavonoide in Rooibos:
... POLYPHENOLE IM ROOIBOS
Die Pflanzenstoffe im Rooibos sind hauptverantwortlich für seine vielfältig positive Wirkungsweise, bei der besonders die antioxidativen Eigenschaften hervorstechen.

Was sind Polyphenole
Polyphenole sind Pflanzenstoffe, die auch als Phytamine bezeichnet werden. Das heißt, dass ihre Bedeutsamkeit für unsere Gesundheit genauso groß ist wie die der Vitamine. Polyphenole sind ein Sekundärstoffwechselprodukt von Pflanzen, daher sind die für diese zum Überleben nicht unbedingt notwendig. Im Primärstoffwechsel erfolgt hingegen die Synthese und der Abbau von Fetten, Kohlenhydraten und Eiweißen zur Energiegewinnung.

Es ist aber bekannt, dass diese Gruppe von Stoffen zur Abwehr von Krankheiten und Schädlingen dient, da sie antioxidative Eigenschaften besitzen. Aus diesem Grund finden sich die meisten Polyphenole in den Randschichten (z.B. in der Apfelschale) von Pflanzen, um Sie gegen freie Radikale von außen zu schützen, welche Zellen angreifen und schädigen könnten.

Besonders dienen Polyphenole jedoch zur “Kommunikation mit der Außenwelt”, indem Sie für Farbe und Geschmack verantwortlich sind und somit zum Beispiel durch bunte Blütenfarbstoffe Insekten zur Bestäubung anlocken.

Chemisch gesehen sind es aromatische Verbindungen, welche aus mindestens 2 Kohlenstoffringen bestehen, in welche Hydroxylgruppen (OH-Gruppen) eingebunden sind. Die Anzahl der Kohlenstoffringe und die Position der OH-Gruppen können beliebig varriieren, wodurch es zu der immensen Vielfältigkeit innerhalb dieser Stoffgruppe kommt.

Rooibos hat ein sehr breites Spektrum an verschiedenen Polyphenolen, wodurch sich seine außergewöhnliche und breite gesundheitliche Wirkung erklärt. Bis heute hat die Wissenschaft noch nicht genaue Kenntnis über alle enthaltenen Polyphenole gewonnen. Prozentual stellen die Polyphenole nur einen sehr geringen Anteil am Trockengewicht von Pflanzen dar, machen jedoch oft 90% der Stoffvielfalt aus.

Flavonoide ...
Radikalfänger zum Zellschutz ---
Indikatoren zur Messung der Radikalfänger-Fähigkeit ...
Aspalathin ...
Nothofagin ...
Quercetin ...
Luteolin ...
Rutin ...
Orientin ...

BIOAKTIVITÄT DER POLYPHENOLE IM VERGLEICH
...
https://www.rooibos.org/polyphenole/

https://www.phytodoc.de/gesund-lebe...n/rooibos-tee-schluck-fuer-schluck-gesundheit
Rooibos / Rotbusch - Wirkung - Rotbuschtee, Redbos-Tea, Koopmans-Tea
https://www.biotee.de/tee/Rooibos_Inhaltsstoffe_und_81x47.htm
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2000/daz-33-2000/uid-7122

Meistens wird Rooibos als Tee getrunken.
Er hat aber ein breites Anwendungsspektrum:
https://www.welt.de/reise/Fern/arti...den-Wurzeln-nur-hier-waechst-Rooibos-Tee.html

Grüsse,
Oregano.
 
Oben