Mandeln als Herd

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Hallo,

ich habe gerade im Amalgamforum einen Beitrag über Mandeln als Störher gelesen und wolllte die Diskussion hier einmal beginnen, weil ich mich nicht dort anmelden wollte.

Nach einigem Googeln scheint es ja tatsächlich so zu sein das neben den Zähnen die Mandeln der zweiter große Herd sind.

Warum wird das denn nicht so oft diskutiert?

Was sind eure Erfahrungen.

Gruß
Spooky
 
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In erster LInie sind die Mandeln ein großes lymphatisches Gebiet, das dafür zuständig ist, Entzündungs"teilchen" durch die Lymphe auszufiltern, damit sie nicht weiter in den Körper kommen. Wenn im Kopfbereich chronische Entzündungen stattfinden, die eben dann bei den Mandeln abgefangen werden sollen, kann es sein, daß die Mandeln als lymphatisches Gebiet mit der Zeit total überlastet sind und sich selbst entzünden. Dann können sie ihrer Funktion als Filter nicht mehr nachkommen und werden selbst zum Herd. Das nächste große lymphatische Gebiet ist dann die Blinddarmgegend. Sie wird sich also bei einer anhaltenden chronischen Entzündung auch entzünden...

Es gilt als bei chronischen Mandelbeschwerden erst einmal, nach chronischen Entzündungen im oberen Bereich zu suchen, also bei den Zähnen (Wurzelbehandlungen, Wurzelentzündungen, schlecht sitzende Kronen, unverträgliche Materialien), bei den Nebenhöhlen (wobei die schon wieder mit den Zähnen eng zusammenhängen).
Halten die Mandelentzündungen an, obwohl die Zähne saniert sind und obwohl die Nebenhöhlen ok sind, dann muss wohl an eine Mandel-Op gedacht werden.
Das alles ist eine ganz schwierige Sache, weil hier mehrere Ärzte zusammenarabeiten müßten und auch noch Ärzte, die diese Zusammenhänge sehen und verstehen und umsetzen.

Gruss,
Uta
 
Themenstarter
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13.12.06
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Danke Uta, aber ist nicht gerade das Problem beim Herd Mandeln das die ständigen Halsaschmerzen die man zum Teil auch als Kind hatte auf einmal aufhören weil der HERD MACHT JA MEIST KEINE bESCHWERDEN:

dANN SIND DIE MANDELN JA MEIST ZERKLÜPFT UND SOGAR GESCHRUMPFT also zu klein. Sollten sie dann immer raus?

Entschuldige ich bin auf die Großschreiben taste gekommen.
 
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10.01.04
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Hallo Spooky,
das kann ich Dir nicht beantworten und muss sicher im Einzelfall entschieden werden. Aber wichtig ist auf jeden Fall, erst einmal gründlichst danach zu suchen, warum die Mandeln ständig entzündet sind.

Es ist sicher auch zu unterscheiden zwischen Halsschmerzen, die durch Bakterien oder Viren entstehen (z.B. EBV = Pfeiffersches Drüsenfieber) und Halsschmerzen, die durch allergische Reaktionen bzw. Unverträglichkeiten entstehen. Und da muss man Glück haben, wenn man einen geeigneten HNO-Arzt finden will.

Gruss,
Uta
 

u.s.

Mandelentzündung lässt sich leicht von einem guten HNO-Arzt diagnostizieren. Als Herd sicher auch relevant, aber viel offensichtlicher, als Zahnherde, die heute kaum noch Ärzte kennen. Die Mandeln sind gut durchblutet, der Kieferknochen nicht.
 
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20.01.06
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wie kann man einer mandelentzündung eigentlich entgegentreten (außer der vorschnellen antibiotikagabe durch den arzt)?

es wurde schon angesprochen, dass die mandeln teil des lymphsystems sind. ist die lymphe durch gifte (zähne, wohnung, etc) überlastet bzw verstopft können ja dadurch indirekt die mandeln in mitleidenschaft gezogen werden. so wie wenn was immer höher u höher steigt weil es nicht abfliessen kann u schliesslich "als spitze des eisberges" zur kenntnis genommen wird (spitze=mandeln).

da mein lymphsystem auch träge geworden ist, hab ich auch ab u an troubles mit den mandeln. da ich aber bis jetzt noch nix wirksames zur unterstützung meines lymphsystems gefunden habe wird sich daran auch so schnell nichts ändern.


greetz
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Es gibt Heilpraktiker, die die Mandeln neuraltherapeutisch anspritzen. Entweder mit Procain oder häufiger mit Lidocain. Das ist ziemlich unangenehm, weil der Hp dabei hinten in den Hals spritzt, aber manchmal hilft das ganze.
Ich würde in so einem Fall auch durchaus einen klass. Homöopathen aufsuchen, falls das finanziell möglich ist. Nur Mittel mit "mercurius" würde ich ablehnen.

Gruss,
Uta
 
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was würde ein homöopath verordnen? arnica? hat wer erfahrungen mit herdgeschehen (insbesondere mandeln) u homöopathie? oft wird hier von zahnherden oder eben auch wie jetzt von mandelherden gesprochen. doch ist ne gastritis, colitis, etc doch auch ein herd. auf was ich hinaus will->gibt der homöopath dann prinzipiell etwas gegen entzündungen (uA herde) u aufgrund welches diagnoseverfahrens wendet der homöopath dann die richtigen potenzen an?

greetz
human
 

ADo

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Die letzten Madelentzündungen meines Sohnes (nicht eitrig, also keine Bakterieinfektion) waren wohl Reizungen durch Chlor im Schwimmbad und später im Chemieunterricht.
Jedes Mal hat eine Rizinusgabe geholfen, die Sache innerhalb weniger Tage in Ordnung zu bringen. Die Besserung war noch am Abführtag zu spüren.

LG
 
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Die klassischen Homöopathen haben erst einmal eine lange Liste mit Fragen an den Patienten. Die werden durchgearbeitet, dann noch mal ergänzt, und dann erst kommt das Konstitutionsmittel. - Die klassischen Homöopathen versuchen ja erst einmal, durch das Konstitutionsmittel den Körper zur Selbstheilung anzuregen. Da dieses Mittel individuell herausgefunden wird, kann man auch nicht sagen, daß bei einer Mandelentzündung Mittel XY das richtige ist.
Man muss zwei Richtungen in der Homöopathie bzw. der Behandlung unterscheiden:
- es wird das Konstitutionsmittel gesucht , damit der KÖrper selbst reagiert und hilft
- es wird ein Mittel für eine akute Erkrankung gesucht, sagen wir z.B. Schnupfen.
Gruss,
Uta
 

goldi

Hallo,

ich habe gerade im Amalgamforum einen Beitrag über Mandeln als Störher gelesen und wolllte die Diskussion hier einmal beginnen, weil ich mich nicht dort anmelden wollte.

Nach einigem Googeln scheint es ja tatsächlich so zu sein das neben den Zähnen die Mandeln der zweiter große Herd sind.

Warum wird das denn nicht so oft diskutiert?

Was sind eure Erfahrungen.

Gruß
Spooky

Hallo,

hier ist eine Antwort von Thomas Köhler aus Parsimony-Amalgam-Forum:
>Die Eiterherde kamen aber schon vor dem Beginn der Amalgamsanierung.

***Völlig normal.


Es bedarf hier nicht einer extra Portion an toxischer Schwermetalleinwirkung,
insbesondere Quecksilber. Wenn Du die Chance bekommen solltest hier eine
Gewebeprobe ins Labor zu schicken und diese einer Multielementuntersuchung
auf toxische Schwermetalleinlagerungen unterziehen zu lassen, dann findest
Du 1:1 die Schwermetalle, so, wie sie aus dem Amalgamversorgungen zuvor im
Mundraum, ins Kieferknochengewebe etc. , abgegeben, bzw. im Organsystem
angekommen sind, um dann chronisch u. anschliessend akut zu schädigen - es
dauert meist aber ein paar Jahre bevor der "Spass" beginnt(es kommt zu
Autoimmunreaktionen - das eigene Immunsystem beginnt körpereignes Zellgewebe
anzugreifen in denen sich diese Schwermetalle einzulagern begonnen haben usw..).

Du solltest einen LTT-Test auf Schwermetalleinwirkungen und LTT-Test
auf Nahrungsmittel und MCS machen. Naja, es muss hier an sich eine
umfassende neutralgehaltene Differenzialdiagnostik betrieben werden,
einschliesslich Gabe von DMPS (Frage doch mal im Labor Bremen
Tel.: 0421 - 20720 nach, man wird Dich dort mit dem Arzt verbinden
der für solche Laboruntersuchungen zuständig ist, dieser kann Dir
dann noch einiges zu jeweiligen Laboruntersuchungen etc. erklären.).

Aber, dazu musst Du erst einmal hinter die eigentlichen Zusammenhänge
der Schadenseinwirkungen der Amalgam- Zahnmetallversorgungen kommen
und ggf. reicht dazu Deine jetzige Motivation, dass alles zu durchlaufen,
noch nicht aus (es strengt auch an wenn man sich genau über seinen
tatsächlichen Gesundheitszustand umfassend informieren will und letztlich
auch muss.). Jedenfalls liegen bei Dir schon beginnende bzw. fortgeschrittene
Autoimmunreaktionen vor, so, wie Du Deinen derzeitigen Erkrankungszustand
bzw. offensichtliche Erkrankungsreaktionen beschreibst.

Wenn ich mit meinem Wissen jetzt an Deiner Stelle wäre, dann käme
jetzt eine gezielte Differenzialdiagnostik zum Einsatz in der alle
toxisch bedingten Schadstoffeinwirkungen, insbesondere aus Amalgam,
auf den Prüfstand kämen, einschliesslich Hirn-SPECT u. Hirn-PET etc. .

Denn je länger diese Toxine bzw. Extremgifte sich im Körper ungehindert
lange Zeit erst anreichern konnten, desto umfangreicher die aggressive
Schadenswirkung, vor allem im Wege der Langzeitschädigungen des gesamten
Organsystems(wobei Betroffene i.d.R. lange Zeit ahnungs gehalten),
insbesondere, dass das Gehirn zuerst bevorzugt geschädigt wird.

Gruss

Thomas

https://f11.parsimony.net/forum16512/messages/50870.htm
 
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